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Europäischer Solidaritätskorps (ESK) – Auslandsgesellschaft e.V. in Dortmund entsendet und empfängt junge Menschen

(v.r.n.l.) Klaus Wegener (Präsident Auslandsgesellschaft), Milica Kostić, Ben Quick, Yana Kanievska, Oksanna Kutyreva (Europäische Freiwillige), Dirk Schubert (Projektleiter), Pascale Gauchard (Mentorin) Foto: Dedic Demirović

Mit dem Europäischen Solidaritätskorps (ESK) ist es möglich, bis zu einem Jahr im Ausland zu leben und in einem gemeinnützigen Projekt zu arbeiten, eine neue Sprache oder Kultur kennenzulernen und Praxiserfahrungen zu sammeln – ein Freiwilligendienst ist eine Bereicherung für das ganze Leben. Das Programm ESK lief bislang unter dem Namen Europäischer Freiwilligendienst. Bereits zum 16. Mal entsendet und empfängt die Auslandsgesellschaft Dortmund junge Menschen europaweit.

Neue Freundschaften – Persönliche Weiterentwicklung – Verbesserung der Sprachkenntnisse

Im letzten Jahr entsandte die Auslandsgesellschaft erneut Menschen ins europäische Ausland – und nahm zwei junge Frauen aus Serbien und der Ukraine auf. Ein Jahr haben sie in Dortmund verbracht. Die Auslandsgesellschaft besitzt eine Wohnung am Borsigplatz in Dortmund. Dort werden die Teilnehmenden untergebracht und leben gemeinsam in einer Wohngemeinschaft.

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Milica Kostic (ESK-Freiwillige Dortmund 18/19) Foto: Yana Kanievska

Milica Kostić und Yana Kanievska haben im Bereich Kommunikation und Veranstaltungen in der Auslandsgesellschaft gearbeitet. Die Teilnehmenden können ihre individuellen Stärken nutzen um eigene Projekte zu gestalten. So hat Milica beispielsweise ihren Fokus auf Öffentlichkeitsarbeit gesetzt. Yana hat in der Ukraine Verlagswesen studiert und nutzt ihr Fachwissen, um die Zeitschrift „Brücken 2019“ der Auslandsgesellschaft komplett selbst zu gestalten.

Die Freiwilligen sollen sich wohl fühlen und integrieren können, deshalb können sie sich mit eigenen Projekten selbst verwirklichen. Für Milica sowie für Yana ist der ESK Mitte September zu Ende. „Ein Jahr voller positiver Ereignisse! Gutes Team, berufliche Erfahrungen, neue Freundschaften, persönliche Entwicklung, Verbesserung der deutschen Sprache, spannendes WG-Zusammenleben, tolle Seminare und viel Tanzen sind nur einige der Highlights meines ESK-Jahres“, berichtet Milica.

Inga Kampmann und Ben Quick wurden nach Schweden, in das Projekt „Agape“, entsandt. Zwei schwedische Gemeinden, „Örby“ und „Skene“, haben sich zusammen geschlossen um Kinder und Jugendlichen aus der Umgebung ein tolles Programm anbieten zu können. „Besonders die Seminare haben mir die Bedeutung von Europa näher gebracht“, lobt Ben. Bei den Seminaren waren Freiwillige aus ganz Europa anzutreffen.

Wer kann mitmachen und wie kannst du dich auf eine ESK-Stelle bewerben?

Alle zwischen 18 bis 30 Jahren können sich für eine ESK-Stelle bewerben. Die Kosten werden über das Erasmus+ Programm der Europäischen Union komplett gedeckt. Es gibt eine Vielzahl an Projekten: Jugend- und Behinderteneinrichtungen, kulturelle und ökologische Projekte, Sportvereine, karitative Einrichtungen und vieles mehr.

Lukas Walkowiak und Ben Quick (Europäische Freiwillige 18/19)

Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich, allerdings sind Grundkenntnisse in Englisch von Vorteil. Des Weiteren ist es nicht erlaubt einer anderen Tätigkeit, neben der Freiwilligentätigkeit, nachzugehen. Die Arbeitszeit beträgt mindestens 30 Stunden bis zu 38,5 Stunden pro Woche.

Als erstes benötigst Du eine Entsende-Organisation in Deinem Heimatland und solltest dich neun Monate bis ein Jahr im voraus bewerben. Für Dortmund wäre dies beispielsweise die Auslandsgesellschaft. Oder Du schaust in der Projektdatenbank der EU, bei der Du Dich schnell registrieren kannst. Der Link befindet sich im Anhang des Artikels.

Im zweiten Schritt suchst Du nach einem geeigneten Projekt. Wenn Du ein Projekt bei einer Aufnahme-Organisation gefunden hast, bewirbst Du dich meistens mit Deinem Lebenslauf und einem Motivations-Schreiben. Zuletzt muss die EU-Förderung beantragt und genehmigt werden. Das Bewerbungsverfahren nimmt meistens sehr viel Zeit in Anspruch, deshalb solltest Du Dich früh über Projekte informieren.

Auslandsgesellschaft – Was ist das? 70 Jahre Auslandsgesellschaft in Dortmund

Die Auslandsgesellschaft e.V. sendet bereits zum 16. Mal junge Menschen europaweit. Copyright: Pascale Gauchard/Auslandsgesellschaft

Damals wurde in Dortmund am 8. Dezember 1948 das Deutsch-Französische Institut mit Unterstützung der französischen Regierung und der Zustimmung der britischen Besatzungsmacht gegründet. Daraus entstand im März 1949 das internationale Haus „Auslandsinstitut“ (heute Auslandsgesellschaft).

Die Auslandsgesellschaft ist ein Institut für politische Bildung und eine Einrichtung der Weiterbildung für Jugendliche und Erwachsene. Sie möchte Brücken bauen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, zwischen Völkern, Gesellschaftsordnungen und Kulturen.

Die Auslandsgesellschaft arbeitet auf Grundlage der Völkerverständigung, Humanität und Toleranz in folgenden Bereichen: Internationaler Austausch, Studien- und Sprachreisen in alle Kontinente, Veranstaltungen zu politischen und kulturellen Themen.

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