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Graffiti-Tour 2018 gestartet – Jugendliche verschönern in Dortmund sieben Orte mit ihren Graffiti-Kunstwerken

Im Rahmen der Ferienspiele des Jugendamts Dortmund ermöglicht das Jugend- und Kulturcafé jungen Graffiti-KünstlerInnen das legale Sprayen im Stadtbereich.

Das Jugend- und Kulturcafé ermöglicht jungen Graffiti-KünstlerInnen das legale Sprayen im Stadtbereich.

Von Karsten Wickern

Noch bis zum 9. August läuft die „Dortmunder Graffiti Tour 2018“ des Jugend- und Kulturcafés (JKC) an der Rheinischen Straße. Dabei haben Jugendliche ab 16 Jahren die Möglichkeit, ihre Kunstwerke legal in den öffentlichen Raum zu bringen. An sieben Orten darf der Kreativität ihren freien Lauf gelassen werden. Dabei werden sowohl für Fortgeschrittene als auch für AnfängerInnen Möglichkeiten geboten.

JKC gibt den Jugendlichen die Möglichkeit ihre Graffitikunst im öffentlichen Raum zu präsentieren

Große durchdachte Graffiti entstanden an der Sonnenstraße. Fotos: Karsten Wickern

Im Rahmen der Ferienspiele des Jugendamts Dortmund ermöglicht das Jugend- und Kulturcafé jungen Graffiti-KünstlerInnen das legale Sprayen im Stadtbereich. „Wir geben den Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Kunst im öffentlichen Raum zu präsentieren“, sagt Johanna Stöckler, die das JKC leitet. Besonders sei, dass die Veranstaltung an sehr zentralen Orten statt finde und die Kunstwerke somit eine große Aufmerksamkeit erfahren. 

Die Plätze an den jeweiligen Tour-Tagen sind begrenzt. So konnten am ersten Tag 24 TeilnehmerInnen an der Aktion teilnehmen. Der Andrang auf die Plätze war allerdings enorm. „Nach zwei Minuten hatten wir keine Plätze mehr und mussten Jugendliche wieder nach Hause schicken“, bedauert Stöckler, die selbst ein wenig überrascht von dem so großen Andrang war. Die Plätze werden aber jeden Tag neu vergeben.

Es ist bereits die zweite Graffiti-Tour, die das Jugend- und Kulturcafés (JKC) veranstaltet. Schon in 2017 hatte es eine ähnliche Tour gegeben. Da diese erfolgreich verlaufen ist, geht es in diesem Jahr in die zweite Runde.

Viele Möglichkeiten sich kreativ aus zu leben für Anfänger und Fortgeschrittene Graffitikünstler

Der junge Graffitikünstler NiLO arbeitet an seinem Werk.

„Wir geben hier nix vor“, betont Stöcker. „Uns ist es wichtig, dass sich die Jugendlichen verwirklichen können.“ Die TeilnehmerInnen bekommen von den VeranstalterInnen Spraydosen gestellt (solange der Vorrat reicht) und können sich dann kreativ völlig frei ausleben.

Die Veranstaltungsorte der Tour bieten unterschiedliche Möglichkeiten. So bleiben die Graffiti auf den Mauerflächen wohl für die Ewigkeit bestehen, während in dem Park auf temporären Wänden aus Folie gesprayt wird. Dieser Unterschied sorgt aber für andere Möglichkeiten. „Bei Mauern ist die Hemmschwelle für Anfängerinnen und Anfänger doch sehr groß“, so Stöckler. Bei den temporären Flächen würden sich die AnfängerInnen dann eher trauen.

Die jungen KünstlerInnen freuen sich über die Möglichkeit die ihnen geboten wird. Der Jugendliche mit dem Künstlernamen NiLO freut sich besonders über die Möglichkeit, sich in der Innenstadt verewigen zu können.  Außerdem vermutet er, dass sich die Zahl der neuen illegalen Graffiti durch solche Aktionen reduzieren lässt.

Sonennstraße: Die AnwohnerInnen freuen sich über die legale Graffiti-Aktion 

TeilnehmerInnen können sich Spraydosen ausleihen, bringen aber auch eigene mit.

Die AnwohnerInnen der Sonnenstraße, an welcher die Aktion am Donnerstag den 2. August startete, zeigten sich erfreut über die Aktion. „Nun habe ich endlich was schönes zu gucken wenn ich aus dem Fenster schaue“, freut sich der Anwohner Rolf Gottschalk. Er würde sich wünschen, dass auch die weiteren Teile der Mauer auf diese Art verschönert werden. Denn die Kunst sei viel schöner als die illegalen Schmierereien die dort bislang zu sehen sind.

Wie auch die anderen Aktivitäten der Ferienspiele, wird die Graffiti-Tour von der Sparkasse Dortmund unterstützt. Ohne die Unterstützung wäre es zum Beispiel gar nicht möglich, den Jugendlichen die Spraydosen zur Verfügung zu stellen.

Vor der Aktion musste einiges organisiert werden. So wurde unter anderem ein Parkverbot an den Stellen eingerichtet, an welchen Autos ansonsten einen Schaden erhalten könnten. Bevor das allerdings geschah, mussten zunächst die Flächen organisiert werden, an denen die Aktion stattfindet. Die Fläche an der Sonnenstraße gehört zum Beispiel der Deutschen Bahn, die bereits bei der letzten Aktion eine Mauer bereitgestellt hat, erklärt Johanna Stöckler. Nach einer Grundierung durch die Grünbau konnte dort dann am Donnerstag und Freitag reichlich gesprüht werden.

Verantstaltungstermine:

  • Samstag, 4.8.: 15 – 21 Uhr – Leinwandgraffiti im JKC
  • Dienstag, 7.8.: 15 – 21 Uhr – Westpark, Langestraße
  • Mittwoch, 8.8.: 15 – 21 Uhr – Blücherpark mit anschließendem Dortmunder MusikImbiss
  • Donnerstag, 9.8.: 15 – 21 Uhr – Drehbrückenstraße im Hafen Viertel
  • Ihren Abschluss findet die Tour dann am Freitag den 10. August mit einer Party im FZW. Ab 19 Uhr gibt es dort zum Eintritt von 5 Euro,  Rap- und DJ- Musik auf die Ohren. 
  • Weitere Informationen hier: JKC Rheinische Straße
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