Dokumentarfilmreihe beleuchtet Umweltkrisen, Landwirtschaft und nachhaltiger Architektur

ÖkoNetzwerk Dortmund startet Filmreihe „Green Movies“ im sweetSixteen

Filmankündigung „Barbara Buser – Pionierin der Nachhaltigkeit“
„Barbara Buser – Pionierin der Nachhaltigkeit“ ist einer der drei Filme, die präsentiert werden. mindjazz pictures

Das ÖkoNetzwerk Dortmund e.V. veranstaltet an drei Donnerstagen im Oktober 2026 die Dokumentarfilmreihe „Green Movies“ im Programmkino SweetSixteen im Kulturort Depot. Vom 15. bis zum 29. Oktober beleuchten internationale Dokumentationen Lösungsansätze zu globalen Umweltkrisen, zukunftsfähiger Landwirtschaft und nachhaltiger Architektur. Jede Vorführung wird durch eine anschließende offene Diskussionsrunde ergänzt, in der lokale Initiativen und das Publikum praxistaugliche Ideen austauschen.

Dokumentarfilme zeigen unkonventionelle Antworten auf globale Krisen

Den Auftakt bildet am Donnerstag, 15. Oktober, um 19 Uhr das Werk „Future Council – Komm an Bord“ des australischen Regisseurs Damon Gameau. Die Dokumentation begleitet acht Kinder auf einer Europareise in einem gelben Schulbus, wo sie Entscheidungsträger:innen der Wirtschaft mit unbequemen Fragen konfrontieren.

Filmplakat FUTURE COUNCIL - Komm an Bord
„Future Council – Komm an Bord“ läuft am 15. Oktober um 19 Uhr im sweetSixteen. Filmperlen/ Partoutfilm

Die jungen Teilnehmer:innen brechen festgefahrene Denkmuster auf und fordern ein aktives Umdenken ein. Am Donnerstag, 22. Oktober, folgt um 19 Uhr die deutsche Produktion „Ernte teilen – Anders ackern für die Zukunft“ von Philipp Petruch.

Der Film porträtiert drei landwirtschaftliche Initiativen in Norddeutschland, die auf das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft setzen. Die beteiligten Landwirt:innen entziehen sich bewusst dem konventionellen Wachstumsdruck und schaffen regionale, transparente Versorgungskreisläufe.

Abgeschlossen wird die Reihe am Donnerstag, 29. Oktober, um 19 Uhr mit dem Schweizer Porträt „Barbara Buser – Pionierin der Nachhaltigkeit“ unter der Regie von Gabriele Schärer.

Die Basler Architektin bewahrt Gebäude vor dem Abriss und nutzt konsequent wiederverwertete Baustoffe. Kritiker:innen beschreiben die filmische Dokumentation als leidenschaftliches Plädoyer für zukunftsweisendes und ressourcenschonendes Bauen.

Offene Gesprächsrunden verbinden Kino und städtisches Engagement

Das übergeordnete Konzept der Reihe zielt darauf ab, das Gesehene nicht als bloße Momentaufnahme im Saal verhallen zu lassen. Nach jeder Vorführung moderieren die Veranstalter:innen eine offene Diskussionsrunde mit den Kinogästen.

Filmausschnitt Landwirt mit einem Schaf.
„Ernte teilen – Anders ackern für die Zukunft“ läuft am 22. Oktober um 19 Uhr im sweetSixteen. Kevin Schaub

Das Publikum erhält Gelegenheit, Dortmunder Projekte kennenzulernen und Handlungsmöglichkeiten für den eigenen Haushalt zu diskutieren. Organisiert wird das Vorhaben in enger Partnerschaft zwischen dem Programmkino an der Immermannstraße und dem regionalen Gewerbeverband.

Seit dem Jahr 2017 bringen die beiden Kooperationspartner:innen ökologische Themen über filmische Narrative einem breiten Publikum näher. Die Filme laufen ausnahmslos in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Möglich wird die Kulturreihe durch ein spezielles Finanzierungsmodell, das die beteiligten Akteur:innen vor Ort selbst tragen. Das ÖkoNetzwerk Dortmund finanziert die Lizenzgebühren und Kosten vollständig aus den Erlösen seines jährlichen Bio-Weihnachtsbaumverkaufs. Dieser findet auch in der kommenden Wintersaison am Samstag, 19. Dezember 2026, traditionell im Kreuzviertel statt.

Kartenreservierungen sind über das Programmkino möglich

Interessierte Kinobesucher:innen können Eintrittskarten ab sofort direkt beim SweetSixteen im Depot vorbestellen. Reservierungen nimmt das Team telefonisch oder per E-Mail entgegen, zudem sind Tickets an der Kasse erhältlich. Das Programmkino weist darauf hin, dass die Vorführungen pünktlich beginnen und keine kommerzielle Werbung gezeigt wird.

Barbara Buser Filmausschnitt.
„Barbara Buser – Pionierin der Nachhaltigkeit“ läuft am 29. Oktober um 19 Uhr im sweetSixteen. mindjazz pictures

Das veranstaltende Netzwerk vereint seit 2003 inhabergeführte Betriebe aus dem Dortmunder Stadtgebiet, die sich verbindlichen Nachhaltigkeitsstandards verpflichten.

Die Mitglieder demonstrieren in ihren Branchen, dass ökologisches Wirtschaften und faire Arbeitsbedingungen wirtschaftlich tragfähig sind. Zudem versteht sich der Zusammenschluss als Ansprechpartner für Politik und Medien.

Mit dem dreiteiligen Programm möchten die Beteiligten den Kinobesuch mit greifbaren Handlungsanleitungen für den Stadtalltag verknüpfen. Ausgehend von den Filmbeispielen sollen Bürger:innen ermutigt werden, eigene Initiativen im Quartier zu starten. Ausführliche Beschreibungen zu allen Titeln stehen online über die Webseiten des Netzwerks bereit.

Anm.d.Red.: Haben Sie bis zum Ende gelesen? Nur zur Info: Die Nordstadtblogger arbeiten ehrenamtlich. Wir machen das gern, aber wir freuen uns auch über Unterstützung!

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