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DOGEWO21 zieht eine positive Bilanz – Klaus Graniki: „Bauen zu bezahlbaren Mieten wird immer schwerer“

Zogen eine positive Bilanz: DOGEWO21-Geschäftsführer Klaus Graniki, Prokurist Christian Nagel (Wohnungswirtschaft) und Prokurist Andreas Laske (Betriebswirtschaft). Foto: Joachim vom Brocke

Zogen eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2017: DOGEWO21-Geschäftsführer Klaus Graniki, Prokurist Christian Nagel (Wohnungswirtschaft) und Prokurist Andreas Laske (Betriebswirtschaft). Foto: Joachim vom Brocke

Von Joachim vom Brocke

Rund herum positiv ist die wirtschaftliche Bilanz der DOGEWO21 für das zurückliegende Geschäftsjahr 2017. Doch in der Chefetage des seit 100 Jahren bestehenden kommunalen Wohnungsunternehmens lässt es sich auf den Zahlen nicht ausruhen. Klaus Graniki, seit 18 Jahren an der Spitze von DOGEWO21, sieht eher vielfältige Zukunftsprobleme: „Bauen zu bezahlbaren Mieten“, sagt Graniki, „wird immer schwieriger“.

Zufriedenheit der Mieterinnen und Mieter liegt bei 95 Prozent

Ebenso wenig macht der DOGEWO21-Chef Aussichten auf preisgünstige Mieten: „Wir schlittern in eine Zeit, die das Wohnen teurer macht“. Mit ein Grund dafür seien steigende Grundstückspreise. DOGEWO21 verfüge selbst über keine Grundflächen mehr. „Wir müssen überlegen, wie wir künftig günstig an Grundstücke kommen“, meinte Klaus Graniki, „ein auf Dauer schwieriges Thema“.

Erfreut sind die DOGEWO21-Manager Klaus Graniki, Andreas Lasse (Prokurist Betriebswirtschaft) und Christian Nagel (Prokurist Wohnungswirtschaft) mit der Zufriedenheit der Mieter, die bei 95 Prozent liegt: „Die Mieter bleiben uns treu“. Dies beweist zudem die niedrige Fluktuationsrate, die mit 8,3 Prozent knapp unter dem Vorjahresniveau liegt. 1357 Auszügen standen 1347 Neuvermietungen gegenüber. 222 Wohnungen standen leer, davon 124 marktbedingt (Renovierungsarbeiten).

Die Durchschnittsmiete bei der Dogewo21 liegt bei 5,31 Euro/ Quadratmeter

In Bövinghausen hat das kommunale Unternehmen Dogewo21 neu gebaut.

In Bövinghausen hat das kommunale Unternehmen Dogewo21 neu gebaut. (Archiv)

Die Durchschnittsmiete lag bei 5,31 Euro/qm, Vorjahr 5,14 Euro/qm. Neumieter zahlten im Schnitt 5,77 Euro/qm (Vorjahr: 5,57 Euro/qm) und damit deutlich weniger als im Dortmunder Durchschnitt, der bei 6,33 Euro/qm liegt. Erheblich wurde in die Bestände investiert.

Insgesamt lagen die Investitionen im letzten Jahr bei 32,1 MillionenEuro, das entspricht rund 30 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Die Investitionen verteilen sich auf verschiedene Maßnahmen im gesamten Dortmunder Stadtgebiet.

Schwerpunkte waren Großinstandhaltungen, Großmodernisierungen, Reparaturen, Wohnwertverbesserungen, Einzelmodernisierungen und Balkonanbauten. In Rekordzeit wurden in Bövinghausen 48 öffentlich geförderte Wohnungen errichtet.

Sozialer Wohnungsbau: Am Phoenixsee entstehen 46 geförderte Wohnungen

Zurzeit entstehen an der Schüruferstraße 20/22, in der Nähe vom Phoenixsee, 46 moderne öffentlich-geförderte Wohnungen, die – wenn die Bauarbeiter weiter planmäßig verlaufen – im dritten Quartal 2019 bezogen werden können.

Doch Klaus Graniki stellt klar: „Für 5,25 Euro je qm könnten wir eigentlich nicht mehr bauen, wenn wir das Grundstück nicht zu sehr guten Konditionen bekommen hätten“. Der Ausbau von Dachgeschossflächen bzw. Aufstockungen zur Schaffung von weiterem preiswerten Wohnraum ist in Planung.

Heizanlagen werden nach und nach erneuert

In den kommenden fünf Jahren wird DOGEWO21 7,5 Millionen Euro in die Heizanlagen investieren. Mit dem ehrgeizigen Plan will das Wohnungsunternehmen die Energieeffizienz der Anlagen steigern – ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Denn moderne anlagen sparen Energie und reduzieren die Kosten. „Für die Mieter“, so hieß es, „bleibt die Modernisierung der Heizungsanlagen kostenneutral“.

 Mehr Informationen:

  •  DOGEWO21 verfügt in Dortmund über 16.401 Wohnungen, 2642 Garagen/Stellplätze und 121 Gewerbeeinheiten.
  • Nach Köln und Essen ist DOGEWO21 das drittgrößte kommunale Wohnungsunternehmen in Nordrhein-Westfalen.
  •  Ein Vergleich mit anderen deutschen Großstädten (Nettokaltmiete bei 6,33 Euro/qm) zeigt, dass die Wohnungsmieten in Dortmund noch verhältnismäßig günstig sind. 
  • Gesellschafter von DOGEWO21 sind die Dortmunder Stadtwerke AG mit 90 Prozent und die Sparkasse Dortmund mit 10 Prozent.
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