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Der beliebte Hansemarkt gibt in der City Einblicke in das Handwerk früher – Verkaufsoffener Sonntag in Dortmund

Ritter, Gaukler, Handwerker und farbenprächtige Stelzenläufer sind dabei.

Ritter, Gaukler, Handwerker und farbenprächtige Stelzenläufer sind ab Mittwoch in der Dortmunder City dabei.

Von Joachim vom Brocke

Mit der 24. Auflage des Hansemarktes lockt ab dem 31. Oktober wieder ein vielseitiges mittelalterliches Spektakel in die City. Bis Sonntag, 4. November, können die BesucherInnen täglich ab 11 Uhr (1. November, Feiertag Allerheiligen, erst ab 18 Uhr) Rittern, Gauklern, Handwerkern oder fünf farbenprächtigen Stelzenläufern bei der Arbeit zusehen.

Der Hansemarkt versetzt die City zurück in die Blütezeit des 14. Jahrhunderts

Freuen sich auf den Hansemarkt ab Mittwoch: Foad Boulakhrif von der Agentur Schöne Märkte, Schausteller Patrick Arens und Frank Schulz von City-Marketing. Foto: Joachim vom Brocke

Freuen sich auf den Hansemarkt: Foad Boulakhrif, Patrick Arens und Frank Schulz . Foto: J.v. Brocke

Etwa 120 Stände werden mit den unterschiedlichsten Angeboten zwischen Kleppingstraße, dem Alten Markt und rund um die Reinoldikirche aufgebaut; selbst einen Abstecher zur Petrikirche gibt es diesmal.

Traditionell verbunden mit dem Hansemarkt ist der erste verkaufsoffene City-Sonntag in diesem Jahr.  Am Sonntag, 4. November, sind die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

„Der Hansemarkt soll ein Treffpunkt für die ganze Familie sein und alle Altersgruppe ansprechen“, stellten Schausteller Patrick Arens und Foad Boulakhrif von der Agentur Schöne Märkte als Organisatoren heraus. „Dortmund soll als Hansestadt in die Blütezeit des 14. Jahrhunderts zurück versetzt werden“, wünscht sich Frank Schulz von City Marketing.

„Dortmunder Bierkäse“ – Leckere Bonbons beim Bonbonmacher

Schlachter, Räucherei, Winzer, Bierbrauer in der „Hexengasse“ an der Kleppingstraße präsentieren ihr altes Können. In der Handwerkergasse (Willy-Brandt-Platz und Kleppingstraße) sind Drechsler, Zimmerleute und Lehmbauer beschäftigt. In drei Schmieden dürfen auch die Kinder mal den Hammer schwingen.

„Dortmunder Bierkäse“ ist bei einer Käserei zu haben. Dabei handelt es sich um einen herzhaft cremigen, in Dortmunder Bier gereiften Rohmilchschnittkäse mit Röstzwiebeln. Freude, die auf Süßes stehen, sind bei einem Bonbonmacher oder westfälischem Imker willkommen.

Zahlreiche lebendige Tiere, wie Wollschweine, Enten, Gänse, Schafe oder Ziegen lockern das Bild auf.

Lebendiges Mittelalter: Knappen verteidigen sich in der City mit ihren Schwertern

Vor dem Turm der Reinoldikirche zeigen Knappen, wie man sich einstmals mit Schwert und Degen verteidigte. Mit dabei sind Rittersleute, Gaukler, Marketender, Messerwerfer, Bogenschützen und Musiker.

Abends sorgen Vitek und später Fem Fire mit einer Feuershow für Staunen. Sie alle leben in einem Zeltlager rund um die Kirche. „Ganz neu dabei ist von Freitag bis Sonntag ein Stockmacher“, informierte Patrick Arens.

„Quacksalber Dr. Marrak will an diesem Wochenende seine Bühnenarbeit auf Gauklerfesten in Dortmund beenden“.

Nostalgiekirmes mit alten Karussells in der Dortmunder Innenstadt

Auf dem Alten Markt präsentiert der Schaustellerverein Rote Erde wieder eine Nostalgiekirmes mit Schwanenflieger (60 Jahre alt), einer Raupenbahn (78 Jahre alt), einem Nostalgie-Riesenrad, Miniaturkirmes und historischem Kaffeewagen.

Höhepunkt der historischen Fahrgeschäfte dürfte diesmal die „Fahrt ins Paradies“ sein. Zu Beginn der 1930er Jahre entwickelte Friedrich Heyn in Thüringen die weltbekannten Karussellpferde und auch die „Fahrt ins Paradies“, eine Berg- und Talbahn mit ungewöhnlicher Fahrweise.

Sie war bis Ende der 1950er Jahre in Betrieb, wurde in einer Halle entdeckt und gründlich restauriert. Keinesfalls fehlen darf die Gänsekapelle: „Die gehört einfach dazu; danach fragen schon vorher manche Besucher bei uns“, sagt Patrick Arens.

Am Samstag zieht das musikalische Federvieh-Team (insgesamt 12 Tiere) um 15 und 19 Uhr über den Alten Markt und am Sonntag um 15 Uhr, 17 und 19 Uhr. Drei alte Dampfmaschinen (auf einer darf mitgefahren werden) gibt es ebenfalls wieder zu bestaunen.

Kutschfahrten mit einer alten Postkutsche runden das Programm des Hansemarktes an. Längst hat das herbstliche Event in Dortmund viele Freunde gefunden. Nicht nur bei den BesucherInnen, auch bei den AusstellerInnen. „Das ganze Jahr über kommen immer wieder Anfragen nach einem Stand“, erklärte Frank Schulz von City-Marketing.

Mehr Informationen:

  • Der Hansemarkt wird am Mittwoch, 31. Oktober, um 16 Uhr am Turnierplatz vor der Reinoldikirche offiziell durch Bürgermeisterin Birgit Jörder eröffnet.
  • Geöffnet sind die Stände täglich von 11 bis 21 Uhr, Allerheiligen von 18 bis 21 Uhr.
  • Sonntag, 4. November, ist von 13 bis 18 Uhr verkaufsoffener Sonntag in der City.
  • Der Hansemarkt ist ein alljährliches Spektakel und vereint zahlreiche Händler und Akteure aus ganz Deutschland. Er greift die Jahrhunderte alte Tradition des Stadtmarktes auf, denn der Dortmunder Markt war einer der größten Märkte im Mittelalter.
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Ein Gedanke zu “Der beliebte Hansemarkt gibt in der City Einblicke in das Handwerk früher – Verkaufsoffener Sonntag in Dortmund

  1. Borussia Commondale

    Schausteller und Markthändler spenden für Borussia Commondale

    Auch in diesem Jahr unterstützen Schausteller und Markthändler den
    Fußballklub Borussia Commondale in Südafrika: Rund 25 Betreiber
    öffnen ihre Stände im Anschluss an den Hansemarkt rund um die
    Reinoldikirche und auf dem Platz von Netanya noch von Mittwoch
    bis Samstag (07.-10.11.) täglich von 10 bis 20 Uhr und spenden
    einen Teil ihrer Erlöse.

    Muzi Hlatshwayo (31), Mitbegründer und Trainer des südafrikanischen
    Fußballklubs Borussia Commondale, stellte sein Projekt vor sechs
    Jahren in Dortmund vor und fand mit Hilfe von Oberbürgermeister
    Ullrich Sierau und den Vorstandsmitgliedern Hans-Peter Arens und
    Rolf-Arnd Marewski sofort Unterstützung für seinen gemeinnützigen
    Verein, der perspektivlosen Jugendlichen hilft, sich sozial besser zu
    integrieren.

    Commondale ist eine ländliche Region im Süden der Provinz
    Mpumalanga mit rund 8.000 Einwohnern, davon etwa 3.000 Jugendliche
    unter 16 Jahren. Mpumalanga bedeutet „Ort, an dem die Sonne aufgeht“.

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