Sprachförderung, Kochkurse und Stadionbesuch: Regina Grabe eröffnet Kindern Bildungschancen

Verdienstmedaille für eine Dortmunder Tafel-Ehrenamtliche

Shakehands mit Urkunde
Foto: Andreas Buck für die Stadt Dortmund OB Alexander Kalouti gratuliert Regina Grabe zur Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Regina Grabe, Zweite Vorsitzende der Dortmunder Tafel, hat die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Oberbürgermeister Alexander Kalouti überreichte ihr die Auszeichnung am Freitag, 30. Oktober. Geehrt wird sie für ihren Einsatz bei der Tafel, wo sie seit 2012 ehrenamtlich arbeitet, und für ihr Engagement für Bildungsangebote für Kinder.

Von 130 auf 230 Menschen: Wie die Lebensmittelausgabe in Körne gewachsen ist

Kalouti würdigte Grabe mit den Worten: „Sie sind ein Mensch, der nicht lange fragt, wer zuständig ist, sondern einfach anpackt, wenn Hilfe gebraucht wird.“ Mit ihrem langjährigen Engagement schenke sie anderen Menschen „Unterstützung, Verlässlichkeit und ein Stück Zuversicht“.

Grabe begann 2012 als Mitarbeiterin in der Körner Filiale der Dortmunder Tafel und leitet dort seit 2017 die wöchentliche Lebensmittelausgabe. Sie stimmt sich mit dem Lager und dem Fahrdienst ab, achtet auf die Einhaltung der Lebensmittelhygiene, koordiniert das Team, sorgt dafür, dass genug Helfer:innen vor Ort sind, und schlichtet bei Konflikten.

Die Filiale ist nach Angaben der Stadt in dieser Zeit deutlich gewachsen. In der Kirchengemeinde konnte die Tafel größere Räume nutzen. Dadurch können mehr Menschen Lebensmittel erhalten: 2021 waren es nach diesen Angaben rund 130 Personen, heute sind es etwa 230. Auch im Vorstand übernimmt Grabe Verantwortung. Zunächst kümmerte sie sich um Finanzfragen, später um Personalmanagement, seit 2022 ist sie Zweite Vorsitzende und vertritt den Verein bei öffentlichen Terminen.

Sprachförderung, Nachhilfe, Kochkurse: Das Panoramaprojekt für Kinder

Besonders am Herzen liegt Grabe das 2017 gegründete Panoramaprojekt der Dortmunder Tafel, das sie initiiert hat und bis heute leitet. Es unterstützt Kinder aus Familien, die zur Tafel kommen. Die Angebote reichen von Sprachförderung und Nachhilfe über den Umgang mit Tablets bis zu Ausflügen und Kochkursen.

Blick auf das Abzeichen
Foto: Andreas Buck für die Stadt Dortmund Die Bundesverdienstmedaille samt Urkunde – und natürlich gab es auch Blumen.

Als Kinder aus geflüchteten ukrainischen Familien Unterstützung brauchten, gewann Grabe nach Angaben der Stadt weitere ehrenamtliche Helfer:innen und Kooperationspartner, um das Angebot auszubauen. Außerdem koordiniert sie mit Unternehmen Weihnachtsaktionen, bei denen fast alle Kinder von Tafelkund:innen ein persönliches Geschenk erhalten.

Auch die Zusammenarbeit mit der BVB-Stiftung „leuchte auf“ geht auf Grabe zurück. Kinder aus dem Bildungsprojekt der Tafel können dadurch das Dortmunder Fußballstadion besuchen und dort gemeinsam essen. Die Stadt sieht darin eine Stärkung der Kinder und einen Anstoß für ihre Familien, die Bildung ihrer Kinder weiter zu unterstützen.

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