
Der jährliche bundesweite Warntag findet am Donnerstag, 10. September 2026, statt. Um 11 Uhr schrillen in Dortmund 45 Sirenen und hunderttausende Handys erhalten eine Warnmeldung. Erstmals setzt die Stadt zusätzlich die 66 LED-Tafeln des Parkleitsystems ein, um die Bürgerinnen und Bürger über den Probealarm zu informieren.
Warnung erreicht die Menschen auf unterschiedlichen Wegen
Der Probealarm der Sirenen beginnt mit dem einminütigen Dauerton „Entwarnung“ – dieser bedeutet im Regelfall, dass die Gefahr vorüber ist. Es folgt eine Minute lang der auf- und abschwellende Ton „Warnung“. Dieser soll die Menschen aufmerksam machen und im Ernstfall dazu auffordern, feste Gebäude aufzusuchen, Fenster und Türen zu schließen, Radio oder Fernseher einzuschalten und Ruhe zu bewahren.

Zum Abschluss ertönt erneut der einminütige Dauerton „Entwarnung“. Ausgelöst werden die 45 Sirenen im Stadtgebiet von der Einsatzleitstelle der Feuerwehr Dortmund.
Neben den Push-Benachrichtigungen über die Warn-Apps „NINA“ und „KATWARN“ erhalten alle Handybesitzer:innen auch wieder die sogenannte „Cell Broadcast“-Direktnachricht auf ihre Handys – verbunden mit einem Warntext und einem lauten, schrillen Ton. Erstmals will der Bund um 11.45 Uhr zudem eine „Cell Broadcast“-Entwarnungsmeldung versenden.
Neben den zehn digitalen Werbetafeln in der Innenstadt werden auch die 66 LED-Tafeln des städtischen Parkleitsystems genutzt, um auf den bundesweiten Warntag aufmerksam zu machen.
Das städtische Sirenennetz wird weiter ausgebaut
Darüber hinaus weisen Feuerwehr und Stadt Dortmund auf ihren Social-Media-Kanälen sowie auf dortmund.de auf den Probealarm hin. Die Feuerwehr Dortmund bittet darum, den Notruf 112 in diesem Zeitraum nur bei tatsächlichen Notfällen zu wählen und nicht für Nachfragen zum Probealarm.

Mit dem Probealarm testet der Bund am zweiten Donnerstag im September die Technik sowie das Zusammenspiel der vorhandenen Warnmittel, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Die Bevölkerung soll dabei mit den unterschiedlichen Warnhinweisen vertraut gemacht werden.
In Dortmund wird derzeit an der Errichtung eines modernen Sirenennetzes gearbeitet. Für die Abdeckung des gesamten Stadtgebiets sind vier Ausbaustufen vorgesehen, von denen der Rat der Stadt bereits drei beschlossen hat. An 77 Standorten im Stadtgebiet sollen die installierten Sirenen künftig vor Gefahren warnen.
Weitere Informationen: dortmund.de/bevoelkerungsschutz


Reaktionen
Feuerwehr Dortmund zieht positive Bilanz nach dem bundesweiten Warntag (PM)
Beim bundesweiten Warntag am Donnerstag, 10. September, hat Dortmund seine Warnsysteme getestet. Das Fazit der Feuerwehr: Der Großteil hat zuverlässig funktioniert.
Um 11 Uhr löste die Einsatzleitstelle die 45 Sirenen im gesamten Stadtgebiet aus. Bei zwei Anlagen in Barop und Westerfilde gab es technische Probleme: Dort wurde jeweils nur einer der drei Warntöne ausgespielt. Die Ursachen werden untersucht und behoben.
Eine Neuerung waren die 66 LED-Tafeln des städtischen Parkleitsystems. Sie zeigten zwischen 11 und 11:45 Uhr einen Hinweis zum Probealarm. Die Anzeigen funktionierten dabei ohne Probleme.
Auch Cell Broadcast sowie die Warn-Apps NINA und KATWARN wurden getestet. Damit wurde überprüft, ob Warnungen im Ernstfall digital schnell und großflächig verbreitet werden können.
HintergrundWarntage sind ein wichtiger Baustein des Bevölkerungsschutzes. Sie geben Behörden und Einsatzkräften die Möglichkeit, Technik und Abläufe regelmäßig zu überprüfen. Gleichzeitig können Bürgerinnen und Bürger die verschiedenen Signale kennenlernen und sich damit vertraut machen, was im Ernstfall zu tun ist und wo sie verlässliche Informationen finden.
Derzeit wird in Dortmund an einem modernen Sirenennetz gearbeitet. Für die Abdeckung des gesamten Stadtgebiets sind vier Ausbaustufen vorgesehen, von denen der Rat bereits drei beschlossen hat. An 77 Standorten sollen die installierten Sirenen künftig vor Gefahren warnen.