Wo Architektur zur Kunst wird: Werkbund-Projektschau eröffnet im Superraum

Modelle und Materialien der 6. Regionale vom 1. bis 25. April

Verschiedene Bilder der Künstler:innen - 6. Werkbund Regionale

Bei einem Spaziergang durch die Stadt fällt einem doch immer eins auf: Oftmals sind die Gebäude sehr eintönig und bis auf ein paar Farbtüpfelchen ein Meer von grau in grau. Doch manche Architekt:innen möchten dies durchbrechen und mit Kunst die Stadt und ihre Bauten verschönern. So auch die Architekt:innen vom Werkbund. Sie treffen sich am 1. April im Superraum zu einer Vernissage in der Dortmunder Brückstraße.

Der Werkbund – Ein Bund mit Tradition

Der deutsche Werkbund wurde bereits 1907 gegründet und ist eine der einflussreichsten Institutionen der deutschen Design- und Architekturgeschichte. Seine Ziele könnten aktueller nicht sein, denn neben seinem Fokus auf eine angemessene Gestaltung der menschlichen Umwelt, geht es dem Werkbund nicht nur um Ästhetik, sondern auch um Verantwortung und funktionales Bauen.

Seine „Regionale“ dient vor allem dazu, neue Mitglieder des Werkbunds und ihre Projekte vorzustellen. Statt trockener Fachmesse, gibt es hier einen Mix aus Werkberichten, Interdisziplinarität und Diskurs.

Dreamteam aus Architekt:innen und Künstler:innen

Seit Anfang 2025 treffen sich die Architekt:innen des Vereins Deutscher Werkbund Nordrhein-Westfalen im Drei-Monats-Takt zur Werkbund Regionale. Dort zeigen Neumitglieder aber auch etablierte Mitglieder ihre zuletzt abgeschlossenen Projekte in der Baukunst in Nordrhein-Westfalen.

In der aktuellen Ausgabe der Reihe – es ist mittlerweile bei der 6. Ausgabe im April 2026 – steht das Thema „Architektur und Kunst am Bau“ im Mittelpunkt. Die Regionale in Dortmund nutzt den Superraum in der Brückstraße als Schaufenster, um die baukulturellen Debatten direkt in die Innenstadt und zu den Bürgern zu bringen.

Ein interessantes Detail ist sicher, dass viele der gezeigten Projekte in der Regionale beschäftigen sich mit dem „Bauen im Bestand“. Das Motto dahinter: Der nachhaltigste Baustoff ist der, der schon da ist.

Von der Kunst der Praxis

Ludger Wilde, Christian von Roda (Ten Brinke), Detlef Niederquell (Liegenschaften) und Thomas Schmidt (SSP) stellten das Projekt vor. Foto: Karsten Wickern
Ludger Wilde, Christian von Roda (Ten Brinke), Detlef Niederquell (Liegenschaften) und Thomas Schmidt (SSP) stellten das Projekt vor.
Foto: Karsten Wickern Karsten Wickern | Nordstadtblogger

Zur sechsten Projektschau stellen die Architekt:innen von der SSP AG, ein Planerbüro aus Bochum, und soll sasse Architekten aus Dortmund gemeinsam mit den Künstler:innen Marco Wittkowski, Horst Gläsker, Dirk Pleyer, Michael Lach, Johannes Vogl und Barbara Koch ihre Projekte vor. Dabei handelt es sich um Bild-, Text- und Modellmaterial von der realisierten Kunst und den Architekturprojekten.

Nach den Vorträgen soll ein Get-Together stattfinden. Die gesamte Veranstaltung bildet den Startschuss für die Ausstellung im Superraum. Bis zum 25. April haben Interessierte die Gelegenheit, die Projekte im Superraum auf der Brückstraße anzusehen. Die Ausstellung ist immer donnerstags bis samstags jeweils von 14:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.

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Neumitglieder des Deutschen Werkbundes präsentieren ihre Projekte im Superraum

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