
Im Bezirk der Handwerkskammer (HWK) Dortmund hat sich der Betriebsbestand im Handwerk zum Jahresende 2025 weitgehend stabil entwickelt. Darauf weist HWK-Präsident Berthold Schröder hin. Insgesamt stieg der Bestand im Saldo um zehn Unternehmen. 2.302 Eintragungen in die Mitgliederverzeichnisse standen 2.292 Löschungen gegenüber.
Regionale Unterschiede und steigende Zahl wirtschaftlicher Löschungen
Gleichzeitig zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Regionen und Gewerken. Auffällig ist vor allem die Zahl der 126 Löschungen aus wirtschaftlichen Gründen einschließlich Insolvenzen. Das entspricht einem Anstieg von knapp 40 Prozent im Jahresvergleich und ist der höchste Wert seit 2018. Der Anteil von Frauen in der Unternehmensführung stieg unterdessen auf 29,3 Prozent nach 28,7 Prozent im Vorjahr. Damit befanden sich 6.045 von insgesamt 20.631 Unternehmen in Frauenhand.
Regional verlief die Entwicklung unterschiedlich. In Herne stieg die Zahl der Betriebe von 1.233 auf 1.252, in Bochum von 3.013 auf 3.046. In Hagen ging sie dagegen von 1.687 auf 1.667 zurück. Besonders angespannt bleibt die Lage im Bau- und Ausbaugewerbe. Dort sank der Bestand insgesamt um 134 Betriebe oder 1,9 Prozent von 7.087 auf 6.953 Unternehmen.
Im Maurer- und Betonbauer-Handwerk verringerte sich die Zahl der Mitgliedsbetriebe um 45 auf 683, was einem Minus von 6,2 Prozent entspricht. Auch bei den Zimmerern gab es ein Minus von 5,1 Prozent, bei Maler- und Lackiererbetrieben ein Rückgang um 1,6 Prozent. Zuwächse verzeichneten dagegen die Bodenleger mit 51 zusätzlichen Betrieben sowie das Straßenbauerhandwerk mit einem Plus von 15 Unternehmen auf 273.
Rückgänge im Bau und Metall – Zuwächse in anderen Gewerken
In den Metallhandwerken setzte sich der rückläufige Trend ebenfalls fort. Feinwerkmechaniker verloren acht Betriebe, Metallbauer zehn. Unterschiedlich entwickelte sich die Gebäudetechnik: Während die Zahl der Installateur- und Heizungsbauer um 2,4 Prozent beziehungsweise 26 Betriebe sank, legte die Zahl der Elektrotechniker um 29 Betriebe oder ebenfalls 2,4 Prozent zu.
Zuwächse gab es zudem in den Nahrungsmittelhandwerken. Besonders deutlich fiel das Plus bei den Fleischern mit 28 Betrieben aus, auch die Zahl der Konditoren stieg um fünf Betriebe. Als Treiber im Fleischerhandwerk gilt weiterhin die Einführung der Eintragungspflicht für Fleischtheken im Lebensmitteleinzelhandel.
Auch in den zulassungsfreien Handwerken zeigte sich ein Wachstum. Vor allem Gebäudereiniger, Kosmetiker und Fotografen trugen zum Anstieg bei. Das Gründungsgeschehen blieb allerdings hinter dem Vorjahr zurück. Die Zahl der originären Neugründungen sank um 192 auf 1.661. Gleichzeitig nahm die Zahl der Betriebsübernahmen um 26 auf 175 zu. Besonders aktiv waren Gründerinnen und Gründer in Bochum sowie im Ennepe-Ruhr-Kreis.

