
Die plötzliche Schließung des „Grünen Salons“ sorgt für Irritationen. Wie das Café auf seiner Facebook-Seite mitteilt, muss der Betrieb ab sofort eingestellt werden. Vermieterin ist die Stadt Dortmund, die die sofortige Schließung angeordnet hat. Grund seien „drängende, umfangreiche bauliche Mängel“. Man habe keinen Plan erhalten, ob und wann eine Wiedereröffnung möglich sei. Bis 22 Uhr sei das Team noch vor Ort gewesen, um Gäste zu bewirten und Reservierungen zu informieren.
Ein Weiterbetrieb mit Speisenzubereitung war nicht mehr möglich
Auf Anfrage erklärt die Stadt Dortmund die Hintergründe. In dem Gebäude gebe es einen massiven Wasser- und Feuchtigkeitsschaden durch Schmutzwasser. Ursache seien defekte Abwasserleitungen.

„ Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass die Feuchtigkeitsschäden – von den WC-Bereichen über die Küche bis in den Gastraum – ein Ausmaß erreicht haben, das einen Weiterbetrieb mit Speisenzubereitung nicht mehr zulässt. Daher ging es jetzt so schnell“, betont Stadtsprecher Christian Schön.
Die nun notwendigen Instandsetzungsarbeiten seien nur mit größeren Eingriffen in die Bausubstanz möglich und würden mehrere Monate in Anspruch nehmen. Der gesamte Boden müsse ausgetauscht werden. Diese Arbeiten ließen sich nicht mit einer Fortführung des Betriebs vereinbaren.
Die Suche nach der Ursache für die Feuchtigkeit hatte im Mai 2025 begonnen. Mehrere Untersuchungen folgten. „Erst bei der vierten, der jüngsten Untersuchung wurden die Spezialisten fündig und entdeckten die defekten Abwasserleitungen, die dem Boden großen Schaden zugefügt haben. Wie groß das Ausmaß tatsächlich ist, lässt sich erst nach Öffnung der Bauteile feststellen“, so Schön.
Die Stadt prüft, ob eine mobile Alternative möglich ist
Ein alternatives städtisches Ladenlokal in der Nähe steht nach Angaben der Stadt nicht zur Verfügung. Derzeit werde geprüft, ob den Betreiberinnen des „Grünen Salons“ für die Übergangszeit ein mobiles Angebot ermöglicht werden kann.

Mit Improvisationen und mobilen Lösungen kennen sich die Betreiberinnen bereits aus. Der „Grüne Salon“ musste bereits ,mehrere Monate schließen, als ein umgestürzter Baum die Dachkonstruktion beschädigt hatte.
Neben dem „Grünen Salon“ betreiben die Rethmann-Schwestern auch das Weinlokal „Stachschwein“ an der Bornstraße sowie dem „Umschlagplatz“ an der Speicherstraße.
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