Große Befragung in Dortmunds Innenstadt für mögliche Sanierungsmaßnahme startet

Haushalte, Gewerbe und Eigentümer:innen in der City erhalten Post

Abendsonne über Dortmund
Die City könnte zum „Städtebaulichen Sanierungsgebiet“ werden – Das Amt für Stadterneuerung startet hierzu eine große Befragung. Foto: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Das Amt für Stadterneuerung startet eine große Befragung: Wer in der City wohnt, dort ein Gewerbe betreibt oder eine Immobilie besitzt, bekommt jetzt Post. Ziel ist die Vorbereitung eines möglichen „Städtebaulichen Sanierungsgebiets“, um die City als Handels-, Wohn- und Erlebnisstandort zu stärken. Zu manchen Auskünften sind die Befragten dabei rechtlich verpflichtet.

Vorbereitende Untersuchungen für die City

Die Befragung ist Teil der sogenannten Vorbereitenden Untersuchungen für ein mögliches „Städtebauliches Sanierungsgebiet“ in der City. Mit diesem Instrument könnte die Stadt gemeinsam mit allen wichtigen Akteur:innen vor Ort Verbesserungen anstoßen und mehr Einfluss auf die städtebauliche Entwicklung gewinnen.

In den vergangenen Monaten haben Fachleute jedes Gebäude im Untersuchungsgebiet von außen in Augenschein genommen, kartiert und analysiert. Erste Ergebnisse stellte das Planungsbüro „Stern – Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung“, am 21. Januar 2026, bei einem Infoabend im Reinoldinum allen, die Eigentum in der City besitzen vor.

Nun geht es darum, Informationen und Einschätzungen von Menschen zu sammeln, die auf unterschiedliche Weise mit den Gebäuden verbunden sind. Die gestartete Befragung richtet sich an rund 4.600 Anwohnende ab 16 Jahren, die Betreibenden von rund 3.000 Gewerbebetrieben sowie die Eigentümer:innen von etwa 1.000 Immobilien. Das Untersuchungsgebiet umfasst die Fläche innerhalb des Wallrings inklusive Straßenfläche des Walls, den Bahnhofsvorplatz sowie das Dreieck zwischen Burgwall, Bornstraße und den Gleisanlagen.

Teilnahme an der Befragung ist verpflichtend

Alle Haushalte, Gewerbetreibenden und Eigentümer:innen im Untersuchungsgebiet erhalten ein persönliches Anschreiben der Stadt Dortmund. Darin enthalten sind ein Link zur Online-Befragung sowie eine individuelle ID, die für die Teilnahme benötigt wird.

Im Gegensatz zu üblichen Umfragen ist die Teilnahme nicht freiwillig. Im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchungen besteht eine Auskunftspflicht gemäß §138 Baugesetzbuch. Ohne diese Angaben kann die Stadt kein umfassendes Bild vom städtebaulichen Zustand der City erstellen.

Die Fragen beziehen sich unter anderem auf Aufteilung, Ausstattung, Zustand und Belegung von Immobilien, Mietpreise sowie Modernisierungsabsichten. Auch Angaben zum Grundstück, wie Parkmöglichkeiten oder Freiflächen, werden abgefragt. Für eigene Anregungen ist ebenfalls Raum vorgesehen. Die Teilnahme ist bis einschließlich Freitag, 6. März 2026, möglich. Bereits eingetragene Angaben bleiben durch eine Speicherfunktion erhalten, falls die Bearbeitung unterbrochen werden muss.

Ziele eines möglichen städtebaulichen Sanierungsgebiets

Die Stadt Dortmund möchte alle Möglichkeiten nutzen, um die City als modernen Handels-, Wohn- und Erlebnisstandort zu stärken. Ziel ist eine gesunde, vielfältige und nachhaltige Innenstadt, die für Besucher:innen und Anwohnende gleichermaßen attraktiv ist.

Ein wichtiger Baustein auf diesem Weg sind städtische Investitionen und Projekte. Auch Privatleute, die Immobilien besitzen, spielen in diesem Prozess eine bedeutende Rolle, da sie die Entwicklung der Innenstadt direkt beeinflussen können.

Eine Städtebauliche Sanierungsmaßnahme kann der Stadt zusätzliche Spielräume und Handlungsmöglichkeiten geben, um Entwicklungen gezielt zu steuern. Die Vorbereitenden Untersuchungen klären zunächst, ob städtebauliche Missstände bestehen. Nur wenn dies der Fall ist, kann der Rat eine Sanierungsmaßnahme beschließen. Viele Punkte des Vorgehens für diese Prüfung sind in Paragraf 141 des Baugesetzbuchs festgelegt.

Mehr Informationen:

  • Weiteres über die Untersuchungen und ein mögliches Sanierungsgebiet gibt es unter dortmund.de/untersuchung-city. Dort ist auch eine Videoaufzeichnung des Infoabends am 21. Januar 2026 zu sehen. Weitere öffentliche Beteiligungsformate sind für das laufende Jahr geplant.

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