Das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund knackt erstmals die Marke von 300.000 Besuchenden

Eine neue Sonderausstellug über Wirtz und Musiala startet im Frühjahr

Aussenansicht des Deutschen Fußballmuseums.
Mehr als 300.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnete das Deutsche Fußballmuseum im Jahr 2025. Foto: Henning Angerer

Das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund hat 2025 erstmals mehr als 300.000 Besuchende gezählt. Damit gelingt dem 2015 eröffnetem Ausstellungshaus bereits das dritte Rekordjahr in Folge – auch ohne die Sondereffekte wie der UEFA EURO 2024 in Deutschland. Mit 80.000 Besucher:innen ist die bis Februar 2026 verlängerte Sonderschau „Netzer. Die Siebzigerjahre“ schon jetzt die bestbesuchte Sonderausstellung in der zehnjährigen Geschichte des Hauses. Für die kommenden Jahre kündigt das Museum neue Großprojekte an.

Sonderausstellungen, internationale Kooperationen und Umbaupläne

Im Frühjahr plant das Deutsche Fußballmuseum seine nächste große Sonderausstellung. Passend zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 stehen die deutschen Ausnahmespieler Florian Wirtz und Jamal Musiala im Mittelpunkt einer multimedialen Inszenierung auf rund tausend Quadratmetern Ausstellungsfläche.

Während der WM 2026 wird das Museum zudem international präsent sein. Auf Einladung des Holocaust Museum LA zeigt das Deutsche Fußballmuseum in Los Angeles die Gemeinschaftsproduktion „The Beautiful Game – The Untold Story“ (9. Juni bis 31. Dezember 2026) über die Rolle der Juden im Weltfußball vor, während und nach dem Holocaust.

Ebenfalls beginnt 2026 im Deutschen Fußballmuseum die Erweiterung der Dauerausstellungsbereiche „Frauenfußball“ und „Fußball und Verfolgung in der NS-Zeit, Fußball zwischen den Kriegen“. Neu zu sehen gibt es eine Inszenierung für alle Fußballpurist:innen mit dem Titel Trikotschätze. Besucherrelevante Informationen zum Umbauzeitraum vom 19. Januar bis 9. Februar 2026 sind auf der Website des Museums abrufbar.

Moderne Inszenierungen und wachsende nationale Reichweite

Manuel Neukirchner, Direktor des Deutschen Fußballmuseums, erläutert die Ausrichtung der kommenden Projekte: „Wir wollen mit neuen Angeboten und Sonderausstellungen nahtlos an das erfolgreiche letzte Ausstellungsjahr anknüpfen. Mit unserer immersiven Schau über Wirtz und Musiala zur WM 2026 sprechen wir gerade ein junges Publikum an.“ Weiter betont er: „Die Art und Weise, wie wir die beiden in Szene setzen, ist so außergewöhnlich wie ihr Spiel selbst. So gegenwärtig und modern haben wir uns im Deutschen Fußballmuseum noch nicht gezeigt.“

Darüber hinaus kuratieren wir in Kooperation mit dem Holocaust Museum LA eine zeitgeschichtliche Ausstellung mit außergewöhnlichen und teils noch nie zuvor öffentlich gezeigten Exponaten zur Geschichte der Juden im Fußball im Spiegel der historischen Entwicklung. Dieses so wichtige Kapitel ist noch lange nicht ausgeforscht. Wir liefern hierzu eine neue inhaltliche Grundlage und planen, die Ausstellung 2027 auch in Deutschland zu zeigen.“

Insgesamt zählt das Deutsche Fußballmuseum jährlich über 200.000 Besucher:innen und gehört damit zu den meistfrequentierten Kultur- und Freizeiteinrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Mehr als 40 Prozent der Gäste reisen aus Regionen außerhalb von NRW an, über zehn Prozent kommen aus dem Ausland nach Dortmund.

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