Artenzuwachs: Dera und Komani bewohnen nun das Serval-Gehege im Zoo in Dortmund

Die beiden weiblichen Kleinkatzen stammen aus dem Tierschutz

Ein Serval
Im Dortmunder Zoo gibt es jetzt Servale: Komani und Dera wurden aus dem Tierschutz übernommen. Foto: Zoo Dortmund / Ida Andrae

Der Zoo Dortmund hat nun Servale: Dera und Komani sind in ihr Gehege, hinter der großen Afrika-Anlage direkt neben den Löffelhunden und Spornschildkröten, eingezogen. Die beiden Katzen wurden als Heimtiere gehalten, ehe sie in die Obhut von „Animal Advocacy and Protection“ (AAP) gegeben wurden.

Servale kommen hauptsächlich südlich der Sahara vor

Sitzender Serval
Dera ist ein weiblicher Serval und neu im Zoo Dortmund. Foto: Zoo Dortmund / Ida Andrae

Servale sind hochbeinige Kleinkatzen, die in einem großen Verbreitungsgebiet in Afrika, hauptsächlich südlich der Sahara vorkommt. Hier bewohnt der Serval als Einzelgänger Grasland und Savannen, kommt aber auch in Sumpfgebieten und Überflutungsflächen vor.

Die Katze jagt überwiegend am frühen Morgen und in den späten Nachmittagsstunden vor allem kleinere Säugetiere. Mit seinen langen Beinen und seinem sehr guten Gehör ist der Serval besonders darauf spezialisiert, im hohen Gras kleinere Nagetiere zu jagen.

Die Servale Dera und Komani kamen, bevor es nach Dortmund ging, zunächst in einer Auffangstation von AAP in den Niederlanden unter. Gegründet wurde der AAP 1972 und ist eine der größten und ältesten Tierschutzorganisation in Europa.

Die Organisation kümmert sich um exotische Säugetiere und versorgt sie in Auffangstationen. Dazu gehören unter anderem Schimpansen, Paviane, Löwen, Tiger und Leoparden, aber auch kleinere Tierarten wie Kurzkopfgleitbeutler. Die Tiere stammen teilweise aus dem illegalen Wildtierhandel oder wurden legal unter schlechten Bedingungen gehalten.

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Reaktionen

  1. Serval-Tag im Zoo Dortmund: Spannende Infos über die Kleinkatzen (PM)

    Servale sind leise Jäger. Am Sonntag, 29. März, erfahren Kinder und Erwachsene im Zoo Dortmund viel über die schlanken Kleinkatzen: Der Serval-Tag im Zoo (10 bis 16 Uhr) liefert spannende Infos zum Lebensraum, zum Verbreitungsgebiet und zur Ernährung von Servalen.

    Beim Serval-Tag können sich die Besuchenden den Tieren spielerisch nähern – natürlich ohne den Katzen nahe zu kommen: Bei einem Hüpfspiel können sie die beeindruckende Sprungkraft eines Servals nachempfinden. Außerdem thematisiert der Zoo die Problematik rundum Servale als Heimtiere.

    Mit dem Kater Alen und der Katze Komani leben im Zoo Dortmund zwei Servale, die der Zoo aus dem Tierschutz übernommen hat. Die beiden Servale wurden als Heimtiere gehalten, ehe sie in die Obhut von Animal Advocacy and Protection (AAP) gegeben wurden und zunächst in einer Auffangstation von AAP in den Niederlanden unterkamen. Von dort wurden sie an den Zoo Dortmund weitervermittelt, wo sie nun ein dauerhaftes Zuhause haben.

    Der Zoo Dortmund koordiniert derzeit ein Monitoring für Servale in den Zoos innerhalb der Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung (EAZA), welches die Servale in den Zoos erfasst und dokumentiert. Später soll dieses Monitoring in ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) bzw. EAZA Ex‐situ Programme überführt werden. Dadurch soll eine gezieltere Koordination der Servale in den EAZA-Zoos ermöglicht werden.

    Der Zoo veranstaltet den Serval-Tag anlässlich des Welt-Serval-Tags, der von Wildheart Animal Sanctuary ins Leben gerufen wurde und jährlich am 18. März begangen wird, um auf Servale aufmerksam zu machen.

    dortmund.de/zoo

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