Es hat sich wieder einiges an Kurzmeldungen und Nachrichten zu den unterschiedlichsten Themen angesammelt, die nicht immer den Weg in den Blog finden. Wir wollen aber auch nicht, dass diese unerwähnt bleiben und untergehen. Daher haben wir uns überlegt, in unregelmäßigen Abständen Beiträge wie diese zu veröffentlichen – unter unserer Rubrik: „NAMEN UND NOTIZEN!“ Um eine bessere Übersicht zu gewährleisten, werden wir die Pressemitteilungen, die unter diese Rubrik fallen, in Zukunft weiter filtern. Diesmal beinhaltet sie Beiträge aus dem sozialen Bereich.
Hinweis: Wenn Sie auf die Fotostrecke gehen und das erste Bild anklicken, öffnet sich das Motiv und dazu das Textfeld mit Informationen – je nach Länge des Textes können Sie das Textfeld auch nach unten „ausrollen“. Je nachdem, welchen Browser Sie benutzen, können evtl. Darstellungsprobleme auftreten. Sollte dies der Fall sein, empfehlen wir den Mozilla Firefox-Browser zu nutzen.
26 Haupt- und Ehrenamtliche des Ambulanten Hospizdienstes der Diakonie und des Hospizes am Ostpark haben die Stadt Kassel besucht. Ziel war unter anderem das Museum für Sepulkralkultur, ein kulturgeschichtliches Museum, das die Themen Sterben, Tod, Bestattung, Trauer und Gedenken aufgreift. Eine Führung brachte den Teilnehmenden aus Dortmund die Entwicklung der Grabmalkultur vom Mittelalter bis zur Gegenwart näher und erläuterte Bräuche in der Trauer- und Gedenkkultur. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es in die Künstler-Nekropole im Habichtswald, wo Künstlerinnen und Künstler ihre eigenen Grabmäler errichten, um später dort bestattet zu werden. Menschen, die sich für die ehrenamtliche Arbeit im Ambulanten Hospizdienst interessieren, sind herzlich eingeladen, sich zu melden. Im November beginnt ein neuer Ausbildungskurs, Anmeldungen werden bereits angenommen: Tel. 0231 84 94 267, ambulanter.hospizdienst@diakoniedortmund.de.
Das Foto zeigt Teilnehmende des Ausflugs beim Besuch der Künstler-Nekropole in Kassel.
Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass 29 Krankenschwestern und ein Krankenpfleger ihre Examina in den Städtischen Kliniken ablegten. Vor dem staatlichen Prüfungsausschuss hatten die 30 Pflegekräfte nach einer dreijährigen Ausbildung an der Krankenpflegeschule sowie umfangreicher praktischer Arbeit ihre Ausbildung abgeschlossen. Zum Jubiläum trafen sich knapp 20 Ehemalige jetzt im Restaurant Filia an der Beurhausstraße/Ecke Hohe Straße. In dem Eckrestaurant, das zuvor Jahrzehntelang „Holzknecht“ hieß, kommen die Ausbildungs- und Arbeitskolleginnen und der -Kollege mit ihrer ehemaligen Lehrerin Lore Schulte schon seit ihrer Ausbildungszeit regelmäßig zusammen. Seit dem Examen 1974 organisiert Margarete Rosenkranz (70) alle fünf Jahre ein Treffen. Neben Lore Schulte, heute rüstige 90 Jahre alt, und Margarete Rosenkranz gehört auch Barbara Wrenger (72) zum festen Team der Runde. Drei Jahre haben die Ehemaligen von 1972 an die Krankenpflegeschule besucht – zu einer Zeit, als die Stationen noch ihre eigene Sterilisation hatten und dort viele hauswirtschaftliche Arbeiten übernommen wurden. Zimmer im Schwesternwohnheim im heutigen Verwaltungsgebäude kostete damals 80 DM, erinnert sich Margarete Rosenkranz. Bis heute sind die ehemaligen Schwesternschülerinnen mit ihrer Kursleiterin in Kontakt. „Sie war wie eine Mutter für uns“, erzählt Barbara Wrenger. Lore Schulte war 1968 nach Dortmund gekommen und arbeitete zunächst auf der Chirurgischen Privatstation. Sie hat ein bewegtes Berufsleben hinter sich, unter anderem war sie drei Jahre lang als Krankenschwester in Namibia und arbeitete in England in der Privatpflege. „Berufung, nicht Job“, sei die Tätigkeit für sie gewesen, und diese Einstellung vermochte sie auch in der Ausbildung zu vermitteln. „Man konnte die Schüler damals wirklich begeistern.“
Auf dem Bild zu sehen: Ehemalige Krankenschwestern und -pfleger feierten mit ihrer alten Kursleiterin Lore Schulte (90, 6. v. re.) ihr Examens-Jubiläum.
Diakonie feiert mit rund 100 Ehrenamtlichen im Biergarten Strobels. Von der Kinder- und Jugendhilfe, bis zum Hospizdienst, von der Bahnhofsmission zum Seniorenbüro: Viele Einsatzbereiche der Diakonie in Dortmund und Lünen leben zu einem wichtigen Teil von den rund 500 Menschen, die sich hier ehrenamtlich einsetzen. Um den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die sich freiwillig für die Werte und Inhalte der Diakonie engagieren, zu danken, veranstaltet die Diakonie jedes Jahr im September einen Abend, an dem die Ehrenamtlichen im Mittelpunkt stehen. In diesem Jahr ging es in den Biergarten Strobels am Stadion, wo rund 100 Ehrenamtliche gemeinsam mit einigen Hauptamtlichen sowie der Diakonie-Geschäftsführung einen unterhaltsamen Abend verbrachten. Moderiert von Ehrenamtskoordinatorin Heike Rolfsmeier, bekamen die über Gäste die Gelegenheit, sich bei einem Abendessen und kalten Getränken auszutauschen und die zahlreichen Arbeitsgebiete der Diakonie kennenzulernen.
Auf dem Bild zu sehen von links: Diakonie-Geschäftsführer Uta Schütte-Haermeyer und Pfarrer Niels Back mit Heike Rolfsmeier, Ehrenamtskoordinatorin der Diakonie Dortmund und Lünen, auf der Feier für Ehrenamtliche der Diakonie im Strobels.
Die Kita des SOS-Kinderdorfs Dortmund ist mit dem Gütesiegel „Familienzentrum NRW“ ausgezeichnet worden. Das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen hat das Gütesiegel verliehen, gemäß der Verordnung zur Durchführung des Kinderbildungsgesetzes (kurz: DVO KiBiz).
Verbunden mit der Auszeichnung ist eine jährliche Förderung in Höhe von rund 20.000 Euro, eine wichtige Unterstützung für das SOS-Kinderdorf Dortmund. Vor allem die sogenannten Offenen Angebote der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung werden fast ausschließlich von Spenden getragen.
Als Familienzentren werden Kitas ausgezeichnet, die neben der regulären Kinderbetreuung viele weitere Angebote zur Kinder- und Familienförderung anbieten. Im SOS-Kinderdorf Dortmund kooperiert die Kita Krönchen dafür mit dem ZEBRA, dem Zentrum für Begegnung, Rat und Austausch. Dort finden unter anderem regelmäßig ein Elterncafé, Hebammensprechstunden, Bewegungsangebote wie Kindertanzen, eine Spielgruppe für Eltern mit Baby und verschiedene Beratungsangebote statt. Dazu arbeitet das ZEBRA auch mit Kooperationspartnern wie Lokal Willkommen zusammen und vermittelt Besucherinnen und Besucher auch in externe Beratungsstellen. Die Kita Krönchen bietet aber auch selbst Veranstaltungen an, zum Beispiel ein gemeinsames Laternenbasteln für die Kita-Kinder mit ihren Eltern.
„Wir freuen uns sehr über die Zertifizierung zum Familienzentrum“, sagt Klaudia Klamann-Yildiz. Sie ist für die Angebote im ZEBRA verantwortlich und hat zusammen mit Kita-Leiterin Sinah Weiland den Zertifizierungsprozess begleitet. „Das Gütesiegel ist eine tolle Auszeichnung für unsere Arbeit und die Angebote, die wir Eltern mit Kindern hier in der Innenstadt-Ost machen. Außerdem bringt uns die Förderung auch finanziell etwas Planungssicherheit, um unsere Angebote kontinuierlich weiterzuentwickeln und auf die Bedürfnisse im Stadtteil zu reagieren.“
Auch Kita-Leitung Sinah Weiland freut sich über das Gütesiegel des NRW-Familienministeriums. „Wir wussten, dass wir hier gute Arbeit machen und viele unserer Kita-Eltern die Angebote im ZEBRA sehr schätzen. Trotzdem ist so ein Zertifizierungsprozess immer auch aufregend und ich bin froh, dass auch das zuständige Ministerium und die Prüfer unser Angebot so gut finden, dass sie uns jetzt fördern.“
Die Zertifizierung gilt zunächst für vier Jahre, danach folgt eine erneute Überprüfung des Angebots und ein Rezertifizierungsprozess. Sinah Weiland und Klaudia Klamann-Yildiz sind aber zuversichtlich, langfristig Familienzentrum zu bleiben. „Die Angebote im ZEBRA entwickeln sich sehr gut“, sagt Klaudia Klamann-Yildiz. „Nach dem Start mitten in die Corona-Pandemie hinein sind unsere Nutzungszahlen Jahr für Jahr gestiegen. Das zeigt, dass unsere Arbeit nicht nur von Fachstellen wie dem Familienministerium geschätzt wird, sondern auch von den Menschen, für die wir die Angebote machen. Und das ist natürlich die schönste Bestätigung für unsere Arbeit.“
Der Vorstandsvorsitzende verlässt den katholischen Wohlfahrtsverband zum 31. Dezember 2024. Er wird zukünftig gemeinsam mit der Vorsitzenden Anna Gockel-Gerber als Vorstand den Caritasverband in der Landeshauptstadt Düsseldorf leiten und damit weiterhin für die Caritas tätig sein. „Die Gelegenheit, in und für die Landeshauptstadt die Belange der Caritas voranzutreiben, ist eine ganz besondere Möglichkeit. So eine Chance bietet sich nur selten“, so Ansgar Funcke. Daher hat er seinen in 2025 endenden Vertrag nicht verlängert. Dabei sei ihm die Entscheidung nicht leichtgefallen: „Die Caritas in Dortmund ist ein toller Verband mit fantastischen Mitarbeitenden, ich hoffe, meinen Teil für die Zukunftsfähigkeit des Verbandes beigetragen zu haben und wünsche allen Mitarbeitenden alles Gute“. Ansgar Funcke bedankt sich auch ausdrücklich bei seinem Vorstandskollegen Tobias Berghoff, „für die stets sehr gute und vertrauliche Zusammenarbeit“. Gemeinsam mit ihm, hat er in seiner Amtszeit die Caritas im Dortmunder Verbandsgebiet im Rahmen eines umfassenden Re-Organisationsprozesses auf den Weg zu einem modernen Wohlfahrtsverband geleitet. Nicht zuletzt hat Ansgar Funcke den Verband mit dem Projekt „KI-Cockpit“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zu bundesweiter Beachtung gebracht und sich für die Digitalisierung der verbandlichen Caritas stark gemacht. Auch die fachliche und organisatorische Weiterentwicklung des Verbandes zum größten Ortsverband Deutschlands lag im Fokus seiner Vorstandstätigkeit. Neben den Herausforderungen um die Corona-Pandemie herum hat er sich intensiv für geflüchtete Menschen aus der Ukraine eingesetzt und mit großem Erfolg, bereits fünf Tage nach Kriegsausbruch, eine Anlaufstelle initiiert, die noch heute täglich zwischen 30-50 ukrainische Geflüchtete berät.
Ansgar Funcke betont zum Schluss: „Ich freue mich ab Januar auf die Zusammenarbeit mit meiner neuen Vorstandskollegin Anna Gockel-Gerber und den Caritasverband Düsseldorf“.
„Gott stellt sich unserer Wirklichkeit! Und er traut uns Menschen zu, dasselbe zu tun.“ So knapp lässt sich nach Pastor Stefan Tausch der rote Faden der diesjährigen Oktoberreihe des Katholischen Forums Dortmund auf den Punkt bringen. Unter dem Titel „Gott umarmt uns durch die Wirklichkeit“ lädt das Katholische Forum an allen Oktobertagen zu Veranstaltungen im Refugium, im Mallinckrodt-Gymnasium und weiteren Orten ein sowie zu besonderen Eucharistiefeiern in der Propsteikirche. Mit Ausnahme der „Stadtexerzitien“, für die ein Unkostenbeitrag von 79 Euro für die Verpflegung erhoben wird, sind alle weiteren Angebote kostenlos. „Inspiriert durch das von dem Jesuiten-Pater Willi Lambert herausgegebene Buch mit dem gleichnamigen Titel stellen wir uns aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln den ‚Dortmunder Wirklichkeiten unserer Zeit‘“, erläutert Forums-Mitarbeiterin Thale Schmitz. Referentinnen und Referenten aus unterschiedlichen Fach- und Arbeitsbereichen gestalten die jeweiligen Abende. Darüber hinaus werden in Gottesdiensten jeweils samstags um 18:30 Uhr in der Propsteikirche die Themen der Oktoberreihe aufgegriffen. Es geht um „Wirklichkeiten“ mal am Rande, mal in der Mitte der Gesellschaft, zwischen Menschen und zwischen Gott und den Menschen. So geht es in der ersten Veranstaltung am 1. Oktober um 18:30 Uhr im Refugium um „Kirche im Knast“. Referent ist der katholische Gefängnisseelsorger Alexander Glinka. Am folgenden Mittwoch, 2. Oktober und bis Samstag, 5. Oktober, folgen dann die Stadtexerzitien mit Texten und Gedanken von Madeleine Delbrêl. Sie laden ein, zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln, allein oder auch gemeinsam im Austausch oder im Schweigen in der Stadt Dortmund „Gott in allen Dingen zu suchen und zu finden“, wie es der Mitbegründer des Jesuitenordens, Ignatius von Loyola (1491-1556), formuliert hat.
In weiteren Veranstaltungen geht es unter anderem um das Frauenhaus als Schutzraum, den Umgang mit Schulden oder um „Lebensbeichten“ an der Theke. Dabei findet letzterer Abend passend im Club „Glücksshot“ in Dortmund statt. Kulturelle und religiöse Vielfalt sind ebenso ein Thema wie Queersensibilität. Zahlreiche kirchliche und nicht kirchliche Partner beteiligen sich an dem Programm der Reihe.
Integriert in die Veranstaltungsreihe ist auch ein Abend mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz. Im Rahmen des „Forum Paulus“ wird der Paderborner Erzbischof am 29. Oktober um 18 Uhr im Mallinckrodt-Gymnasium einen Vortrag zu diakonischen, geistlichen und pastoralen Zentren in Dortmund halten und zur Diskussion einladen.
Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten zu den Veranstaltungen stehen auf der Internetseite des Katholischen Forums: www.katholisches-forum-dortmund.de.
Ein besonderer Dank gilt der Frauenserviceorganisation Inner Wheel. Anlässlich des einhundertjährigen Geburtstages von International Inner Wheel in diesem Jahr hatte Inner Wheel Deutschland eine dreijährige Spendenaktion für 14 Einrichtungen deutschlandweit ins Leben gerufen, um Hilfen zu geben für traumatisierte Kinder und Jugendliche. Inner Wheel Deutschland ist in sieben Distrikte aufgeteilt. Der Distrikt 90, der in großen Teilen Westfalens Serviceclubs hat, hat die Jugendhilfe St. Elisabeth als ihr Leuchtturmprojekt ausgewählt. Die Präsidentin des Distrikts 90, Frau Dietlind von Boeselager, zeigte in ihrer Ansprache das hohe Engagement der Serviceclubs für soziale Projekte und insbesondere für die Jugendhilfe St. Elisabeth auf. Dank der großzügigen Spenden können wir nun das medienpädagogische Schutzkonzept für die Einrichtung und weitere innovative Projekte für unsere Kinder und Jugendlichen umsetzen, die ihnen neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnen.
Auf dem Bild zu sehen: Engagieren sich besonders in der Jugendhilfe mit einer großzügigen Spende: Die Präsidentin von Inner Wheel, Dietlind von Boeselager (Mitte vorne), und die Vizepräsidentin Eva Thalmann (Mitte, hinter dem Leuchtturm) gemeinsam mit Team der Jugendhilfe St. Elisabeth.
Das Dortmunder Ludwig-Steil-Haus bietet Menschen mit langjähriger Suchterfahrung eine Heimat auf Zeit und häufig eine letzte Chance auf ein Leben ohne Alkohol. Die Diakonie-Einrichtung im Defdahl feierte ihr 25-jähriges Bestehen mit aktuellen und ehemaligen Bewohnern, Nachbarn, Freunden und Förderern. Das Haus und seine Angebote sind nichts für Gelegenheitstrinker: Menschen deren Leben am Alkohol zu scheitern droht, die schon häufiger versucht haben, da rauszukommen, keine Perspektive mehr haben, außer ganz an ihrer Sucht zu zerbrechen – solche Menschen finden im Ludwig-Steil-Haus der Diakonie eine Heimat und häufig auch einen Weg aus der Sucht. Für die meisten ist es die letzte Chance. 29 Frauen und Männer werden hier in fünf Wohngruppen, einem Trainingsappartement sowie in drei dezentralen Einzelwohnungen betreut. Ein qualifiziertes Team aus, Sozialarbeitern, Ergotherapeuten, Krankenschwestern und weiteren Fach- und Hilfskräften begleiten die Menschen, die hier wohnen, zu einem Leben mit Verantwortung und Achtsamkeit gegenüber sich selbst. „Am wichtigsten ist eine wertschätzende und humorvolle Grundstimmung im Haus. Keiner ist hier allein, gemeinsam arbeiten wir am selben Ziel. Eine vielfältige Tagesstruktur lässt den Gedanken an Alkohol in den Hintergrund treten. Und wenn trotzdem der Suchtdruck kommt, reden wir darüber und wir bieten Unterstützung an“, sagt Hartwig Sabacinski, der das Haus seit der Eröffnung leitet. Jeder Bewohner hat einen individuellen Hilfeplan: morgens und nachmittags warten Beschäftigungs- und Kreativangebote, es wird gemeinsam in der Hauswirtschaft angepackt, es folgen Krankengymnastik und Freizeitangebote. Sport, ganz nach individueller Möglichkeit, ist ein wichtiger Punkt, viele Bewohner leiden auch unter den körperlichen Folgen jahrelanger Sucht: Es wird geschwommen, gekegelt, gewalkt – und auch Alkoholkontrollen durchgeführt. Ziel ist es, ein gänzlich suchtmittelfreies freies Leben zu führen. Zugleich wird versucht, die Menschen wieder fit für einen selbstständigen Alltag zu machen. Die Bewohner putzen ggf. mit Unterstützung ihre Zimmer und waschen ihre Wäsche. Gemeinsam bereiten sie das Mittagessen unter Anleitung zu. Wer trocken bleibt, hat gute Karten für gesunde Jahre ohne Alkohol. Das Angebot im Ludwig-Steil-Haus hat einen langen Atem: Einige Bewohner brauchen zwei, drei Jahre, bevor sie den Schritt in eine eigene Wohnung, eine eigene Existenz wagen. 165 Menschen haben die Einrichtung bisher durchlaufen, sechs bis sieben ziehen pro Jahr neu ein. Rund 90 Prozent der entlassenen Bewohner werden an die Dienste der Wohn- und Alltagsassistenz vermittelt. Zum 25-jährigen Bestehen sind ebenfalls viele gekommen. Alkohol gab es natürlich nicht, aber fantasielos ist keine der Gemeinschaftsveranstaltungen in der Diakonie-Einrichtung: alkoholfreie Cocktails, kaltes und warmes vom Buffet, Livemusik, ein Flohmarkt, Kunstwerke aus der Ergotherapie zum Kauf – die Kreativität des Hauses ist groß, schließlich ist jedes Mittel recht, um von der Sucht abzulenken. Vor dem Einzug konnten viele Bewohner an nichts anderes denken. Das Ludwig-Steil-Haus der Diakonie ist eine besondere Wohnform für mehrfach beeinträchtigte abhängigkeitskranke Frauen und Männer. 29 Menschen können hier seit 1999 in fünf behindertengerechten Wohngruppen, einem Trainingsapartment sowie in drei dezentralen Einzelwohnungen leben und werden von einem multidisziplinären Team betreut.
Ludwig-Steil-Haus, Im Defdahl 61, 44141 Dortmund, Tel. 0231 55 77 610, Mail: lsh@diakoniedortmund.de
Das Foto zeigt: Hartwig Sabacinski, den Einrichtungsleiter des Ludwig-Steil-Hauses der Diakonie.
„Augen auf bei der Berufswahl“: Um diesem Spruch vorzugreifen und Schüler*innen der Droste-Hülshoff-Realschule mehr Orientierung zu bieten, hat das Regionale Bildungsbüro im städtischen Fachbereich Schule eine neue Bildungspartnerschaft organisiert. Christina Klenk, stellvertretende Leiterin der Droste-Hülshoff-Realschule, unterzeichnete heute mit Steven Stenzel, Geschäftsführer von Jaeger Ausbau GmbH & Co. KG, die vertragliche Regelung für eine Bildungspartnerschaft. Das Ziel: Die Schüler*innen der Jahrgangstufen 7-9 sollen fit gemacht werden für ihre berufliche Zukunft und dafür wichtige soziale und kognitive Fähigkeiten erwerben (Ausbildungsreife). Die Bildungspartnerschaft ist zunächst für ein Jahr angelegt. Dazu gehören unter anderem die Berufsfelderkundung und ein Betriebspraktikum im Unternehmen. Auszubildende von Jaeger Ausbau werden im Politikunterricht den Schüler*innen Rede und Antwort stehen: Sie erklären, was eine Ausbildung bei Jaeger Ausbau ausmacht und wie sich die Schüler*innen am besten darauf vorbereiten können. Mit Hilfe dieser Partnerschaft sollen sich die Jugendlichen noch umfangreicher über ihre beruflichen Möglichkeiten für die Zukunft informieren können. Das Regionale Bildungsbüro im Fachbereich Schule und die IHK zu Dortmund arbeiteten eng zusammen, um die Bildungspartnerschaft zu ermöglichen. Die IHK konzentriert sich innerhalb des Projektes „Lernpartnerschaften“ auf die Ansprache und Betreuung der jeweiligen Unternehmen. Das Regionale Bildungsbüro im Fachbereich Schule koordiniert stadtweit Bildungspartnerschaften zwischen Schule und Wirtschaft, unterstützt im Vorfeld die Zusammenarbeit und begleitet die Schulen und Unternehmen langfristig. Es initiiert Partnerschaften, moderiert den Partnerschaftsprozess und reflektiert die Zusammenarbeit mit den Beteiligten. Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen wollen den zukünftigen Schulabgänger*innen einen intensiveren Einblick in den betrieblichen Alltag und in die Anforderungen an Auszubildende vermitteln. Während die jungen Menschen so die Chance für einen optimalen Einstieg ins Berufsleben erhalten, lernen Unternehmen potenzielle Auszubildende frühzeitig kennen.
Auf dem Bild zu sehen: Steven Stenzel (l.), Geschäftsführer Jäger Ausbau GmbH & Co. KG, und Christina Klenk (3.v.l), stellvertretende Schulleiterin der Droste-Hülshoff-Realschule, unterschreiben die Bildungspartnerschaft an der Droste-Hülshoff-Realschule.
„Wohnungslosigkeit in Dortmund bis 2030 beenden“ ist das selbstgesetzte Ziel der Stadt Dortmund und war der Titel einer von allen beteiligten Hilfsorganisationen durchgeführten Diskussionsveranstaltung. Die zweite Auflage dieser Art, wieder am bundesweiten „Tag der Wohnungslosen“, offenbarte die sozialen Schwierigkeiten in unserer Stadt, bot Lösungswege und Erfahrungsberichte, aber auch die Erkenntnis, dass auch die Lokalpolitik noch einiges an Willen und Verständnis erarbeiten muss mit Blick auf spezifische Problemlagen in Dortmund. Zur diesjährigen Neuauflage der Podiumsdiskussion gingen die Hilfsorganisationen für wohnungslose Menschen der Frage nach, woran es trotz fachlicher Expertise, konkreten Handlungsempfehlungen und politischem Willen noch fehlt, um die gemeinsam für unsere Stadt entwickelten Pläne umzusetzen.
Auf dem von den Dortmunder Hilfeorganisationen moderierten Podium stellten sich Christiane Tenbensel, Die Linke, Thomas Bahr, CDU, Christoph Neumann, Die Grünen, und Fabian Erstfeld, SPD, den Fragen und Statements der Experten, die täglich in der Wohnungslosenhilfe arbeiten. Nach der guten Resonanz im Vorjahr, aus der Diskussionsrunde ist ein Positionspapier entstanden, das anschließend im Sozialausschuss erläutert wurde, haben bodo e.V., Diakonie, Gast-Haus, GrünBau, Soziales Zentrum und VSE in diesem Jahr mit den Fraktionsvertretern diskutiert, wie es hier konkret weitergehen kann. Der neue Leiter des Sozialamtes der Stadt Dortmund, Michael Gonas, stellte sich im Kurzinterview vor und reichte den beteiligten Verbänden symbolisch seine Hand für eine gute Zusammenarbeit auf diesem Feld.
Mehr Prävention, mehr Wohnraum und individuelle Lösungen, auch für zugwanderte Menschen, bestimmten die Forderungen der Träger, die viele Beispiele aus ihrer täglichen Arbeit aufzeigen konnten, gepaart mit steigendem Bedarf an Hilfs- und Beratungsangeboten.
Das Tanzen und die Hüfte kreisen lassen auch bestens mit Rollator funktioniert, zeigte ADTV – Tanzlehrer Peter Hühner den begeisterten Teilnehmer*innen beim ersten Rollator-Tanztee in Innenstadt-West. Nachdem sich alle bei Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, ging es los mit „Glühbirne drehen“, „Wickeln“ und anderen schwungvollen Tanzfiguren. Spaß durch das Miteinander und die Musik bei gleichzeitigem Training von Beweglichkeit und Gedächtnis konnte Peter Hühner bestens vermitteln. Und so wünschten sich auch alle eine Wiederholung der Veranstaltung, die in Kooperation von Seniorenbüro und Begegnung VorOrt Innenstadt-West sowie der Gemeinde St. Suitbertus ausgerichtet wurde.
Ihr freiwilliges Engagement leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft: OB Thomas Westphal ehrte sechs Dortmunder Bürger*innen für ihren jahrelangen, unermüdlichen Einsatz im Tierschutz und in der Unterstützung von Obdachlosen mit der Ehrenamtsnadel. Fünf Tierschützerinnen sowie der ehemalige Pfarrer Reinhart Ellbracht erhielten die Ehrenamtsnadel der FreiwilligenAgentur Dortmund sowie die Jubiläumsehrenamtskarte NRW. Die Verleihung fand im Saal Westfalia des Rathauses statt. Reinhart Ellbracht wurde für sein Engagement beim Bruder-Jordan-Werk und dem Gast-Haus Dortmund geehrt. Der ehemaliger Pfarrer der Herz-Jesu-Gemeinde in Hörde, setzte sich nach seinem Ruhestand im Alter von 65 Jahren intensiv für Obdachlose und Bedürftige ein. 1995 initiierte er die Gründung des Gast-Hauses an der Rheinischen Straße, das bis heute eine wichtige Anlaufstelle für wohnungslose Menschen in Dortmund ist. Mit seinem Idealismus und Organisationstalent legte er den Grundstein für zahlreiche soziale Initiativen, die bis heute bestehen. Die fünf Tierschützerinnen wurden für ihre langjährige Arbeit in verschiedenen Organisationen ausgezeichnet: Regine Weber engagiert sich seit rund 15 Jahren bei der Arbeitsgruppe Igelschutz Dortmund e. V. Sie steht während der Igel-Saison mehrfach pro Woche im Tierschutzzentrum für Beratung und Nothilfe zur Verfügung. Darüber hinaus ist sie ganzjährig im Einsatz für kranke und bedürftige Tiere und beteiligt sich an zahlreichen Veranstaltungen rund um den Naturschutz. Jutta Quiring ist seit 1992 ehrenamtlich im Dortmunder Katzenschutzverein e. V. tätig und derzeit dessen stellvertretende Vorsitzende. Gemeinsam mit Renate Kolbe, Gründungsmitglied des Vereins, leistet sie seit Jahren wertvolle Unterstützung bei Kastrations- und Einfangaktionen von herrenlosen Katzen. Beide koordinieren die Unterbringung und Vermittlung von Tieren in Pflegefamilien und sind seit Jahrzehnten bei Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung aktiv. Heike Beckmann und Gabriele Bayer, beide langjährig für die Tierschutzorganisation Arche 90 e. V. tätig, engagieren sich seit den frühen 1990er-Jahren für den Tierschutz in Dortmund. Sie etablierten einen Notrufservice, der täglich zahlreiche Hilferufe aus der Bevölkerung annimmt, um verletzte oder hilfsbedürftige Tiere zu versorgen. Die Geehrten erhielten neben der Ehrenamtsnadel und der Jubiläumsehrenamtskarte NRW auch ein Geldpräsent in Höhe von 250 Euro, das an die Organisationen weitergeleitet wird, in denen sie aktiv sind.
Das Foto zeigt: Oberbürgermeister Thomas Westphal (4.v.l.) sowie Gunther Niermann (3.v.r.), Vorsitzender der FreiwilligenAgentur Dortmund, mit den sechs Geehrten, die für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Tierschutz und sozialen Bereich mit der Ehrenamtsnadel der FreiwilligenAgentur ausgezeichnet wurden.
Im Januar 1994 startet der erste Vorbereitungskurs für ehrenamtliche Hospizbegleiter mit 22 Teilnehmenden. Noch im selben Jahr werden erstmalig kranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen von den Maltesern begleitet. Ein Jahr später kommt die Trauerbegleitung mit dazu, 2006 dann der Kinder- und Jugendhospizdienst. Und so entwickelten sich die Malteser Hospizdienste St. Christophorus in Dortmund stetig weiter. 2016 konnte ein zweiter Standort in Schwerte eröffnet werden. Jetzt, im Jahr 2024, blicken die Malteser Hospizdienste auf 30 Jahre erfolgreiche und erfüllende Arbeit zurück. Mit den Mitarbeitenden und den ehrenamtlichen Hospiz- und Trauerbegleitenden sowie Freunden, Förderern und Netzwerkpartnern wurde gebührend gefeiert.
Zu Beginn trafen sich die Malteser mit ihrem Stadtseelsorger Martin Lohoff zu einem Wortgottesdienst in der St. Urbanus Kirche. Musikalisch begleitet vom Zitter-, Klarinetten- und Gitarrenspiel der drei Musiker Angelika Zander, Bernhard Dany und Hans Werner Barmer. Alle drei sind auch ehrenamtlich bei den Malteser Hospizdiensten aktiv. Nach Predigt und Fürbitten waren alle Gottesdienstgäste aufgefordert, ihre Wünsche und Verbundenheit mit den Malteser Hospizdiensten zu formulieren. Getreu dem Malteser Ehrenamtsmotto „Fass Dir ein Herz“ wurden die Notizen auf ein großes Herz gepinnt.
Anschließend kamen die Gottesdienstbesucher mit weiteren Gästen im Kulturzentrum Alte Schmiede zusammen. Rund 130 Personen – bestehend aus Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen, Freunden, Förderer, Kooperations- und Netzwerkpartnern – wurden dort feierlich von Butler George (alias Christoph Gilsbach, Performancekünstler, Klinikclown und Moderator) in Empfang genommen. Als besondere Gäste begrüßte Christina Motschull, kommissarische Gesamtleitung der Malteser Hospizdienste, Bürgermeisterin Barbara Brunsing sowie die Malteser Diözesanoberin und stellvertretende Diözesanleiterin Johanna Gräfin von Brühl. Motschull und Brühl dankten in ihren Grußworten vor allem den 100 Ehrenamtlichen; ihre Motivation und ihr Engagement seien die Grundpfeiler der Hospiz- und Trauerarbeit. Seit dem Gründungsjahr wurden in rund 50 Qualifizierungskursen 600 Teilnehmende ausgebildet, die zahlreiche Menschen beim Sterben und in der Trauer begleitet haben.
Aber auch die Ehrenamtlichen kamen zu Wort. Butler George bat einige von ihnen auf die Bühne. Es wurde sehr emotional, als sie ihre sehr persönliche Motivationen und Erfahrungen schilderten. Ein Dienst am Nächsten – getreu dem Motto der Malteser „weil Nähe zählt“, aber auch stets eine intensive Reise zu sich selbst und dem eigenen Verständnis von Tod und Trauer. Von diesem besonderen Spirit zeigte sich auch Bürgermeisterin Brunsing beeindruckt. Man spüre hier sehr viel Wertschätzung, Respekt und Zugewandtheit. Die Malteser Hospizdienste seien unverzichtbar für Dortmund. Der Umgang miteinander sowie mit den sterbenden und trauernden Menschen sei vorbildlich für die gesamte Stadtgesellschaft.
Stellvertretend für das große Team der Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen, nahmen Christina Motschull und Karin Budde, Bereichsleitung Kinder- und Jugendhospizdienst, sowie Silke Willing, Bereichsleitung Erwachsenenhospizdienst Blumensträuße von Siegfried Krix, Diözesangeschäftsführer, und Lars Wilger, stellvertretender Geschäftsführer, entgegen. „Als Träger sind wir dankbar und begeistert von Eurer Arbeit. Einen so wichtigen und erfolgreichen Dienst über die vielen Jahre bei uns zu haben und gemeinsam weiterentwickeln zu dürfen, macht uns sehr stolz und froh“, fasst es Siegfried Krix zusammen.
Und in naher Zukunft haben die Malteser Hospizdienste noch viel vor. In direkter Nachbarschaft zu der Feierlocation, im Hülshof 28, der alten Lohnhalle auf dem Zeche Hansa Gelände, wird ein Malteser Hospiz- und Trauerzentrum eingerichtet. Im Obergeschoss auf rund 700 Quadratmeter werden alle bestehenden Angebote zusammengefasst und neue Projekte gestartet. Noch ist viel zu tun, berichtet Christina Motschull, aber man hoffe, 2025 von der Amalienstrasse in den Hülshof ziehen zu können.
Der stimmungsvolle Abend klang – ganz stilecht für das Ruhrgebiet – bei Currywurst, Pommes und Getränken aus.
Auf dem Bild: Kamen zum Feiern zusammen (v. l.) – Johanna Gräfin von Brühl, Diözesanoberin und stv. Diözesanleiterin, Michaela Büschler, Hospizfachkraft Kinder- und Jugendhospizdienst, Karin Budde, Bereichsleitung Kinder- und Jugendhospizdienst, Siegfried Krix, Diözesangeschäftsführer, Christina Motschull, komm. Gesamtleitung, Anja Kämper, Koordinatorin Hospizdienst Schwerte, Bürgermeisterin Barbara Brunsing, Daniela Wiemers, Koordinatorin Erwachsenentrauerbegleitung, Jürgen Fenneker, stv. Stadtbeauftragter Malteser Dortmund, Gabriele Hemicker und Claudia Schmidt-Schäffer, Hospizfachkräfte im Erwachsenenhospizdienst, Lars Wilger, stv. Diözesangeschäftsführer, Michael Görner, Malteser Stiftung St. Sebastian, Silke Willing, Bereichsleitung Erwachsenenhospizdienst sowie Butler George.
In diesem Jahr feiert die Auslandsgesellschaft ihr 75. Bestehen. Mit ihrem Besuch zum Tag des Ehrenamtes würdigte die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen Andrea Milz 75 Jahre bürgerschaftliches Engagement unter dem Dach der Auslandsgesellschaft.
Selbstkritisch sein, auf Kinder und Jugendliche zugehen und natürlich digitaler werden, das sind die Empfehlungen von Andrea Milz an die Ehrenamtlichen an diesem Nachmittag. „Lasst die Menschen hybrid dabei sein!“, so lautet ihr Motto. Eine Bestätigung für die Arbeit der Deutsch-Britischen Gesellschaft in der Auslandsgesellschaft, die seit der Pandemie die Online-Kooperation mit aktiven Gruppen und Bürger*innen aus der Stadt Partnerstadt Leeds sehr kreativ weiterentwickelt und somit ihr Wirkungskreis erweitert hat.
Mit der Information, dass die World University Games (WUG) – nach den olympischen und paralympischen Spielen die weltweit drittgrößte Sportveranstaltung mit 10.000 Athlet*innen darunter die meisten Medaillen-Gewinner*innen der Spiele von Paris – im Juli 2025 in NRW stattfinden werden, weckte Andrea Milz großes Interesse beim Team der Auslandsgesellschaft. „Sport spielt eine große Rolle sowohl im Bereich Integration als auch bei internationalen Begegnungen. Das sind alles Kernbereiche der Auslandsgesellschaft. Diese Empfehlung uns da zu engagieren, greifen wir für 2025 gerne auf, so Klaus Wegener, Präsident der Auslandsgesellschaft.
Wie vielfältig die Möglichkeiten sind, sich in der Auslandsgesellschaft ehrenamtlich zu engagieren, schildert Geschäftsführer Marc Frese: „In unserem Haus begleiten sog. „Sprachlotsen“ Neuzugewanderte bei Behördengängen oder Arztbesuchen. Im Bereich Studienreisen verstärken Ehrenamtliche auch unser Team von Reiseleiterinnen und -leitern. Kern des ehrenamtlichen Engagements bleiben allerdings die 27 bilateralen Gesellschaften und Kreise, die im Haus ein Großteil des Veranstaltungsprogramms mitgestalten“. Mit ihnen kam Staatssekretärin Andrea Milz am Tag des Ehrenamtes ins Gespräch und erkundigte sich über aktuelle Projekte wie der Stammtisch und die Hilfe für Menschen aus der Ukraine, das Projekt „Hilfe für Japan“, das seit der Katastrophe von 2011 Feriencamps für Fukushima-Kinder und Familien finanziert, die Projektpartnerschaft im Bereich Müllentsorgung zwischen Dortmund und der palästinensischen Stadt Dura).
Auf dem Bild zu sehen: Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in der Düsseldorfer Staatskanzlei mit den Ehrenamtlichen in der Auslandsgesellschaft beim Tag des Ehrenamtes im Rahmen des Jubiläums „75 Jahre Auslandsgesellschaft“
Dr. med. Luc Turmes, ehemaliger Ärztlicher Direktor der LWL-Klinik Herten, bekam von Oberbürgermeister Thomas Westphal das Verdienstkreuz am Bande überreicht. Die Ehrung gilt seinem jahrelangen Engagement im medizinischen Bereich. Dr. Luc Turmes war bis Juni 2023 an der LWL-Klinik Herten tätig. Außerordentlich fachkundig hat sich Luc Turmes in der Vergangenheit für Kinder eingesetzt und dabei durch Fachkenntnis und Weitsicht überzeugt – auch in Bezug auf die langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und junge Menschen. Im Netzwerk für Kinder mit psychisch und suchtkranken Eltern gilt Dr. Turmes als engagierter Streiter, besonders für Hilfsangebote an Mütter mit Wochenbettdepressionen und anderen psychischen Erkrankungen. Zu diesem Thema war Turmes mit Kolleginnen und Kollegen aus seinem Netzwerk auch bereits zu einem Austausch im Deutschen Bundestag eingeladen:
Im Dezember 2022 fand im Familienausschuss gemeinsam mit dem Gesundheitsausschuss ein größeres Fachgespräch zum Thema „Verbesserung der Situation von Kindern mit psychisch kranken und suchtkranken Eltern“ statt, zu dem Dr. Turmes als Sachverständiger bzw. Vorstandsvorsitzender der Marcé-Gesellschaft für perinatale psychische Erkrankungen wertvolle Impulse gab.
Auch in diesem Rahmen leistete er durch seine eindrücklichen Berichte einen wertvollen Beitrag insbesondere zur Lage von Müttern mit postnatalen Depressionen und gab wichtige Hinweise zur notwendigen Prävention, die im Rahmen eines Präventionsgesetzes zu beachten sind.
In der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familien-therapie e. V. engagiert er sich mit großem Zeitaufwand insbesondere für eine gemeinsame Behandlung der postpartal psychisch erkrankten Mütter mit ihren Säuglingen. Diese Arbeit ist eine wichtige Möglichkeit zur Primärprävention hinsichtlich des Risikos einer späteren psychischen Erkrankung der Säuglinge.
Für das Netzwerk Kinder psychisch erkrankter und suchtkranker Eltern übernimmt Dr. Turmes die Organisation der Bundestagung „Und wer fragt mich?“. Dem Netzwerk wurde 2023 im Rahmen des Berliner Gesundheitspreises ein Sonderpreis verliehen.
Darüber hinaus engagiert sich Dr. Turmes seit 2006 bei der bundesweiten Selbsthilfe-Organisation „Schatten & Licht e. V. – Initiative perinatale psychische Erkrankungen“ im wissenschaftlichen Beirat.
„Gemeinsam statt einsam“ war das diesjährige Motto des Diakoniesonntages. Der Gottesdienst, geleitet durch Gemeindepfarrer Hanno Gerke und Diakonie-Geschäftsführer Pfarrer Niels Back, bot Diakonie-Angeboten gegen soziale Isolation eine Bühne, darunter das „Seelenpflaster“, ein Angebot für Kinder psychisch erkrankter Eltern, sowie die Kontaktclubs der Diakonie, die regelmäßig Menschen mit und ohne Diagnosen oder Beeinträchtigungen offen stehen für abwechslungsreiche Stunden in der Gemeinschaft. Die Telefonseelsorge der Evangelischen Kirche und die zahlreichen ehrenamtlichen Angebote der Gemeinde Brechten stellten ebenfalls ihre Arbeit vor. Seit vielen Jahren lädt die Diakonie in Dortmund und Lünen zusammen mit dem Ev. Kirchenkreis Dortmund zu einem zentralen Diakoniegottesdienst ein, immer im September, immer in direkter Kooperation mit einer Ortsgemeinde. Der Diakoniesonntag 2025 wird in Wellinghofen stattfinden.
Hendrik Schabsky (30) wurde nach Jahren als erfolgreiches Beiratsmitglied zum neuen Schirmherrn der DORTMUNDER TAFEL berufen. Der handverlesene Beirat besteht aus erfahrenen Unternehmern, Vorständen, Managern und einflussreichen Persönlichkeiten, die den Vorstand der DORTMUNDER TAFEL mit ihrer Expertise beraten, aus ihren persönlichen und beruflichen Netzwerken wertvolle Kontakte vermitteln und in ihrem jeweiligen Umfeld für ein beträchtliches Spendenaufkommen für wichtige Aufgaben sorgen. Hendrik Schabsky führt in 5. Generation das Familien Unternehmen Atlas Schuhfabrik, Atlas Safety Shoes, in Dortmund Wickede. Die Atlas Schuhfabrik fertigt in Dortmund und fünf Ländern Europas mit 1450 Mitarbeitern über 2,6 Mio. Paar Sicherheitsschuhe und gehört damit zu den Marktführern. Im Werk Brasilien werden Vorprodukte gefertigt.
Nach Schule, Internat in England und internationalem Wirtschaftsstudien begann er in der Marketing Abteilung des Unternehmens, dem er heute vorsteht.Die Zusammenarbeit mit der DORTMUNDER TAFEL begann 2016 nach einer Anfrage, ob Sicherheitsschuhe zur Verfügung gestellt werden könnten. Großzügig wurde eine ganze Palette gespendet. Danach wurden der DORTMUNDER TAFEL in den Lagerhallen Stellplätze zur Verfügung gestellt. Schabsky erinnert sich belustigt: „Wonach riecht es in der Lagerhalle einer Schuhfabrik? Nach Leder! Nicht aber bei Atlas, hier roch es nach Waschpulver, da die DORTMUNDER TAFEL dort 30 Paletten eingelagert hatte.“ Eine Benefiz- Gala von Atlas zu Gunsten der DORTMUNDER TAFEL in 2018 erbrachte einen Erlös von 30.000 €.
Inzwischen sind die Lagerflächen, bei der DORTMUNDER TAFEL auch als 11. Filiale bezeichnet, unentbehrlich geworden. Große Lebensmittel Lieferanten verlangen oft die Abnahme von 40 – 60 Tonnen Spenden pro Lieferung innerhalb weniger Tage. Die DORTMUNDER TAFEL ist eine der wenigen Tafeln, die das logistisch verarbeiten kann, dank des eingeübten Know-hows und der Atlas Schuhfabrik. Ohne diese Möglichkeiten, 150 Stellplätze für Einzelpaletten und 5 Kühlcontainern mit je 20 Stellplätzen = gesamt 250 Stellplätze, könnte die DORTMUNDER TAFEL die täglichen Verteilmengen an Lebensmitteln für die Tafelkunden von ca. 9000 Kilogramm pro Tag und die Unterstützung anderer Tafeln nicht aufrecht halten. Hier erfüllt die Atlas Schuhfabrik zusätzlich eine enorm wichtige soziale Funktion in unserer Heimatstadt.
Schabsky hat zugesagt, dass diese Möglichkeit auch langfristig bestehen bleiben soll.
In seiner neuen Aufgabe strebt er an, das Ansehen der DORTMUNDER TAFEL weiter zu fördern und noch breiteren Kreisen zugänglich zu machen. Für Aktionen zu Gunsten der DORTMUNDER TAFEL will er Prominente begeistern werbewirksam mitzuwirken. Des Weiteren plant er, an einer Sammelfahrt des Fahrdienstes und bei der Lebensmittelabgabe in einer Filiale teilzunehmen.
Fröhliche Stimmung herrschte beim diesjährigen Interreligiösen Fußballturnier im Dortmunder Hoesch-Park. Acht Mannschaften aus evangelischen, katholischen, jüdischen und muslimischen Gemeinden, ein griechisch-orthodoxes Team und der 1. FC Dialog, der interreligiös besetzt ist, traten gegeneinander an: Die Begeisterung für den Fußball brachte sie alle zusammen – ein klares Zeichen gegen Antisemitismus und Islamangst. Auch die Familien der Spieler waren dabei und genossen das bunte Programm, das viele Akteure gemeinsam organisiert hatten.
Info: www.fussballturnier-der-religionen.de
Auf dem Bild die strahlenden Sieger: Gewonnen hat das jüdische Team Makkabi.
Das Gymnasium der Nordstadt blickt auf 120 Jahre Geschichte zurück. Bei einem Festakt in der Schule feierten die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonal und Schulleitung gemeinsam mit zahlreichen Gästen, u.a. der Bezirksbürgermeisterin sowie Vertretern aus der Verwaltung, dem Stadtrat und der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord. Gegründet als „Nördliche Realschule“ und mit einem repräsentativen, heute denkmalgeschützten Schulgebäude ausgestattet, will das heutige Helmholtz-Gymnasium guten Mutes in die Zukunft blicken. Schulleiter Joachim Schmidt freut sich über das Erreichte und die gute pädagogische Arbeit am HGDO. Stillstand kann sich seine Schule aber nicht erlauben: „Die Stadt Dortmund hat Pläne für zahlreiche und umgreifende Modernisierungen und Neubaumaßnahmen vorgelegt. Diese sollen den seit Jahren bekannten Raummangel am HGDO beheben, worüber wir uns sehr freuen. Wir vom HGDO benötigen ebenso wie unsere Nachbarschulen, die Gertrud-Bäumer-Realschule sowie die Albrecht-Brinkmann-Grundschule, als Perspektive einen belastbaren Zeitplan dieser Maßnahmen.“ Martin Depenbrock, der stellvertretende Leiter des Schulverwaltungsamtes, stellte in seinem Grußwort das große Engagement der Lehrkräfte bei ihrer pädagogischen Arbeit und die positive Grundeinstellung am HGDO heraus. Er verwies darauf, dass an diesem Standort „das größte Dortmunder Schulbau und Schulsanierungsprojekt“ starten wird mit einem Bauvolumen von mehr als einer Viertelmilliarde Euro. Die Umrisse des geplanten Erweiterungsbaus visualisierte eine Menschenkette aus Schülerinnen und Schülern auf dem Baufeld an der Münsterstraße. Seit 2009 ist das HGDO ein Ganztagsgymnasium: Lernförderung im Ganztag ist hier ein wichtiger Baustein der pädagogischen Arbeit. Mit den Baumaßnahmen soll in Zusammenarbeit mit dem Schulträger das HDGO ein zukunftsfester, attraktiver Lernort blieben.