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50 Jahre Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Dortmund: Festakt in der Stadtkirche St. Reinoldi

Ihr 50jähriges Jubiläum hat die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Dortmund gefeiert. Foto: Stephan Schuetze/VKK

50 Jahre alt geworden ist die Dortmunder Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Ihren Geburtstag hat sie in der Stadtkirche St. Reinoldi gefeiert.  Zwar sei sie keine Institution mit großem Budget, so  Pfarrer Wolfgang Buchholtz vom ACK-Vorstand bei der Begrüßung, doch stehe sie „für eine große Vision und nimmt eine große Verheißung Gottes ganz ernst: wir sind eins, jenseits all dessen was uns trennt.“

Unter den Gästen waren auch Angehörige anderer Abrahamsreligionen

Und tatsächlich waren bei der Jubiläumsfeier viele  Vertreter und Angehörige unterschiedlicher  christlicher Bekenntnisse vereint. Darunter  Michael Stache , ständig stellvertretender Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises, Dechant Ludger Hojenski, Pfarrer Valens Karangwa für die Gemeinden fremder Sprache, Erzpriester Constantin Miron vom Vorstand der ACK Deutschland und weitere Vertreter christlicher Kirchen und Gemeinden.

Der Chor der griechisch-orthodoxen Gemeinde und der französischsprachigen Gemeinde Dortmund wirkten mit, genau wie die Chorgemeinschaft des Evangelischen Kirchenkreises und der Bläserkreis an St. Reinoldi.

Unter den Gästen waren auch Angehörige anderer Abrahamsreligionen, so  Ahmad Aweimer, Vorsitzender des Rats der Muslime in Dortmund.

Stolz sei er auf den Dialog zwischen Christen, Juden und Muslimen, sagte Aweimer. Rabbiner Avichai Apel von der Jüdischen Gemeinde schickte ein Grußwort, in dem er den Glauben an den gemeinsamen Gott betonte. „Dortmund ist Vorbild des Dialogs zwischen den Religionen“, schrieb Apel in seinem Grußwort.

Lange Tradition des friedlichen Zusammenlebens in Dortmund

„Wir bekräftigen heute unsere Verpflichtung, Kontakt und Verständigung mit Vertretern und Gläubigen anderer Religionen in unserer Stadt zu suchen“, so Buchholz. „Wir stehen zusammen gegen Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie und Antisemitismus.“

Auf die lange Tradition des friedlichen Zusammenlebens der in Dortmund vertretenen 180 Nationalitäten verwies Bürgermeisterin Birgit Jörder, die die Grüße der Stadt überbrachte. Sie würdigte den „großen Beitrag“ den die ACK hierzu leistet.

Die ACK wurde nach dem zweiten Weltkrieg gegründet, um alle Christen zu einem gemeinsamen Zeugnis und Handeln zu bewegen. Mit fünf Kirchen begann die Arbeitsgemeinschaft im Jahr 1948; heute hat sie 17 Mitgliedskirchen. 1965 schlossen sich christliche Kirchen und Gemeinden in Dortmund zu einer lokalen Arbeitsgemeinschaft der ACK zusammen.

Das war, neben Rhein-Main und Berlin, die erste in der Bundesrepublik. „Heute schauen wir voller Dankbarkeit und Respekt auf diesen Mut und die Entschlossenheit, dem Nebeneinander oder gar Gegeneinander der Kirchen die biblische Vision der Zusammengehörigkeit entgegen zu setzen“, so Buchholz.

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