
NSU Kubasik
20 Jahre nach dem Mord an Mehmet Kubaşık steht der Stand der Aufklärung im sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU)-Komplex im Mittelpunkt einer Diskussionsveranstaltung in Dortmund. Am Montag, 16. März 2026, laden das Bündnis „Tag der Solidarität – Kein Schlussstrich Dortmund“ und die Amadeu Antonio Stiftung zu einem Gespräch ins Sozial-Ökologische Zentrum (SÖZ) an der Gut-Heil-Straße 12–14 ein. Beginn ist um 19 Uhr.
15 Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU sind weiterhin viele Fragen offen
Am 4. April 2006 wurde Mehmet Kubaşık in seinem Kiosk in der Dortmunder Nordstadt von Mitgliedern des rechtsterroristischen NSU ermordet. Zwei Jahrzehnte nach der Tat und 15 Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU sind weiterhin viele Fragen offen.

Trotz des Prozesses gegen Mitglieder und Unterstützer des NSU-Netzwerks vor dem Oberlandesgericht München von 2013 bis 2018 sowie zahlreicher parlamentarischer Untersuchungsausschüsse auf Bundes- und Landesebene gilt die vollständige Aufklärung bis heute als nicht erreicht.
In der Veranstaltung soll eine vorläufige Bilanz gezogen und über offene Fragen gesprochen werden. Als Gesprächspartner sind Caro Keller von NSU-Watch sowie der Soziologe Hendrik Puls eingeladen, der früher Referent im NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen war.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem Erkenntnisse über das Netzwerk des NSU und dessen Unterstützerinnen und Unterstützer in Dortmund sowie die Rolle von Strafverfolgungsbehörden und Inlandsgeheimdiensten bei der Aufarbeitung des NSU-Komplexes. Zudem soll diskutiert werden, welche Schritte notwendig sind, um eine umfassende Aufklärung zu erreichen.

