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Zum E-Bike-Festival in der City von Dortmund werden über 150 AusstellerInnen und 50 000 BesucherInnen erwartet

50.000 BesucherInnen können sich auf Vorführungen und Infos gefasst machen. Fotos (4): Markus Locher

Von Joachim vom Brocke

In der Dortmunder City – rund um die Reinoldi-Kirche – dreht sich vom 6. bis 8. April zum dritten Mal alles um den inzwischen absoluten Renner beim Zweirad-Kauf, das E-Bike. Mit dem „DEW21 E-Bike Festival Dortmund presented y Shimano“ – so die offizielle Bezeichnung – soll in die Zweiradsaison gestartet werden. Über 150 renommierte AusstellerInnen sind wieder dabei, mehr als 50 000 BesucherInnen werden an den drei Tagen erwartet.

„Dortmund könnte das Kopenhagen Westfalens werden“

Die Organisatoren freuen sich auf dasdritten E-Bike-Festival in der Dortmunder City. Foto: Joachim vom Brocke

Auf einem Testgelände können sich Interessierte nicht nur informieren, sondern auch Probe fahren. Die Industrie reibt sich längst die Hände: Im letzten Jahr sind allein in Deutschland 720 000 E-Bikes verkauft worden, ein Plus von 19 Prozent. Zwei Millionen E-Bikes rollen inzwischen in Europa, 2,8 Millionen sollen es weltweit sein.

Für die Gastgeber soll das Festival weiter „Impulse setzen“. Zweirad-Fan Oberbürgermeister Ullrich Sierau schwärmte bei der Eröffnungspressekonferenz im Rathaus sogar davon, „dass Dortmund das Kopenhagen Westfalens“ werden könne und versprach, weiter intensiv am Radwegenetz zu arbeiten. Und das nicht nur in der Stadt, sondern auch mit Radwegen die quer durch das Ruhrgebiet geführt werden.

Mit DEW21 haben die Veranstalter einen weiteren Partner gefunden. Heike Heim, Vorsitzende der Geschäftsführung, kündigte ein Kompetenzzentrum auf dem Alten Markt an. „Drei neue Ladesäulen für E-Bikes werden wir ebenso vorstellen wie eine Schnellladestation“, versprach Heim: „Hier werden Kooperationen geschlossen, die wir brauchen, um das wichtige Thema Energiewende voranzutreiben“. Das Festival sei eine ideale Plattform, um e-mobile Zukunftsfragen in allen Facetten zu diskutieren und die Menschen weiter zu e-mobilisieren.

Dortmunder Festival ist die wichtigste Messe weltweit

Von der „Boomtown Dortmund“ sprach Bernhard Lange, Geschäftsführender Gesellschafter der Paul Lange & Co. oHG. „Der E-Bike-Boom“, so Lange, „wird auch in naher Zukunft anhalten“. Bereits für 2019 werden erstmals mehr als eine Million verkaufter E-Bike pro Jahr in Deutschland erwartet: „Damit ist Deutschland der mit Abstand größte, aber auch der am weitesten entwickelte Markt auf dem Kontinent“.

Technologische Innovationen würden immer breitere Nutzerkreise ansprechen und nachhaltige Verkehrskonzepte angesichts drohender Pkw-Fahrverbote an der Fahrrad- und Pedelec-Mobilität nicht mehr vorbei kommen. „Das Dortmunder E-Bike-Festival ist die wichtigste Messe weltweit“, versicherte Lange.

„Verantwortlich für das rasante Wachstum ist unter anderem die große Modellvielfalt in allen Produktkategorien“, glaubt David Eisenberger, vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV). Hinzu komme herausragendes Design, innovative Weiterentwicklung in der Antriebs- und Batterietechnologie sowie interessante neue Geschäftsmodelle rund um das E-Bike wie Leasing, Cargo oder Bikesharing.

Drei neue Schwerpunkte gibt es in diesem Jahr

Drei neue Schwerpunkte wurden vorgestellt, die das E-Bike Festival vielfältig machen: Auf dem Alten Markt gibt es erstmals die Sonderfläche „Kompetenzzentrum E-Mobilität“. Hier gibt es Wissenswertes rund um den E-Antrieb, von der Entwicklung bis zur konkreten Beratung mit der Innung, wie zu Hause die technischen Voraussetzungen für den Anschluss von Elektroantrieben aller Art aussehen können.

Zu sehen sein werden u.a. E-Autos, eine E-Tankstelle, ein mit Solarstrom betriebenes Auto der Hochschule Bochum. Dazu jede Menge Informationen für all jene, die mit dem Gedanken spielen, sich ein E-Fahrzeug anzuschaffen.

Ausscheidungsrennen mit Lastenrädern

Zweiter Fokus ist die völlig neu konzipierte und im Vergleich zu Vorjahr stark vergrößerte Shimano Test Area mit den beiden Teststrecken für die Bereiche eMTB und eUrban in direkter Nähe der DEW21-Festivalbühne an der Reinoldikirche.

Hier können die BesucherInnen an den drei Tagen die neuesten Topmodelle der führenden Radhersteller, die besten Antriebs- und Komponentensysteme sowie cleveres Zubehör testen und vergleichen.

Sport und elektrische Unterstützung müssen kein Widerspruch sein. Dies wird auf dem Testparcours deutlich, wo auch der Husqvarna Nightsprint mit dem deutschen Mountainbike-Aushängeschild und E-Bike Pioneer Guido Tschugg am Samstagabend unter Flutlicht ausgefahren wird. Natürlich darf das beliebte CargoBike Race Dortmund nicht fehlen. Gemeinsam mit der VeloKitchen Dortmund wird auf dem 400 Meter langen Rundkurs ein einzigartiges Ausscheidungsrennen mit Lastenrädern gefahren.

Kinder stehen beim Familien-Sonntag im Mittelpunkt

Drittes Hauptaugenmerk des Festivals ist der Familientag am Sonntag, 8. April. Mit dem DEW21-Familienpass können zahlreiche kostenlose Aktionen für Groß und Klein besucht werden. Ob bei der Familien-Tour, der Schnitzeljagd, der interaktiven eMTB Show für Kinder, dem Kinder-Radio von Radio 91,2, einer Zaubershow, dem Kinderschminken und -basteln oder dem Verkehrssicherheitstraining mit der Polizei Dortmund dreht sich am Familien-Sonntag bei den Kleinsten vieles um das Thema Rad.

Ein Experten-Gespräch gibt es wenige Stunden vor dem Startschuss am 6. April. Im Dortmunder Industrieklub geht es um die Zukunft der E-Mobilität. „Wir werden langfristig neue Verkehrsmuster als Ergebnis eines umfassenden neuen Mobilitätsmanagement erleben“, sagt Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur NRW. Stichworte sind hier neue Lösungen für Intermodalität, E-Mobilität, City-Logistik-Konzepte, Versorgung der letzten Meile, Sharing-Systeme oder Verkehrsvermeidung“.

Mehr im Internet: ebike-festival.org

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