Olympia und Paralympics: Informationskampagne zur Bewerbung am Dortmunder U gestartet

Menschen in NRW entscheiden über Olympische Spiele in KölnRheinRuhr

Projektionen auf dem U-Turm
Mit einer Lichtinstallation und prominenten Gästen am Dortmunder U ist die Informationskampagne auch für Dortmunds Olympia-Bewerbung gestartet. Foto: Javad Mohammadpour für Nordstadtblogger.de

Mit einer Lichtinstallation am Dortmunder U ist die Informationskampagne zur Olympia-Bewerbung KölnRheinRuhr gestartet. Am 19. April 2026 stimmen rund vier Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen über die Bewerbung ab. Insgesamt 17 Städte an Rhein und Ruhr wollen die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele für das Jahr 2036, 2040 oder 2044 ausrichten. Auch Dortmund ist Teil der gemeinsamen Bewerbung.

Breite Informationskampagne und starke Voraussetzungen für Dortmund

Um die Menschen in Nordrhein-Westfalen vor dem Bürgerentscheid am 19. April umfassend zu informieren, startete eine groß angelegte Kampagne mit Lichtinstallationen am Dortmunder U, am Römisch-Germanischen Museum in Köln, am Schauspielhaus in Düsseldorf und an der Zeche Zollverein in Essen. Zum ersten Mal haben die Bürger:innen in NRW mit ihrer Wahl ein direktes Mitspracherecht.

Redner:innen bei der Veranstaltung
Oberbürgermeister Alexander Kalout und Moderatorin Karin Niemeyer. Foto: Javad Mohammadpour für Nordstadtblogger.de

Dortmund bringt für eine mögliche Austragung der Spiele sehr gute Voraussetzungen mit. Mehr als 500 Sportvereine, der Signal Iduna Park als größtes Fußballstadion Deutschlands sowie die traditionsreichen Westfalenhallen bieten eine solide Basis für internationale Wettkämpfe.

Vorgesehen ist, dass in Dortmund Fußball- und Handballspiele stattfinden. Kurze Wege zwischen den Spielorten und die Erfahrung der Stadt in der Ausrichtung großer Veranstaltungen sind zusätzliche Vorteile im Verbund mit den anderen Städten der Region Köln/Rhein-Ruhr.

Eine erfolgreiche Bewerbung könnte sowohl für Dortmund als auch für die gesamte Region positive Effekte bringen. Oberbürgermeister Alexander Kalouti betont: „Wir können so zusätzlich in unsere Infrastruktur investieren. Das sind alles Investitionen, die bleiben werden, von denen wir auch später alle zusammen profitieren werden. Und wir können uns der Welt noch mal ganz anders präsentieren – als Sportstandort, als Wirtschaftsstandort, und Technologie- und Wissenschaftsstandort. Von daher finde ich, wir sollten das als Investition in unsere Zukunft sehen.“

Positive Effekte für die Stadt und Region

Eine erfolgreiche Olympia-Bewerbung könnte die Wirtschaft stärken und innovative Projekte von Unternehmen, Start-ups und Hochschulen voranbringen. Auch bestehende Sportstätten könnten nachhaltig genutzt werden.

Gruppenbild der Gäste
Prominente Sportlerinnen und Sportler würden sich über Olympia in Köln/RheinRuhr freuen. Foto: Javad Mohammadpour für Nordstadtblogger.de

Gesellschaftlich wären ebenfalls Impulse denkbar, etwa für Integration, Gleichberechtigung und die Förderung von Sport und Bewegung. Langfristig könnte Dortmund zudem durch touristische, infrastrukturelle und wirtschaftliche Entwicklungen profitieren und international stärker sichtbar werden.

Die Kosten für die Durchführung des Ratsbürgerentscheids belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt davon 85 Prozent. Den städtischen Eigenanteil von etwa 180.000 Euro deckt Dortmund aus dem bestehenden Haushalt.

Prominente Stimmen zur Olympia-Bewerbung

Mehrere prominente Sportler:innen haben sich bereits zur möglichen Austragung geäußert. Marina Kielmann, Eiskunstläuferin und zweifache Olympionikin, sagt: „Totale Begeisterung, weil Handball und Fußball, das können wir hier in Dortmund.“

Redner:innen bei der Veranstaltung
Hans-Peter Durst, Marina Kielmann und Karin Niemeyer Foto: Javad Mohammadpour für Nordstadtblogger.de

Sie ergänzt: „Wir haben ein sportbegeistertes Publikum und wir brauchen keine neuen Sportstätten zu bauen. Wir haben alles schon, es funktioniert, und das sollten wir bei den Olympischen Sommerspiele in Nordrhein-Westfalen zeigen.“

Ruderer Richard Schmidt gewann bei den Olympischen Spielen 2012 in London die Goldmedaille im Achter. Auch er blickt positiv auf die Bewerbung: „Olympische Spiele hier wären einzigartig, und ich bin voller Vorfreude.“

Olympia als Traum – auch für Paralympics-Athlet:innen

Conny Dietz, mehrfache Paralympics-Medaillengewinnerin, sagt: „Für mich wären Olympische Spiele ein Traum. Hier bei mir zu Hause Olympia zu erleben, das wäre toll.“

Blick in die Runde der Redner:innen
v.l.: Alexander Kalouti, Hans-Peter Durst, Marina Kielmann, Karin Niemeyer, Conny Dietz und Richard Schmidt. Foto: Javad Mohammadpour für Nordstadtblogger.de

Hans-Peter Durst, Paracycler und zweifacher Paralympics-Goldmedaillengewinner, betont den inklusiven Gedanken: „Ich habe Samstag wirklich geträumt: Dortmund Rhein Ruhr schafft es, die ersten weltweit inklusiven Spiele für Menschen mit und ohne Behinderungen auf der Welt erstmals zu organisieren.“

Auch Oberbürgermeister Alexander Kalouti verweist auf die Bedeutung des Publikums: „Wir haben das Publikum und die Menschen dafür. Die Olympischen Spiele leben auch von dem Geist, der von den Rängen kommt, von den begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern, die anfeuern und sich emotional beteiligen.“ Mehr Informationen zur Bewerbung und dem Ratsbürgerentscheid gibt es unter: dortmund.de/olympia.

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