In dieser Rubrik fassen wir alle Mitteilungen und Kurzinformationen zu den Entwicklungen und Angeboten der Dortmunder Hochschulen zusammen. Die Inhalte umfassen sowohl Informationen zu Forschungen und wissenschaftlichen Projekten als auch zu Veranstaltungen, Förderungen, Personalpolitik und vieles mehr.
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Elf technikbegeisterte Schülerinnen aus Dortmund, Lünen und Umgebung haben in einem zweitägigen Workshop am Fachbereich Informationstechnik der Fachhochschule Dortmund praxisnah erfahren, wie Roboter arbeiten, wie Künstliche Intelligenz Robotik unterstützt und wie Extended Reality (XR) die Welt von morgen verändert. Fragen wie „Wie steuere ich einen Roboterarm?“ oder „Wie kann ich mit XR-Technologien durch die Augen eines Roboters sehen?“ standen im Mittelpunkt des Workshops, der sich an Schülerinnen ab Klasse 9 richtete.
Am ersten Tag lernten die Jugendlichen kollaborative Robotik kennen, programmierten den Roboterarm „Cobotta“ und experimentierten mit mobilen Robotern sowie KI-gestützter Objekterkennung. Laborbesuche und Studienberatungen rundeten den Tag ab. Am zweiten Tag ging es um XR: Mit VR-Headsets tauchten die Teilnehmenden in virtuelle Szenarien ein, wie sie in Forschung und Biomedizintechnik genutzt werden, und erstellten eigene stereoskopische Videos, um Robotersicht und menschliche Raumwahrnehmung zu erleben.
Die Jugendlichen arbeiteten motiviert und engagiert, einige mit ersten Programmiererfahrungen entwickelten darüber hinaus eigene kreative Lösungen. „Unser Eindruck ist sehr positiv“, resümiert Aron Hemmis, Mitarbeitender am Fachbereich, über die Ergebnisse und das Interesse der Teilnehmenden. Prof. Dr. Jörg Thiem und Prof. Dr. Karsten Lehn planen, solche praxisnahen Workshops künftig mehrmals im Jahr anzubieten und die Kooperation mit Schulen auszubauen, um noch mehr junge Menschen für ein technisches Studium zu begeistern. Der nächste Workshop ist für die Osterferien vorgesehen.

Forschende am Fachbereich Elektrotechnik der Fachhochschule Dortmund arbeiten im Projekt KV-BATT daran, die Energieverluste in Hochleistungsbatteriespeichern zu reduzieren, die für die Energiewende entscheidend sind. Aktuell verursachen die hohen Ströme in den verkabelten Batteriezellen erhebliche Verluste durch den elektrischen Widerstand, was Kühlung und zusätzlichen Energieaufwand erfordert. Prof. Dr. Stefan Kempen erklärt: „Selbst kleinste Widerstände erzeugen dann enorme Verluste – und zwar doppelt.“ Die Lösung besteht darin, die Spannung um das Zehn- bis Zwanzigfache zu erhöhen, wodurch die Stromstärke sinkt und die Verluste reduziert werden.
Ein Reallabor entsteht derzeit in Ense in Zusammenarbeit mit den örtlichen Stadtwerken. Dort werden zwei Batteriespeicher getestet: einer mit klassischer Spannung von 1.000 Volt und einer mit 10.000 bis 20.000 Volt. Prof. Dr. Martin Kiel erläutert, dass so nicht nur geringere Verluste sichtbar werden, sondern auch die Lebensdauer der Batterien unter realen Bedingungen geprüft und das Zellgleichgewicht optimiert werden kann. Parallel sollen Normen für Isolierabstände und Gleichstrom-Schalter bei mittleren Spannungen definiert werden.
Die Forschenden haben bereits modulare Batteriespeicher-Baugruppen entwickelt und unter verschiedenen Umweltbedingungen getestet. Das neue System ist kompakter, benötigt keine aktive Kühlung und ermöglicht nahezu wartungsfreien Betrieb. Die Module lassen sich flexibel zu Reihen verbinden, um den jeweiligen Strombedarf abzudecken. Ein europäisches Patentverfahren läuft parallel, das Reallabor soll 2026 für zwei Jahre in Betrieb gehen.

Die TU Dortmund lud Vertreter:innen der Stadtgesellschaft zum 29. Gambrinus-Forum in den Westfälischen Industrieklub ein, um den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken. Prof. Martin Ihrig von der New York University sprach über nachhaltiges Wachstum in einer wissensbasierten Gesellschaft und betonte, dass Organisationen ihr Wissen – darunter proprietäres Wissen, persönliches Wissen, vorherrschendes Verständnis und öffentliches Wissen – strategisch erfassen und weiterentwickeln sollten, um Innovation und nachhaltiges Wachstum zu fördern. Prof. Martin Paul, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, stellte das Ruhr Innovation Lab vor, ein gemeinsames Projekt von RUB und TU Dortmund, das als Exzellenzverbund neue Freiräume für Forschung schaffen und die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Industrie und Zivilgesellschaft stärken soll. Die Universitätsallianz Ruhr und bestehende Profilschwerpunkte wie nachhaltige Chemie, vertrauenswürdige IT-Systeme, neuartige Materialien und Natur der Materie bilden dabei die Basis. Das Ruhr Innovation Lab zielt darauf ab, Wohlstand zu sichern und die Vertrauenswürdigkeit von Informationen zu stärken.
Im Rahmen des Forums wurden zudem die Internationalisierungspreise der TU Dortmund in den Kategorien Lehre, Forschung, Transfer und Verwaltung verliehen: Prof. Angela Madeo erhielt den Preis für Lehre, Prof. Matthias Faes für Forschung, Dr. Maximilian Hartmann für Transfer und Dr. Debra Hanning sowie Frigga Göckede für Verwaltung. Das Forum ist Teil der Gambrinus Fellowships, die seit 1993 ausländische Wissenschaftler:innen an die TU Dortmund bringen und internationale Kooperationen fördern.

Die TU Dortmund veranstaltete gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu die 14. Internationale Karrieremesse, um internationale Studierende beim Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu unterstützen und regionale Unternehmen bei der Fachkräftegewinnung zu begleiten. Insgesamt 20 Unternehmen aus Dortmund und der Region präsentierten sich im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) der TU Dortmund und führten Recruiting-Gespräche mit Studierenden. An der Universität haben rund 6.000 Studierende einen internationalen Pass, viele davon in MINT-Fächern. Prof. Tessa Flatten, Prorektorin Internationales, betonte, dass internationale Studierende durch Fachwissen, Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen besonders gut zu den Zukunftsbranchen in Dortmund und im Ruhrgebiet passen.
Über 300 Studierende nutzten die Messe, um sich über das regionale Arbeitgeberangebot zu informieren. Mitarbeiter:innen des Amts für Migration beantworteten auf dem Messestand aufenthaltsrechtliche Fragen. Über die App „Talentefinder“ konnten sich Studierende im Vorfeld mit Unternehmen vernetzen und Gesprächstermine vereinbaren. Teilnehmer:innen wie Masterstudentin Nasim Vosoughi Osgouei nutzten die Messe, um passende Stellenangebote zu finden, während Andri Titan Yade Einblicke in Bewerbungsabläufe und Perspektiven sammelte. Begleitend bot das Referat Internationales der TU Dortmund in Kooperation mit Partnern wie dem Centrum für Entrepreneurship & Transfer (CET) und der Arbeitsagentur Workshops zur Vorbereitung auf Bewerbungen und den Berufseinstieg an.

Die Fachhochschule Dortmund hat ihre neue Karrieremesse „meet@fh-dortmund“ erfolgreich gestartet und als zentrale Plattform für den Austausch zwischen Talenten und Arbeitgebern etabliert. Studierende und Young Professionals nutzten die Messe in der Messe Dortmund, um sich an den Ständen renommierter Unternehmen wie Adesso, Continentale, Lidl und Hannover Rück über Karrierewege, Praktika, Trainee-Programme, Nebenjobs und Festanstellungen zu informieren und wertvolle Tipps für den Berufseinstieg zu erhalten. Ergänzt wurde das Angebot durch Bewerbungstrainings, Workshops und kostenlose Bewerbungsfotos. Beratende Organisationen wie die Agentur für Arbeit, der VDI, die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer standen für individuelle Fragen zur Verfügung, während internationale Studierende beim International Career Service Informationen zu Job-Perspektiven erhielten. Prof. Dr. Tamara Appel, Rektorin der FH Dortmund, betonte, dass die Messe Unternehmen mit den Absolvent:innen von morgen zusammenbringe, die regionale Fachkräfteentwicklung unterstütze und die bestehenden Netzwerke zwischen Studierenden und Praxispartnern erweitere. Die Veranstaltung bot damit einen umfassenden Überblick über die Karrierechancen der verschiedenen Fachrichtungen der FH Dortmund und zeigte die hohe Nachfrage nach praxisnahen Austauschmöglichkeiten zwischen Wirtschaft und Hochschule.

Die Fachhochschule Dortmund hat sechs Vertreter regionaler Unternehmen zu einer exklusiven Führung durch die Labore des Fachbereichs Maschinenbau eingeladen, um effiziente und nachhaltige Techniken der Energienutzung vorzustellen und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Teilnehmende Unternehmen waren WILO, Vitesco Technologies Germany GmbH und das Technische Hilfswerk. In Zusammenarbeit mit den Wissenschaftler:innen Prof. Dr. Yves Rosefort, Prof. Dr. Sönke Gößling und Dr. Johannes Etzkorn wurden mögliche gemeinsame Projekte und Kooperationsfelder identifiziert. Die Labore für Fahrzeugantriebe sowie für Brennstoffzellen und regenerative Energiesysteme boten Gelegenheit, aktuelle Forschungsprojekte und deren Potenziale praxisnah zu erläutern. Das überschaubare Gruppensetting ermöglichte intensive Gespräche und offenes Kennenlernen auf Augenhöhe. Die Veranstaltung wurde von der Transferstelle der FH Dortmund organisiert, die die Teilnehmenden über ihre Aufgaben und Serviceangebote informierte. Ziel ist es, den Unternehmen praxisnahe Einblicke in die Forschungswelt der FH Dortmund zu geben und neue Kooperationswege zu eröffnen. Die Transferstelle plant, die Laborgespräche künftig fortzuführen.

Zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ hat FH-Absolventin Viola Dessin ein Brötchentüten-Design gestaltet, das auf geschlechtsbezogene Gewalt aufmerksam macht. Die Tüten tragen die Aufschrift „Gewalt kommt mir nicht auf den Campus!“ sowie die Bewegungen des „Stillen Hilferufs“, mit denen Notsituationen signalisiert werden. Zudem ist der Satz „Nein zu Gewalt an Mädchen und Frauen“ in vierzehn Sprachen abgedruckt, ergänzt durch die bundesweite Notrufnummer 116 016 und die Webadresse www.hilfetelefon.de. Die Aktion wurde von Sonja Hunscha, Gleichstellungsbeauftragte der Fachhochschule Dortmund, gemeinsam mit der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten und den Studierendenwerken umgesetzt, um Aufmerksamkeit für Hilfsangebote zu schaffen. Die Brötchentüten wurden in den Mensen und Cafeterien zahlreicher NRW-Hochschulen verteilt. Parallel dazu zeigte das Gleichstellungsbüro die Ausstellung „Gemeinsam gegen Sexismus“ an den FH-Standorten, die verständliche Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Sexismus präsentierte. Sonja Hunscha betont, dass geschlechtsbezogene Gewalt ein systemisches Problem sei, das Gesellschaft und wissenschaftliche Einrichtungen gleichermaßen betreffe.

Die einjährige Pilotphase des HRK-Audits „Nachhaltigkeit an Hochschulen“ an der Fachhochschule Dortmund ist erfolgreich abgeschlossen. Das Auditorinnenteam der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) erkannte einen respektablen Status Quo und viel Potenzial für weitere Entwicklungen. Prof. Dr. Franz Vogler, Prorektor für Nachhaltigkeit und Digitalisierung, betonte, dass Nachhaltigkeit alle Bereiche der Hochschule unterstützt und zusätzliche Möglichkeiten eröffnet. Das Audit lieferte der FH Dortmund umfassende Erkenntnisse über energieeffiziente, ressourcenschonende und klimafreundliche Strukturen sowie über bereits erreichte Nachhaltigkeitsstandards. Die FH Dortmund war die einzige Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die neben drei Universitäten an der Pilotphase teilnahm. Unter Leitung von Prof. Vogler und CSR-Teamleiter Sebastian Kreimer bildete sich ein Projektteam aus Vertreterinnen aller Statusgruppen, das am 30. Oktober 2024 gestartet war. Beim Abschlussworkshop bestand Einigkeit, die identifizierten Potenziale umzusetzen und strategisch in die Hochschulgremien einzubringen; ab 2026 sollen die Vorschläge weiterentwickelt werden. Das Audit ist Teil des HRK-Projekts „Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen“ (traNHSform), das vom Bundesministerium für Forschung, Transfer und Raumfahrt bis Mai 2026 gefördert wird. Auditor*innen für die FH Dortmund waren Prof. Dr. Ute von Lojewski, Prof. Dr. Ing. Nicole Saenger, Dr. Thomas Flower und Dr. Jennifer Krah.

Das Deep-Tech-Start-up GaiaIsotopic aus der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Dortmund erhält rund 800.000 Euro Förderung aus dem EXIST-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Das Team um Natalie Schütz, Moritz Zimmer und Dr. Álvaro Ortiz Pérez wird 18 Monate unterstützt, um Ergebnisse aus der photonischen Mikrosensorik in die Anwendung zu überführen. Ziel ist die Entwicklung einer Methode zur Echtzeitanalyse von Stoffwechselvorgängen in Zellen, die auch in der Krebsforschung genutzt werden soll. Die „Iso-Flux“-Technologie basiert auf mikrointegrierter photonischer Sensorik und ermöglicht erstmals die dynamische Untersuchung des Zellverhaltens in Echtzeit. Das Verfahren soll invasive Methoden und zeitverzögerte Messungen ablösen und direkt Daten zur Verstoffwechselung von Nährstoffen in Tumorzellen liefern, was Grundlagenforschung und Therapieentwicklung fördert. Mithilfe der EXIST-Förderung wird der „Proof of Concept“ durchgeführt, anschließend soll ein marktreifes Produkt entstehen. Das Team analysiert automatisiert Zellkulturen und bereitet die Ergebnisse als verwertbare Daten auf; Anfang 2026 soll eine erste Version fertiggestellt werden. Unterstützt wird GaiaIsotopic von Dr. Andrea Cantone für Kommerzialisierung und von Krebsforscher Dr. Peter Kreuzaler aus Köln. Zudem profitiert das Start-up von der fachlichen Expertise von Prof. Stefan Palzer, der Reinrauminfrastruktur der TU Dortmund und dem Centrums für Entrepreneurship & Transfer (CET).

Die Ruhr-Universität Bochum und die TU Dortmund haben beim Wissenschaftsrat ihre gemeinsame Bewerbung als Exzellenzverbund unter dem Namen „Ruhr Innovation Lab“ eingereicht. Ziel des Projekts ist die Schaffung eines Experimentierraums, der Freiräume für Forschung bietet und Lösungen für drängende Zukunftsfragen entwickelt, wobei Verbindungen zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gestärkt werden sollen.

Beim TU Start-up Award 2025 präsentierten sechs Start-ups vor Fachjury und Publikum ihre Ideen aus Bereichen wie E-Commerce und Landwirtschaft. Die drei bestplatzierten Gründer:innen von PartikelART, Grwm. und Rivopump erhielten insgesamt 14.000 Euro Preisgeld, gestiftet von der Wilo-Foundation. Den ersten Platz und 6.000 Euro gewann PartikelART, das mobile Partikelanalysesysteme entwickelt, um die Sauberkeit von Produktionsprozessen zu prüfen. Das Team erhielt zudem den Sonderpreis von TU capital, dem Venture Capital Seedfonds der TU Dortmund. Den zweiten Platz sowie 4.000 Euro Preisgeld erhielt die Social-Fashion-App Grwm., die Outfits aus Social Media direkt zum Nachkaufen verlinkt und Nutzer:innen einen personalisierten, KI-kuratierten Fashion-Feed bietet; zusätzlich gewann das Team den Publikumspreis über 1.000 Euro. Den dritten Platz über 3.000 Euro erreichte Rivopump, das autarke Wasserpumpen für nachhaltige Bewässerung in Subsahara-Afrika entwickelt. Weitere Finalist:innen waren PottPilz, Ziya und SemanticMap, die nachhaltige Baumaterialien und KI-Lösungen anbieten. Die Fachjury setzte sich zusammen aus Prof. Tessa Flatten, Dr. Thomas Seidensticker, Dr. Martin Oettmeier, Hendrik Schabsky und Dr. Hans Schulze Schwienhorst. Neben Vorträgen und Pitches bot die Veranstaltung 20 weiteren Start-ups Gelegenheit, sich zu präsentieren und mit Investor:innen und Unternehmen über Kooperationen zu vernetzen.

Die Fachhochschule Dortmund baut mit dem Projekt „HaMoSEP“ einen Forschungsraum am Fachbereich Informationstechnik auf, der Forschung und Lehre in der Biomedizintechnik verbindet. Gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit 3,3 Millionen Euro über vier Jahre, konzentriert sich das Projekt auf Hautmodelle als zentrale Schnittstellen für Prothesen und kabellose Energieübertragung bei Implantaten. „HaMoSEP“ steht für „Hautmodelle in der Biomedizintechnik – Simulationen, Experimente und Patientenindividualisierung“ und kombiniert computerbasierte Simulationen mit experimentellen Modellen sowie Messungen an Probandinnen mittels bildgebender Verfahren. Ziel ist unter anderem, die Durchblutung bei Prothesenbefestigung zu erhalten und Hautverbrennungen durch induktive Energieübertragung bei Herzunterstützungssystemen zu vermeiden. Die Hautmodelle werden mit individuellen Parametern aus Bildaufnahmen, MRT und Impedanzmessungen angepasst, um patientenspezifische Optimierungen zu ermöglichen. Der Forschungsraum soll über die fokussierten Anwendungsfelder hinaus auch für weitere Forschungs- und Promotionsvorhaben genutzt werden, etwa zur Untersuchung der Mikrozirkulation bei onkologischen Prozessen oder diabetischen Wunden. Das Projekt wird von Prof. Dr. Jens Christoph Kirchner und Prof. Dr. Jörg Thiem geleitet und eingebunden sind Expertinnen der Biomedizintechnik, ein Ethiker der Sozialwissenschaften sowie Kooperationspartner wie die Hautklinik des Klinikums Dortmund, das Fraunhofer-Institut ISC, die Dortmunder Bundesfachschule für Orthopädie-Technik und das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften. Studierende sollen Theorie aus Vorlesungen praxisnah an den Modellen nachvollziehen und in neuen Lehrveranstaltungen interaktiv lernen.

Fast 100 Studierende der Fachhochschule Dortmund erhalten im Förderjahr 2025/26 ein Deutschlandstipendium und damit monatlich 300 Euro. Im Westfälischen Industrieklub Dortmund feierten sie gemeinsam mit 36 Stifterinnen die Vergabe der Stipendien. Zu digitalen Pianoklängen von Florian Zeidler erhoben 94 Stipendiatinnen und die Stifterinnen ihre Gläser als Zeichen von Vertrauen und Dank. Rektorin Prof. Dr. Tamara Appel betonte die Bedeutung der Unterstützung: Sie ermögliche den Studierenden Neugier, neue Perspektiven und den Mut, Dinge anders zu denken, und würdige zugleich ihre Verantwortung, praxisnah zu lernen und über den Tellerrand hinauszublicken. Eine geförderte Studierende hob hervor, dass das Stipendium „ein Stück Ruhe, Würde und Wahlmöglichkeit“ schenke und ein Leben erleichtere, ohne dass jede Entscheidung zur Kostenfrage werde. Als Andenken erhielten Stipendiatinnen und Stifter:innen FH-Holzwürfel und eine Urkunde des Bildungsministeriums und nahmen neue Kontakte und Impulse mit. Das Deutschlandstipendium wird je zur Hälfte von Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanziert. Auswahlkriterien sind gute Studienleistungen, besondere Bildungsbiografien oder soziales Engagement, der Förderzeitraum beträgt ein Jahr. Ergänzend wurde das Spenden-Stipendium eingeführt, das es Einzelpersonen ermöglicht, sich mit kleineren Beträgen an einem gemeinschaftlichen Deutschlandstipendium zu beteiligen.

Zum Wintersemester 2025/2026 wurde Prof. Dr. Dominik Schneider, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Dortmund, von der Medizinischen Fakultät der Universität Witten/Herdecke auf die Professur für Interdisziplinäre Kinder- und Jugendmedizin berufen. Prof. Schneider ist seit über 25 Jahren in der Kinderonkologie tätig, mit einem Schwerpunkt auf seltenen Tumorerkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Gemeinsam mit Dr. Ines Brecht von der Universitätsklinik Tübingen leitet er das deutsche Register für seltene pädiatrische Tumoren und ist führend in der europäischen Arbeitsgruppe für seltene Tumoren bei Kindern. Aus seiner wissenschaftlichen Arbeit resultieren mehr als 180 internationale Publikationen. Neben der Forschung engagiert sich Prof. Schneider intensiv in der akademischen Lehre an der Universität Witten/Herdecke, unter anderem in Seminaren, Vorlesungen und der Betreuung von Promotionsstudierenden. Berufspolitisch ist er in den Vorständen der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin sowie der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie aktiv. Die Professur bildet das breite Versorgungsspektrum der Kinderklinik am Klinikum Dortmund ab. Gemeinsam mit Kinderchirurgie, Kinderanästhesie, Kinderradiologie und weiteren Fachdisziplinen zählt das Westfälische Kinderzentrum zu den größten Gesundheitsversorgern für Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen und bundesweit. Prof. Schneider betont, dass interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Wohle der kleinen Patient:innen zentral ist, da viele Erkrankungen selten sind und Expertise verschiedener Fachrichtungen erfordern. Prof. Dr. Stefan Haßfeld, Ärztlicher Direktor des Klinikums, gratuliert und dankt ihm für sein herausragendes Engagement in Wissenschaft und Lehre.

Bei der akademischen Jahresfeier der Fachhochschule Dortmund wurden 27 herausragende Studierende ausgezeichnet. Die Veranstaltung fand vor stimmungsvollem Ambiente mit Jazzmusik und Abendgarderobe in der Stahlhalle der DASA statt. Rektorin Prof. Dr. Tamara Appel würdigte die Absolventinnen für ihre Abschlussarbeiten, die sich unter anderem mit Fertigungsmethoden für Fassadenelemente, automatisierter Qualitätsbeurteilung von Fahrradstrecken, Verbesserung elektrischer Antriebe und der gesellschaftlichen Debatte zu Drogenkonsumräumen befassten. Die Fördergesellschaft der FH Dortmund ehrte die besten Bachelor- und Masterarbeiten der Fachbereiche: Caroline Iser (Angewandte Sozialwissenschaften), Padra Namvar (Wirtschaft), Christopher Nieder (Informatik), Nicolas Plancq (Design), Eric Schulte (Elektrotechnik), Nick Schuto (Maschinenbau), Marc Stiegemann (Informationstechnik) sowie Jan Stöcker und Martin Vagedes (Architektur). Den Forschungspreis 2025 erhielt Dipl.-Des. Harald Opel für seine Arbeit im storyLab kiU, den Lehrpreis für ausgezeichnete Lehre Prof. Dr. Nadja Bauer vom Fachbereich Informatik. Weitere Preisträgerinnen waren Dr. Jonas Sorgalla (Preis der Fördergesellschaft für herausragende kooperative Promotion), Marina Reinert und Franziska Troja (Förderpreis und Cornelia-Därmann-Nowak-Preis des Soroptimist International Clubs Dortmund), Studierende der Fachbereiche Elektrotechnik, Maschinenbau und Informationstechnik (Preis der Rudolf-Chaudoire-Stiftung), Ellen Bromkamp, Nick Nuxoll, Niklas Sommerfeldt und Franziska Wilp (Preis der KARL-KOLLE-Stiftung), Julia Fuchs (Heinrich-Frommknecht-Preis) sowie Ivy Ivenna Chrystabell (Preis des Deutschen Akademischen Austauschdiensts). Die Ausgezeichneten betonten die enge Verbindung zur Berufswelt und das Gemeinschaftsgefühl an der FH Dortmund.

