Es hat sich wieder einiges an Kurzmeldungen und Nachrichten zu den unterschiedlichsten Themen angesammelt, die nicht immer den Weg in den Blog finden. Wir wollen aber auch nicht, dass diese unerwähnt bleiben und untergehen. Daher haben wir uns überlegt, in unregelmäßigen Abständen Beiträge wie diese zu veröffentlichen – unter unserer Rubrik: „NAMEN UND NOTIZEN!“ Um eine bessere Übersicht zu gewährleisten, werden wir die Pressemitteilungen, die unter diese Rubrik fallen, in Zukunft weiter filtern. Diesmal beinhaltet sie Beiträge aus dem sozialen Bereich.
Hinweis: Wenn Sie auf die Fotostrecke gehen und das erste Bild anklicken, öffnet sich das Motiv und dazu das Textfeld mit Informationen – je nach Länge des Textes können Sie das Textfeld auch nach unten „ausrollen“. Je nachdem, welchen Browser Sie benutzen, können evtl. Darstellungsprobleme auftreten. Sollte dies der Fall sein, empfehlen wir den Mozilla Firefox-Browser zu nutzen.
Unter dem Leitwort „Frauen gestalten den Wandel“ fand im Februar im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund die Frauenfachkonferenz des Erzbistums Paderborn statt. Rund 140 haupt- und ehrenamtlich engagierte Frauen aus dem gesamten Erzbistum kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, neue Perspektiven zu entwickeln und Impulse für ihr Engagement in Kirche und Gesellschaft mitzunehmen. Die Konferenz bot Raum für Begegnung, geistliche Vertiefung und fachlichen Austausch zu zentralen Fragen von Verantwortung, Wandel und Gestaltungskraft. In der ersten Keynote berichtete Petra Landers, Pionierin des Frauenfußballs, von ihren Erfahrungen in einer Zeit, in der Frauenfußball wenig Beachtung fand, und von ihrem ehrenamtlichen Engagement in Fußball-Camps für Mädchen und junge Frauen in Ghana. In der zweiten Keynote betonten Dr. Annegret Meyer, koordinierende Leiterin des Bereichs Pastorale Dienste im Erzbistum Paderborn, und Superintendentin Heike Proske vom Evangelischen Kirchenkreis Dortmund, wie wichtig das Überwinden männlich geprägter Machtstrukturen und die Kraft von Glauben und Gemeinschaft für Frauen sei. „Wir müssen erkennen, wir sind nicht allein, wir sind viele“, sagte Proske, während Meyer darauf hinwies, dass Engagement notwendig bleibe, um nicht wieder in von Männern dominierte Strukturen zurückzufallen. Die Konferenz bot zudem Workshops zu Frauen als Vorbilder, spirituellen und persönlichen Veränderungsprozessen sowie gesellschaftlichen Themen wie Migration und christlichem Fundamentalismus. Persönlicher Austausch, Netzwerken und die Förderung von Verantwortung der Teilnehmerinnen standen im Mittelpunkt. Zum Abschluss wurden zentrale Impulse gebündelt und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben, mit der Ermutigung, den Wandel in Kirche und Gesellschaft weiterhin aktiv mitzugestalten.
Diabetes mellitus gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im höheren Lebensalter. Beim mediTALK des Klinikums Dortmund informierten Prof. Dr. Thomas Reinbold, Direktor der Klinik für Geriatrie, und die Leitende Oberärztin und Diabetologin Dr. Kirstin Kimm über Herausforderungen, Risiken und Therapien bei älteren Patient:innen. In Deutschland leben rund zehn Prozent der Menschen mit Diabetes, bei den über 70-Jährigen liegt der Anteil laut Reinbold bei mehr als 30 Prozent. Mit zunehmendem Alter steigen sowohl die Fallzahlen als auch die Anforderungen an eine sichere und individuell angepasste Behandlung.
Ein erhöhter Blutzuckerspiegel entwickelt sich häufig schleichend. Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit oder Gangstörungen werden im Alter nicht immer sofort mit Diabetes in Verbindung gebracht. Wird Zucker im Körper nicht ausreichend verwertet, kann dies unter anderem die Wundheilung, die Immunabwehr sowie Blutgefäße und Nerven beeinträchtigen. Auch das Risiko für Schlaganfälle steigt, ebenso können Veränderungen der Netzhaut auftreten. Zudem spielen Folgeerkrankungen wie Polyneuropathie oder das diabetische Fußsyndrom gerade im höheren Lebensalter eine wichtige Rolle.
Im Vortrag ging es außerdem um Behandlungsansätze, geeignete Blutzuckerwerte sowie medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapien, darunter technische Hilfsmittel wie die kontinuierliche Glukosemessung. Ziel der Behandlung ist laut den Expert:innen vor allem der Erhalt der Lebensqualität und das Vermeiden von Komplikationen. Neben einer zuckerarmen Ernährung gilt Bewegung als wichtiger Faktor zur Regulierung des Blutzuckers. Im Anschluss an die Veranstaltung nutzten viele Gäste die Möglichkeit zum Austausch und zu einer kostenlosen Blutzuckermessung. Interessierte können den mediTALK nachträglich auf YouTube oder Spotify verfolgen.
Bei einem Heimspiel von Borussia Dortmund stand neben dem Fußball auch ein Gesundheitsthema im Fokus: Hodenkrebs. Im Rahmen der Aktion „Balls for Balls“ konnten sich Fans im Stadion von Urolog:innen des Klinikums Dortmund untersuchen lassen oder erfahren, wie sie ihre Hoden selbst abtasten können. Acht Mediziner:innen aus dem Klinikum unterstützten die Initiative ehrenamtlich in vier Aktionszelten. Teilnehmende Fans erhielten als Dank einen Ball mit Unterschriften der BVB-Profis.
Die Aktion ist eine gemeinsame Initiative von Borussia Dortmund und dem Unternehmen FAQ YOU, das sich der gesundheitlichen Aufklärung widmet. Im Vorfeld hatten der Verein und das Unternehmen im Stadtbild sowie in sozialen Netzwerken unter dem Slogan „Schützt eure Dortmunder Jungs“ für die Vorsorgeaktion geworben. Am Spieltag selbst nutzten hunderte Fans das Angebot, teilweise bildeten sich lange Schlangen vor den Zelten.
„Anfangs war ich mir nicht sicher, wie viele Männer wirklich kommen würden. Das Thema ist leider zu häufig noch mit Scham behaftet. Wie gut die Aktion von den Fans angenommen worden ist, hat mich überrascht, aber total gefreut“, sagte Dr. Sebastian Homann, Oberarzt in der Urologischen Klinik des Klinikums Dortmund. Er betonte außerdem: „Hodenkrebs ist die häufigste Tumorerkrankung von jungen Männern. Früh erkannt, beträgt die Heilungschance nahezu 100 Prozent. Prävention rettet Leben. Wir haben diese Aktion deshalb gerne mit unserer medizinischen Expertise unterstützt.“ Auch die Rückmeldungen der Fans seien sehr positiv gewesen.
„Unser Verein steht schon immer für Verantwortung über den Fußball hinaus. Wir sind stolz, mit ,Balls for Balls‘ eine Initiative zu unterstützen, die die Strahlkraft unseres Klubs und unserer Spieler nutzt und damit junge Männer ermutigt, ihre Gesundheit ernst zu nehmen“, sagte Marius Happe, Head of Marketing bei Borussia Dortmund. Weitere Informationen zur Initiative gibt es online unter ballsforballs.de sowie in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #ballsforballs.
Das Westfälische Brustzentrum am Klinikum Dortmund hat seit dem 1. Januar 2026 eine neue Leitung: Die Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe Rosa Bianca Bianchini übernimmt die Position. Sie ist bereits seit mehreren Jahren am Klinikum tätig und arbeitet seit August 2023 als Oberärztin. Zuvor war sie dort als Assistenzärztin und Funktionsoberärztin beschäftigt. Bianchini studierte Humanmedizin an der Universität Mailand und sammelte klinische Erfahrungen in Italien, in der Schweiz und in Köln. Sie verfügt über mehrere Zusatzqualifikationen, insbesondere im Bereich der Mammachirurgie, und ist von der Deutschen Krebsgesellschaft sowie der Ärztekammer als Mammaoperateurin zertifiziert.
„Mit Rosa Bianchini gewinnen wir eine hochqualifizierte und engagierte Expertin, die die Weiterentwicklung unseres Brustzentrums fachlich wie menschlich prägen wird“, sagte Prof. Dr. Dr. Stefan Haßfeld, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Dortmund. Das Westfälische Brustzentrum ist seit 2006 durch das Land Nordrhein-Westfalen als Brustzentrum zugelassen und erfüllt damit hohe Qualitätsanforderungen für die spezialisierte Behandlung von Brustkrebs.
„Ich freue mich auf diese neue Aufgabe und die Möglichkeit, hier eine umfassende interdisziplinäre Behandlung für Patientinnen und Patienten im Zentrum anbieten zu können“, erklärte Bianchini. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit sei neben der medizinischen Versorgung auch die empathische Begleitung der Betroffenen. Das Zentrum bietet eine umfassende Behandlung aus einer Hand – von der Diagnose über Operationen bis hin zu Chemo- und Strahlentherapie. Speziell ausgebildete Pflegefachkräfte, sogenannte Breast Care Nurses, begleiten Patient:innen während der gesamten Behandlung. Unterstützend stehen zudem Psychoonkolog:innen und der Sozialdienst zur Seite.
Der Bau der neuen SOS-Kita Bergmannsgrün in Huckarde verläuft planmäßig, und ab Spätsommer sollen dort 73 Kinder in vier Gruppen unterschiedlicher Altersstufen betreut werden. Für Kinder ab drei Jahren sind aktuell noch Plätze frei. Die 20 Plätze für Kinder von vier Monaten bis drei Jahren sind bereits vollständig vergeben, während für ältere Kinder (Stand 13. Februar) noch viele Betreuungsplätze verfügbar sind. „Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren haben oft schon einen Kitaplatz. Daher sind zum Start einer neuen Kita die Betreuungsplätze für die Kleinen meistens schneller weg als für die älteren Kinder. Daraus ergeben sich für viele Eltern gute Chancen, die noch keinen Betreuungsplatz für ihr älteres Kind haben oder mit dem bisherigen Angebot unzufrieden sind“, erklärt Christiane Wulff, Leiterin des Familienzentrums Krönchen im SOS-Kinderdorf Dortmund, die den Aufbau der Kita Bergmannsgrün mit organisiert. Eltern müssen sich nicht beeilen: „So lange freie Plätze verfügbar sind, kann man sein Kind noch anmelden und einen Betreuungsplatz bekommen“, betont Wulff. Regulär endet die Bewerbungsphase für Kita-Plätze in Dortmund derzeit, ab dem 16. Februar werden die ersten Zu- und Absagen verschickt, doch die neue Kita in Huckarde bietet für ältere Kinder weiterhin gute Chancen auf einen Platz.
Dortmund setzte am diesjährigen Palliativtag (21. Februar 2026) ein starkes Zeichen der Gemeinschaft und Menschlichkeit. Unter dem Leitgedanken „Danke für das, was Sie tun“ richtete Bürgermeisterin Britta Gövert den Blick auf all jene, die schwerstkranke und sterbende Menschen professionell, ehrenamtlich oder familiär begleiten. In Dortmund werden jährlich rund 2.000 Menschen palliativ betreut – zu Hause, in Hospizen, in Pflegeeinrichtungen oder auf der Palliativstation des St. Johannes Hospitals. Das Netzwerk aus Fachkräften, Ehrenamtlichen und Angehörigen ermöglicht Lebensqualität trotz schwerer Erkrankungen, steht jedoch vor wachsenden Herausforderungen wie zunehmenden Singlehaushalten und begrenzten Ressourcen. Ein Schwerpunkt des Tages war Humor in der Palliativarbeit. Anke Schildhauer betonte, dass Humor kurze Momente von Normalität schaffen könne, sensibel und auf Augenhöhe eingesetzt, und dass Patient:innen bestimmen, ob er passend ist. Auch Spiritualität und Abschied standen im Mittelpunkt: Prof. Dr. Traugott Roser hob hervor, dass Sinn, Frieden und individuelle Abschiedsformen wichtig sind, während Carsten Strauß die Vielfalt der Beratung zu Abschied, Bestattung und Vorsorge darstellte. Die Veranstaltung zeigte, dass würdevolle Begleitung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die verlässliche Strukturen, engagierte Fachkräfte, Ehrenamtliche und eine Kultur des Hinschauens benötigt. Dr. Alfons Gersmann, Anke Schildhauer, Dr. Susanne Lindner und alle Beteiligten wurden für ihr Engagement gewürdigt.
Die Stadt Dortmund hat zwei Ombudsfrauen berufen, um die Beratung in Pflegeeinrichtungen zu stärken. Claudia Schmidt und Gabriele Reimer begleiten Menschen in Pflegeheimen, Wohnangeboten für Menschen mit Behinderung, ambulant betreuten Wohngemeinschaften, Hospizen, Tages- und Kurzzeitpflege sowie Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Sie hören zu, ordnen Anliegen ein und bringen Beteiligte an einen Tisch, um Probleme frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden. Die beiden haben in den vergangenen Wochen den fachlichen Austausch mit der Heimaufsicht vertieft und beginnen nun die Beratung für alle Bewohner:innen, deren Angehörige sowie gesetzliche Vertreter:innen. Das ehrenamtliche Angebot ist vertraulich, kostenfrei und deckt die Stadtbezirke Hombruch, Mengede, Innenstadt-West, Innenstadt-Nord, Huckarde und Lütgendortmund (Gabriele Reimer) sowie Hörde, Aplerbeck, Innenstadt-Ost, Eving, Scharnhorst und Brackel (Claudia Schmidt) ab. Interessierte können telefonisch oder schriftlich über ombudsperson-wtg@stadtdo.de Kontakt aufnehmen. Ziel der Ombudsfrauen ist es, durch Gespräche und Lösungsvorschläge die Rechte und die Selbstbestimmung der Betroffenen zu stärken.
Die SPD-Fraktion im Sozialausschuss will die Diskussion um den Drogenkonsumraum in Dortmund aus der Sackgasse führen und eine langfristige, nachhaltige Lösung entwickeln. Ziel ist es, den Fokus nicht nur auf Repression zu legen, sondern die Unterstützung von Betroffenen stärker zu berücksichtigen, da Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass nur eine Kombination aus Hilfe und Ordnungspolitik die Gesamtsituation verbessert. Die Verwaltung soll mögliche Standorte evaluieren und der Politik belastbare Entscheidungsgrundlagen vorlegen, unter Berücksichtigung des neuen Entlastungsstandorts an der Rheinischen Straße und der aktuellen Entwicklungen in der Dortmunder Drogenszene. „Ordnungspolitische Maßnahmen allein, wie sie in den letzten Monaten massiv vorangetrieben wurden, bringen uns nicht weiter. Wir brauchen ein besseres und tragfähiges Unterstützungsangebot, das wirklich greift“, sagt Daniela Worth, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Die Standortsuche soll an aktuelle Anforderungen angepasst werden, um Angebote sinnvoll zu bündeln, besonders betroffene Stadtteile zu entlasten und die Interessen von Anwohnenden, Gewerbe und öffentlichem Raum zu wahren. Mit ihrem Prüfauftrag im Sozialausschuss setzt die SPD auf eine sachliche und zukunftsfähige Lösung für die Drogenhilfe in Dortmund zum Wohl der gesamten Stadtgesellschaft.
Im Februar besuchte eine Delegation des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Geflüchtete in Aplerbeck, um die Einrichtung kennenzulernen, Eindrücke aus dem Alltag zu gewinnen und ein Zeichen der Solidarität mit den Bewohner:innen und Mitarbeitenden zu setzen. „Wir wollen heute einen Einblick in die ZUE bekommen, aber nicht nur, denn dieser Besuch soll auch zeigen, dass wir uns für Flüchtlinge und die zugehörigen Einrichtungen einsetzen“, sagte Pfarrer Friedrich Stiller, Synodalbeauftragter für Flucht und Leiter des Referats Gesellschaftliche Verantwortung des Kirchenkreises. Die Einrichtung bietet Platz für bis zu 350 Personen, derzeit ist sie nicht vollständig ausgelastet. Untergebracht wird in Mehrbettzimmern, ein gemeinschaftlich genutzter Freizeitbereich mit Kicker, Tischtennis, Billardtisch, Fernsehecke und Sportbereich dient als zentraler Treffpunkt. Die Verpflegung erfolgt in der Kantine, medizinische Versorgung ist über eine Sanitätsstation gewährleistet, außerdem gibt es Isolationszimmer und einen Kindergarten von montags bis freitags. Der Verein Aplerbecker Flüchtlingshilfe ist mit acht Lehrkräften vor Ort aktiv und bietet Sprachkurse sowie musik-, kunst- und sportpädagogische Angebote an, auch wenn die Nachfrage höher ist, als das Angebot es zulässt. Superintendentin Heike Proske betonte: „Wir sind hier, um auch zu schauen, was wir als Kirche tun können.“
Der Lions Club Dortmund-Phönix hat Klaus Bathen aus Fröndenberg mit dem „Förderpreis für herausragendes bürgerschaftliches Engagement“ ausgezeichnet. Gewürdigt wird sein langjähriger Einsatz zur Verbesserung der Lebensbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten von Menschen in Tansania, insbesondere über den Verein „Rafiki Yangu – Hilfe für Afrika e. V.“, den er gemeinsam mit seiner Frau Ruth gründete. Bathen war über 35 Jahre leitend im Krankenhausmanagement tätig, darunter neun Jahre als Geschäftsführer des St.-Johannes-Hospitals Dortmund. Ausgangspunkt seines Engagements war eine Begegnung mit einem jungen Massai während einer privaten Afrikareise, die 2018 zu einem Besuch im Heimatdorf führte. Die Projekte des Vereins reichen von der Errichtung eines Regenwasserdamms über die Förderung einer Frauenkooperative bis hin zum Bau von zwei Wohnheimen zur Unterbringung älterer Schüler. Bathen betont: „Trotz meines Ruhestands mache ich weiter, anders geht es gar nicht. Das ist eine Verpflichtung.“ Club-Präsident Wolfgang Koch und Jury-Mitglied Heinz-Otto Siebelhoff überreichten den Preis und lobten Bathens tatkräftigen und uneigennützigen Einsatz, der den Menschen in der Region überlebensnotwendige Perspektiven ermögliche.
Die Kinderklinik am Klinikum Dortmund hat zum neunten Mal das Qualitätssiegel „Ausgezeichnet. FÜR KINDER“ erhalten. Prof. Dr. Dominik Schneider, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, nahm die Auszeichnung stellvertretend für seine Klinik sowie die Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie unter Leitung von Dr. Andreas Leutner entgegen. Das Gütesiegel bestätigt die hohe Qualität der interdisziplinären Versorgung von Kindern und Jugendlichen und würdigt insbesondere die Förderung der spezifischen Kinderkrankenpflege, die breite ärztliche Aufstellung sowie die psychosoziale Betreuung der Patient:innen. Am Klinikum Dortmund ist man stolz auf die doppelte Auszeichnung, da nur wenige pädiatrische Krankenhäuser in Deutschland das Siegel für beide Fachbereiche erhalten. Die Urkunden überreichte Dr. Andreas Philippi, niedersächsischer Gesundheitsminister und Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz, am Dienstagabend in Hannover. Prof. Schneider betonte: „Das ist eine schöne Anerkennung unseres täglichen Einsatzes für unsere kleinen Patienten!“ Das Qualitätssiegel wird jeweils für zwei Jahre verliehen und dokumentiert die kontinuierlich hohe Strukturqualität der Dortmunder Kliniken.
Fünf Jahrzehnte Frauen- und Geschlechterforschung – und eine persönliche Geschichte, die Mut und Bildung in den Mittelpunkt stellt: Die emeritierte Professorin Hildegard Macha liest am 12. März, von 17.45 bis 19.15 Uhr in der VHS Dortmund, Kampstraße 47, aus ihrem Buch „Gleichstellung als Lebensaufgabe“. Hildegard Macha (Jahrgang 1946) hat die Frauen- und Geschlechterforschung in der Erziehungswissenschaft maßgeblich geprägt – unter anderem als Forscherin, Dekanin und Frauenbeauftragte. In ihrem Buch blickt Macha auf ihr Leben und ihre Karriere in Wissenschaft und Erwachsenenbildung zurück. Dabei erzählt sie von Prägungen, Brüchen und Erfolgen, ohne dem Schmerz des Missbrauchs in ihrer Kindheit die Macht über ihre Lebensgeschichte zu geben. Stattdessen beschreibt sie ehrlich und lebendig, wie sich Mut, Bildung und der Kampf um Gleichstellung zu einer starken Biografie verweben.
Bei der Veranstaltung wechseln Lese- und Erzählpassagen einander ab. Das Publikum in der VHS und am Bildschirm bekommt Gelegenheit, mit der Autorin ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Gleichstellungsbüros und der VHS Dortmund mit dem Förderverein der Stiftung Aufmüpfige Frauen. Die Stiftung – gegründet von der kürzlich verstorbenen Dortmunder Geschlechterforscherin Sigrid Metz-Göckel – zeichnet seit mehr als 20 Jahren Frauen aus, die sich um Geschlechtergerechtigkeit verdient gemacht haben. Die Veranstaltung ist kostenfreii (Kurs 26-51106) und findet hybrid statt – eine Teilnahme ist in Präsenz oder online möglich, bitte vorher anmelden.
FABIDO, Dortmunds größter Anbieter für frühkindliche Bildung, lädt Familien ein, sich über die Kindertagespflege zu informieren. Bei dieser Betreuungsform kümmern sich Tagespflegepersonen im privaten Umfeld um maximal fünf Kinder in geeigneten Räumen, wodurch eine familienähnliche Betreuung in kleinen Gruppen möglich wird. An drei Tagen und acht verschiedenen Standorten stehen FABIDO-Fachkräfte für Gespräche bereit und informieren über den Alltag einer Tagesmutter oder eines Tagesvaters, die Vorteile kleiner Gruppen, pädagogische Schwerpunkte, Betreuungszeiten und verfügbare Plätze. Termine finden am 11. März in Innenstadt, Hörde, Innenstadt-Nord, Lütgendortmund und Brackel, am 12. März in Brechten und Mengede sowie am 17. März in Huckarde statt. Die Veranstaltungen sind offen für Familien und Interessierte, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Außerdem sind Menschen willkommen, die selbst als Tagesmutter oder Tagesvater tätig werden möchten.
Auch 2026 können Nachbarschaften in Dortmund wieder Spielstraßen organisieren. Mit Unterstützung des Jugendamtes bieten die Jugendverbände SJD Die Falken und Junge Humanisten erneut mobile Spielstraßen an, bei denen Straßen für einen Nachmittag gesperrt werden, damit Kinder spielen und Nachbar:innen zusammenkommen können. Bewohner:innen können mit vergleichsweise wenig Aufwand eine Spielstraße für ihre Straße planen und durchführen. Die beteiligten Verbände übernehmen dabei die Beantragung der Straßensperrung beim Ordnungsamt und kümmern sich auch um die notwendige Absperrung. Vor Ort unterstützen ausgebildete Gruppenleiter:innen die Aktionen und bringen verschiedene Spiele sowie Ideen für die Gestaltung der Spielstraße mit. Das Team befindet sich derzeit in den Planungen für das Jahr 2026 und nimmt bereits Anfragen für neue Spielstraßen entgegen. Interessierte können sich per E-Mail an info@spielstrassen-dortmund.de oder telefonisch unter 0231 52 72 48 melden. Weitere Informationen gibt es online unter www.spielstrassen-dortmund.de.