Ungewöhnliche Ausstellung im Depot: „Aus Künstlersicht – über das Atelier von Wolfgang Schmidt“

Ausstellung: aus Künstlersicht. Über das Atelier von Wolfgang Schmidt
Wolfgang Schmidt in seinem Atelier. Fotos: Klaus Hartmann

In der Reihe „Depot stellt vor“ hat der Maler und Bildhauer Wolfgang Schmidt, fünf Künstlerinnen und Künstler aus Dortmund in sein Atelier eingeladen um einen Blick auf den Raum zu werfen und diesen zu dokumentieren. Die Ergebnisse sind ab Freitag, den 21.03.2014 in der Galerie Dieter Fischer im Depot zu sehen. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr.

„Die außerordentliche Architektur des Ateliers und dessen kreative Nutzung sind Thema dieser Ausstellung. Der Raum, der normalerweise dem Kunstschaffen dient, wird hier selbst zum Objekt,“ steht in der Beschreibung der Ausstellung. Mit dabei sind Fotografien von Mark Ansorg und Christian Westphalen, Malerei und Grafik von Doris Goldbach, Sabrina Podemski und Heidrun Schauerte.

Ergebnisse der Motivsuche überraschen den bildenden Künstler

Ausstellung: aus Künstlersicht. Über das Atelier von Wolfgang Schmidt
Die Grafiken von Sabrina Podemski offenbaren viel Persönliches.

Sabrina Podemski stellt viele persönliche Dinge von Schmidt in den Fokus ihrer Grafiken. Da sind die Pantoffel des Künstler zu sehen oder ein altes Marmeladenglas, in dem der Künstler das Wasser für seinen Kaffee bereitstellt. Überrascht über die Sicht der jungen Grafikerin und Malerin auf Dinge im Atelier, die Schmidt selbst nie so in den Blick gekommen sind, ist er etwas nachdenklich geworden.

„Da ist dann auf einmal sehr viel Privatsphäre zu sehen, die Pantoffel, die Unordnung. Das Atelier ist Teil meines Lebens“, stellt er fest. „Normalerweise bestimme ich ja selbst was von mir in Form meiner Kunst öffentlich zu sehen ist.“ Nichtsdestotrotz ist Schmidt vom Ergebnis der Motivsuche Podemskis überzeugt.

Der Fotograf Christian Westphalen hat Schmidts Atelier in der Nacht fotografiert. In den gläsernen Dachfenstern sieht man den Sternenhimmel. Dazu kommen Panoramaaufnahmen, die durch ihre Verzerrungen und Verzeichnungen die technischen Aspekte der Architektur des Raumes in der ehemaligen Straßenbahnreparaturwerkstatt unterstreichen. Marc Ansorg portraitierte Wolfgang Schmidt in Schwarz-weiß-Fotografien.

Vielfältige Blicke auf die Werkstatt Wolfgang Schmidts kontrastieren mit seinen monothematischen  Arbeiten

Ausstellung: aus Künstlersicht. Über das Atelier von Wolfgang Schmidt
Wolfgang Schmidt mit seiner aktuellen Arbeit: Wiener Zuckerl

Heidrun Schauerte stellt in ihrer Malerei Details aus Schmidts Atelier da. Extrem vergrößert, oft aus dem Zusammenhang genommen und neu konstruiert. Doris Goldbachs Malereien, im Atelier angefertigt, wirken impressionistisch. Vielfältige Blicke auf die Werkstatt des bildenden Künstlers.

Wolfgang Schmidt selbst ist bekannt für seine Figuren. Die langen schmalbeinigen Gestalten kennzeichnen das Werk des Künstlers seit gut zwanzig Jahren. Das ist sein Ding und das zieht er konsequent durch. „Erst die Beschränkung auf das immer wiederkehrende Motiv eröffnet mir die unbeschränkte Gestaltungsfreiheit“, postuliert er selbst.

Anders sind die Ergebnisse der Künstlerinnen und Künstler, die nun ihren speziellen Blick auf sein Atelier im Depot in der Dortmunder Nordstadt richten durften.

 

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