
Im Zukunftsgarten an der Kokerei Hansa nimmt internationale Zusammenarbeit Gestalt an: Gäste aus Dortmunds Partnerstädten haben mit den ersten Arbeiten für den „Garten der Freundschaft“ begonnen. Er wird Teil der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027.
Von Frankreich über Serbien bis Ghana: Viele Partner gestalten mit
Vertreter*innen aus Zwickau, Kumasi, Novi Sad, Amiens, Schytomyr und Cluj-Napoca waren in dieser Woche in Dortmund, um ihre Pläne weiterzuentwickeln und erste Arbeiten umzusetzen. Jede Stadt kann einen eigenen Gartenbereich mit rund 100 Quadratmetern gestalten.

Die Gärten sollen die Leitfrage der IGA „Wie wollen wir morgen leben?“ aufgreifen. Typische Landschaften, Pflanzen und Gestaltungselemente sollen die jeweilige Stadt repräsentieren. Zugleich stehen die Gärten für die Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen Dortmund und seinen internationalen Partnern.
Am „Garten der Freundschaft“ beteiligen sich die Partnerstädte Amiens (Frankreich), Novi Sad (Serbien), Zwickau, Kumasi (Ghana) und Schytomyr (Ukraine) sowie die Projektpartnerstadt Cluj-Napoca (Rumänien). Hinzu kommen die Seychellen als Partner des Botanischen Gartens Rombergpark. Dortmunds chinesische Partnerstadt Xi’an plant, zwei Laternen zur IGA beizusteuern.
Das Dortmunder Grünflächenamt unterstützte die Gäste tatkräftig
Einige Teams packten bei ihrem Besuch schon selbst an und begannen mit den ersten Bau- und Pflanzarbeiten: Sie gestalteten Wege, bauten Beet-Einfassungen und setzten Bäume in die Erde. Andere prüften und vermaßen ihre Flächen, um die Gärten im Frühjahr 2027 anzulegen.

Die Gäste aus Zwickau reisten mit eigenem Lkw und Minibagger an, um direkt loszulegen. Sie bereiteten den Bau eines Holzturms vor, von dem aus Besucher*innen während der IGA auf den „Garten der Freundschaft“ blicken können. Außerdem pflanzten sie Bäume auf Zeit.
Mit dieser Idee sollen sich Städte besser an die Folgen des Klimawandels anpassen können, Zwickau wurde dafür bereits ausgezeichnet. Auch die Teams aus Kumasi und Novi Sad entwickelten ihre Ideen gemeinsam mit dem Dortmunder Grünflächenamt weiter, stimmten sie aufeinander ab und setzten erste Schritte vor Ort um.
Das Grünflächenamt unterstützte die Gäste mit Personal, Maschinen und Material und koordinierte die Arbeiten. Die IGA-Projektgruppe im Amt für Stadterneuerung begleitete die Umsetzung, das Team Internationale Beziehungen organisierte den Besuch.
Zukunftsgarten verbindet Industriekultur und Natur auf 46 Hektar
Die Idee für den „Garten der Freundschaft“ entstand Ende 2024. Damals lud die Stadt Dortmund ihre Partner- und Projektpartnerstädte ein, sich mit eigenen Gartenbeiträgen an der IGA zu beteiligen. Im Mai 2025 tauschten sich die Beteiligten zunächst digital aus.

Im November 2025 kamen Planer*innen und Landschaftsarchitekt*innen aus mehreren Städten nach Dortmund. Sie besichtigten unter anderem den Westfalenpark und den Botanischen Garten Rombergpark und entwickelten erste Gestaltungsideen.
Mit den Arbeiten der vergangenen Tage ist das Projekt einen wichtigen Schritt vorangekommen. Im Februar oder März 2027 wollen sich die Beteiligten erneut treffen, dann sollen die Gärten fertig werden. Die IGA läuft von Freitag, 23. April, bis Sonntag, 17. Oktober 2027, im Ruhrgebiet.
Auf rund 46 Hektar entsteht ein neuer Freizeit- und Erholungsraum
Dortmund ist mit dem Zukunftsgarten rund um die ehemalige Kokerei Hansa einer von fünf Hauptstandorten. Auf rund 46 Hektar entsteht ein neuer Freizeit- und Erholungsraum, der Industriekultur und Natur verbindet.
Dazu gehören die Kokerei Hansa, der neue Kokereipark, der Deusenberg und das Nahverkehrsmuseum Mooskamp. Der „Garten der Freundschaft“ bringt internationale Vielfalt auf das Gelände und zeigt, wie aus Städtepartnerschaften gemeinsame Projekte entstehen.
Weitere Informationen gibt es unter dortmund.de/iga2027.


