
Mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm setzt die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V. auch im zweiten Halbjahr 2025 ein starkes Zeichen für jüdisches Leben, Bildung, Toleranz und den interreligiösen Dialog. Zahlreiche Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Rundgänge und Workshops bieten Gelegenheit zur Begegnung, zur Reflexion und zur Auseinandersetzung mit Geschichte, Gegenwart und Zukunft jüdischer Kultur und Identität in Dortmund.
Ausstellung gibt Einblicke in das Alltagsleben in Dortmund
Den Auftakt bildet am 2. September 2025 um 19 Uhr die Vernissage der Ausstellung „Chut adom – 100 rote Bändchen“ im Dietrich-Keuning-Haus. Die Künstlerin Era Freidzon gibt darin berührende Einblicke in das Alltagsleben jüdischer Kinder in Dortmund. Mit einer Tanzgruppe der Jüdischen Gemeinde und einem Beitrag von Alexander Krimhand wird die Eröffnung zum lebendigen Festakt. Die Ausstellung läuft bis zum 27. September.

Am 14. September um 17 Uhr erwartet die Besucher:innen in der Jüdischen Kultusgemeinde Dortmund das Konzert „Jiddish Soulfood“ mit Sharon Brauner und Harry Ermer. Eine musikalische Reise durch jüdische Klangwelten des 20. Jahrhunderts spannt den Bogen von Osteuropa bis Hollywood. Mitglieder der JKGD und der GCJZ zahlen fünf Euro, alle anderen zehn Euro.
Literarisch wird es am 16. September um 18 Uhr, wenn die Autorin Dana von Suffrin im Dietrich-Keuning-Haus das von ihr herausgegebene Buch „Wir schon wieder“ vorstellt. Es versammelt jüdische Stimmen der Gegenwart – politisch, persönlich, künstlerisch.
Bewegung und Begegnungen bei gemeinsamen Rundgängen
Ein öffentliches Zeichen gegen Antisemitismus und für ein vielfältiges Miteinander wird am 21. September mit dem „Weg der Verbundenheit“ gesetzt. Der gemeinsame Rundgang durch die Dortmunder Innenstadt beginnt um 15 Uhr an der Hansastraße (Platz der Alten Synagoge) und wird von Musik, Aktionen und Informationen begleitet. Zum Abschluss gibt es Tanz, Imbiss und Begegnung.

Am 26. September bietet Anna Ben-Shlomo eine Synagogenführung mit Einführung in die Schabbat-Traditionen. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten. Einblicke in jüdische Erinnerungskultur bietet der Rundgang über den jüdischen Friedhof am Dortmunder Hauptfriedhof am 28. September ab 15 Uhr mit Klaus Winter.
Am 4. November folgt ein Tanzworkshop mit Marina Evel in der Jüdischen Kultusgemeinde. Teilnehmer:innen lernen israelische Volkstänze kennen, die jüdische Vielfalt lebendig vermitteln. Das traditionelle Ökumenische Gedenken an die Pogromnacht vom 9. November findet am gleichen Tag um 17 Uhr in der evangelischen Stadtkirche Sankt Petri statt. Der Gedenkgang führt zu den Stolpersteinen von Hugo Cohen und der Familie Bischofswerder.
Informative Veranstaltungen bis zum 4. Dezember 2025
Eine Fortbildung zum Thema Antisemitismus in der Schule bietet ADIRA am 13. November im Reinoldinum. Lehrkräfte und Multiplikator:innen erhalten dort Werkzeuge für den Umgang mit Antisemitismus im Bildungsalltag.

Ein besonderes Highlight verspricht die Veranstaltung am 26. November in der VHS Dortmund zu werden: „Queer in Judentum und Christentum“ bringt mit Helene Shani Braun und Mareike Gintzel zwei engagierte Stimmen zum Thema religiöser Vielfalt und LGBTQI* ins Gespräch.
Den Abschluss des Halbjahresprogramms bildet die Lesung „Shalom zusammen!“ mit der queeren jüdischen Aktivistin Tanya Raab am 4. Dezember. Sie erzählt eindrucksvoll von Identität, Antisemitismus, Stereotypen – und dem Wunsch nach einer ehrlicheren Erinnerungskultur in Deutschland.
Alle Veranstaltungen sind kostenfrei oder gegen geringe Teilnahmegebühren zugänglich. Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit lädt herzlich zur Teilnahme ein und setzt mit ihrem Programm ein starkes Zeichen für Dialog, Vielfalt und Solidarität.
Mehr Informationen:
- Den Programmflyer als PDF gibt es unter: gcjz-dortmund.de/Programmflyer.