Kindertagespflege: Vor 50 Jahren startete in Deutschland das Modellprojekt „Tagesmütter“

2950 Kinder in Dortmund in Betreuung - zurzeit gibt's viele freie Plätze

Seit 50 Jahren betreuen Tagesväter und -mütter in Deutschland Kinder in kleinen, familienähnlichen Gruppen. Foto: Thomas Bielicki

Vor 50 Jahren startete die damalige Bundesregierung das Modellprojekt „Tagesmütter“: Erstmals konnten Frauen – damals noch keine Männer – Kinder im familienähnlichen Umfeld und vor allem öffentlich finanziert betreuen. Es war der Beginn der Kindertagespflege in Deutschland. In Dortmund betreuen heute viele engagierte Kindertagespflegepersonen bis zu 2950 Kinder. Damit leisten sie einen sehr wichtigen Beitrag für die Familien in der Stadt.

Sechs Träger bieten Kindertagespflege-Plätze in Dortmund an

In der Regel betreut eine Kindertagespflegeperson bis zu fünf Kinder im eigenen Haushalt bzw. in extra angemieteten Räumen, teilweise auch im Haushalt der Eltern. Es ist auch möglich, im Verbund zweier oder mehrerer Kindertagespflegepersonen mehr als fünf Kinder zu betreuen.

Die kleine Gruppe und die Familienähnlichkeit zeichnet die Kindertagespflege aus. Um Kinder in Kindertagespflege betreuen zu können, ist eine Pflegeerlaubnis des Jugendamtes nötig. Alle Tagesmütter und Tagesväter in Dortmund kooperieren mit einem Träger und werden, ebenso wie die Eltern, von der Fachberatung des Trägers beraten. Die Träger stellen außerdem sicher, dass ein qualifiziertes pädagogisches Konzept zugrunde liegt und die Betreuungsräume kindersicher sind.

Die Tagesmütter und -väter begleiten die Kinder in ihrer Entwicklung. Sie planen pädagogische Angebote, fördern die Bildung der Kinder, ermöglichen ihnen, eigene Erfahrungen zu machen und die Welt kennenzulernen. Die Kinder spielen gemeinsam mit anderen Kindern und lernen im sozialen Miteinander Grundlegendes, um sich in unserer Gesellschaft zurechtzufinden. Im familiären Umfeld erfahren Kinder Alltagsbildung und werden dadurch fit für die schulische Bildung.

Mehr Informationen:

  • Aktuell gibt es noch freie Plätze in der Kindertagespflege.
  • Wer einen Platz sucht, kann sich an einen der sechs Träger wenden.
  • Weitere Informationen dazu: dortmund.de/jugendamt

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Kindertagespflege: Vor 50 Jahren startete in Deutschland das Modellprojekt „Tagesmütter“

Reaktionen

  1. Kindertagespflege: Ab 2025 soll die Betreuung noch verlässlicher werden – auch in der Vertretung (PM)

    Verlässliche Betreuung auch dann, wenn Kindertagespfleger*innen plötzlich ausfallen: Das ist Ziel einer neuen Regelung, über die der Rat der Stadt im September entscheidet. Sie soll für mehr Sicherheit für Eltern, Kinder und pädagogische Fachkräfte sorgen.

    Die Kindertagespflege ist eine Alternative zur Kita. Vor allem Kinder unter drei Jahren profitieren von der familienähnlichen Betreuung und dem intensiven Beziehungsangebot. Wenn eine Tagesmutter oder ein Tagesvater ausfällt, dann ist der Weg augenblicklich dieser: Der Träger bemüht sich, das Kind bei einem anderen Betreuer oder einer anderen Betreuerin unterzubringen.

    Ab dem 1. Januar soll dieses Vertretungsmodell erweitert und dadurch noch zuverlässiger werden. Wie? Mit Beginn des neuen Jahres werden 100 Plätze in der Kindertagespflege in so genannte Freihalteplätze umgewandelt – also Plätze, auf die Eltern zurückgreifen können, wenn „ihre“ Kindertagespflegeperson ausfällt. Mit der Entscheidung, Freihalteplätze einzuführen, reagiert die Stadt auf den Wunsch der Eltern nach einer flexiblen und kurzfristigen Vertretung. Erziehungsberechtigte hätten dadurch eine verlässliche Betreuung, auch wenn eine Kindertagespflegeperson ausfällt.

    Zusätzlich soll ein Betreuungsstandort neu entstehen, an dem die Kinder übergangsweise betreut werden – insbesondere in geplanten Vertretungssituationen wie etwa in den Ferien. Das ermöglicht auch eine Eingewöhnung und ein vorheriges Kennenlernen.

    Dieser so genannte Vertretungsstützpunkt wird als Modellstandort im Stadtbezirk Innenstadt-Nord in Kooperation mit dem Träger FABIDO geplant. Er soll allen Kindern offen stehen, die in Dortmund in der Kindertagespflege betreut werden.

    Kinder treffen auf bekannte Ansprechpersonen

    Die neue Regelung bedeutet nicht nur mehr Kontinuität in der Betreuung, sie wirkt sich auch positiv auf die Qualität der Vertretung aus: Im Idealfall hat ein Kind immer dieselbe Ansprechperson in Vertretung. Vertraute Personen erleichtern es den Kindern, sich auf neue Situationen besser einzulassen.

    Stimmt der Rat zu, bedeutet das ein großes Maß an Sicherheit für Eltern, deren Kinder in der Kindertagespflege betreut werden. Noch im September wird der Rat der Stadt Dortmund über die Empfehlung des Verwaltungsvorstandes abstimmen.

  2. Die AWO lädt zum Infomorgen der Kindertagespflege ein (PM)

    Am Montag, den 12.05.2025 steht das Team der AWO-Kindertagespflege den Erziehungsberechtigten wieder mit Rat und Tat für die Betreuungsplatzsuche zur Seite. In der Zeit von 10:00 – 12:00 Uhr werden alle Fragen rund um die Betreuung bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater beantwortet. Auch Unterstützung bei der Anmeldung im Kitaportal der Stadt Dortmund wird angeboten. Der Infomorgen findet im Eingangsbereich des AWO-Unterbezirks Dortmund in der Klosterstraße 8-10 statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

  3. Kindertagespflege hautnah erleben: FABIDO lädt Familien zum Kennenlernen ein (PM)

    Wie sieht der Alltag einer Tagesmutter oder eines Tagesvaters aus? Wie läuft die Betreuung in kleinen Gruppen ab, und worin unterscheidet sich die Kindertagespflege von einer Kita? Wer diese Fragen aus erster Hand beantwortet haben möchte, kann sich bald selbst ein Bild machen: FABIDO lädt interessierte Familien an mehreren Terminen in Dortmund ein, die Kindertagespflege kennenzulernen.

    An sechs Tagen informieren FABIDO-Fachkräfte an insgesamt zehn Standorten über die Kindertagespflege. Besucher*innen erfahren, wie die familienähnliche Betreuung funktioniert, welche Vorteile kleine Gruppen bieten und wo aktuell freie Betreuungsplätze verfügbar sind. Eine Tagespflegeperson kümmert sich im privaten Umfeld um maximal fünf Kinder, die in geeigneten Räumen betreut werden.

    Die Termine und Orte im Überblick

    Innenstadt: 27. Oktober, 13:30 – 15:30 Uhr, Kleppingstr. 21-23, Raum 114

    Huckarde: 28. Oktober, 9 – 12 Uhr, Kita Oberfeldstr. 45

    Mengede: 28. Oktober, 14 -16:30 Uhr, Kita Breisenbachstr. 24

    Hombruch: 28. Oktober, 14 – 16 Uhr, Bezirksverwaltungsstelle, Eingang Domänenstr. 1, Sitzungssaal

    Hörde: 29. Oktober, 10 – 12 Uhr, Hermannstr. 33 (Stadtteilbibliothek)

    Bövinghausen: 30. Oktober, 11 – 16 Uhr, Provinzialstr. 412 (ev. Gemeindehaus)

    Westerfilde: 3. November, 9 – 11:30 Uhr, Speckestr. 1 (NebenAn)

    Brackel: 3. November, 9 – 12 Uhr, Oberdorfstr. 23 (balou)

    Innenstadt-Nord: 6. November, 9 – 14 Uhr, Missundestr. 2 (FABIDO vor Ort)

    Aplerbeck: 6. November, 9 – 12 Uhr, Rodenbergstr. 36 (VHS)

    FABIDO-Fachkräfte stehen vor Ort für Gespräche bereit und informieren über Einstiegsmöglichkeiten, Betreuungszeiten und pädagogische Schwerpunkte. Familien sind herzlich eingeladen – eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

  4. FABIDO stellt Kindertagespflege an acht Standorten vor (PM)

    FABIDO informiert an mehreren Terminen über die Kindertagespflege und lädt interessierte Familien zum Austausch ein. Dortmunds größter Anbieter für frühkindliche Bildung stellt dabei das Betreuungsangebot in kleinen, familienähnlichen Gruppen vor.

    In der Kindertagespflege betreut eine Tagesmutter oder ein Tagesvater im privaten Umfeld maximal fünf Kinder in geeigneten Räumen. Die Fachkräfte erläutern, wie der Alltag gestaltet wird, worin sich diese Betreuungsform von einer Kindertageseinrichtung unterscheidet und welche Vorteile kleine Gruppen bieten. Zudem gibt es Hinweise auf aktuell freie Betreuungsplätze.

    Am Mittwoch, 11. März, finden Informationsangebote in der Innenstadt von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr in der Kleppingstraße 21–23, Raum 114, statt. In Hörde wird von 13.30 bis 16.30 Uhr an der Hacheneyer Straße 185 informiert. In der Innenstadt-Nord sind Fachkräfte von 9 bis 14 Uhr an der Missundestraße 2 vor Ort, in Lütgendortmund von 10 bis 15 Uhr an der Wernerstraße 10. In Brackel gibt es das Angebot von 9 bis 12 Uhr an der Oberdorfstraße 23.

    Am Donnerstag, 12. März, stehen Ansprechpartner*innen von 9 bis 12 Uhr an der Widumer Straße 33 in Brechten sowie von 15 bis 17.30 Uhr an der Ellinghauser Straße 309 in Mengede bereit. Ein weiterer Termin folgt am Dienstag, 17. März, von 9 bis 12 Uhr an der Urbanusstraße 5 in Huckarde im Familienbüro in der zweiten Etage.

    Die FABIDO-Fachkräfte informieren vor Ort über Einstiegsmöglichkeiten, Betreuungszeiten und pädagogische Schwerpunkte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Eingeladen sind neben Familien auch Menschen, die sich für die Tätigkeit als Tagesmutter oder Tagesvater interessieren.

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