Es hat sich wieder einiges an Kurzmeldungen und Nachrichten zu den unterschiedlichsten Themen angesammelt, die nicht immer den Weg in den Blog finden. Wir wollen aber auch nicht, dass diese unerwähnt bleiben und untergehen. Daher haben wir uns überlegt, in unregelmäßigen Abständen Beiträge wie diese zu veröffentlichen – unter unserer Rubrik: „NAMEN UND NOTIZEN!“ Um eine bessere Übersicht zu gewährleisten, werden wir die Pressemitteilungen, die unter diese Rubrik fallen, in Zukunft weiter filtern. Diesmal beinhaltet sie Beiträge aus dem Bereich der Wirtschaft.
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Jury verleiht erneut das Qualitätszertifikat »TOTAL E-QUALITY“
Bereits zum vierten Mal erhält die Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21) das Prädikat »TOTAL E-QUALITY«. In ihrer Begründung bescheinigt die Jury des Vereins Total E-Quality Deutschland der Konzernmutter der 21-Gruppe „beispielhaftes Handeln im Sinne einer geschlechter- und diversitätsgerecht ausgerichteten Organisationsstruktur“. DSW21 erfülle „in den verschiedenen Aktionsfeldern“ die vorgegebenen Standards. Die Auszeichnung gilt für die Jahre 2023 bis 2025.
Rund 2.200 Beschäftigte zählt DSW21 mittlerweile – gut 250 mehr als bei der letzten Verleihung im Jahr 2020. Rund ein Fünftel der Beschäftigten sind Frauen. Die Frauenquote in Führungspositionen liegt bei knapp 18 Prozent. Dass seit dem 1. Juni 2023 mit Heike Heim erstmals eine Frau an der Spitze des vierköpfigen Vorstandes steht, bewertete die Jury ebenso positiv wie die inzwischen verankerte Diversity-Strategie, für deren Umsetzung mit Kirsten Fronz ebenfalls eine Frau verantwortlich zeichnet. Ausgegebene Ziele werden evaluiert und an den Vorstand berichtet. Die Jury erkannte aber auch Verbesserungspotenzial: So gebe es bei konkreten Maßnahmen im Unternehmen noch „Nachholbedarf“.
Lob für Kommunikation, Personalentwicklung und Bildungsprogramm
Kommunikativ, so die Jury, sei DSW21 da schon einen Schritt weiter. So bekenne sich das Unternehmen öffentlich dazu, dass Chancengerechtigkeit eine hohe Priorität genieße. Dazu nutzt DSW21 das Internet, Social-Media-Kanäle und eigene Veranstaltungen wie etwa das Talk-Format »Die 4. Halbzeit« im Deutschen Fußballmuseum. Zudem setzt das Unternehmen Busse und Stadtbahnwagen als Werbeflächen ein, um entsprechende Kernbotschaften in die Stadtgesellschaft hineinzutragen.
Auch im Aktionsfeld »Chancengerechte Personalarbeit« schreibt die Jury DSW21 gute Noten ins Zeugnis. Der Fokus liege darauf, mehr Frauen in technische Berufe zu bringen. Und das ist keine bloße Absichtserklärung. Vielmehr hat sich die Personalabteilung konkrete Ziele gesetzt. Dazu biete das Unternehmen Schulungen für die Mitarbeitenden im Bereich Recruiting an. Ebenso gebe es Coachings, die inzwischen fünfte Runde eines unternehmensübergreifenden Cross-Mentoring-Programms und Karrierechancen auch für Menschen ohne hochqualifizierte Abschlüsse und Ausbildungen.
Ein »wertschätzendes und vorurteilsfreies Arbeitsklima«, so die Jury, sei nicht nur im Verhaltenskodex verankert. Mit Angeboten wie dem Bildungsprogramm »Von Dortmund nach Auschwitz« für Auszubildende im zweiten Jahrgang untermauere DSW21 diese Haltung zusätzlich. Das Angebot soll 2024/25 auf Basis freiwilliger Teilnahme auf alle Mitarbeitenden ausgerollt werden.
Entwicklungspotenzial bei Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf
Luft nach oben sieht die Jury bei der »Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben«. Die sei „ansatzweise“ gegeben. Gleichwohl solle DSW21 künftig verstärkt Angebote und Verfahren entwickeln, „die auf die Anforderungen der speziellen Arbeitsabläufe des Unternehmens zugeschnitten sind“. Bestehende Betriebsvereinbarungen zu Home-Office, Telearbeit und mobilem Arbeiten oder Mischarbeit seien eine gute Grundlage. Zudem würdigte die Jury, dass sich DSW21 in diesem Jahr um die erneute Zertifizierung im Rahmen von »Familienfreundliche Unternehmen Dortmund« bemüht und mit »awo lifebalance« kooperiert, um den Mitarbeitenden Angebote rund um Familie, Kind und Pflege vermitteln zu können.
„Wir freuen uns, dass die Jury uns erneut das Prädikat TOTAL E-QUALITY verliehen hat“, sagt DSW21-Arbeitsdirektor Harald Kraus. „Die ausführliche Begründung zeigt zum einen, dass sich die Jury sehr intensiv mit den Maßnahmen und Veränderungen auseinandergesetzt hat, die wir seit der letzten Bewerbung vor drei Jahren beschlossen und umgesetzt haben.“ Sie zeige vor allem aber, „dass diese Schritte richtig waren, und dass es ebenso richtig ist, sie nach außen sichtbar zu machen, um uns als Arbeitgeber selbstbewusster zu positionieren“. Dass die Jury nicht nur gelobt, sondern auch Optimierungspotenziale aufgezeigt habe, erhöhe nicht nur die Glaubwürdigkeit des Prädikats, sondern sei auch „Ansporn, uns permanent selbstkritisch zu hinterfragen und weiter zu verbessern“.
Bildzeile: Kirsten Fronz, Diversity-Beauftragte bei DSW21, Arbeitsdirektor Harald Kraus (r.) und Tobias Kromat (Personalabteilung) freuen sich über die erneute Auszeichnung mit dem »Total E-Quality«-Prädikat.
Foto: DSW21
Bildungsträger der Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen stellt Weichen für 2024 / Zwei neue beauftragte Geschäftsführer ab nächstem Jahr im Amt
In Folge der zum 1. Juli 2023 fusionierten neuen Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen wurden nun auch Vorstand und Geschäftsführung des Bildungskreis Handwerk e.V. (BKH) in Dortmund neu aufgestellt. Am 21. 8.2023 bestimmte die Mitgliederversammlung des BKH den bisherigen stellvertretenden Geschäftsführer Martin Rostowski ab dem 1.1.2024 zum neuen beauftragten operativen Geschäftsführer sowie Andreas Wolenin zum neuen beauftragten kaufmännischen Geschäftsführer. Der bisherige Geschäftsführer Volker Walters wird nach 43-jähriger Dienstzeit zum 31.1.2024 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. An der Spitze des Vorstandes steht weiterhin Kreishandwerksmeister Dipl.-Ing. Christian Sprenger aus Dortmund. Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Dortmund, Hagen und Lünen Ass. Sebastian Baranowski ist neues geschäftsführendes Vorstandsmitglied. Kreishandwerksmeister Bernd Marquardt wurde als stv. Vorsitzender des Vorstandes neu in den Vorstand aufgenommen, ebenso wie Kreislehrlingswartin Cornelia Garneyer-Bergenthal aus Hagen. Ausgeschieden ist hingegen der Obermeister der Gebäudereiniger-Innung Dortmund, Kai-Gerhard Kullik.
Über den Bildungskreis Handwerk e.V.
Der Bildungskreis Handwerk e.V. ist ein gemeinnütziger Bildungsträger, der von den Innungen der Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen gegründet wurde. Seit mehr als 45 Jahren ist er erfolgreich in der Aus- und Weiterbildung tätig. Zu seinen Aufgaben gehören die Umschulung mit anerkannten Berufsabschlüssen und die zielgerichtete Qualifizierung von Arbeitssuchenden. Auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern finden Kurse in acht Werkstätten mit modernen Ausstattungen und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern statt. Durch eine individuelle Beratung und pädagogische Begleitung wird die Arbeitsplatzsuche vom BKH aktiv unterstützt.
Bildzeile: Vorstand und Geschäftsführung des BKH mit (v.l.) dem ab 2024 neuen beauftragten operativen Geschäftsführer Martin Rostowski, dem Vorstandsvorsitzenden Christian Sprenger, dem künftigen beauftragten kaufmännischen Geschäftsführer Andreas Wolenin, dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied Ass. Sebastian Baranowski, dem stv. Vorsitzenden des Vorstands Bernd Marquardt, dem ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Kai-Gerhard Kullik und dem derzeitigen Geschäftsführer Volker Walters, der zum Jahreswechsel aus dem Vorstand ausscheidet.
Foto: Stefan Mueller für den Bildungskreis Handwerk e.V.
Wohnopoly – das Wohnen als soziale Herausforderung
Auf Einladung des Eigentümerverbandes Haus & Grund Dortmund sprach die bekannte Journalistin und Medienunternehmerin Sabine Christiansen im voll besetzten Saal des Dortmunder Industrieklubs zum Thema „Wohnopoly – das Wohnen als soziale Herausforderung“.
Wichtiges gesellschaftliches Thema
Nach einer einführenden Begrüßung durch Haus & Grund-Präsident Christian Oecking ging es unter anderem um unbezahlbaren Wohnraum, sterbende Innenstädte, das Wärmegesetz, immer neue Vorschriften beim Bauen, Neubauten, die still stehen, sowie Senioren und junge Familien, für die sich die Wohnungssuche in Ballungszentren immer schwieriger gestaltet. Kurz: Wohnen als soziale Herausforderung für Politik und Gesellschaft.
Einen besonderen Blick richtete Christiansen in ihrem Vortrag auf die Rolle der Medien. Sie würden im In- und Ausland kein gutes Bild von Deutschland zeichnen. Warum das so ist, machte sie an verschiedenen Beispielen deutlich. So würden drängende Aufgaben in unserem Land durch die regierende Ampelkoalition weder gut umgesetzt noch kommuniziert. Das liege zum einen daran, dass der Mut fehle, unbequeme Wahrheiten anzusprechen. Zum anderen aber auch daran, dass es keine Agenda mehr gäbe, die man gemeinsam verfolgt, um gesamtgesellschaftliche Ziele zu erreichen.
Trotz aller Probleme und Herausforderungen machte die in Hamburg lebende Unternehmerin den anwesenden Immobilienbesitzern abschließend Mut, dass der Wert von Grundstücken und Häusern auch in Zukunft stabil bleiben werde.
Sonntagabend-Talkshow in der ARD
Von 1998 bis 2007 moderierte Sabine Christiansen unter anderem die nach ihr benannte Sonntagabend-Talkshow. Damit leitete sie ein Jahrzehnt lang die wichtigste und meistgesehene politische Diskussionsrunde der ARD. Im Berliner Studio interviewte sie fast alle wichtigen internationalen Regierungschefs, Wirtschaftsführer und Meinungsmacher. Darüber hinaus ist sie Autorin zahlreicher ARD-Dokumentationen und Reportagen und wurde für ihre Arbeit mit zahlreichen Preisen wie dem World Media Award, der Goldenen Kamera, dem Bayerischen Fernsehpreis, mehreren BAMBIs und dem Sonderpreis des Adolf-Grimme-Instituts ausgezeichnet.
Dr. Thomas Bach richtet Appell an Politik
Im Anschluss an Christiansen richtete Dr. Thomas Bach, Hauptgeschäftsführer von Haus & Grund Dortmund, einen Appell an die Politik. Damit in Zukunft bezahlbarer Wohnraum erhalten und geschaffen werden könne, müsse dringend überflüssige Bürokratie abgebaut werden. Zudem betonte Bach, dass der Wohnungsmarkt nur dann weiter funktioniere, wenn er für Investoren attraktiv bleibe.
Dunja Hayali, Hajo Schumacher und Sven Plöger
Wie schon in den Vorjahren nahmen an der Veranstaltung des Eigentümerverbandes auch wieder zahlreiche Vertreter der Dortmunder Stadtgesellschaft teil.
In den vergangenen Jahren waren bei dem Eigentümerverband unter anderem schon die Journalistin Dunja Hayali, die Journalisten Hajo Schumacher und Robin Alexander, die Wirtschaftsjournalistin Anja Kohl, der Fernsehmoderator Cerno Jobatey und der Meteorologe Sven Plöger zu Gast.
Bildzeile: Haus & Grund Dortmund-Präsident Christian Oecking, Bürgermeisterin Ute Mais, Dr. Thomas Bach, Hauptgeschäftsführer von Haus & Grund Dortmund und Haus & Grund Dortmund-Geschäftsführer Dennis Soldmann, freuten sich über den spannenden Vortrag „Wohnopoly – das Wohnen als soziale Herausforderung“ von Journalistin und Medienunternehmerin Sabine Christiansen (4. v.l.).
Foto: Oliver Schaper
Leuchtturmevent mit 150 weiblichen Führungskräften aus ganz Deutschland
Das Netzwerk „Business Women IHK“ diskutiert in Dortmund über die Zukunft der deutschen Wirtschaft. Rund 150 Unternehmerinnen und Managerinnen sind auf Einladung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund zu dem Leuchtturmevent angereist.
Im Fokus der Diskussionen stehen Fragen zur Innovationskraft der deutschen Wirtschaft: Wie verändert Künstliche Intelligenz die Geschäftsmodelle verschiedener Branchen? Welche Rahmenbedingungen brauchen deutsche Unternehmen, um innovativ in die Zukunft gehen zu können? Welche Rolle spielt „New Work“ dabei? Auch die Internationalisierung des deutschen Mittelstands und die weibliche Perspektive beim Thema Innovation werden diskutiert.
Die Netzwerkveranstaltung wurde am Abend des 13. September von der Wirtschaftsministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) Mona Neubaur, DIHK-Vizepräsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller und Dortmunds IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann eröffnet. Am Folgetag folgt eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema „Innovativ in die Zukunft“ sowie eine Präsentation zu den Aktivitäten der Business Women IHK.
Das im Jahr 2014 gegründete Netzwerk Business Women IHK setzt sich aus Unternehmerinnen zusammen, die sich ehrenamtlich bei den IHKs für die Wirtschaftsbelange in ihrer Region einsetzen. Gleichzeitig engagieren sie sich für die Stärkung von Frauen in der Wirtschaft. „Wir brauchen noch mehr Unternehmerinnen und Innovatorinnen, um den Wohlstand in Deutschland aufrechtzuerhalten und als Deutsche Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Dafür müssen wir als Unternehmerinnen Mädchen und Frauen für die Selbständigkeit begeistern und als Vorbilder sichtbar sein“, betont DIHK-Vizepräsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller.
Mona Neubaur, die stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, skizziert, warum Deutschlands Wirtschaft und Politik mit Hochdruck weiter an der Gleichstellung arbeiten muss: „Um bestehende Strukturen zu verändern, brauchen wir mehr Frauen in Spitzenpositionen, Gremien und zentralen Positionen in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst. Frauen, die mutig ihre Kompetenzen einbringen, können mitentscheiden und -gestalten. Dieses große Potenzial müssen wir voll ausschöpfen und für Frauen in Politik und Wirtschaft vielfältigere Perspektiven entwickeln. Nur so wird es uns gelingen, die Herausforderungen unserer Zeit bestmöglich anzugehen.“
Heinz-Herbert Dustmann ist überzeugt davon, dass die deutsche Wirtschaft von mehr Frauen in Verantwortung profitiert. „Weibliche Führungskräfte sind für die wirtschaftliche Entwicklung wichtiger denn je. Das spiegelt sich auch im Ehrenamt wider: Jedes vierte Mitglied in unserer IHK-Vollversammlung ist weiblich und wir hoffen, dass dieser Anteil zukünftig noch weiter steigt. Für das Netzwerktreffen ist Dortmund ein exzellenter Standort. Unsere Region steht beispielhaft für den gelungen Strukturwandel von Kohle und Stahl zu Technologie und Innovation“, betont der IHK-Präsident.
Die Business Women IHK setzen sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in der Wirtschaft ein und wollen mit ihrer Arbeit als Vorbilder für zukünftige Unternehmerinnen und Innovatorinnen dienen.
Bildzeile: Geschäftsführerinnen und weibliche Führungskräfte beim Eröffnungsabend in der Maschinehalle auf Zeche Zollern.
Foto: Silvia Kriens
„Ausbildungsbetriebe leisten wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung“
Für vorbildliche Ausbildung junger Menschen sowie besonders erfolgreiche
Nachwuchsgewinnung und Fachkräftebindung erhielten 32 Unternehmen aus dem Kammerbezirk
Dortmund am vorigen Freitag das Siegel für Ausbildungsqualität der Handwerkskammer (HWK) Dortmund.
Zwei Unternehmen kommen aus Dortmund. Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer
Dortmund, überreichte die Auszeichnungen passend zum bundesweiten Tag des Handwerks gemeinsam
mit Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen.
„Ausbildungsbetriebe leisten einen wichtigen Beitrag zur
Fachkräftesicherung und bieten jungen Menschen einen guten Start ins
Berufsleben“, sagt HWK-Präsident Berthold Schröder. „Viele Betriebe
bilden über ihren eigenen Bedarf aus. Das heißt, sie investieren viel Zeit
und finanzielle Ressourcen, um eine begehrte Fachkraft auszubilden, die
dann in einem anderen Betrieb durchstarten kann. Über ein Praktikum
ermöglichen die Betriebe zusätzlich einen Blick ins Handwerk und ebnen
jungen Menschen damit den Weg in eine Ausbildung.
Wir brauchen diese engagierten Unternehmen heute mehr denn je und
darum ist es uns wichtig, ihre Leistung sichtbar zu machen und zu
würdigen. Aus diesem Grund haben wir das Ausbildungssiegel ins Leben
gerufen. Gleichzeitig möchten wir mit diesen guten Beispielen andere
Unternehmen ermutigen, jungen Menschen eine Ausbildung zu ermöglichen.“
Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen: „Das Ausbildungssiegel der
Handwerkskammer Dortmund zeigt die ganze Bandbreite des Handwerks und die Wichtigkeit der dualen
Ausbildung für die Fachkräftesicherung. Gut ausgebildete Handwerkerinnen und Handwerker sind von
zentraler Bedeutung für unser Land und eine tragende Säule der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Gutes
Handwerk bedeutet, die Tradition zu wahren und gleichzeitig am Puls der Zeit zu sein. Das gilt auch für die
großen Herausforderungen unserer Zeit: Für digitale Transformation und den Weg zur Klimaneutralität sind
qualifizierte Handwerkerinnen und Handwerker unverzichtbar. Das Ausbildungssiegel der
Handwerkskammer Dortmund steht dabei für höchste Qualität und deren Wertschätzung in den Betrieben.
So kommt Ausbildung in Nordrhein-Westfalen voran! Die Siegelträger und Siegelträgerinnen der
Handwerkskammer Dortmund sind im wahrsten Sinne des Wortes ‚ausgezeichnete‘ Vorbilder. Ich gratuliere
allen Preisträgern und ihren Betrieben herzlich.“
Kurzfilm auf YouTube: Ein Kurzfilm mit drei Unternehmensporträts von geehrten Betrieben ist auf YouTube
zu finden.
Impressionen von der Veranstaltung: hwk-do.de/ausbildungssiegel2023
Das Rad – Fahrradspezialgeschäft – GmbH, Dortmund
Die Das Rad – Fahrradspezialgeschäft – GmbH wurde 1986 zunächst als GbR gegründet. Gesellschafter und
Geschäftsführer ist Matthias Mühr. Weitere Gesellschafter sind Peter Pecht und Jörg Michel. Das
Unternehmen ist in der Branche des Zweiradhandels mit Werkstatt tätig und beschäftigt derzeit elf
Mitarbeiter*innen, von denen zwei eine Ausbildung machen. Seit 1955 haben 14 Auszubildende ihre
Ausbildung als Zweiradmechaniker*in/-mechatroniker*in und drei Auszubildende ihre Ausbildung als
Kaufmann/-frau bei Das Rad – Fahrradspezialgeschäft – GmbH abgeschlossen. Derzeit befinden sich zwei
Auszubildende, von denen einer im zweiten und eine im vierten Lehrjahr ist, in der Ausbildung zum
Zweiradmechatroniker*in.
Gesellschafter und Geschäftsführer Matthias Mühr
„Wir sind ein Ausbildungsbetrieb, da wir damit eine Verantwortung gegenüber jungen Menschen
übernehmen können und wollen. Wir sind überzeugt, dass der handwerkliche Beruf – insbesondere im
Fahrradbereich – ein Beruf mit Zukunft ist. Wir tragen zur Mobilität der Zukunft bei und sichern damit
Arbeitsplätze, mit denen man auch seinen Lebensunterhalt mit bestreiten kann. Wir freuen uns mit dem
Ausbildungssiegel ausgezeichnet zu werden und sehen es als Anreiz, weiterhin als Vorbild in die Zukunft
junger Menschen zu investieren.“
Sanitätshaus Tingelhoff GmbH & Co., Dortmund
1989 eröffneten Bernd und Beate Tingelhoff das Sanitätshaus Tingelhoff in Dortmund. Schon bei der
Gründung des Familienunternehmens war eine Auszubildende Teil des damals vierköpfigen Teams. Aktuell
wird das Unternehmen von Nils Tingelhoff, Pia Zahn und Kira Tingelhoff geführt. Über die Jahre hat sich das
Portfolio an Ausbildungsberufen erweitert, sodass aktuell in zwölf Berufen ausgebildet wird. Darunter auch
Handwerksberufe wie Orthopädieschuhmacher*in und Orthopädietechnik-Mechaniker*in. Seit August
2023 werden im Sanitätshaus Tingelhoff insgesamt 24 Auszubildende in allen drei Lehrjahren beschäftigt.
Geschäftsführer*innen Nils Tingelhoff, Pia Zahn und Kira Tingelhoff:
„Schon bei der Gründung des Unternehmens wurde der Ausbildung große Wichtigkeit zugeschrieben. Daran
hat sich bis heute nichts geändert. Uns ist es wichtig, Interessierten die Möglichkeit eines spannenden und
zukunftsorientierten Ausbildungsplatzes zu geben. Dabei möchten wir eine berufliche Orientierung bieten
und gemeinsam herausfinden, welcher Weg ins Berufsleben für sie der Richtige ist. Zudem ist es für uns eine
Chance weiter zu wachsen, indem wir Fachpersonal direkt selbst ausbilden und den Auszubildenden nach
Ende der Ausbildung Entwicklungsmöglichkeiten anbieten. So arbeiten bei uns einige Kolleginnen und Kollegen, die bei uns ihre Ausbildung gemacht haben und inzwischen als Führungskraft tätig sind oder
andere wichtige Positionen übernehmen. Wir als Arbeitgeber und Ausbilder möchten Menschen helfen,
nicht nur sich selbst zu entwickeln, sondern auch über sich hinaus zu wachsen. Die Gesundheitsbranche ist
eine wahnsinnig spannende Branche und wir haben vielseitige Aufgaben und Perspektiven zu bieten. Wir
suchen jedes Jahr Auszubildende und möchten auch in den nächsten Jahren weiter daran festhalten und
wachsen. Das Ausbildungssiegel bedeutet uns wirklich viel. Damit signalisieren wir Bewerber*innen und
auch unseren Mitarbeiter*innen, dass wir auf Qualität in der Ausbildung setzen und auch individuell auf die
Auszubildenden eingehen. Wir sehen das Siegel zudem als eine Auszeichnung für unsere Mitarbeiter*innen,
da diese in erster Linie den Auszubildenden mit ihrem Engagement und ihrem Wissen genau die Einblicke
gewähren, die für die Ausbildung wichtig sind. Es ist darüber hinaus eine Chance auf uns aufmerksam zu
machen und jungen Menschen zu zeigen, dass wir als mittelständisches Familienunternehmen in der
Gesundheitsbranche einen spannenden, vielseitigen Arbeitsplatz mit sinnstiftenden Aufgaben bieten.“
Bildzeile: HWK-Ausbildungssiegel für 32 Handwerksunternehmen aus dem Kammerbezirk.
Foto: Xian-Art / HWK Dortmund
Im Rahmen des 5. Ruhr Forums Handwerk haben die Handwerkskammern Dortmund, Düsseldorf und Münster sowie der Landesfachverband des Schornsteinfegerhandwerks NRW vergangene Woche die Charta zur Vereinbarkeit von Beruf & Pflege unterzeichnet. Matthias Heidmeier, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, überreichte die Urkunden persönlich.
„Angesichts des demografischen Wandels mit Arbeits- und Fachkräftemangel ist es von großer Bedeutung, dass sich Erwerbstätigkeit und Pflege von Angehörigen miteinander in Einklang bringen lassen“, so der Staatssekretär.
„Als Baustein der Fachkräfteoffensive NRW dient das Landesprogramm zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege der Fachkräftebindung, es stabilisiert die häusliche Pflege und entlastet erwerbstätige pflegende Angehörige. Es ist ein starkes Signal, dass sich hier die Handwerkskammern sowohl als Arbeitgeber für die eigenen Beschäftigten als auch als bedeutende regionale arbeitsmarktpolitische Akteure engagieren. So kann es gelingen, dass es auch in den Handwerksbetrieben, darunter viele kleinere Familienunternehmen, gute Lösungen für die Herausforderung gibt, Beruf und Pflege besser unter einen Hut zu bringen.“
Mit der Charta werden Unternehmen, Behörden und Organisationen in NRW ausgezeichnet, die am Landesprogramm Vereinbarkeit von Beruf & Pflege teilnehmen. Mit der Unterzeichnung erklären sie ihre Absicht, die Pflegefreundlichkeit ihres Unternehmens zu verbessern, indem sie zum Beispiel ihre Arbeitszeitmodelle individuell überprüfen oder betriebliche Pflege-Guides als Erst-Ansprechpersonen zur Pflegevereinbarkeit im Betrieb qualifizieren.
„In Nordrhein-Westfalen sind zurzeit 1,2 Millionen Menschen pflegebedürftig. Die meisten von ihnen werden zuhause von ihren Angehörigen versorgt. Diese sind in vielen Fällen berufstätig“, erklären die Kammer-Spitzen.
„Wir sehen uns als Arbeitgeber in der Verantwortung, einerseits der demografischen Entwicklung der Gesellschaft und andererseits vor allem den Bedürfnissen unserer Beschäftigten, die eine Pflegeverantwortung übernehmen, Rechnung zu tragen.“
Auch Schornsteinfegermeisterin Julia Bothur aus Bochum unterzeichnete die Charta: „Ich möchte aktiv an dem Programm ‚Vereinbarkeit Beruf & Pflege in Nordrhein-Westfalen‘ mitwirken. Gerade in der heutigen Zeit finde ich es wichtig, Beruf und Pflege unter einen ‚Hut‘ zu bekommen. Da wir als Schornsteinfeger eher kleine und familiäre Betriebe führen, ist es gerade in dieser Hinsicht enorm wichtig. Ich möchte durch mein Mitwirken andere Handwerkerinnen und Handwerker dazu auffordern, ebenfalls an dem Programm teilzunehmen und darauf aufmerksam machen.“
Bildzeile: v.l. Andreas Peeters (Landesinnungsmeister und Vorstandsvorsitzender des Landesfachverbands des Schornsteinfegerhandwerks NRW), Julia Bothur (Schornsteinfegermeisterin), Andreas Ehlert (Präsident HWK Düsseldorf), Hans Hund (Präsident HWK Münster), Matthias Heidmeier (Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen), Carsten Harder (Hauptgeschäftsführer HWK Dortmund), Berthold Schröder (Präsident der HWK Dortmund), Dr. Axel Fuhrmann (Hauptgeschäftsführer HWK Düsseldorf), Thomas Banasiewicz (Hauptgeschäftsführer HWK Münster)
Foto: Sarah Rauch
IT-Unternehmensgruppe rechnet für 2023 mit einem Belegschaftswachstum um 700 Mitarbeitende und einem neuen Rekord bei den Neueinstellungen.
Die IT-Unternehmensgruppe begrüßt den 4.000. Mitarbeitenden und steuert beim Belegschaftswachstum auf ein neues Rekordjahr zu: Bisher wuchs die Belegschaft im Jahr 2023 bereits um über 500 Mitarbeitende, weitere rund 200 werden bis Jahresende erwartet. Schon im vergangenen Jahr steigerte der IT-Dienstleister seine Beschäftigtenzahl um den Rekordwert von insgesamt 500 neuen Mitarbeitenden. Nach einer aktuellen Befragung der Medienmarke Capital und Statista zählt Materna zu den attraktivsten Arbeitgebern in Deutschland und ist herausragender lokaler Arbeitgeber in Dortmund.
„Ich bin sehr stolz, dass wir trotz des zunehmenden Wettbewerbs um Arbeitskräfte so viele Talente und Fachkräfte für uns begeistern können“, sagt Materna-CEO Martin Wibbe. „Wir investieren massiv in den Aufbau und die Weiterbildung von Mitarbeitenden und schaffen mit unserem Neubau auf dem Dortmunder Technologie- und Dienstleistungsstandort Phoenix West ein topmodernes Arbeitsumfeld für insgesamt 1.800 Beschäftigte. Unser sehr erfolgreicher Personalaufbau zeigt, dass sich die Maßnahmen auszahlen“, so Wibbe.
Hoher Mitarbeitendenzuwachs stützt die ehrgeizigen Umsatzziele des IT-Dienstleisters
Für den IT-Dienstleister ist schnelles und kontinuierliches Beschäftigtenwachstum eine wichtige Voraussetzung, um seine ambitionierten Umsatzziele zu erreichen. Die Strategie „Mission 2025“ des Unternehmens sieht bis 2025 einen Umsatz von 700 Millionen Euro vor, bei 5.000 Mitarbeitenden. „Mit voraussichtlich 4.200 Mitarbeitenden, die wir bis Jahresende haben werden, liegen wir hier voll auf Kurs“, sagt Wibbe.
Der bisher einstellungsstärkste Monat im laufenden Jahr war mit rund 100 Neuzugängen der August. Die Neueinstellungen verteilen sich jeweils zu etwa einem Drittel auf den Stammsitz in Dortmund, Standorte wie Heidelberg, München und Berlin sowie das Ausland. „Wir können sehr flexibel auf die Wünsche der Mitarbeitenden zum Arbeitsort eingehen. Das bietet uns einen wertvollen Wettbewerbsvorteil“, sagt Personalleiter Martin Brochhaus.
Abwechslungsreiches Arbeitsumfeld für Berufserfahrene und Absolvent:innen
Ein weiterer wichtiger Aspekt für Bewerber ist nach seiner Einschätzung ein abwechslungsreiches Arbeitsumfeld. „Auch hier können wir punkten“, sagt Brochhaus. „Berufserfahrene entscheiden sich für uns, weil sie bei uns in anspruchsvollen Projekten bei namhaften Kunden arbeiten können. Materna legt großen Wert auf technologisch und qualitativ hochwertige Ergebnisse – genau das ist vielen IT-Profis sehr wichtig“, so Brochhaus.
Absolvent:innen wiederum wird es bei Materna leicht gemacht, im Berufsleben Fuß zu fassen. Traineeprogramme erleichtern den Einstieg in die Praxis, vermitteln Kommunikations- und Teamfähigkeit und führen die neuen Kolleg:innen schnell an verantwortliches Arbeiten heran. Zudem ermöglicht Materna potenziellen neuen Beschäftigten schon früh den Einstieg in die IT-Branche. So können Studierende bereits neben dem Studium Einblicke in das Berufsleben gewinnen. „Das ist eine gute Möglichkeit, im Studium gutes Geld zu verdienen und einen guten Einstieg in den Beruf zu finden“, sagt Brochhaus.
Arbeitnehmer wählen Materna zum herausragenden lokalen Arbeitgeber
Verschiedene Arbeitgeber-Rankings bescheinigen Materna die hohe Attraktivität für Bewerber. Zuletzt wurde der IT-Dienstleister im September von der Medienmarke Capital zu einem der attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland und zum herausragenden lokalen Arbeitgeber in Dortmund ausgezeichnet. Welcher Arbeitgeber bietet die besten Karrierechancen? Dazu haben Statista und Capital 7.500 Arbeitnehmer befragt, die nicht nur ihren eigenen Arbeitgeber, sondern auch andere Unternehmen in ihrer Branche oder Stadt bewerten konnten. Zur Auswahl standen etwa 2.500 Arbeitgeber mit Standorten in einer der 20 Großstadtregionen Deutschlands und mit einer Belegschaftsgröße zwischen 250 und 5000 Mitarbeitenden. Heraus kam eine Bestenliste mit insgesamt 200 Auszeichnungen für herausragende lokale Arbeitgeber in 20 Städten.
Bildzeile: Lars Weiler ist der 4.000. Mitarbeiter der Materna Gruppe. Materna-CEO Martin Wibbe (links) und Personalleiter Martin Brochhaus (rechts) begrüßen den Software Developer im Unternehmen.
Foto: Materna Information & Communications SE
Feierstunde im Großen Saal
Wie informiert man Jugendliche praxisnah darüber, welche großen Chancen eine duale Berufsausbildung bieten kann und was für interessante Berufe es gibt? Am
besten, indem man die Azubis selbst in die Schulklassen schickt und dort aus ihrem spannenden und abwechslungsreichen Alltag berichten lässt. Rund 100 Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter aus 22 Unternehmen wurden für dieses Engagement jetzt
im Rahmen einer Feierstunde im Großen Saal der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund gewürdigt.
Auf das Grußwort von IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber folgte eine Gesprächsrunde mit Ausbildungsbotschaftern, Unternehmensvertretern und einem Lehrer,
in der sowohl eine Rückschau als auch ein Ausblick auf das Projekt erfolgte. Als besondere Überraschung begeisterte im Anschluss das internationale Ensemble des Piglet Circus die anwesenden Gäste mit einer Mischung aus Tiershow, Comedy und temperamentvoller
Live-Musik. Während der eigentlichen Würdigung übergab Maike Fritzsching, IHK-Geschäftsführerin Berufliche Bildung und Fachkräftesicherung, die Urkunden. Auch die Ausbildungsverantwortlichen aus den Unternehmen erhielten für die Bereitschaft, ihre Auszubildenden
für Schuleinsätze freizustellen, eine entsprechende Auszeichnung.
Mit Freude an der Sache, hoher Bereitschaft und viel Geduld haben die Auszubildenden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten
Projektes Ausbildungsbotschafter und Ausbildungsbotschafterinnen NRW – Unterwegs für „Kein Abschluss ohne Anschluss“ Schülerinnen und Schülern ihre Berufe nähergebracht und dabei persönliche Einblicke in ihr Ausbildungsleben gegeben. Zudem haben sie mit unermüdlichem
Einsatz das Duale Ausbildungssystem beworben und sich als Ansprechpartner auf Augenhöhe zur Verfügung gestellt.
Die Initiative „Ausbildungsbotschafter“ läuft im Bezirk der IHK zu Dortmund seit 2016 mit großem Erfolg. Ansprechpartner bei der IHK ist Tobias Rau, Tel. 0231
5417133, E-Mail: t.rau@dortmund.ihk.de.
Foto: Oliver Schaper für die IHK zu Dortmund
Jörg Busatta verabschiedet sich in den Ruhestand
Jörg Busatta, Privatkundenvorstand der Sparkasse Dortmund, verabschiedet sich am 1. Juli 2024 in den Ruhestand. Mehr als 20 Jahre gestaltete er dann gemeinsam mit seinen Kollegen im Vorstand maßgeblich die Zukunft des Kreditinstituts. „Jörg Busatta steht für Kontinuität und Verlässlichkeit“, so Thomas Westphal, Vorsitzender des Verwaltungsrates. „Wir danken ihm für sein Engagement und die geleistete Arbeit.“
Bereits seit Anfang des Jahres verantwortet Jörg Busatta den Privatkundenvertrieb gemeinsam mit Sebastian Junker. Nun bestellte der Verwaltungsrat Sebastian Junker zum Nachfolger von Jörg Busatta. „Sebastian Junker überzeugt uns mit seinem fachlichen Know-how und fortschrittlichen Ideen für das Privatkundengeschäft“, freut sich Thomas Westphal auf eine gute Zusammenarbeit.
Sebastian Junker begann seine Karriere als echtes Sparkassen-Eigengewächs 2002 mit einer Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Dortmund. Im Anschluss absolvierte er ein berufsbegleitendes Studium. Bereits 2013 wurde Sebastian Junker Leiter des Bereichs Eigenanlagen/Treasury. In dieser Funktion verantwortete er seit Anfang 2020 zusätzlich das Wertpapiergeschäft der Sparkasse Dortmund. Seit Anfang des Jahres ist der gebürtige Dortmunder stellvertretendes Mitglied des Vorstands.
Bildzeile: Sebastian Junker ist neuer Privatkundenvorstand bei der Sparkasse Dortmund.
Foto: Sparkasse Dortmund
Klaus Bathen geht, Christoph Rzisnik kommt
Der bisherige Geschäftsführer der Kath. St. Paulus Gesellschaft und der SJG St. Paulus GmbH, Klaus Bathen, geht am 1. Oktober 2023 in seinen wohlverdienten Ruhestand. Fast neun Jahre lenkte er die Ausrichtung der Krankenhäuser, Jugendhilfe und Altenpflege. Unter seiner Führung entstand gemeinsam mit drei weiteren Geschäftsführern 2021 der Zusammenschluss von vier Krankenhausgesellschaften zum Verbund Kath. St. Paulus Gesellschaft. Bathen ist seit über 35 Jahren ein Streiter für die gesellschaftspolitischen Belange der Krankenhäuser. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Herr Prof. Dr. jur. Martin Rehborn und Herr Propst Andreas Coersmeier dankten ihm im Rahmen einer Feierstunde für sein außergewöhnliches Engagement.
Nach seinem Studium der Betriebswirtschaft stieg Bathen 1988 als Personalleiter in der St.-Lukas-Klinik GmbH in Solingen ein, 1991 bis 1994 war er im St.-Johannes-Stift in Duisburg-Homberg beschäftigt, wo er 1993 zum stellvertretenden Verwaltungsdirektor ernannt wurde. 1994 wechselte er als Geschäftsführer in den Hospitalverbund Unna. Neben der politischen, wirtschaftlichen und medizinischen Weiterentwicklung der Krankenhäuser richtete er stets den Fokus auf den gesellschaftlichen Auftrag der katholischen Krankenhäuser: Kranke und Bedürftige zu versorgen und denjenigen Menschen Hilfe zu gewähren, die sie benötigen, unabhängig ihres sozialen oder gesellschaftlichen Status. Aus dieser Überzeugung heraus entstanden viele Projekte rund um die Krankenversorgung und darüber hinaus, die nicht nur Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen unterstützen. Auch für die Mitarbeitenden etablierte er Leistungen, die u.a. Fragestellungen im Spannungsfeld von Familie und Beruf unterstützen. Außerdem engagierte er sich u.a. in der Unterstützung von wohnungslosen Menschen in Dortmund zunächst im Projekt Wärmebus und später durch die Gründung des Vereins Wohl-Tun. Insgesamt war er in Dortmund neun Jahre für drei Krankenhäuser, die Tochtergesellschaft in Hamm, die Jugendhilfe- und Altenpflegeeinrichtungen engagiert tätig und überführte diese Einrichtungen in den Paulus Verbund.
Kath. St. Paulus Gesellschaft
„Einen Verbund zu gründen ist ein langer und bewegender Prozess, vor allem für die Mitarbeitenden“, kommentiert Bathen die Entscheidung, aber „mit Blick auf den Krankenhausrahmenplan, steigende Kosten, Fachkräftemangel und immer enger werdende wirtschaftliche Rahmenbedingungen ein wichtiger und richtiger Schritt, um nicht nur Arbeitsplätze attraktiv zu gestalten, sondern für unsere Patientinnen und Patienten die Versorgung qualitativ hochwertig zu erhalten. Dafür steht die Paulus Gesellschaft.“ Die Einrichtungen verteilen sich von Castrop-Rauxel über Dortmund, Schwerte, Lünen und Werne. „Wenn ich jetzt in den Ruhestand gehe, habe ich gemeinsam mit meinen Geschäftsführerkollegen den Acker für eine zukunftsorientierte Krankenversorgung vorbereitet, die nun kompetente Kolleginnen und Kollegen mit Leben füllen werden. Ich bin dankbar, diesen Fusionsprozess mit in Gang gebracht und auf solide Füße gestellt zu haben. Nun geht es mit großen Schritten in die Zukunft.“ Die Frage, welche Herausforderungen in seinem neuen Lebensabschnitt kommen werden, ist schnell beantwortet: „Mir wird nicht langweilig, denn ich engagiere mich weiterhin für ganz unterschiedliche soziale und gesellschaftliche Einrichtungen, lokal und international, da steckt einfach mein Herzblut drin.
Staffelstab geht an Christoph Rzisnik
Den Staffelstab übergibt Bathen an Christoph Rzisnik, der bereits 2020 als Kaufmännischer Direktor nach Dortmund kam. Nach einem betriebswirtschaftlichen Studium und einem Traineeprogramm beim BBDK startete Rzisnik seine Karriere in der St. Marien-Krankenhaus gem. GmbH Siegen. Dort war er zuletzt als Geschäftsführer tätig. Sein Einstieg in Dortmund erlaubte keine lange Eingewöhnungszeit: mit der Vollevakuierung des JoHos im Januar 2020 im Rahmen der großen Bombenentschärfung der Innenstadt und anschließender Coronapandemie stieg Rzisnik direkt in die Organisationsstrukturen der Einrichtungen ein. In den Prozess der Verbundstrategie war Rzisnik ebenfalls von Beginn an involviert. „In meiner Funktion als Kaufmännischer Direktor gewann ich schnell Einblicke in alle Einrichtungen. Die Qualität unserer Behandlungen ist hoch, hat zum Teil universitäres Niveau, so dass es nicht schwer fällt, diese im Sinne der Patientinnen und Patienten auch im neuen Krankenhausrahmenplan weiter zu entwickeln. Die politischen Rahmenbedingungen stellen uns derzeit vor große Herausforderungen. Ohne die finanzielle Unterstützung von Land und Bund werden es selbst die bis dato finanziell solide aufgestellten Krankenhäuser schwer haben. Für dieses Szenario müssen wir gute Konzepte entwickeln.“ Den Paulus Verbund sieht Rzisnik ebenfalls als schlagkräftige Gemeinschaft, um die medizinische Versorgung zukunftsorientiert zu sichern und im Wettbewerb um Fachpersonal attraktive Arbeitsplätze zu halten.
Bildzeile: Propst Andreas Coersmeier (li.), Christoph Rzisnik (2.v.re.) und Prof. Martin Rehborn(re.) verabschiedeten Klaus Bathen im Rahmen einer Feierstunde in der Eventkirche Dortmund-Eving und bedankten sich für sein außergewöhnliches Engagement.
Foto: GPM
Die Hülpert Mobility Holding hat ihre Geschäftsführung in diesem Jahr neu aufgestellt. Mit Grit Müller-Vorpahl und Ivko Todorovic hat sich das Autohaus Hülpert renommierte und erfahrene Führungspersönlichkeiten in die eigenen Reihen geholt. Beide konnten in den vergangenen sechs Monaten mit ihrer Expertise bereits spürbar ihren Einfluss geltend machen.
Kundenversprechen beginnt beim Personal
„Die Hülpert Unternehmensgruppe ist als renommierter Händler weit über die Grenzen des Ruhrgebiets bekannt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass unsere Kundinnen und Kunden von uns ein Leistungsversprechen erhalten, das sie im Einklang mit exzellentem Service und vollster Zufriedenheit sehen. Dieses Leistungsversprechen beginnt beim Personal. In der Geschäftsführung der Mobility Holding haben wir mit Grit Müller-Vorpahl und Ivko Todorovic eine hervorragende Doppelspitze installiert, die uns in den kommenden Jahren mit ihrer Erfahrung und Kompetenz vorneweg marschieren lässt“, sagt Thomas Spiegelhalter, CEO der Hülpert Unternehmensgruppe.
Doppelspitze mit Vision für die Zukunft
Das Duo unterscheidet sich in den Zuständigkeitsbereichen, ist aber in der klaren Vorstellung, wie Hülpert in den kommenden Jahren aufgestellt sein soll, geeint. Grit Müller-Vorpahl, die sich mit den Themen Kundenservice und Ausbildung beschäftigt, gibt einen Ausblick auf die nähere Zukunft:
„Auch die Hülpert Unternehmensgruppe steht vor den Herausforderungen des Fachkräftemangels. Wir schaffen attraktive Arbeitsumgebungen und -angebote. So bieten wir unserem Nachwuchs bei entsprechender Entwicklung bereits im zweiten Lehrjahr Verträge an, um sie langfristig an uns zu binden und ihnen Planungssicherheit zu ermöglichen. Zur besseren Integration bieten wir zudem Deutschkurse an, um Sprachbarrieren zu überwinden und unser Personal bestmöglich einbinden zu können. Im Bereich der Hochvolttechnik schaffen wir im Sinne unserer Kundinnen und Kunden Aus- und Weiterbildungsangebote für bestehende und künftige Mitarbeitende, um auch im Feld der Elektromobilität ein verlässlicher Partner zu bleiben.“
Zudem forciert Müller-Vorpahl den Ausbau der digitalen Kundenbetreuung, zu dem auch der Einsatz der CROSS-Cam zählt. Innerbetrieblich wird der digitale Werkstattplaner ab 2024 dabei helfen, Prozesse zu vereinfachen und den hohen Servicestandard noch weiter auszubauen.
„Synergien zu bündeln und Niederlassungen stärker zu zentralisieren sind die Kernaufgaben, denen wir uns verschrieben haben“, ergänzt Ivko Todorovic. „Dies beginnt bei einer optimaleren, standortübergreifenden Terminvergabe und führt über eine Zentralisierung des Einkaufs. Je besser unsere innerbetrieblichen Prozesse optimiert werden, desto mehr profitieren unsere Kundinnen und Kunden davon. Dazu gehört auch, dass wir uns in Zukunft mehr mit dem Agenturgeschäft beschäftigen, was schlussendlich für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit bei der Preisgestaltung sorgt.“
Über Grit Müller-Vorpahl
In der Vergangenheit Vertriebsleitung Service sowie Prokuristin bei Volkswagen Automobile Rhein-Neckar GmbH. Zuletzt Geschäftsführerin bei der Graf Hardenberg-Gruppe in der Ortenau. Sie ist seit 30 Jahren im Automobilbereich tätig und davon 26 Jahre in verschiedenen Führungspositionen.
Über Ivko Todorovic
Vor seinem Engagement als Geschäftsführer der Hülpert Mobility Holding GmbH & Co. KG war Todorovic Geschäftsführer der Graf Hardenberg-Gruppe in Karlsruhe. Er ist seit über 23 Jahren im Automobilbereich tätig und davon mehr als 16 Jahre in verschiedenen Führungspositionen.
Aktuell beschäftigt Hülpert rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an dreizehn Betriebsstätten in Dortmund, Unna, Soest, Bergkamen und Recklinghausen. Mit jährlich rund 17.000 verkauften Fahrzeugen und einem Jahresumsatz von rund 500 Millionen Euro ist die Hülpert Unternehmensgruppe nicht nur der größte Automobilanbieter für Volkswagen PKW und Nutzfahrzeuge, Audi, Porsche, ŠKODA, SEAT und CUPRA im östlichen Ruhrgebiet, sondern zählt auch zu den Top 30 Automobil-Handelsunternehmen in Deutschland.
Bildzeile: Die neue Doppelspitze der Hülpert Mobility Holding – Grit Müller-Vorpahl und Ivko Todorovic.
Foto: Hülpert
Mit voller Energie in eine noch nachhaltigere Zukunft!
In keiner anderen Stadt Deutschlands ist die Liebe zum Fußball so stark verwurzelt wie in Dortmund. Was einst am Borsigplatz entstand, ist zum Herzschlag einer ganzen Region geworden. Der Fußball wird hier mit all seinen Höhen und Tiefen gelebt – die Konstante dabei: Liebe zum Spiel, zur Stadt und zu den Menschen vor Ort. Wenn die Mannschaft von Borussia Dortmund im SIGNAL IDUNA PARK voller Energie ist, spielen sie nicht nur für sich, sondern für eine ganze Region. Denn der BVB ist mit Dortmund und den Menschen in der Stadt und der Region eng verbunden – genau wie die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21), die seit nunmehr fast drei Jahrzehnten der verlässliche und nachhaltige Energie- und Wasserversorger ist.
2020 haben mit Borussia Dortmund und DEW21 zwei echte Dortmunder Originale zusammengefunden und sind im Rahmen der Premium Partnerschaft eine energiegeladene und starke Verbindung eingegangen. Was als Premium Partnerschaft begann, ist nun zu einer echten Champion Partnerschaft erwachsen. Aus dem Grund haben Borussia Dortmund und DEW21 in vertrauensvollen Gesprächen ihre Partnerschaft vorzeitig verlängert und strategisch gestärkt: DEW21 und Borussia Dortmund ziehen fortan bis 2030 an einem Strang – als offizielle Champion Partner!
Dabei steht alles rund um eine nachhaltige Energieversorgung deutlich im Fokus der zukünftig noch intensiveren Zusammenarbeit. Im Rahmen einer Energie-Partnerschaft werden DEW21 und Borussia Dortmund in Zukunft nicht nur mit den beiden BVB-Tarifen „BVB VOLLSTROM“ und „BVB VOLLGAS“ für klimafreundliche Energie für die Fans sorgen, sondern auch die Dekarbonisierung in unserer Stadt konsequent vorantreiben. Eines der gemeinsamen Ziele der Energie-Partnerschaft wird die Dekarbonisierung des SIGNAL IDUNA PARKS sein. Damit soll das wohl schönste Stadion der Welt noch nachhaltiger werden.
„Dortmund wird durch einen ganz besonderen Lokalpatriotismus geprägt und wir sind stolz darauf, ein Teil davon zu sein. Wir freuen uns auf die vor uns liegende, noch engere Zusammenarbeit mit dem BVB und die Möglichkeiten, uns mit einem so starken Partner ganzheitlich für unsere Stadt und ihre Bürger*innen zu engagieren“, sagt Dr. Gerhard Holtmeier, Vorsitzender der DEW21-Geschäftsführung. „Besonders soziale Initiativen und nachhaltige Projekte sind eine echte Herzensangelegenheit – für beide Partner. Mit der vorzeitigen Verlängerung sowie Erweiterung der Partnerschaft haben wir die Planungssicherheit geschaffen, um gemeinsame Projekte noch intensiver und langfristig angehen zu können.“
Auch Carsten Cramer, Geschäftsführer der Borussia Dortmund GmbH, freut sich über die weitere Zusammenarbeit: „Mit DEW21 haben wir einen sehr heimatverbundenen Partner an unserer Seite, der mit der besonderen Identität und Mentalität Dortmunds vertraut ist und das Leben in unserer Stadt aktiv mitgestaltet. Es ist für beide Seiten nur konsequent, den bereits eingeschlagenen, gemeinsamen Weg fortzusetzen und die Partnerschaft zu erweitern, sodass wir uns zukünftig noch stärker für die Interessen unserer Stadt – insbesondere mit Blick auf Nachhaltigkeitsgesichtspunkte – engagieren können.“
Seit jeher stehen DEW21 und BVB für gemeinsame Werte – und gehen in vielerlei Hinsicht mit gutem Beispiel voran. So unterschrieben die Schwarzgelben einst den UN Global Compact (UNGC), nach dem der Club sich verpflichtet, sich für die Menschenrechte, Arbeitsformen, den Umweltschutz sowie der Korruptionsbekämpfung zu engagieren. Dieses Bestreben geht Hand in Hand mit jenen – an die Sustainable Development Goals der UN angelehnten – Nachhaltigkeitszielen, denen sich die DEW21 verschrieben hat.
Bildzeile: v.l. Dr. Gerhard Holtmeier, Vorsitzender der DEW21-Geschäftsführung, und Carsten Cramer, Geschäftsführer der Borussia Dortmund GmbH.
Foto: Borussia Dortmund
Prüfung und Sanierung von Kanalisation und Kanalisationstechnik
Einer neuen Sachverständigen hat Heinz-Herbert Dustmann, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, am 23. Oktober ihre Bestellungsurkunde überreicht. Über die öffentliche Bestellung und Vereidigung von Diana Mette aus Dortmund für „Prüfung und Sanierung von Kanalisationen und Kanalisationstechnik“ freuen sich ebenfalls IHK-Geschäftsführer Michael Adel und Referatsleiter Jost Leuchtenberg.
Damit sind jetzt 101 Sachverständige für rund 50 Sachgebiete von der IHK zu Dortmund öffentlich bestellt und vereidigt. Sie stehen beispielsweise Gerichten und privaten Auftraggebern als Gutachter zur Klärung von Fragen zu technischen und wirtschaftlichen Sachverhalten zur Verfügung.
Bildzeile: Urkundenübergabe an die neue Sachverständige: v.l. IHK-Geschäftsführer Michael Adel, IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann, Sachverständige Diana Mette und IHK-Referatsleiter Jost Leuchtenberg.
Foto: Stephan Schuetze für die IHK zu Dortmund
ÖKOPROFIT® steht für „Ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik“ und ist ein Kooperationsprojekt zwischen den Akteuren einer Kommune und der örtlichen Wirtschaft. Zehn Betriebe wurden nun mit als „ÖKOPROFIT®-Betrieb“ ausgezeichnet.
Zehn Unternehmen haben im Rahmen des Projekts ÖKOPROFIT® 2022/2023 maßgeschneiderte Klimaschutzmaßnahmen entwickelt. Am Donnerstag, 19. Oktober, überreichte Friedrich Corzilius, stellvertretender Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, den teilnehmenden Betrieben die Zertifikate der Stadt Dortmund zum „ÖKOPROFIT®-Betrieb“. Im betrieblichen Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement hat sich ÖKOPROFIT seit 20 Jahren als strategischer Erfolgsfaktor bewährt.
690 Tonnen Kohlendioxid eingespart
Die Gesamtbilanz in Dortmund kann sich sehen lassen: 5 Tonnen weniger Entsorgung, Energieeinsparung von rund 660.000 Kilowattstunden und die Einsparung von 690 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.
Das nunmehr abgeschlossene Projekt ist bereits das dreizehnte ÖKOPROFIT®-Projekt in Dortmund. Dieses Mal beteiligten sich 10 Betriebe unterschiedlicher Größe und aus verschiedenen Branchen.
Die am 19. Oktober 2023 ausgezeichneten ÖKOPROFIT®-Betriebe:
– DFB Stiftung Deutsches Fußballmuseum gGmbH
– Dortmunder Tafel e.V.
– Fischer Teamplan GmbH
– Hotel Esplanade
– Konzerthaus Dortmund GmbH
– Kühne GmbH
– Mütterzentrum Dortmund e.V.
– MVZ Dr. Eberhard & Partner Dortmund GbR (ÜBAG)
– Pädagogisch Soziales Zentrum (PSZD) e.V.
– Virtuelles Krankenhaus NRW gGmbH in Hagen
Ein Jahr lang wurden die Unternehmen, von externen Berater*innen auf dem Weg zu mehr Umweltschutz und Kosteneinsparungen begleitet.
„Aktuelle Ereignisse wie der Klimawandel, die Energiewende oder der Fachkräftemangel fordern Unternehmen heute stärker denn je auf, nachhaltig zu wirtschaften“, sagte Friedrich Corzilius anlässlich der Verleihung.
75 Einzelmaßnahmen haben die teilnehmenden Unternehmen angestoßen. Von diesen sind 37 Maßnahmen dem Energiebereich zuzuordnen. Die Umsetzung führt zur Verbesserung der Energieeffizienz und damit auch zur Reduzierung von CO2 Emissionen.
Aktuelles Thema in den Unternehmen ist auch die Gestaltung der betrieblichen Mobilität. Dabei reichen die 17 festgelegten Maßnahmen von der Beschaffung von batterieelektrischen Fahrzeugen über den Aufbau der Ladeinfrastruktur und die Durchführung von Kundenbefragungen zur Mobilität bis zur Einführung von Jobradangeboten.
23 Maßnahmen sorgen für die Verringerung des Wertstoffeinsatzes, die Reduzierung anfallender Abfälle und die Nutzung von Mehrwegprodukten.
Die Summe dieser – scheinbar kleinen – Veränderungen hat einen großen Effekt: Mit der Reduktion von Müll, Wasserverschwendung und Energieverbrauch konnten auch 690 t klimaschädigendes Kohlendioxid eingespart werden.
Zudem profitieren die Firmen von einer Imagesteigerung gegenüber ihren Kunden, den Nachbarn und weiteren interessierten Gruppen.
Foto: Stadt Dortmund
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Unternehmensverbandes Östliches Ruhrgebiet e. V. am 25.10.2023 begrüßten die Unternehmer neben ca. 100 weiteren geladenen Gästen den Fernsehjournalisten und Leiter des ZDF-Studios Washington Elmar Theveßen zum traditionellen Herbstvortrag.
Unter dem Titel „Kampf der Supermächte – Amerika und China auf Konfrontationskurs“ analysierte Theveßen die aktuelle Lage im Wettstreit der Weltmächte. Mit einem sehr fundierten Vortrag begeisterte der Experte die Teilnehmenden und sorgte gleichzeitig für nachdenkliche Mienen. Anders als beim Ukraine-Krieg würden die USA bei einem Angriff auf Taiwan militärisch direkt eingreifen, so die Besorgnis erregende Einschätzung von Elmar Theveßen.
Zweimal im Jahr veranstalten die Unternehmensverbände das Netzwerktreffen mit Fachvorträgen prominenter Redner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Unternehmer, Geschäftsführende, und leitende Angestellte der Mitgliedsunternehmen gehören zu den Teilnehmern. Der nächste Vortrag ist für April 2024 geplant.
Bildzeile: v.l. Arndt Dung (Vorstandsvorsitzender Unternehmensverband Östliches Ruhrgebiet e. V.), Elmar Theveßen (Redner, ZDF-Fernsehjournalist), Ernst-Peter Brasse (Geschäftsführer Unternehmensverband Östliches Ruhrgebiet e. V.)
Foto: Foto: Unternehmensverband Östliches Ruhrgebiet e. V.
NRW-Handwerk ehrt die besten Nachwuchshandwerker*innen in Iserlohn
Die Landessieger*innen des Wettbewerbs „Deutsche Meisterschaft im Handwerk
– German Craft Skills“ (DMIH) stehen fest. Insgesamt sieben junge Frauen und Männer, die ihre
Ausbildung im Bezirk der Handwerkskammer Dortmund absolviert haben, zählen zu den ersten
Landessieger*innen. Sie kommen aus Bochum, Essen, Waltrop, Werl, Wetter (Ruhr) und
Wuppertal.
In Anwesenheit von Matthias Heidmeier, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit
und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Berthold Schröder, Präsident des Westdeutschen
Handwerkskammertages und der Handwerkskammer Dortmund, Jochen Renfordt, Präsident der
Handwerkskammer Südwestfalen, Michael Neuhaus, Arbeitnehmervizepräsident der
Handwerkskammer Südwestfalen, wurden die Landessieger*innen Ende Oktober in Iserlohn für
ihre tolle Leistung geehrt.
Um am Wettbewerb teilnehmen zu können, muss die Abschlussprüfung mindestens mit der Note
„gut“ bestanden werden, sofern nicht praktische und theoretische Prüfungsbereiche getrennt
ausgewiesen werden. In diesem Fall muss das Ergebnis mindestens „gut” im praktischen und
„befriedigend” im theoretischen Prüfungsbereich sein. Außerdem darf die Gesellin/der Geselle das
28. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
In 81 Wettbewerbsberufen sind in den vergangenen Wochen zunächst bei allen sieben
Handwerkskammern in NRW und im Anschluss auf Landesebene die Besten ihres Faches ermittelt
worden. Die Jury bewertete je nach Beruf entweder die Arbeitsprobe oder das Gesellenstück.
Mit dem ersten Sieg auf Landesebene haben sich nun sieben Gewinner*innen aus dem
Kammerbezirk Dortmund für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Ob sie sogar einen Sieg auf
Bundesebene nach Hause bringen, entscheidet sich in den kommenden Wochen.
Bildzeile: v.l. Kerstin Feix, Vizepräsidentin der Handwerkskammer Dortmund, Evelin Regehr, Hörakustikerin, Robin Mauß, Schornsteinfeger, Maximilian Buerger, Stuckateur, Sverre Hasche, Technischer Modellbauer, Fachrichtung Gießerei, Lukas Stute, Verfahrenstechnologe in der Mühlen und Getreidewirtschaft, Fachrichtung Müllerei, Matthias Heidmeier, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und Berthold Schröder, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages und der Handwerkskammer Dortmund.
Foto: WHKT / RG
Mit einem klaren Fokus auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit treibt das Wohnungsunternehmen DOGEWO21 die umfassende Modernisierung des Hochhauses Langeloh 4 in Löttringhausen weiter voran. Gestartet im Frühjahr 2022, soll das ambitionierte Projekt bis Mitte 2024 abgeschlossen sein und den Mieterinnen und Mietern nicht nur eine zeitgemäße Wohnqualität, sondern auch eine ressourcenschonende Energieversorgung bieten.
Im ersten Schritt wurden im gesamten Haus innerhalb weniger Monate 699 neue Heizkörper verbaut. Neben Ventilen und Hydraulik sind außerdem alle Heizungsleitungen vom Keller über die Flure bis in die Wohnungen ausgetauscht worden – auf einer Gesamtlänge von rund acht Kilometern. „Allein durch diese Umstellung sparen wir rd. 10 % an Energie ein“, erklärt DOGEWO21-Heizungsexperte Andreas Wachter.
Inzwischen sind am Hochhaus Langeloh acht Luftwärmepumpen für die neue Heizanlage aufgestellt worden. Im Außenbereich macht sich die künftige Versorgung durch deren Außeneinheiten bemerkbar: Jede Einheit hat die beachtliche Größe von 2,2 Meter Breite und knapp 2 Metern Tiefe, dabei ist sie rund 1,30 Meter hoch. Die Heißwasserversorgung für die Mieter der 129 Wohnungen wird über zwei zusätzliche Hochleistungswärmepumpen sichergestellt. Für den Betrieb lässt DOGEWO21 durch DONETZ eine 10 KV-Station errichten, um die erforderliche Stromleistung für die Luftwärmepumpen sicherzustellen. Der Anschluss der Luftwärmepumpen und die Abschaltung der Gaszentrale ist nach Beendigung der Heizperiode und Fertigstellung der neuen Station im Frühjahr 2024 geplant. Trotz dieser umfangreichen Maßnahmen wird es im Rahmen der energetischen Modernisierung keine Mieterhöhung geben.
Aufgrund von Beschaffungs- und Materialkostensteigerungen sowie durch die Erweiterung des Leistungsumfangs belaufen sich die Investitionskosten aktuell auf insgesamt 3,1 Mio €.
Die energetische Modernisierung des Hochhauses Langeloh 4 ist für DOGEWO21 ein wichtiger Schritt zur klimagerechten Wärmeversorgung. Durch den Einbau der Luftwärmepumpen wird der Energieverbrauch um etwa zwei Drittel reduziert, und der CO2-Ausstoß des Gebäudes wird um mindestens 47 Tonnen pro Jahr verringert. Bereits 2003 wurde eine Fassadendämmung am Haus angebracht, und seit 2004 verfügt es über eine Photovoltaik-Anlage.
Bildzeile: Nächster Schritt auf dem Weg zur ressourcenschonenden Energieversorgung für die 129 Wohnungen des Hochhauses Langeloh 4.
Foto: Oliver Schaper für DOGEWO21
Zum 85. Geburtstag des Architekten Prof. Eckhard Gerber hat Ende Oktober im Baukunstarchiv NRW eine Feierlichkeit stattgefunden. Der national und international tätige Architekt wurde am 13. Oktober 1938 im thüringischen Oberhain geboren. Von dort gelangte er nach seiner Studienzeit in Braunschweig und einem ersten Büro in Meschede nach Dortmund, wo sich seit 1979 der Hauptsitz von Gerber Architekten befindet. Über 300 Projekte hat Gerber mit seinem Team seither realisiert. Dabei zeichnet ihn als Architekt ein konzeptionell ganzheitliches Denken aus, ist Gerber doch nicht nur Architekt, sondern zugleich auch Landschaftsarchitekt. Dies spiegeln auch die aktuell in Bau befindlichen Projekte aus dem Hause Gerber Architekten wider: die neue Konzernzentrale des IT-Dienstleisters Materna auf Phoenix-West in Dortmund, der Neubau der Geowissenschaften an der LMU München, der neue Allianz-Park in Stuttgart-Vaihingen, ein umfassender, landschaftlich eingebundener Gesundheitskomplex in der chinesischen Metropole Shenzhen sowie der neue innerstädtische Park, einer der größten weltweit, in der saudischen Hauptstadt Riad.
In seinen über 50 Berufsjahren hat Gerber sein Unternehmen nicht nur internationalisiert, sondern war auch lange Jahre in der Lehre tätig: als Professor an den Universitäten in Essen und Wuppertal sowie mit zwei Gastprofessuren in China. Daneben war er Mitglied in den Gestaltungsbeiräten der Städte Moers und Bielefeld und aktiv für die Baukultur tätig, auch als Juryvorsitzender bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Für dieses besondere Engagement wurde ihm 2021 von Ina Scharrenbach der Landesverdienstorden von Nordrhein-Westfalen überreicht. Anlässlich seines 85. Geburtstags erhielt er für seinen besonderen Einsatz für den Erhalt und die Umnutzung des ehemaligen Museums am Ostwall in Dortmund die Ehrenmitgliedschaft des Fördervereins des Baukunstarchivs Nordrhein-Westfalen.
Da ihm das Thema Landschaft ein besonderes Anliegen ist, zeigt Gerber Architekten auf der diesjährigen Architektur Biennale in Venedig die Ausstellung „In Context – Architecture and Landcape“. Der Architektur eine Bühne zu geben, den öffentlichen Diskurs zu fördern und Sensibilität im Umgang mit Architektur sowohl von der Planer- als auch für die Nutzerseite gehören zu den Grundlagen des Architekten Eckhard Gerber. Zu seinem 85. Geburtstag gratulierten viele Weggefährten. Susanne Wartzeck, die Präsidentin des BDA, würdigte insbesondere das verantwortungsvolle Planen und Handeln Gerbers angesichts der gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen der zeitgenössischen Architektur – während der AKNW-Präsident Ernst Uhing die Weitsichtigkeit Gerbers und sein Gespür für die besonderes Bedeutung von Orten und deren Geschichte hervorhob.
Bildzeile: Vorsitzender des Förderverein BKA NRW Prof. Dr. Franz Pesch, BDA-Präsidentin Susanne Wartzeck, AKNW-Präsident Ernst Uhing, Prof. Eckhard Gerber, GF Autobahn GmbH des Bundes Gunther Adler, Wissenschaftlicher Leiter BKA NRW Prof. Wolfgang Sonne.
Foto: Hans Jürgen Landes für die Gerber Architekten GmbH
Premiere für neue gemeinsame Veranstaltungsreihe der Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen und der FernUniversität in Hagen / Wissenschaft, Handwerk, Wirtschaft und Verwaltung diskutierten Auswirkungen des neuen Gebäudeenergiegesetzes auf Energiemarkt und Verbraucher / Große Resonanz mit mehr als 150 Besuchern
Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG), das am 1. Januar 2024 in Kraft tritt, stand am 2. November im Mittelpunkt der neuen Veranstaltungsreihe „Wissenschaft und Handwerk informieren“, die erstmals gemeinsam von der FernUniversität in Hagen und der Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen durchgeführt wurde. Die Direktorin der FernUniversität Prof. Dr. Ada Pellert und der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Sebastian Baranowski konnten mehr als 150 Gäste in den Räumlichkeiten der FernUniversität begrüßen, darunter vor allem Hauseigentümer, die Fragen zur Umsetzung des GEG beantwortet haben wollten.
Hochkarätig besetztes Podium
Im Mittelpunkt der dreistündigen Veranstaltung stand eine Podiumsdiskussion, bei der, moderiert von Felix Tusche (Radio Hagen), sowohl Vertreter der Wissenschaft als auch des Handwerks, des Energieversorgungsunternehmens Enervie sowie des Umweltamts Hagen zu Wort kamen. Von Seiten der Kreishandwerkerschaft waren die beiden Kreishandwerksmeister Christian Sprenger und Bernd Marquardt im Podium vertreten sowie die Obermeisterin der Dachdecker-Innung Hagen Stefanie Bock. Als Vertreter der Wissenschaft hatten die Veranstalter Prof. Dr. Bernhard Kreße von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der FernUniversität in Hagen sowie Dr. Daniel Gerbaulet von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft gewinnen können. Erik Höhne, Vorstandssprecher der Enervie Gruppe und Thomas Köhler, Leiter des Umweltamtes Hagen machten die Runde komplett.
Viele Fragen aus der Umsetzungspraxis
Zentrales Thema der Diskussion waren die Auswirkungen des Gesetzes sowohl auf Gebäude als auch auf den Energiemarkt. Auf besonderes Interesse der Hauseigentümer stießen Fragen danach, welche neuen Anforderungen an bestehende Gebäude gestellt werden und welche Anpassungen oder Renovierungen erforderlich sind. Gleichzeitig ging es darum, Fragen nach der kommunalen Wärmeplanung zu klären und welche neuen Anforderungen sich daraus für Heizungsanlagen ergeben. In diesem Zusammenhang wurden auch Unterstützungen und staatlichen Förderprogramme für Eigentümerinnen und Eigentümern thematisiert sowie Auswirkungen auf Mieterinnen und Mieter bei geplanten Modernisierungen. Vertreter aller Seiten rieten den Zuhörerinnen und Zuhörern in der anschließenden Fragerunde dazu, nicht voreilig zu handeln, sondern die Entwicklungen zunächst abzuwarten, zumal kommunale Planungen noch nicht abgeschlossen seien und Bestands- und Übergangsregelungen existierten. Gleichzeitig riet das Handwerk dazu, Planungen individuell und ganzheitlich ausgerichtet an den Zuständen der Immobilien und Bedürfnissen der Bewohner vorzunehmen, um Maßnahmen passgenau und kosteneffizient durchzuführen. Beratungen, insbesondere durch Fachbetriebe des Handwerks, seien dazu notwendig. Das Handwerk der Region stehe dazu gern zur Verfügung.
Zum Netzwerken eingeladen
Im zweiten Teil der Veranstaltung hatten alle Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, an eigens aufgebauten Informationsständen mit den Vertretern von Energieversorgern, Wissenschaft, Innungen, Start-ups und Wohnungsgesellschaften ins Gespräch zu kommen. Hier, wie bei einem Imbiss im Nachgang der Veranstaltung bestand Gelegenheit, sich gegenseitig auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen und die FernUniversität plädierten nach der Veranstaltung dafür, das Format der Gesprächsreihe fortzusetzen.
Bildzeile: Zahlreiche interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer waren der gemeinsamen Einladung von Kreishandwerkerschaft und FernUniversität gefolgt.
Foto: Stefan Mueller für die Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen
Gigabit-Internet für Dortmund: Der auf Firmenkunden spezialisierte Glasfaser-Anbieter 1&1 Versatel investiert in den Ausbau seines Glasfasernetzes und ermöglicht über 900 Dortmunder Unternehmen den Zugang zu echtem Highspeed-Internet. Das Besondere an der Initiative: 1&1 Versatel gibt ein Ausbauversprechen für 15 Gewerbegebiete.
Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Dortmund stellt das Unternehmen am 6. und 7. November im Gewerbegebiet Oberdorstfeld seine Ausbaupläne vor. „Wir begrüßen, dass 1&1 Versatel umfangreich in den Glasfaserausbau in Dortmund investiert. Für die ansässigen Unternehmen und die Standort-Attraktivität unserer Stadt ist das ein wichtiges Signal. Zusammen treiben wir den Zugang zu schnellem Internet mit Hochdruck voran“, sagt Heike Marzen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Dortmund.
Schnelles Internet als Standortfaktor
Bei der Investitionsentscheidung von Unternehmen spielt neben der Verkehrsanbindung und der überregionalen Bedeutung des Standortes verstärkt die Verfügbarkeit einer modernen Telekommunikationsinfrastruktur mit großer Bandbreite eine ausschlaggebende Rolle. Diese wird in Dortmund dank der Anbindung an ein zukunftsfähiges Glasfasernetz nun weiter verbessert.
„Um die Chancen in der digitalen Welt nutzen zu können, brauchen Unternehmen Internet in Gigabit-Geschwindigkeiten und damit echte Glasfaseranschlüsse. Wir freuen uns, dass wir an vielen Stellen in Dortmund die Voraussetzungen schaffen, damit Unternehmen die Potenziale der Digitalisierung voll ausschöpfen können“, betont Dr. Sören Trebst, CEO der 1&1 Versatel.
Bereits seit 2015 erschließt der auf Geschäftskunden spezialisierte Telekommunikationsanbieter 1&1 Versatel eigenwirtschaftlich Gewerbegebiete mit Glasfaser – deutschlandweit profitieren bereits Firmen in weit mehr als 350 Gewerbegebieten.
In einigen Dortmunder Gewerbegebieten – so auch am Veranstaltungsort entlang des Martener Hellwegs in Oberdorstfeld – sind die Bauarbeiten bereits erfolgreich abgeschlossen und erste Unternehmen am Netz. Damit profitieren sie von Internet-Geschwindigkeiten von bis zu 100 GBit/s – das ist über tausendmal schneller als DSL. Zudem ist 1&1 Versatel bereits in acht weiteren Gebieten quer durch die Stadt mit eigenem Netz vertreten: in der Stadtmitte an der Rheinischen Straße Nähe des Dortmunder Hauptbahnhofs, in der östlichen Innenstadt entlang des Gebiets Voßkuhle, der Semerteichstraße, dem Europaplatz und der Stockholmer Straße weiter westlich des Westfalendamms entlang. Außerdem im Gewerbegebiet Dortmund-Brackel, im Gewerbepark Minister-Stein-Allee und in der Gernotstraße in Wickede.
Kurzfristig entschlossene Unternehmen haben aber auch jetzt noch die Möglichkeit, am Ausbau teilzuhaben. Derzeit laufen entlang der Rohwedderstraße in Dortmund-Huckarde die Tiefbauarbeiten. Die Arbeiten in weiteren fünf Gebieten für über 200 Unternehmen erfolgen in den nächsten sechs Monaten. Über 20 weitere Gewerbegebiete im gesamten Stadtgebiet mit bis zu 1000 Dortmunder Unternehmen sind derzeit noch in Prüfung.
Keine Baukosten für Unternehmen
Den Unternehmen entstehen keine Baukosten: 1&1 Versatel übernimmt im Aktionszeitraum die Kosten für die Tiefbauarbeiten, den Hausanschluss sowie die Installation und das Freischalten des technischen Equipments. Kurzfristig entschlossene Unternehmen können jetzt am Ausbau teilhaben. Weitere Informationen dazu unter: www.1und1.net/glasfaser/ausbau/dortmund.
Bildzeile: Wirtschaftsförderung und 1&1 Versatel treiben Glasfaserausbau in Dortmund gemeinsam voran. v.l. Björn Meder, Heike Marzen, Dr. Sören Trebst und Oliver Bock.
Foto: Markus Mielek / mielek.com
Darunter sind 17 aus Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna
Die besten Auszubildenden aller 16 Industrie- und Handelskammern (IHKs) Nordrhein-Westfalens sind jetzt in Aachen unter dem Motto „Du bist der Star“ ausgezeichnet worden. IHK-Geschäftsführerin Maike Fritzsching, Leiterin der Abteilung Berufliche Bildung und Fachkräftesicherung, ehrte die 17 der 215 Absolventinnen und Absolventen für ihren Spitzenabschluss, die aus dem Bezirk der IHK zu Dortmund mit den Städten Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna kommen. An der Landesbestenehrung im Eurogress nahmen rund 700 Gäste teil. Die jährliche Großveranstaltung wird von den nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern im Wechsel ausgerichtet.
In diesem Jahr haben in Nordrhein-Westfalen mehr als 62.000 Auszubildende an den IHK-Prüfungen teilgenommen. „Auf jeden Einzelnen sind wir stolz, denn unsere Wirtschaft benötigt dringend qualifizierten Nachwuchs“, betonte Fritzsching. Zugleich gratulierte sie den Landesbesten für ihre herausragenden Leistungen: „Sie sind heute unsere Stars – und Vorbild für hoffentlich viele weitere junge Frauen und Männer, die sich für eine Berufsausbildung entscheiden.“ Fritzsching dankt allen Ausbilderinnen und Ausbildern aus den Betrieben und den Lehrkräften der Berufskollegs: „Ihr Engagement trägt maßgeblich dazu bei, dass die dringend benötigten Fachkräfte optimal in das Berufsleben starten.“
Die 17 Landesbesten, sechs Damen, elf Herren, aus dem IHK-Bezirk zu Dortmund haben folgende 14 verschiedene Ausbildungsberufe mehr als erfolgreich abgeschlossen: Automobilkaufmann/-frau; Berufskraftfahrer/-in; Beton- und Stahlbetonbauer/-in; Biologielaborant/-in; Fachkraft für Metalltechnik, Fachrichtung Konstruktionstechnik; Fachlagerist/-in; Fachpraktiker/-in im Verkauf; Hochbaufacharbeiter/-in; Maschinen- und Anlagenführer/-in; Mediengestalter/-in Bild und Ton; Mediengestalter/-in Digital und Print, Fachrichtung Gestaltung und Technik; Straßenwärter/-in; Veranstaltungskaufmann/-frau; Verfahrenstechnologe/-technologin Metall, Fachrichtung Stahlumformung.
Neben ihren Urkunden erhielten die Landesbesten eine exklusive Sternentrophäe, die im 3D-Metalldruckverfahren von der RWTH angefertigt worden ist. Die zweieinhalbstündige Feier wurde von einem bunten Programm aus Interviews, Musik und Tanz umrahmt. Darüber hinaus konnten die Teilnehmenden in einer Ausstellung über Aachener Stars und Innovationen unter anderem digital die Wiener Philharmoniker dirigieren, ihren Namen auf eine Printe gravieren oder das kleinste vollimplantierbare Kunstherz der Welt bestaunen, das in Aachen entwickelt worden ist.
Die nordrhein-westfälischen IHKs zeichnen die Landesbesten seit 1992 aus, um die Bedeutung der betrieblichen Ausbildung für den wirtschaftlichen Erfolg des Landes in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und zugleich die persönliche Leistung der Auszubildenden zu würdigen. Geehrt werden die beiden besten Absolventinnen oder Absolventen in ihrem jeweiligen Ausbildungsberuf, sofern sie mindestens 92 von 100 möglichen Punkten erreicht haben. Die IHKs prüfen in knapp 120 Ausbildungsberufen. Das Spektrum reicht von A wie Automatenfachmann bis Z wie Zerspanungsmechaniker.
Bildzeile: Die Landesbesten Azubis aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund.
Foto: IHK Aachen
Jugendliche stark für die Arbeitswelt machen, das hat sich die Anne-Frank-Gesamtschule im Dortmunder Norden auf die Fahnen geschrieben. Und die Schule hat Erfolg damit: Nach Ende der 10. Klasse sind 37 frühere Schüler*innen nun seit einigen Wochen in der Ausbildung angekommen.
Das sind zehn Jugendliche mehr als 2022, da bekamen 27 Schüler*innen Verträge über den Ausbildungspakt „Starke Nordstadt“. Von 119 Schüler*innen des 10. Jahrgangs begannen nun 37 eine duale Ausbildung. Andere wechselten in die Oberstufe oder beispielsweise an Berufskollegs. Mit der Zahl 37 ist die Übergangsquote von Schule zu Beruf vorbildlich an der Anne-Frank-Gesamtschule. Laut Bildungsmonitoring im städtischen Fachbereich Schule liegt die Durchschnittsmarke bei 17,9 Prozent.
Anne-Frank-Gesamtschule pflegt Kontakt zu Unternehmen
Warum ist die Schule so erfolgreich? Ein Baustein ist der Ausbildungspakt „Starke Nordstadt“. Schon in der Schulzeit werden die Jugendlichen auf einen Übergang in die duale Ausbildung vorbereitet. Ausbildende Dortmunder Unternehmen stellten sich bei einem Speed-Dating in der Schule vor. Der Lehrer und Ausbildungskoordinator Philip Stratmann organisierte mehr als 130 Einzelgespräche zwischen Schüler*innen und Betrieben.
Bei einem Termin mit zwei Ex-Schüler*innen jetzt in Ausbildung zeigte sich Schulleiter Bernd Bruns stolz. Mit dem Ausbildungspakt komme seine Schule ihrem Auftrag nach, junge Leute bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu unterstützen.
Mariyka Stefkova Staykova und Oguzhan Yilmaz haben den Wechsel in die Berufswelt geschafft: Als ehemalige Schüler*innen sind sie nun Azubis bei den Städtischen Seniorenheimen Dortmund SHDO. Staykova sagt: „Der Ausbildungspakt hat mir geholfen, richtig zu wissen, was ich machen will.“ Yilmaz lobt die Schule – hier habe er unter anderem Tipps bekommen, wie man Bewerbungen schreibt.
SHDO als Ausbildungsbetrieb ist ebenfalls von dem Modell überzeugt, potenzielle Auszubildende und Unternehmen früh zusammenzubringen. „Das gibt eine persönliche Ebene im Bewerbungsprozess. Wir lernen die Schüler*innen kennen und bleiben langfristig mit der Schule in Kontakt“, sagt Thorben Michalczak von SHDO. Er leitet die Einrichtung Seniorenpark Burgholz, mit der die Ex-Schüler*innen Staykova und Yilmaz Ausbildungsverträge geschlossen haben. Nach dem Speed-Dating und Praktika sei allen Seiten klar gewesen, dass man gut zusammen passe.
Die Erfolgsgeschichte soll weitergehen
Am Mittwoch, 15. November, werden 60 Neuntklässler*innen der Anne-Frank-Gesamtschule den Ausbildungspakt unterzeichnen. Sie sollen so die Chance auf einen sanfteren Übergang von Schule zu Beruf bekommen.
Zum Hintergrund: In Dortmund sind neben der Anne-Frank-Gesamtschule noch zwei weitere Schulen Teil der Initiative „Ausbildungspakt“, die Hörder Konrad-von-der-Mark-Schule und die Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dorstfeld. Zusammen mit dem Regionalen Bildungsbüro im städtischen Fachbereich Schule und dem Verein für innovative Schulentwicklung arbeiten sie daran, Schulen, Erziehungsberechtigte sowie Unternehmen und Betriebe miteinander zu verbinden.
Bildzeile: Ausbildungspakt an der Anne-Frank-Gesamtschule in Dortmund.
Foto: Simone Goßling für die Stadt Dortmund
Sascha Blume kann gar nicht mehr aufhören zu lächeln. Für den Fielmann-Augenoptikermeister war der Donnerstag ein Tag, den er niemals vergessen wird. Seine nagelneue-Fielmann-Filiale, die jetzt in der Hermannstraße 44 in Hörde eröffnet wurde, ist das 1.000. Fachgeschäft von Deutschlands Marktführer der Augenoptik.
„Dass es hier heute voll werden würde, war klar. Schließlich haben wir anlässlich der Eröffnung in allen Dortmunder Niederlassungen tolle Sonderangebote. Aber dass so viele Menschen kommen würden, um mit uns zu feiern, damit habe ich dann doch nicht gerechnet“, freut sich Sascha Blume.
Er glaubt fest an den Erfolg der neuen Fielmann-Filiale in Dortmund-Hörde. Bislang gab es in der Stadt nur die große Fielmann-Niederlassung im Westenhellweg. Viel zu wenig, denn der Kundenbedarf ist riesig. Die neue Filiale in der Hermannstraße sorgt bei vielen Kunden nun für deutlich kürzere Wege zum Augenoptiker.
Was das Familienunternehmen so erfolgreich macht? Für Sascha Blume ist das ganz einfach: „Wir schwatzen unseren Kunden keine teuren Brillen auf, sondern beraten sie so, wie wir selbst gerne beraten werden möchten. Fair, freundlich und kompetent. Wir garantieren, dass es Brillen nirgendwo günstiger gibt als bei uns und wir garantieren Zufriedenheit. Passt mal etwas nicht, bessern wir nach oder akzeptieren jede Reklamation ohne Wenn und Aber“, erklärt der Augenoptikermeister.
Fielmanns 1.000. Filiale in Europa wird beizeiten auch noch eine eigene Abteilung für Hörsysteme erhalten. Auch das ist – laut Blume – ein vielfach geäußerter Kundenwunsch. „Wir haben bereits die Räume für die Anpassung von Hörsystemen gebaut, nun bilden wir entsprechendes Fachpersonal aus“, so der Niederlassungsleiter.
Anlässlich der Feierlichkeiten zur Eröffnung bietet Fielmann Einstärkenbrillen mit entspiegelten, kratzfesten Kunststoffgläsern bereits für 29 Euro an. Auch Gleitsichtbrillen mit allen wichtigen „Veredelungen“ (so nennt man die Glasbeschichtungen) gibt es bis zum 18. November bereits für 119 Euro mit millionenfach bewährten, gut verträglichen Gläsern deutscher und europäischer Hersteller.
Das neue Fachgeschäft in der Hermannstraße 44 öffnet montags bis freitags von 9 Uhr bis 18:30 Uhr und samstags von 9 Uhr bis 14 Uhr. Der Sehtest ist – wie immer bei Fielmann – kostenlos.
Bildzeile: Sascha Blume und das Team der 1.000. Niederlassung in Europa freuen sich über ihr neues Fachgeschäft in der Hermannstraße in Dortmund-Hörde.
Foto: ToP
So viele Einsendungen gab es noch nie: 17 Kindertageseinrichtungen aus Dortmund, Hagen und Lü-nen nahmen am diesjährigen Malwettbewerb „Unser Bild vom Handwerk“ der Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen teil. Im Rahmen einer Feier bei der Kreishandwerkerschaft wurden jetzt die Sieger geehrt.
Rund 20 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren waren dazu am Montag (13.11.) mit ihren Betreue-rinnen und Betreuern in die Werkstätten des Handwerks in Dortmund-Körne gekommen. In der dorti-gen Tischlerwerkstatt hatte die Kreishandwerkerschaft eine Ausstellung der eingereichten Riesenpos-ter aufgebaut und für kindgerechte Bewirtung der jungen Künstlerinnen und Künstler gesorgt. Be-grüßt wurden die Gäste von den beiden Kreishandwerksmeistern Christian Sprenger und Bernd Mar-quardt. „Wir freuen uns über die Begeisterung für das Handwerk, die man in Euren Bildern sehen kann“, lobte Christian Sprenger. „Ihr habt Euch sehr viel Mühe gegeben, gemalt, gebastelt und geklebt. Das soll nun belohnt werden.“ „Der Wettbewerb wird in diesem Jahr bereits zum siebten Mal veran-staltet – aber das erste Mal auch mit Kitas aus Hagen“, ergänzte Bernd Marquardt. „Wir freuen uns, dass so viele von Euch mitgemacht haben und vielleicht will der eine oder die andere von euch ja auch selbst einmal im Handwerk arbeiten.“
Beeindruckende Kreativität
Eine sechsköpfige Jury aus Handwerkern sowie Vertretern der Unterstützer SIGNAL IDUNA, IKK classic und des BVB, hatte Mitte Oktober alle Einsendungen gesichtet und bewertet. Dabei waren die Juroren von der Vielfalt und Kreativität so beeindruckt, dass sie neben den drei ersten Plätzen alle weiteren Einsendungen mit dem vierten Platz belohnten. Dafür gab es eine Siegerurkunde verbunden mit ei-nem Anerkennungspreisgeld von 50 Euro und eigens für die Kinder ausgestellten Kindergesellenbriefen.
Die Sieger des Wettbewerbs sind
1. Preis 500 Euro FABIDO TEK Friedrichsruher Str. 11, 44369 Dortmund (Huckarde)
Das eingereichte Poster wurde von der Jury besonders für die authentischen Kinderbilder gelobt, die die Vielfalt des Handwerks sehr anschaulich und lebhaft darstellen. Unter dem Motto „Klitzeklein und riesengroß im Handwerk da ist immer etwas los“ malten und bastelten die beteiligten Kindergarten-kinder ihre Lieblingsberufe Elektrotechniker, Maler, Bauarbeiter und Friseur. Dabei ging sie besonders farbenfroh und detailreich zu Werk, was die Jury sehr beeindruckte.
2. Preis 300 Euro Ev. Kindergarten Unterm Regenbogen, Erpinghofstr. 68, 44369 Dortmund (Huckarde)
Wo in unserem täglichen Umfeld findet man eigentlich Handwerk? Dieser Frage gingen die Kinder des Ev. Kindergartens Unterm Regenbogen nach und schauten genauer hin. Dabei fanden sie insgesamt acht Berufe, die sie in ihrem Bild darstellten. dazu gehören Spielzeugmacher, Pinselmacher, Korb-flechte, Instrumentenbauer, Uhrmacher, Kerzenmacher und Porzellanmaler. Zu jedem der Berufe bastelten die Kinder selbst Beispiele. Ob genäht, geflochten, geklebt oder gefaltet – die Jury fand das prima.
3. Preis 200 Euro Kath. Kindertagesstätte Herz-Mariä, Preußenstr. 94a, 44532 Lünen
Ganz dem Thema Schönheit widmeten die Kindergartenkinder der Kath. Kindertagesstätte Herz-Mariä aus Lünen ihr Riesenposter. Sie stellten sehr detail- und facettenreich den Beruf des Friseurs vor. Auf dem Bild finden sich nicht nur aufgeklebte Bürsten, selbstgemalte Scheren und Kämme sondern auch die Darstellung von drei unterschiedlichen Frisurtypen, die mit geflochtenen Bändern, Luftschlangen und Streumaterial sehr realitätsnah dargestellt sind. Dazu gibt es vielfältige Darstellungen der Arbeits-mittel sowie der Arbeitsschritte eines Friseurs. Und auf Fotos wurde dokumentiert, wie die Kinder sich gegenseitig selbst „frisierten“. So wurde der Beruf des Friseurs sehr detailreich erkundet, was die Jury mit einem Preis belohnte.
Neben den Geldprämien für die Kita-Kassen erhielten alle Kinder darüber hinaus bei der Preisüber-gabe Überraschungstüten der unterstützenden Unternehmen mit Geschenken vom Springseil bis zum Malbuch. BVB-Maskottchen EMMA sorgte als heimlicher Star für gute Unterhaltung, bevor ein Rund-gang durch die Tischler- und Metallwerkstätten startete, bei dem die Kinder unter Anleitung selbst Ei-erbecher aus Holz schleifen und Münzen fräsen durften.
Das Handwerk mit Kinderaugen entdecken
Die Kreishandwerkerschaft ruft den Wettbewerb „Unser Bild vom Handwerk“ seit 2017 jedes Jahr aus. Sein Ziel ist es, den Kindern frühzeitig Handwerksberufe näherzubringen und ihre Vielfalt vorzustellen. Eingeladen zum Mitmachen sind alle Kindertageseinrichtungen der Region, darunter in diesem Jahr erstmals auch Hagen. „Das Handwerk ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, erläutert Sebastian Baranowski, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen, die Motiva-tion für den Wettbewerb. „Leider begegnen die Kinder dem Handwerk in ihrer Umgebung heute nicht mehr so selbstverständlich wie früher. Das wollen wir mit dem Wettbewerb ändern.“ Im Rahmen der Mitmach-Aktion sollten die Kita-Kinder sich zusammen mit ihren Erzieherinnen und Erziehern mit dem Wirtschaftszweig Handwerk beschäftigen, ihre Eindrücke sammeln und anschließend ein Riesenpos-ter, das sie von der KH bekommen, künstlerisch und kreativ gestalten. Die Jury bewertet im Finale die Kreativität (künstlerische Mittel und Techniken, Einfallsreichtum), die kindgerechte künstlerische Um-setzung sowie die Nähe zum Thema „Handwerk“ insgesamt. Dazu gehörte die Beschäftigung mit dem Handwerk ebenso wie die kindliche Erfahrung von Handwerk.
Bildzeile: Die Kreishandwerkerschaft hatte die Sieger-Kitas zur Preisverleihung in die Tischler-Werkstatt des Bildungszentrums Handwerk in Dortmund-Körne eingeladen. Im Bild ( v.l. hinten) u.a.: Sportlicher Leiter im Grundlagen- und Aufbaubereich des BVB Andreas Bath, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen Volker Walters, Kreishandwerksmeister Bernd Marquardt, Kreishandwerksmeister Dipl.-Ing. Christian Sprenger, BVB-Maskottchen EMMA, stv. Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen Joachim Suse-wind zusammen mit Erzieherinnen, Erziehern und Kindern der Sieger-Kitas.
Foto: Stefan Mueller für die Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen
Zum Branchentreff des regionalen Kfz-Handwerks wurde am Montag (27.11.) die Mitgliederversammlung der Kraftfahrzeug-Innung Dortmund und Lünen. Obermeister Christoph Haumann hatte dazu in das Deutsche Fußballmuseum nach Dortmund eingeladen. Nach einer Führung durch das Haus zog der Obermeister vor den rund 70 anwesenden Mitgliedern eine durchwachsene Bilanz des ablaufenden Wirtschaftsjahres.
Wachsende Herausforderungen
„Die Automobilbranche in unserer Region steht vor zahlreichen Herausforderungen, sei es im Bereich der Digitalisierung, der Elektromobilität oder der sich ständig verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen”, so der Obermeister. Vor dem Hintergrund stagnierender Absatzzahlen, einem hohen Preisniveau und hohen Standzeiten bei Gebrauchtwagen sowie auslaufender Förderungen bei Elektrofahrzeugen sei die Branche in einer kritischen Marktphase, die zusätzlich durch hohe Zinsen und eine hohe Inflationsrate geprägt werde. „Doch wir sollten diese Herausforderungen nicht als Hindernisse begreifen, sondern als Chancen”, so Haumann. Die Innung sei eine starke Gemeinschaft, in der Zusammenarbeit und der Austausch untereinander entscheidend für den Erfolg eines jeden Mitglieds seien. In diesem Zusammenhang verwies der Obermeister auch auf das erweiterte Dienstleistungsangebot der Innung, das Weiterbildungen für Mitglieder im Bereich Abgasuntersuchungen, Klimaanlagen- und Hochvolttechnik ebenso beinhaltet wie Wartung und Instandsetzung von Messgeräten.
Appell für ehrenamtliches Engagement
„Unsere Innung bietet uns die Plattform, um gemeinsam innovative Lösungen zu finden, uns weiterzubilden und als Unternehmer auf dem neuesten Stand zu bleiben”, so Haumann. „Ich möchte Sie ermutigen, aktiv an den Diskussionen teilzunehmen, Ideen einzubringen und voneinander zu lernen. Jeder von uns trägt dazu bei, unsere Innung zu stärken und die Zukunft der Kfz-Branche mitzugestalten. Dies auch und gerade vor dem Hintergrund des Wahljahres 2024, in dem unsere Innung wieder dringend ehrenamtliche Mitstreiter sucht. Gleichzeitig sollten wir auch den Blick auf die Bedürfnisse unserer Kunden richten und sicherstellen, dass wir ihre Erwartungen erfüllen und übertreffen.” Nach der Verabschiedung des Haushalts und weiterer Regularien nutzten die anwesenden Mitglieder bei einem gemeinsamen Abendessen die Gelegenheit zum persönlichen Austausch über die Entwicklungen und Herausforderungen der Branche.
Bildzeile: Zahlreiche Mitglieder der Kraftfahrzeug-Innung Dortmund und Lünen waren der Einladung in das Deutsche Fußballmuseum gefolgt.
Foto: Stefan Mueller für die Kraftfahrzeug-Innung Dortmund und Lünen
IT-Unternehmensgruppe präsentiert neue Geschäftsausrichtung „GRIP2“ für nachhaltiges Wachstum und Innovation bis 2027
Die Materna-Gruppe setzt sich mit ihrer Strategie „GRIP 2“ neue ehrgeizige Ziele: Bis 2027 strebt der Dortmunder IT-Dienstleister eine Milliarde Euro Umsatz an und die uneingeschränkte Position als Marktführer für die Anwendung von KI in der öffentlichen Verwaltung und privaten Unternehmen. GRIP 2 ersetzt die im Jahr 2020 verkündete Strategie „Mission 2025“, da deren Ziele bereits vorzeitig erreicht werden: Die Umsatzverdopplung auf 700 Millionen Euro und die Verdoppelung der Zahl der Mitarbeitenden auf 5.000 werden bereits 2024 erfolgreich abgeschlossen sein.
„Ich bin sehr stolz, dass wir bei Materna gemeinsam in so kurzer Zeit derart beeindruckende Erfolge erzielt haben. Mein herzlicher Dank gilt allen engagierten Mitarbeitenden, die diese Leistung möglich gemacht haben“, sagt Materna-CEO Martin Wibbe. Die Unternehmensgruppe hat in den letzten Jahren beeindruckende Fortschritte verzeichnet, mit einem Umsatzwachstum von 355 Millionen Euro im Jahr 2020 auf voraussichtlich mehr als 650 Millionen Euro im Jahr 2023. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von über 20 Prozent. Die Zahl der Mitarbeitenden steigt auf rund 4.250 und befindet sich auf dem Weg zur angestrebten Verdopplung bis 2025. Die Nearshoring-Kapazität wurde bereits verdoppelt. So konnte Materna die Nutzung internationaler Ressourcen optimieren und Lieferzeiten für noch mehr Effizienz verkürzen.
„Diese Erfolge erreichen wir bei hoher Kundenzufriedenheit, einer einzigartigen Atmosphäre in unserem Familienunternehmen und Spitzenwerten bei der Zufriedenheit der Mitarbeitenden“, fügt Wibbe hinzu. „Unsere Wachstumsfähigkeit haben wir eindrucksvoll bewiesen. Jetzt setzen wir mit KI-Technologie neue Maßstäbe in unserer Strategie. Ziel ist weiteres starkes Wachstum, fokussiert auf Inhalte und klare Positionierung im KI-Bereich.“
Mitarbeitende, KI-Expertise und Gruppensynergien sind maßgebliche Wachstumstreiber
Mit GRIP2 fokussiert sich die Materna-Gruppe auf fünf zentrale Schwerpunkte. Diese zielen darauf ab, die vielversprechenden Marktchancen durch kontinuierliche Innovation, Erschließung neuer Märkte und die effektive Nutzung von Synergien innerhalb der Materna-Gruppe optimal auszuschöpfen.
Growth (Wachstum): Materna strebt an, weiterhin über Marktniveau zu wachsen und bis 2027 einen Umsatz von einer Milliarde Euro sowie 7.500 Mitarbeitende zu erreichen. Ziel ist der Aufstieg in die Top 3 der umsatzstärksten deutschen IT-Berater.
Retention (Mitarbeiterbindung): Die Materna-Gruppe legt verstärkten Fokus auf das Halten und Entwickeln von Mitarbeitenden, einschließlich Weiterentwicklung und gezielter Talentförderung.
Innovation: Als KI-Marktführer stärkt Materna die Innovationskraft durch die Erprobung neuer KI-Technologien und den Ausbau des Technologie-Know-hows.
Processes (Prozessoptimierung): Materna modernisiert interne Strukturen und Prozesse. Dies beinhaltet eine integrierte Plattform für alle Gruppenmitglieder, um das Wachstum effektiv zu bewältigen.
Profit (profitables Management): Umsatzsteigerung und kostenbewusstes Management ermöglichen nachhaltiges Wachstum.
Die strategische Neuausrichtung erfolgt frühzeitig zum jetzigen Zeitpunkt, um trotz geopolitischer Unwägbarkeiten, der anspruchsvollen wirtschaftlichen Lage in Deutschland und des Fachkräftemangels den Fokus auf Wachstum zu legen. „Obwohl wir noch Herausforderungen in unseren Prozessen und Strukturen haben, beeinträchtigt dies nicht unsere Ambitionen. Wir streben weiterhin an, schneller zu wachsen als der Markt“, betont Wibbe.
Kräftige Investitionen in Belegschaft, Infrastruktur und Zukäufe sichern die Zukunft
Materna hat viel unternommen, um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern. Allein in diesem Jahr investierte die Gruppe insgesamt rund 60 Millionen Euro in den Zukauf des HR-Spezialisten projekt0708, den Aufbau der Belegschaft, Aus- und Weiterbildungen, den Aufbau des Vertriebs sowie in die Modernisierung von Standorten. Gezielte Maßnahmen wie die Büroumgestaltung in Berlin, Frankfurt und München sowie der Bau des neuen Headquarters in Dortmund fördern nicht nur eine auf Begegnung und Vernetzung ausgerichtete Unternehmenskultur, sondern stärken auch die Flexibilität der Mitarbeitenden. Flexibles Reagieren auf individuelle Präferenzen in Verbindung mit hoher Arbeitgeberattraktivität verschaffen Materna einen wertvollen Wettbewerbsvorteil.
Das schnelle Belegschaftswachstum in diesem Jahr ist ein klares Zeichen dafür, dass Investitionen in Mitarbeitende sich auszahlen. 2023 wird ein neues Rekordjahr, mit einem Anstieg von rund 750 Mitarbeitenden. Bereits 2022 konnte der IT-Dienstleister die Beschäftigtenzahl um einen Rekordwert von insgesamt 500 steigern.
Strategische Zukäufe und vielseitige Aufstellung in Fokusfeldern sorgen für Resilienz
Gut positioniert hat sich die Gruppe durch gezielte Stärkung mittels strategischer Zukäufe, Partnerschaften und der Einführung einer neuen Marke im Bereich Cyber Security. Mit Lösungen aus neun Fokusfeldern adressiert Materna aktuelle Herausforderungen in nahezu allen Branchen. Wibbe betont: „Diese vielseitige Aufstellung zeichnet uns aus und macht uns widerstandsfähig.“
Besonders hervorzuheben ist der Erfolg im Bereich KI, wo Materna bereits bedeutende Umsätze aus realen Projekten mit namhaften Partnern erwirtschaftet. Partnerschaften mit Aleph Alpha, Microsoft (OpenAI) und die Etablierung der Materna Generative AI Factory unterstreichen die Innovationskraft des Unternehmens. Hier werden Kompetenzen der Gruppe gebündelt, wobei sämtliche Ressorts und Know-how-Träger beteiligt sind. Die Factory liefert bereits einen umfassenden Baukasten für KI-Lösungen, einschließlich Assistenzsystemen, intelligenten Verwaltungsportalen und Fachverfahren für Behörden.
Materna AI Factory: Leitbild für die effiziente Nutzung von Gruppensynergien
Um sich als Marktführer zu etablieren, will Materna das Technologie-Know-how und das Angebot im Bereich KI schnell weiter ausbauen. Neben übergreifenden digitalen Megatrends wie Cloud-Transformation und Cyber Security zeigt sich ein weiterer für Materna relevanter Trend: Kundenherausforderungen werden zunehmend komplexer und erfordern daher eine geschickte Kombination von Lösungen und Fähigkeiten. „Daher wird es für uns entscheidend sein, die Synergien innerhalb der Gruppe optimal zu nutzen“, so Wibbe.
Die Materna Generative AI Factory weist den Weg, indem sie verschiedene Ressort- und unternehmensgetriebene Projekte und Maßnahmen zusammenführt. Beispiele umfassen die Entwicklung von Generativer KI für die öffentliche Verwaltung im Public Sector sowie für ServiceNow, eine Plattform für das IT-Service Management, die KI-gestützte Softwareentwicklung im Ressort Industries und die KI-gestützte Zulassungsdokumentation, initiiert durch Materna Virtual Solution. Zahlreiche interne Projekte für die Nutzung von KI sind ebenfalls in Arbeit. Die Generative AI Factory soll bei Materna als Leitbild für gruppenübergreifende Zusammenarbeit auch in anderen Technologiebereichen dienen.
Bildzeile: Martin Wibbe ist CEO der Materna-Gruppe.
Foto: Mike Henning
Für die Junghandwerker*innen geht es jetzt auf Landesebene weiter
Die besten Nachwuchskräfte hatten bis Ende August die Möglichkeit, sich für den Wettbewerb „Deutsche Meisterschaft im Handwerk – German Craft Skills“ zu bewerben. Von 2008 bis 2022 hieß er „Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks“. Jetzt stehen die Gewinner*innen aus dem Kammerbezirk der Handwerkskammer (HWK) Dortmund fest.
10 Frauen und 27 Männer zählen zu den Sieger*innen. Sie kommen aus Anröchte, Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Hattingen, Herne, Kamen, Lünen, Lippetal, Menden, Möhnesee, Selm, Sprockhövel, Unna, Warstein, Waltrop, Werl, Wetter (Ruhr), Werne, Witten und Wuppertal und haben ihre Ausbildung im Bezirk der Handwerkskammer Dortmund absolviert.
Die besten Nachwuchskräfte auf Kammerebene werden anhand der Ergebnisse der praktischen Prüfungsbereiche der Abschluss- und Gesellenprüfung ermittelt. Sie haben diese mindestens mit der Note „gut“ abgeschlossen und waren zu diesem Zeitpunkt nicht älter als 27 Jahre. Auf Landesebene müssen sich die 1. Kammersieger*innen entweder bei praktischen Wettbewerben beweisen oder ihre Gesellenstücke und Prüfungsarbeiten bewerten lassen.
Der Wettbewerb wird jährlich in allen über 130 Handwerksberufen auf bis zu vier Stufen durchgeführt. Er beginnt in größeren Berufen auf der Innungsebene und wird dann auf Handwerkskammer-, Landes- und Bundesebene fortgesetzt. Insgesamt nehmen jährlich bis zu 3.000 junge Handwerkerinnen und Handwerker teil, rund 800 von ihnen haben die Gelegenheit, als Landessieger auf Bundesebene um den Bundessieg zu kämpfen.
Weitere Informationen online: hwk-do.de/deutsche-meisterschaft
Foto: ZDH / Boris Trenkel & Peter Lorenz