Zum „Tag der Luftretter“: Wie Hubschrauber „Christoph Dortmund“ Leben rettet

Der Hubschrauber ist eine fliegende Intensivstation

Blick ins Cockpit
„Christoph Dortmund“ wird von erfahrenen Pilotinnen und Piloten der DRF Luftrettung geflogen. Foto: DRF Luftrettung

Wenn über Dortmund oder der Region plötzlich das markante Geräusch der Rotorblätter zu hören ist, befindet sich „Christoph Dortmund“ auf dem Weg zum Einsatz. Sein Ziel: Leben retten. Zum „Tag der Luftretter“ am Donnerstag, 19. März, gibt die Stadt Dortmund Einblicke in die Arbeit, Organisation und technische Ausstattung des Intensivtransport-Hubschraubers.

Die Crew ist rund um die Uhr einsatzbereit

Stationiert am Dortmund Airport, wird der Hubschrauber im Auftrag der Stadt Dortmund seit Juli 2023 von der DRF Luftrettung betrieben. Die Crew ist rund um die Uhr einsatzbereit. Innerhalb kürzester Zeit hebt der Hubschrauber ab und erreicht Notfallorte im Umkreis von rund 60 Kilometern – im Durchschnitt in maximal 15 Minuten.

Ob schwerer Verkehrsunfall, Schlaganfall oder dringender Intensivtransport zwischen Kliniken: 859-mal rückte „Christoph Dortmund“ im vergangenen Jahr aus. Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch, eine Familie, ein Moment der Ungewissheit – und ein Team, das hochkonzentriert arbeitet.

Modernste Medizintechnik ist mit an Bord

Die Besatzung besteht aus erfahrenen Pilot*innen der DRF Luftrettung, speziell ausgebildeten Notfallsanitäter*innen sowie fachkundigen Notärztinnen und Notärzten. Sie kommen unter anderem aus dem Klinikum Dortmund, dem Klinikum Westfalen, dem UK Knappschaftskrankenhaus Bochum, dem BG Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum sowie dem Evangelischen Krankenhaus Mettmann.

Retter an der Seilwinde
859-mal rückte „Christoph Dortmund“ im vergangenen Jahr zu Einsätzen aus. Foto: DRF Luftrettung

„Diese starke medizinische Vernetzung stellt sicher, dass Patient*innen nahtlos weiterbehandelt werden – vom Einsatzort in die jeweils bestgeeignete Klinik“, heißt es in einer Pressemitteilung.

An Bord befindet sich modernste Medizintechnik für den sogenannten „Dual-Use“-Betrieb – für Intensivtransporte sowie auch Notfalleinsätze. Ein mobiles Ultraschallgerät ermöglicht Diagnostik direkt am Einsatzort, leistungsstarke Beatmungstechnik sichert Menschen aller Altersgruppen, spezielle Reanimationssysteme unterstützen bei Herz-Kreislauf-Stillständen.

Der Hubschrauber ist damit eine fliegende Intensivstation – ausgestattet für komplexe Notfälle und dringende Intensivtransporte zwischen Kliniken.

Enge Zusammenarbeit mit der Dortmunder Feuerwehr

Bei der Luftrettung stimmt sich „Christoph Dortmund“ mit der Kreisleitstelle Steinfurt ab. Über die zuständigen Disponent*innen wird der Einsatz von „Christoph Dortmund“ koordiniert und bei Bedarf alarmiert. In enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Dortmund ist so sichergestellt, dass die Rettung am Boden und in der Luft optimal ineinandergreifen.

Der Hubschrauber von außen
Der Hubschrauber „Christoph Dortmund“ ist am Airport in Dortmund-Wickede stationiert. Foto: DRF Luftrettung

Die Luftrettung in Dortmund hat sich in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt – technisch, medizinisch und organisatorisch.

Moderne Hubschraubertypen wie die Airbus H145 mit Fünfblattrotor und Rettungswinde, spezialisierte Ausrüstung und hochqualifizierte Teams machen „Christoph Dortmund“ zu einem wichtigen Baustein der Notfallversorgung in der Region.

Die DRF Luftrettung sorgt dabei  als Betreiberin nach eigenen Angaben „für höchste Standards, kontinuierliche Aus- und Weiterbildung und eine stetige Weiterentwicklung des Systems – damit Hilfe aus der Luft auch künftig zuverlässig zur Verfügung steht“.

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