
Die derzeitigen kalten Temperaturen lassen nicht nur frösteln. Vielen Asthmatiker:innen bleibt dabei sogar die Luft weg. Laut AOK leiden mehr als 30.500 Menschen in Dortmund unter Asthma bronchiale. Die Kombination aus kalter Außenluft und trockener Heizungsluft verschärft Atemnot, Husten und pfeifende Atmung. Betroffene sollten auf die Luftfeuchtigkeit und gezieltes Lüften achten, um die Symptome zu mildern.
Kalte Luft reizt empfindliche Bronchien noch mehr
Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, bei der die Bronchien dauerhaft überempfindlich reagieren. Typisch sind anfallsweise auftretende Atemnot, Husten und pfeifende Atmung. Äußere Reize, sogenannte Trigger, können die Beschwerden verstärken. „Die kalte Luft draußen und im Gegensatz dazu die warme trockene Heizungsluft drinnen reizen die empfindlichen Bronchien der Asthmatikerinnen und Asthmatiker und führen zu Luftnot“, erklärt Jörg Kock, Serviceregionsleiter der AOK.

Bei einem Asthmaanfall verengen sich die Bronchien, die Schleimhäute schwellen an und die Atmung wird erschwert. Auslöser sind unter anderem Schimmel, Hausstaubmilben oder Tierallergene, deren Belastung gerade im Winter steigt. Durch seltenes Lüften kann sich Schimmel bilden, während trockene Heizungsluft Allergene aufwirbelt. „Jahreszeitbedingte kalte Außentemperaturen und warme, trockener Heizungsluft in Innenräumen provozieren insbesondere bei Asthmatikern mehr und heftigere Anfälle“, sagt Kock.
Da sich Menschen in der dunklen Jahreszeit vermehrt in Innenräumen aufhalten, ist der Kontakt mit Allergenen deutlich intensiver. Neben Umweltbedingungen spielt daher auch die Raumluftqualität eine wichtige Rolle bei der Symptomkontrolle. Betroffene sollten daher besonders auf regelmäßiges Lüften und eine ausgewogene Luftfeuchtigkeit achten, um Beschwerden zu reduzieren.
Asthma in Dortmund: Frauen leicht häufiger betroffen
Aktuelle Zahlen der AOK aus dem Jahr 2023 zeigen, dass rund 5,1 Prozent der Dortmunder Bevölkerung unter Asthma bronchiale leiden, das sind etwa 30.500 Menschen. Frauen sind mit 5,5 Prozent leicht häufiger betroffen als Männer mit 4,2 Prozent. Die Daten verdeutlichen, dass Asthma eine weit verbreitete chronische Erkrankung ist, die besonders in der kalten Jahreszeit verstärkt Probleme bereitet.
Weitere Informationen bietet die AOK NordWest unter www.aok.de/nw in der Rubrik Medizin und Versorgung – chronische Erkrankungen.

