
In Dortmund wird über das subjektive Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum diskutiert und immer wieder stellt sich die Frage, inwiefern die gesteigerte Polizeipräsenz die Wahrnehmung auf Zuwanderer beeinflusst. Das Bundeslagebild „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“ 2024 zeigt, wie viele Tatverdächtige unter Zuwanderern registriert wurden.
Zunehmendes (Un-)Sicherheitsempfinden laut dem ARD-Deutschlandtrend
Die Frage nach dem subjektiven Sicherheitsgefühl in Dortmund ist im politischen Diskurs präsent – auch bundesweit. Der ARD-Deutschlandtrend, der im November 2025 veröffentlicht wurde, zeigt dabei ein geteiltes Sicherheitsgefühl in Deutschland mit wachsender Unsicherheit.

Besonders AfD-Sympathisanten berichteten in der Umfrage zu 79 Prozent von Unsicherheit. Dabei ist eine Wahrnehmung von Unsicherheit häufig mit dem Thema Migration verknüpft, was einen Anteil von 32 Prozent der Befragten ausmacht.
Eine Annahme der generellen Gefährdung durch Zuwanderern vertreten besonders Rechtsextremisten, um Ressentiments zu schüren, wie Dr. Christian Walburg, Kriminologe und Rechtswissenschaftler an der Universität Münster sowie der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol), erklärt.
„Kriminalität betrifft immer nur einen kleinen Teil, zumal solche in schwereren Formen. Ein Beispiel: In rund 50 von insgesamt 550 polizeilich erfassten und aufgeklärten Fällen von vollendetem Mord oder Totschlag wurde im letzten Jahr ein „Zuwanderer“, also ein Asylantragsteller, anerkannter Schutzsuchender, Geduldeter oder illegal Aufhältiger als Tatverdächtiger ermittelt. Das entspricht neun Prozent aller Fälle, bei einem Bevölkerungsanteil von knapp vier Prozent“, so Walburg, der zu Themen wie Migration und Kriminalität, Polizeipraktiken sowie Rassismus in der Strafverfolgung forscht.
Rechtsextremisten teilen die Gesellschaft in ein „Wir“ und „die Anderen“ ein
Ein Anteil, der auf den ersten Blick zunächst hoch erscheint, Walburg fügt jedoch hinzu: „Umgekehrt gilt aber natürlich auch: Es sind rund 50 Fälle bei rund 3,3 Millionen Schutzsuchenden. Man sollte weder skandalisieren noch über reale Problemlagen hinweggehen, die es zum Beispiel mit hier gestrandeten, perspektivlosen jungen Schutzsuchenden oder mit manchen traumatisierten und sozial nicht gut eingebundenen Geflüchteten zum Teil gibt.“

In der Kriminologie werde grundsätzlich nach verschiedenen Faktoren unterschieden, etwa wenn man Kriminalität unter Jugendlichen betrachte. In der öffentlichen Debatte würden seiner Beobachtung nach jedoch zunehmend Merkmale wie Staatsangehörigkeit oder Herkunft in den Vordergrund gestellt.
Besonders rechtsextreme Akteure richteten den Fokus allein darauf und teilten die Gesellschaft in ein „Wir“ und „die Anderen“ ein, denen dann für unterschiedlichste Probleme die Verantwortung zugeschrieben werde.
Walburg betont, weder der Pass noch die Herkunft könnten Kriminalität erklären, sondern lediglich individuelle Lebensumstände und -erfahrungen. Zugleich weist er darauf hin, bestimmte Migrantengruppen seien häufiger von Kriminalität begünstigenden Erfahrungen und Bedingungen betroffen als die einheimische Bevölkerung.
BKA veröffentlicht das Bundeslagebild „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“ 2024
Kurz nach dem ARD-Deutschlandtrend veröffentlichte das Bundeskriminalamt sein jährliches Bundeslagebild „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“ 2024. Dieser zeigt den Anteil nicht-deutscher Zuwanderer – hier Asylbewerber, anerkannte Flüchtlinge, Geduldete und ausreisepflichtige Personen – unter Tatverdächtigen bei Straftaten.

Untersucht wird konkret die Allgemeinkriminalität, also Taten, die nicht politisch motiviert sind. Ebenso werden ausländerrechtliche Verstöße hier nicht mitgezählt. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass „tatverdächtig“ keine Verurteilung bedeutet, sondern nur polizeiliche Ermittlungen aufgrund konkreter Anhaltspunkte beschreibt.
Im Bundeslagebericht 2024 entfallen die meisten Straftaten tatverdächtiger Zuwanderer auf Diebstahlsdelikte (94.943 Fälle, davon rund zwei Drittel Ladendiebstähle) sowie auf Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit (83.865 Fälle).
Ein erneuter Blick auf den ARD-Deutschlandtrend zeigt, dass sich diese Bereiche ebenfalls mit den größten subjektiven Unsicherheiten der Bevölkerung decken: Rund 52 Prozent der Befragten fürchten, im öffentlichen Raum bestohlen zu werden, und 48 Prozent haben Angst vor Pöbeleien. Gleichzeitig nennt das Lagebild Geschäfte und Verkehrseinrichtungen – insbesondere Bahnhöfe und Schienenfahrzeuge – als besonders häufige Tatorte tatverdächtiger Zuwanderer.
Tatörtlichkeit „Verkehrseinrichtungen“ liegt laut PKS nur im oberen Mittelfeld
Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) kommt allerdings zu einer anderen Einordnung. Sie erfasst alle abgeschlossenen Fälle, unabhängig davon, ob sie aufgeklärt wurden, und zeigt:

Die Tatörtlichkeit „Verkehrseinrichtungen“ liegt bundesweit trotz eines leichten Anstiegs – über 10.600 Gewaltfälle an Bahnhöfen bis Oktober 2024 – nur im oberen Mittelfeld der Tatortkategorien. Zugleich wurde in vielen Städten die Polizeipräsenz unter anderem an den Bahnhöfen erhöht – so auch in Dortmund.
Damit rückt auch die Frage in den Blick, ob die hohe Zahl tatverdächtiger Zuwanderer teilweise darauf zurückzuführen sein könnte, dass Polizei und Sicherheitsdienste vor allem dort besonders genau hinschauen, wo sich viele Menschen ohnehin unsicher fühlen. Ebenso, ob ein solcher statistischer Effekt weniger auf reale Unterschiede im Kriminalitätsverhalten als auf die verstärkte polizeiliche Aufmerksamkeit zurückgehen könnte.
Kriminalität ärmerer Menschen fällt im öffentlichen Raum leichter auf
„Die allermeisten Migranten haben mit Taschendiebstählen oder auch mit Drogenverkauf zum Beispiel rund um Bahnhöfe genauso wenig zu tun wie die einheimische Bevölkerung“, so Walburg.

Es gebe kleine Teilgruppen, die in besonders prekären und marginalisierten Verhältnissen lebten und deshalb stärker auffielen. Das sei nicht allein ein Effekt intensiverer polizeilicher Kontrollen.
„Es stimmt aber auch, dass Kriminalität ärmerer Menschen im öffentlichen Raum leichter auffällt als beispielsweise auf Verheimlichung angelegte Betrugsdelikte von sozial Bessergestellten. Und der Rauschmittelkonsum von sozial Benachteiligten wird faktisch stärker kriminalisiert als der von höheren Schichten“, erklärt der Kriminologe weiter.
Dortmunder Polizei verzeichnet einen Rückgang der Straftaten
Die Dortmunder Polizei hat ihre Präsenz seit Juli 2023 durch das Präsenzkonzept „Fokus“ deutlich erhöht. Die verstärkten Maßnahmen konzentrieren sich vor allem auf die Innenstadt und die Nordstadt von Dortmund, einschließlich Bereichen wie dem Hauptbahnhofsvorplatz, Weihnachtsmärkten und Hotspots wie Szenetreffpunkten.

Laut der Polizei zielt es auf die Reduktion von Kriminalität in Hotspots wie Straßenraub, Drogenhandel und Gewaltdelikten ab, während das Sicherheitsgefühl der Bürger gestärkt werden soll, indem Uniformierte und zivile Kräfte tägliche Kontrollen, Platzverweise und Schwerpunkteinsätze durchführen, ergänzt um Bürgergespräche und soziale Prävention.
Dabei soll es seit Start im Sommer 2023 über 660 Einsätze, 270 Festnahmen und einen Rückgang der Straftaten um 17 Prozent gegeben haben.
Führt eine erhöhte Polizeipräsenz in Dortmund zu einem geringeren Sicherheitsempfinden?
Eine alleinige Erhöhung der Polizeipräsenz kann jedoch, unabhängig von ihrer Wirkung, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung negativ beeinflussen, erklärt Walburg. Eine experimentelle Studie – also randomisierte Feldstudie mit gezielter Polizeistreifen-Intervention – aus Kassel habe gezeigt, dass eine ungezielte, flächendeckende Erhöhung der Polizeipräsenz im öffentlichen Raum das Sicherheitsgefühl nicht steigere.

Teilweise könne es sogar etwas abgeschwächt werden, möglicherweise weil Menschen damit eine höhere Bedrohungslage verbänden.
An Orten, die ohnehin als kriminalitätsbelastet wahrgenommen würden, könne die sichtbare Anwesenheit von Ordnungskräften das Sicherheitsgefühl hingegen bereits etwas steigern.
Sie solle jedoch nie die einzige Maßnahme sein. Es gehe ebenso um bauliche Veränderungen, die Instandhaltung und Pflege von Räumen und eine bessere Beleuchtung sowie um eine verbesserte Versorgung und Unterstützung von Randgruppen wie Obdachlosen oder Drogenabhängigen.
„Wo die Polizei mehr kontrolliert, registriert sie natürlich auch mehr Strafraten“
Zugleich prägen die Lagebilder auch die öffentliche und polizeiliche Wahrnehmung bestimmter Sozialräume, wie Prof. Dr. Andreas Ruch erklärt. Der Jurist lehrt an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung in Gelsenkirchen die Fächer Strafrecht und Eingriffsrecht.

Zudem forscht er zu polizeilichem Handeln, unter anderem in der Dortmunder Nordstadt. „Wenn Stadtteile mit hohem Anteil an Asylbewerbern und Zuwanderern als gefährlich oder „Brennpunkte“ oder „Ghetto“ geframet werden, dann kontrolliert die Polizei hier auch häufiger“, so Ruch.
„Wo die Polizei mehr kontrolliert, registriert sie natürlich auch mehr Straftaten, was dann letztlich wieder Eingang in polizeiliche Lagebilder findet und die Debatte weiter anheizen kann.“ Dieses Phänomen ist auch als „Kontrolldichte-Bias“ bekannt: Je mehr kontrolliert oder überwacht wird, desto mehr Verstöße werden entdeckt – unabhängig davon, ob sie häufiger vorkommen.
Warum Zuwanderer gehäuft in den polizeilichen Daten auftauchten, habe verschiedene Gründe, erklärt Ruch. Zunächst seien Zuwanderer von vielen der genannten Kriminalität begünstigenden Faktoren betroffen.
Ein Beispiel für Lebensumstände seien die in der Nordstadt häufig problematischen und beengten Wohnverhältnisse. Dies mache es wahrscheinlicher, dass Streitigkeiten in den öffentlichen Raum verlagert würden und deshalb häufiger die Polizei gerufen werde. Das Lagebild sei damit auch ein Ergebnis prekärer Lebenslagen.
Tatverdächtige Zuwanderer aus den Maghreb-Staaten überproportional vertreten
Im Diskurs über das subjektive Sicherheitsempfinden in Dortmund werden junge, migrantisch gelesene Männer, die sich in der Innenstadt – besonders im Bereich der Kampstraße – aufhalten, häufig als Faktor angeführt, der dieses Empfinden beeinflussen soll.

Anteilen an Mehrfach-tvZ BKA Bundeslagebild Kriminalität im Kontext von Zuwanderung 2024
Laut dem Bundeslagebild ist der größte Anstieg der Zugewanderten bei Geflüchteten aus der Ukraine zu verzeichnen, die etwa ein Drittel aller Geflüchteten ausmachen. Diese Gruppe ist deutlich seltener tatverdächtig als Zuwanderer aus Maghreb-Staaten – also Tunesien, Algerien und Marokko – und Georgien, die den größten Anteil tatverdächtiger Zuwanderer stellen. Auf den ersten Blick könnte dies die Annahme bestätigen, dass muslimisch gelesene Migranten häufiger straffällig seien.
Was jedoch außer Acht gelassen wird: Über 50 Prozent der zugewanderten Tatverdächtigen sind jünger als 30 Jahre und 57 Prozent männlich. Ukrainische Geflüchtete bestehen dabei überwiegend aus Frauen und Kindern – bedingt durch die Ausreisebeschränkungen für Männer –, während aus dem Maghreb und Georgien vor allem junge Männer migrieren.
Junge Männer weisen die höchste Kriminalitätsrate auf
„Es ist in allen Gesellschaften und zu allen Zeiten zu beobachten, dass Männer im Übergang vom Jugend- zum Erwachsenenalter insgesamt die höchsten Kriminalitätsraten aufweisen. Das betrifft nicht alle Kriminalitätsformen gleichermaßen, wenn man zum Beispiel an Steuerhinterziehung oder häusliche Gewalt denkt“, so Walburg.

„Gerade bei Gewaltdelikten auf der Straße gilt aber: Sie ist typischerweise jung und männlich. Dies beruht darauf, dass hier noch Reifungsprozesse stattfinden, die Selbstkontrolle noch nicht so stark ausgeprägt ist, und manche meinen, sich als starker Mann beweisen zu müssen.“
Die größere Registrierungshäufigkeit von Geflüchteten habe zum Teil damit zu tun, dass sich darunter anteilig mehr junge Männer und weniger Frauen im Seniorenalter fänden. Dies erkläre die Unterschiede allein zwar nicht vollständig, sei aber ein relevanter Aspekt.
Bezogen auf alle Delikte lasse sich die kriminalstatistische Höherbelastung von Ausländern durch die unterschiedliche Alters- und Geschlechtszusammensetzung zu etwa 25 bis 30 Prozent erklären. Bei Kriminalitätsraten unterschiedlicher Migrantengruppen müsse man daher immer auch deren Zusammensetzung berücksichtigen, schlussfolgert der Kriminologe.
Weitere Informationen:
- Bundeslagebild Kriminalität im Kontext von Zuwanderung 2024
- Polizeiliche Kriminalstatistik 2024
- WDR: ARD-DeutschlandTREND
- ARD-DeutschlandTREND
- Das Polizeipräsidium Dortmund zieht Bilanz: Ergebnisse der Präsenzkonzeption Fokus 2024
- Sicherheit & Sicherheitsgefühl in Kassel: eine randomisierte Kontrollstudie
Mehr dazu auf Nordstadtblogger:
Über kontroverse Einsatzmittel, die Dortmunder Nordstadt und die polizeiliche Lagebewältigung
Wenn das subjektive Sicherheitsgefühl und die Reallage der Kriminalität aufeinanderprallen


Reaktionen
Präsenzkonzeption „Fokus“ – Polizei Dortmund zieht Bilanz nach verstärkten Kontrollen zum Jahresbeginn (PM)
Auch im neuen Jahr setzt die Polizei Dortmund ihre konsequenten Maßnahmen im Rahmen der Präsenzkonzeption „Fokus“ fort. Im Zeitraum vom 02. bis zum 07. Januar 2026 führten die Einsatzkräfte an insgesamt 94 Kontrollorten im Stadtgebiet verstärkte Maßnahmen durch. Ziel der Konzeption bleibt es, durch eine erhöhte Polizeipräsenz das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und Straftaten konsequent zu verfolgen.
Insgesamt kontrollierten die Beamten in diesem Zeitraum 223 Personen, sprachen 43 Platzverweise aus und fertigten 16 Strafanzeigen. Die Bilanz im Einzelnen:
Bereits am Freitag (02. Januar) stellten Einsatzkräfte bei einer Personenkontrolle auf dem Nordmarkt ein verbotenes Messer sicher. Gegen den Betroffenen wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gefertigt. Zudem stellten die Beamten einen mittleren dreistelligen Bargeldbetrag sicher, da der Verdacht bestand, dass das Geld aus Straftaten stammt.
Am Samstag (03. Januar) verlagerte sich ein Schwerpunkt an den Nordausgang des Hauptbahnhofs. Hier kontrollierten die Kräfte 19 Personen und sprachen acht Platzverweise aus. Eine kontrollierte Person wurde per Haftbefehl gesucht, konnte die Inhaftierung jedoch durch die Zahlung des geforderten Geldbetrages abwenden. Im weiteren Verlauf des Tages stellten Beamte auf der Mallinckrodtstraße einen Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln fest. Ihm wurde durch einen Arzt eine Blutprobe entnommen; eine entsprechende Anzeige folgt. Ebenfalls auf der Mallinckrodtstraße wurden zwei Personen angehalten, die insgesamt 39 nicht zugelassene Pyrotechnik-Gegenstände der Klasse F3 mitführten. Diese wurden sichergestellt und Strafverfahren eingeleitet.
Am Dienstag (06. Januar) führte eine kurzfristige Observation im Bereich des Brügmannparks zur Feststellung eines mutmaßlichen Drogenhändlers. Beim Erblicken eines Streifenwagens flüchtete der Kokainverkäufer zu Fuß, konnte jedoch nach kurzer Verfolgung jedoch festgenommen werden. Bei der Durchsuchung wurden Kokain, mutmaßliches Dealer-Bargeld sowie eine scharfe 9mm-Patrone aufgefunden. Mit einem erwirkten Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Betroffenen stellten die Beamten ein Jagdmesser, ein Schwert sowie eine Machete sicher.
Am Mittwoch (07. Januar) kontrollierten die Einsatzkräfte im Bereich des „Café Kick“ erneut einen mutmaßlichen Dealer. Die Beamten fanden im Intimbereich des Mannes eine vermutlich nicht geringe Menge Kokain sowie Bargeldbündel in hoher dreistelliger Höhe auf. Zudem führten die Kräfte ein erlaubnispflichtiges Einhandmesser auf, welches sichergestellt wurde.
Die Polizei Dortmund wird auch weiterhin im Rahmen der Konzeption „Fokus“ eine hohe Präsenz im Stadtgebiet zeigen, um die Straßenkriminalität sowie den gewerbsmäßigen Drogenhandel nachhaltig zu bekämpfen.
Drogen, Messer, Diebesgut: Polizei auch diese Woche erfolgreich mit Präsenzkonzeption „Fokus“ (PM)
Dortmund soll sicherer werden. Das ist das Ziel der Präsenzkonzeption „Fokus“ der Polizei Dortmund. Auch zwischen dem 9. Und 13. Januar zeigten die verstärkten Kontrollen Wirkung.
Am 9.1. beobachteten die Einsatzkräfte einen Drogenhandel in der Mallinckrodtstraße. Sie stellten den Verkäufer und den Käufer und beschlagnahmten die Drogen. Außerdem leiteten sie ein Strafverfahren ein.
Am gleichen Tag fanden sie bei Autokontrollen am Wall einen Fahrer, der augenscheinlich unter Betäubungsmitteln stand. Es folgte eine Anzeige.
Einen weiteren Drogenkauf ermittelten die Beamtinnen und Beamten am 10.01. in der Yorkstraße. Sie hatten einen Hinweis bekommen, fanden Kokain und nahmen eine Person fest. Eine weitere männliche Person wurde durchsucht und hatte 5000 Euro Bargeld dabei. In seiner Wohnung fanden die Einsatzkräfte weiteres Bargeld, Kokain in nicht geringer Menge und zwei Messer. Die Polizei prüft, ob der Mann in das Messertrageverbotskonzept aufgenommen werden soll.
Mit Kokain ging es auch am 12.1. weiter. Die Einsatzkräfte beobachteten Personen an der Drogenhilfeeinrichtung Café Kick. Bei einer Person wurde eine Verkaufseinheit Kokain/Heroin sichergestellt. Bei einer weiteren Person fanden die Beamten ebenfalls Kokain, eine Feinwaage und Bargeld in dealertypischer Stückelung. Außerdem Diebesgut. Daran war noch die Diebstahlsicherung angebracht, daher konnten die Beamten es eindeutig einer Firma zuordnen und wieder zurückgeben. Sie leiteten Strafverfahren ein.
Ein Stück weiter nördlich auf der Haydnstraße bemerkten die Einsatzkräfte eine polizeilich bekannte Person mit einem hochwertigen E-Bike. Der Eigentümer des E-Bikes hatte es als gestohlen gemeldet und bekam es von den Beamten nach dem Einsatz postwendend zurück.
Noch mehr Kokain fanden die Einsatzkräfte am 13.01. nachmittags bei einer 26-Jährigen auf dem Hansaplatz. Sie beschlagnahmten das Kokain und leiteten ein Strafverfahren ein.
Auch am Hauptbahnhof ging es mit Drogen weiter. Die Präsenzkräfte sahen einen Drogenhandel und kontrollierten Käufer und Verkäufer direkt am Tatort. Die Kräfte stellten die Drogen von beiden sicher. Der 39-jährige Käufer hatte außerdem einen Haftbefehl offen. Am Abend fanden die Beamten bei einer Autokontrolle einen 34-Jährigen, gegen den zwei Haftbefehle vorlagen. Einen weiteren Drogenhandel deckten die Einsatzkräfte durch die Videobeobachtung der Polizei im Dietrich-Keuning-Park auf. Aufgrund einer detaillierten Personenbeschreibung trafen die Beamten einen tatverdächtigen 26-Jährigen im Park an. Sie kontrollierten ihn und stellten Drogen sicher. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren ein.
Die Polizei Dortmund wird auch weiterhin im Rahmen der Konzeption „Fokus“ eine hohe Präsenz im Stadtgebiet zeigen, um die Straßenkriminalität sowie den gewerbsmäßigen Drogenhandel nachhaltig zu bekämpfen.
Polizei Dortmund führt Präsenzkonzeption „Sicherheit in Bus und Bahn“ auch im Jahr 2026 fort (Gemeinsame Pressemitteilung von Polizei, Bundespolizei, Stadt und DSW21)
Bereits seit 2009 besteht die erfolgreiche Partnerschaft zur Erhöhung der Sicherheit im Bereich Hauptbahnhof und der Stadtteilbahnhöfe zwischen Polizeipräsidium Dortmund, Bundespolizei, DSW21 und Kommunalem Ordnungsdienst. Und bereits seit 2018 in fester Projektstruktur.
In 2025 kann nun eine eindrucksvolle Bilanz gezogen werden: Über 1600 Personalstunden Polizeipräsidium Dortmund Über 900 Personalstunden der Bundespolizei Über 400 Personalstunden DSW21 Über 100 Personalstunden des Kommunalen Ordnungsdienstes
haben zu 33 Strafanzeigen, 70 Ordnungswidrigkeiten, 120 Platzverweisen, 8 Festnahmen und 23 Ingewahrsamnahmen bei insgesamt 1828 kontrollierten Personen geführt.
Beeindruckend auch die Anzahl der Gespräche mit Reisenden. Mehr als 1400 Mal nutzten Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit mit Vertretern der verschiedenen Sicherheitspartner Kontakt aufzunehmen und Fragen zu stellen oder Hinweise zu geben.
Eine vorläufige erste Bewertung zu den Auswirkungen dieser gemeinsamen Maßnahmen kann auch schon gezogen werden. In fast allen Bereichen der für ÖPNV-Haltestellen typischen Delikte zeichnet sich ein leichter Rückgang der Fallzahlen ab.
Bereits am 03. Februar (in den Nachmittags- bis frühen Abendstunden) fand nunmehr der erste gemeinsame Schwerpunkteinsatz 2026 der Präsenzkonzeption „SiBB – Sicherheit in Bus und Bahn“ statt. Die Sicherheitspartner kontrollierten hier gemeinsam 182 Personen. 3 Strafanzeigen und 2 Ordnungswidrigkeiten waren die Folge. 3 Mal musste ein Platzverweis ausgesprochen werden. Über 200 Gespräche mit Reisenden wurden geführt.
Schwerpunkt der Einsatzmaßnahmen war der Hauptbahnhof Dortmund. Und hier insbesondere Kontrollen zur Bekämpfung der Messergewalt im öffentlichen Raum.
Besonders fiel an diesem Tag ein 14-Jähriger an der Haltestelle Brunnenstraße auf. Bei ihm wurde bei der Durchsuchung ein Schlagring vorgefunden. Gegen ihn wird wegen des Besitzes eines solchen „verbotenen Gegenstandes“ nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Er wurde noch am gleichen Tag dem Elternhaus übergeben.
Haftbefehle, Drogen und ein flüchtender Rollerfahrer: Polizei Dortmund zieht Bilanz zur Präsenzkonzeption „Fokus“ (PM)
Dortmund sicherer machen und die Straßenkriminalität sowie den gewerbsmäßigen Drogenhandel nachhaltig bekämpfen – das ist das erklärte Ziel der Präsenzkonzeption „Fokus“. Auch in der ersten Februarwoche (2. bis 5. Februar 2026) zeigten die Beamtinnen und Beamten im Bereich der Innenstadt und der Nordstadt verstärkte Präsenz und zogen eine positive Bilanz.
Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte an 39 verschiedenen Orten 78 Personen und 13 Fahrzeuge. Dabei sprachen sie 38 Platzverweise aus und nahmen eine Person fest.
Der 2. Februar begann mit einem Fahndungserfolg auf dem Heinrich-Schmitz-Platz. Gegen 16:20 Uhr kontrollierten die Beamten einen 34-jährigen Dortmunder. Dabei stellte sich heraus, dass gegen den Mann bereits ein Messertrageverbot vorliegt. Bei der Durchsuchung fanden die Kräfte zudem ein Pfefferspray und stellten es sicher. Da gegen den 34-Jährigen ein offener Haftbefehl vorlag, drohte ihm die JVA – er konnte die Inhaftierung jedoch abwenden, indem er den haftbefreienden Betrag vor Ort entrichtete. Nur wenig später, gegen 16:50 Uhr, beobachteten Zivilkräfte den Drogenhandel auf dem Nordmarkt. Ein 26-Jähriger verkaufte dort Betäubungsmittel und reagierte bei der anschließenden Festnahme äußerst aggressiv. Die Beamten nahmen ihn in Gewahrsam. Neben einer geringen Menge Crack stellten sie einen niedrigen dreistelligen Bargeldbetrag sicher, der mutmaßlich aus Dealergeschäften stammt. Ein Strafverfahren wegen des Handels mit Betäubungsmitteln wurde eingeleitet.
Am 3. Februar verlagerte sich der Schwerpunkt unter anderem in den Stadtgarten. Dort kontrollierten die Einsatzkräfte eine sechsköpfige Gruppe. Die Bilanz: Zwei Verkaufseinheiten Kokain, Diebesgut sowie verschreibungspflichtige Arzneimittel wurden sichergestellt. Alle Personen erhielten Platzverweise und entsprechende Strafanzeigen. In der Wißstraße trafen die Beamten später auf einen bereits polizeibekannten Drogendealer. Bei ihm fanden sie sechs Verkaufseinheiten Kokain. Auch hier folgten die Sicherstellung, ein Strafverfahren und ein Platzverweis.
Turbulent wurde es am 4. Februar im Bereich der Schillerstraße. Dort fiel den Kräften ein Motorroller ohne Kennzeichen auf, dessen Nutzer zudem ohne Helm unterwegs waren. Als die Einsatzkräfte das Fahrzeug stoppen wollten, flüchteten Fahrer und Beifahrer zu Fuß. Nach einer kurzen Nacheile konnte der Mitfahrer gestellt werden. Der Roller wurde zur Gefahrenabwehr sichergestellt, eine Strafanzeige wegen unbefugter Ingebrauchnahme eines Fahrzeugs wurde gefertigt. Im Bereich der Bülowstraße stoppten die Beamten zudem einen Autofahrer ohne gültige Fahrerlaubnis. Sowohl gegen den Fahrer als auch gegen den Halter des Wagens wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Zudem wurde im Dietrich-Keuning-Park eine Person mit einem Messer erwischt. Aufgrund der Beschaffenheit der Waffe wurde das Messer sichergestellt und eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gefertigt.
Zum Abschluss der Kontrollwoche am 5. Februar gelang den Einsatzkräften auf dem Nordmarkt die Festnahme einer gesuchten Betrügerin. Gegen die Frau bestand ein Haftbefehl über eine längere Freiheitsstrafe wegen gewerbsmäßigen Betrugs. Sie wurde noch vor Ort festgenommen und direkt einer Justizvollzugsanstalt zugeführt.
Die Polizei Dortmund wird auch in Zukunft mit der Konzeption „Fokus“ eine hohe Präsenz im Stadtgebiet zeigen, um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und kriminelle Strukturen konsequent zu stören.
Präsenzkonzept Fokus: Zahlreiche Kontrollen, friedlicher Karneval (PM)
In der Innenstadt sind die Einsatzkräfte des Präsenzkonzepts Fokus regelmäßig unterwegs. Auch rund um das Karnevalswochenende schritten die Beamten bei Verstößen konsequent ein.
Ein Schwerpunkt bei den Personenkontrollen liegt auf dem Mitführen von Waffen und gefährlichen Gegenständen. Mit individuellen Messertrageverboten hat die Polizei Dortmund ein wirksames und bewährtes Konzept, um bei Verstößen konsequent durchzugreifen. Im Bereich der Brückstraße trafen die Beamten einen Mann an, gegen den bereits ein Messertrageverbot bestand. Da dieser trotzdem ein Messer mitführte, erwartet ihn neben einer Anzeige ein Zwangsgeld von 250EUR – das Messer stellten die Einsatzkräfte sicher. Am Heinrich-Schmitz-Platz verstieß eine weitere Person gegen die Verbotsverfügung – der Mann hatte ein Pfefferspray dabei. In zahlreichen Fällen regten die Einsatzkräfte zudem Messertrageverbote an: Unter anderem wurden eine Machete, ein Teleskopschlagstock und Messer sichergestellt.
Die Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität ist ein Hauptziel der Präsenzkonzeption. Bei zahlreichen Kontrollen stellten die Einsatzkräfte Cannabis, Kokain und Bargeld sicher. So beobachteten zivile Einsatzkräfte beispielsweise auf der Heroldstraße einen regen Handel mit Cannabis. Bei der Kontrolle des Dealers fanden die Beamten mehrere Verkaufseinheiten und einen mittleren dreistelligen Bargeldbetrag. Auch im Dietrich-Keuning-Park und rund um den Dortmunder Hauptbahnhof wurden die Beamen Zeugen von illegalen Betäubungsmittelhandel und trafen Maßnahmen gegen die Dealer.
Am Montag (16.02.) fand der traditionelle Rosenmontagszug statt. In diesem Jahr versammelten sich etwa 75.000 Personen rund um die Aufzugsstrecke. Aus polizeilicher Sicht verlief die Veranstaltung störungsfrei und friedlich.
Die Bilanz zwischen Donnerstag (12.02.) und Montag (16.02.): Insgesamt wurden 207 Personen sowie 73 Fahrzeuge kontrolliert. Die Beamten sprachen in 107 Fällen Platzverweise aus und fertigten 27 Strafanzeigen.
Die regelmäßigen Kontrollen dauern weiter an – sowohl mit uniformierten, als auch zivilen Einsatzkräften.