Nordstadtblogger

Weg vom Smartphone und raus in die Natur! Kinder lernen bei der „Erlebnistour Fauna und Flora“ die urbane Natur kennen

Norstadt Natürlich. Premiere der „Erlebnistour Fauna und Flora – meine grüne Nordstadt“.  Fotos: Klaus Hartmann.

von Angelika Steger

Auf dem Weg zwischen Libellen-Grundschule und der gleichnamigen Gartenanlage herrscht Hochbetrieb. Nicht nur SpaziergängerInnen mit ihren Hunden sind hier unterwegs. Links und rechts des Weges sind Stände mit grünen Dächern aufgebaut, Kinder laufen hin und her. Ein Stand ist vom Zoo Dortmund, einer von der EDG, ein anderer ist mit Schaukästen bestückt. Zu welchem Vogel gehört welche Feder und was fressen Vögel überhaupt? Wie trennt man Müll richtig? Auch das gilt es für die Kinder bei der „Erlebnistour Fauna und Flora“, die von verschiedenen AkteurInnen durchgeführt wird, zu erkunden. Auf einem Zettel tragen sie ihre Ergebnisse ein und bekommen am Ende einen kleinen Preis: einen Pflanztopf mit Samen für eine bunte Blumenwiese. Die Erlebnistour ist ein Teil der Reihe „Nordstadt natürlich!“ des Quartiersmanagements Nordstadt.

Spielerisch den Artenschutz lernen: Warum Bienen so wichtig sind und warum es den Zoo gibt

Ein Wolfskiefer. Foto: Klaus Hartmann.

Auf die Wichtigkeit und Bedeutung weist die Bienen-AG der Vincenz-von-Paul-Schule mit ihrem Stand „Volle Polle“ hin: hier werden Bienenfiguren gebastelt. Wie kann die/der Einzelne den Bienen helfen? Warum sind sie so wichtig?

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Damit Menschen in Zukunft auch den leckeren Honig essen können und viele Obst- und Gemüsesorten weiterhin gedeihen können, müssen unter anderem wieder mehr Blumenwiesen statt Einheitsgrün existieren – auch oder besonders in der Stadt, in der Dortmunder Nordstadt.

Ein ausgestopfter Dachs fällt der BesucherIn am Stand des Zoos als erstes ins Auge. Zu welchem Tier welche Teile gehören, das gilt es zu erraten. Aber auch unscheinbarere, kleinere Teile wie Krallen oder Zähne gilt es, dem richtigen Tier zuzuordnen. Zoos sind nicht nur eine BesucherInnen-Attraktion, sie können auch dafür sorgen, dass gefährdete Arten erhalten bleiben.

Libellenparkanlage ist bestens geeignet für die Erlebnistour Fauna und Flora

Wildkräuter-Tour mit Martini.

Die Libellenparkanlage sei für diese Erlebnistour gut geeignet, weil sie fast wie ein Wald sei, davon sind alle AkteurInnen, darunter das Amt für Stadterneuerung, Wald und Holz NRW, die Dogewo21 und andere überzeugt.

Die Nordstadt ist von vielen Straßen durchzogen, die täglich von vielen, wenn nicht zu vielen Fahrzeugen frequentiert werden. Freiraum für Kinder gibt es nur an bestimmten Plätzen. Dieser Park ist autofrei, hier können Kinder frei herumlaufen und spielen, sich mit Freunden treffen.

Neue ProjektpartnerInnen gibt es auch: den Zoo Dortmund und den örtlichen Nachbarschaftstreff. Bis zum Mittag waren 150 Kinder beteiligt, die großen Spaß am Rätseln und Entdecken haben, das sieht und hört man als BesucherIn. Kindergärten und Schulen der Nordstadt waren dazu eingeladen, teilzunehmen.

Erlebnistour soll Umweltbewusstsein schaffen und ein Signal über die Nordstadt hinaus senden

Insekten sind sehr wichtig für den Menschen.

„Die Erlebnistour Fauna und Flora findet als Begleitprogramm zu Baumaßnahmen statt“, erläutert Heike Lindenblatt vom Amt für Stadterneuerung. 47.000 Euro lässt sich die Stadt dieses Projekt kosten.

Kerstin von der Horst von der Dogewo21 stellt heraus, dass solche Veranstaltungen ein wichtiger Faktor für die Nordstadt seien: „Hier lohnt es sich vorbei zu schauen. Schon die Kinder sollen lernen, wie man Müll richtig trennt oder Wasser im Haushalt spart.“

Wer Häuser baue, der müsse auch auf die Grünflächen achten, deshalb engagiere sich die Dogewo21 bei diesem Naturbildungsprojekt „Erlebnistour Fauna und Flora.“ Gerade in dicht besiedelten Gebieten soll bei den BewohnerInnen ein Umweltbewusstsein geschaffen werden.

Annette Kritzler vom Quartiersmanagement ergänzt: „Hier setzen wir den Grundstein für ein besseres Verständnis für das Leben von Pflanzen und Tieren in der Stadt.“ Ob dieses Verständnis auch bei den Eltern vorhanden ist oder sich auf die Eltern überträgt, bleibt dabei aber offen.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen des Quartiersmanagement Nordstadt hier.

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