Rasenheizung, Drainagesystem und Erneuerung der Rundlaufbahn

Stadion Rote Erde wird den Anforderungen des Profifußballs und der Leichtathletik angepasst

Bevor die Umbaumaßnahmen beginnen können, müssen weitere Aufgrabungen an sechs Kampfmittelverdachtspunkten durchgeführt werden.

Das Stadion Rote Erde, Heimspielstätte der Drittligafußballer sowie der Fußballfrauen von Borussia Dortmund und Bundesleistungsstützpunkt der Leichtathletik, erhält wesentliche Aufwertungen. Bis zum Frühjahr 2022 soll die für Drittligafußball verpflichtende Rasenheizung und damit verbunden ein neues Drainagesystem in Betrieb genommen sowie eine neue Rasendecke verlegt werden. Auch die Rundlaufbahn wird erneuert. Doch es müssen zunächst noch ein paar Hürden genommen werden. Denn durch Luftbildauswertungen, die im Rahmen der Bauplanungen vorgenommen wurden, sind mehrere Verdachtspunkte von Bombenblindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg ausgemacht worden. Nach Sondierungen von insgesamt acht Verdachtspunkten steht nun fest, dass an sechs Stellen weitere Aufgrabungen notwendig sind. 

BVB übernimmt Kosten für die Anforderungen durch den Profifußball 

Zur Eröffnung des Stadion Rote erde am 13. Juni 1926 gab es eine "lebende Schachpartie" des Dortmunder Arbeitersports. Archivbild: Gerd Kolbe
Zur Eröffnung des Stadions Rote Erde am 13. Juni 1926 gab es eine “lebende Schachpartie” des Dortmunder Arbeitersports. Archivbild:  Gerd Kolbe Archivfoto: Gerd Kolbe

Mit den Arbeiten soll die Spielfläche im 1926 eröffneten Stadion nach dem Aufstieg der U23-Fußballer des BVB an die besonderen Anforderungen des Profifußballs angepasst werden.

Der BVB hat sich bereit erklärt, die Kosten der Anschaffung und des Einbaus der Rasenheizung sowie der Erneuerung des Unterbaus und der neuen Rasendecke zu finanzieren.

„Das Miteinander aller Beteiligten hat bisher sehr gut funktioniert. Ich bin mir sicher, dass von den in die Wege geleiteten Maßnahmen sowohl der BVB als auch die Leichtathletik gleichermaßen profitieren werden“, sagt BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer.

Höhere Attraktivität für die Leichtathletik durch neue Laufbahn

Parallel zu diesen Maßnahmen soll die zuletzt 1999 modernisierte Rundlaufbahn, die nicht mehr den Anforderungen des Leistungssports entspricht, erneuert werden. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt, vorbehaltlich des Ratsbeschlusses, durch die Stadt Dortmund. 

„Wir freuen uns auf optimale Trainingsbedingungen und sind uns sicher, dass für mögliche Leichtathletik-Großveranstaltungen der Standort Dortmund durch die neue Laufbahn erheblich attraktiver wird“, sagt Michael Adel, Vorsitzender der Kreisleichtathletik. „Die leichtathletische Disziplinenvielfalt wird auch nach dem Einbau einer Rasenheizung in vollem Umfang ausgeübt werden können“, erklärt Adel. 

Oberbürgermeister Thomas Westphal begrüßt die Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen: „Ich freue mich, dass wir zusammen mit Borussia Dortmund das Stadion Rote Erde für zwei Kernsportarten aufwerten können und dadurch in Dortmund beste Bedingungen für den Leistungs- und Nachwuchssport schaffen können.“ 

Kampfmittelverdachtspunkte müssen untersucht werden

An sechs Verdachtspunkten sind weitere Aufgrabungen notwendig. Archivfoto

Im Zuge der Vorbereitungen und Planungen dieser Baumaßnahmen sind im Rahmen einer Luftbildauswertung Kampfmittelverdachtspunkte festgestellt worden, die vor Beginn der Modernisierungsmaßnahmen zu untersuchen sind. Die insgesamt acht Verdachtspunkte befinden sich sowohl im Bereich der Spielfläche als auch auf der Laufbahn. 

In Zusammenarbeit mit dem BVB, dem Ordnungsamt, der Bezirksregierung Arnsberg und der Firma Röhll (Kampfmittelbeseitigung) wurde ein Zeitplan entwickelt, der den Spielbetrieb und die Funktionen des Stadions Rote Erde zunächst aufrecht erhalten soll. Gleichzeitig wurden die Vertreter der Leichtathletik über die weitere Vorgehensweise informiert. 

Die Sondierungsbohrungen an den Verdachtspunkten sind in der zweiwöchigen Länderspielpause der U23-Mannschaft des BVB abgeschlossen worden, anschließend erfolgte die Wiederherstellung der Rasenflächen, um den Spielbetrieb baldmöglichst wieder aufnehmen zu können. Die Laufbahn ist derzeit nicht mehr nutzbar. 

Oberflächennaher Bergbau – eventuelle Hohlräume müssen verfüllt werden

Bei der Auswertung der Sondierungsuntersuchungen wurden sechs Punkte mit Anomalien festgestellt, die Aufgrabungen erforderlich machen. Momentan wird mit allen Beteiligten die Vorgehensweise abgestimmt und ein Zeitplan für die Arbeiten festgelegt, der den Trainings- und Wettkampfbetrieb der Leichtathletik und des Fußballs so wenig wie möglich einschränkt bzw. eine schnelle Wiederaufnahme ermöglicht. 

Dabei wird auch die im Stadion Rote Erde bestehende latente Gefahr durch oberflächennahen Bergbau berücksichtigt. Zur Erkundung möglicher Hohlräume wurde das Ingenieurbüro GID mit der Erstellung eines Planungs- und Erkundungskonzepts beauftragt. Die Studie wird in Kürze erwartet. 

Es ist beabsichtigt, die erforderlichen Erkundungsbohrungen direkt nach Feststellung der Kampfmittelfreiheit zu starten und bei Auffindung von Hohlräumen unmittelbar mit der Verfüllung zu beginnen. Der hierfür erforderliche Zeitrahmen ist abhängig von den tatsächlichen Ergebnissen der Sondierung. 

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