
Ob Hinterhofgärten, Grün auf Brachflächen oder Schulgärten, viele Dortmunder:innen möchten gemeinschaftlich gärtnern. Die Stadt Dortmund unterstützt mit dem Projekt „Querbeet“ Schulen, Kitas, soziale Einrichtungen oder auch Nachbar:innen dabei. Die Stadterneuerung hat dadurch bereits 46 Gärten gefördert. Regulär sollte das Projekt im nächsten Jahr enden. Doch da der Bedarf bleibt, empfiehlt die Stadtverwaltung dem Rat der Stadt das Projekt zu verlängern. Anträge zur Förderung im kommenden Jahr können online oder schriftlich bis Mitte November gestellt werden.
Auch Vernetzung und Gartentipps spielen bei der Förderung eine zentrale Rolle

Querbeet unterstützt die Gemeinschaftsgärten und übernimmt 90 Prozent der Sachkosten für die Grundausstattung. So können Pflanzen und Saatgut aber auch Regentonnen oder Gartengeräte angeschafft werden.
Des weiteren vernetzt das Projekt die Gemeinschaftsgärten, so werden Fortbildungen, Erfahrungsaustausch und Rundtouren organisiert. Diese Angebot nutzen regelmäßig etwa 200 Gärtner:innen in Dortmund.
Viele Gärten wollen sich bei der Internationalen Gartenausstellung 2027 präsentieren

Dortmund wird ein Hauptstandort der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 sein, daher bereiten sich viele der Gärten bereits darauf vor sich dort zu präsentieren. Eine Ausstellung auf dem IGA-Gelände und Führungen zu den Gärten sollen das gemeinschaftliche Gärtnern bekannter machen.
Deshalb rechnet die Stadterneuerung damit, dass anschließend weitere Projektideen entwickelt werden, deren Umsetzung dann bis 2029 unterstützt werden soll. Das Engagement der Gemeinschaftsgärtner:innen leistet viel für die soziale Integration und die ökologische Bildung.
Anträge für das Jahr 2025 können noch bis Mitte November gestellt werden
Eine Verlängerung des Projekts würde es noch mehr Menschen ermöglichen neue Gartenformen zu entwickeln und gemeinsam den positiven Einfluss auf das städtische Zusammenleben zu stärken. Nach alter Planung läuft das Querbeet-Projekt Ende 2025 aus. Schriftlich oder Online können noch Anträge für das kommende Jahr bis Mitte November gestellt werden.
Mehr Informationen:
- Einen Einblick in die Vielfalt der Gärten zeigt die Gemeinschaftsgarten-Karte unter: dortmund.de/querbeet.
- Anträge zur Förderung für das Jahr 2025 sind online oder schriftlich bis Mitte November zu stellen. Weiteres dazu gibt es unter: dortmund.de/querbeet.


Reaktionen
Cornelia Wimmer
Die Stadt Dortmund hat eingestandermaßen zu wenig Personal ihre Grünflächen angemessen zu pflegen. – Das sieht man an vielen Stellen in der Stadt, wie immer besonders ausgeprägt im Norden. Die Bezirksvertretung Nord kann auf einen beachtlichen Stapel oft viele Jahre zurückliegender Beschlüsse verweisen, nur ausgeführt werden sie nicht, mangels Personal.
Denkbar froh sollte die Stadt sein, dass sich Leute finden, die sich trostlos vertrockneter Orte annehmen und diese begrünen. Das ist oft schwer, liegen doch, anders als in Privatgärten, nicht Strom und Wasser gleich zapfbereit. Und leider muss auch mit unsachgemäßer Nutzung – man nennt es normalerweise Vandalismus – gerechnet werden. Alles nicht so einfach.
Von daher: Förderung unbedingt verlängern. Besser noch ausweiten.
Mit Querbeet Dortmund den eigenen Gemeinschaftsgarten pflanzen (PM)
Der Frühling kommt bestimmt, und es macht Spaß, zusammen zu gärtnern und mehr Grün in die Stadt zu bringen. Mit Querbeet Dortmund fördert das Amt für Stadterneuerung Gemeinschaftsgärten von Schulen, Kitas, Vereinen, sozialen Einrichtungen und Nachbarschaften.
Obst und Gemüse aus eigenem Anbau schmeckt bekanntlich am besten – weil es frisch ist und weil die eigene Arbeit drinsteckt. Ein Gemeinschaftsgarten bietet alle Voraussetzungen, die es braucht, um mit dem Gemüseanbau zu starten, wenn man keinen eigenen Garten hat. Das Schönste an einem Gemeinschaftsgarten ist jedoch, was im Namen steckt – die Gemeinschaft. Und die will die Stadt mit Querbeet Dortmund fördern. Jetzt ist die richtige Zeit, sich zusammenzufinden und in die Planung für einen Gemeinschaftsgarten einzusteigen.
Winterzeit nutzen und Pläne schmieden für den Gemeinschaftsgarten
Wer Lust aufs Gärtnern und Gemeinschaft hat, kann auf dortmund.de/querbeet jederzeit einen unkomplizierten Antrag auf Förderung stellen. 90 Prozent der Kosten für Material, Gartengeräte und Pflanzen können von Querbeet übernommen werden. Neue Förderungen können wegen der Haushaltsperre der Stadt voraussichtlich erst Anfang April vereinbart werden. Doch wer sich jetzt schon konkrete Gedanken macht und einen Antrag stellt, kann im Frühjahr sofort loslegen.
Interessierte können sich auch bestehenden Gemeinschaftsgärten anschließen, denn Mitglieder sind in der Regel gerne willkommen. Welche Gärten es in Dortmund gibt und wie man sie erreicht, lässt sich über eine interaktive Gartenkarte auf dortmund.de/querbeet herausfinden. Knapp 60 Gärten wurden bislang schon von Querbeet finanziell unterstützt.
Jetzt Antrag stellen und im Frühling direkt loslegen
Kürzlich würdigte der Regionalverband Ruhr die Idee von Querbeet mit einem kurzen Video. Am Beispiel des Gartens vom Beginenhof in der Dortmunder Nordstadt, der von Querbeet gefördert wurde, zeigt der Film, wie Querbeet Gemeinschaftsgärten unterstützt. Zu finden ist der Beitrag unter dortmund.de/querbeet.
Einmal im Monat verschickt Querbeet Dortmund einen eigenen E-Mail-Newsletter. Er informiert über Workshops, Netzwerktreffen und Gartenführungen, die Querbeet Dortmund und Dritte organisieren. Interessierte können sich per Mail an querbeet@dortmund.de für den Newsletter anmelden.
Querbeet bei der Internationalen Gartenausstellung 2027
Auf der IGA 2027 wird Querbeet Dortmund ebenfalls vertreten sein. Auf einer eigenen Ausstellungsfläche im IGA-Zukunftsgarten in Dortmund will Querbeet zeigen, wie sich ein naturnaher (Gemeinschafts-)Garten gestalten lässt, auch wenn wenig Platz zur Verfügung steht.
Alle, die bei querbeet mitmachen, einen eigenen Garten haben, alle Vereine, grüne Initiativen, auch Kitas oder Schulen können auch selbst bei der IGA 2027 mitmachen. Dafür gibt es mit meingarten.iga2027.ruhr eine Extra-Plattform, auf der man sich registrieren und die eigene Oase mit Bildern, Videos und Texten vorstellen kann.