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Kreativ infiziert: Künstler aus Dortmund verkauft 99 limitierte stählerne Coronaviren und unterstützt das Gast-Haus

Katrin Lauterborn, Geschäftsführerin der Wohnungsloseninitiative „Gast-Haus statt Bank“ freute sich über einen symbolischen Scheck über 2000 Euro des Künstlers Sebastian Wien. Foto: Joachim vom Brocke

Von Joachim vom Brocke

„Hier und Heute“ heißt eine neue Skulptur des Dortmunder Bildhauers Sebastian Wien. Sein Werk hat einen Durchmesser von 25 Zentimetern und bringt vier Kilogramm auf die Waage. Die Skulptur hat der Künstler symbolisch einem Corona-Virus nachempfunden. Sie ist aus 60 Einzelteilen zusammengeschweißt. „Ich habe mich in meinem Atelier kreativ ,infiziert’ von Corona an die Arbeit gemacht“, erklärte Sebastian Wien den künstlerischen Weg von „Hier und Heute“.

20 Prozent der Erlöse spendet der Künstler an das Gast-Haus

Zunächst sollte es ein Unikat sein, doch das Interesse nach der ersten Präsentation war groß. Jetzt ist der stählerne Corona-Virus als limitierte und nummerierte Edition von insgesamt 99 Exemplaren zu haben. Als „Zeichen der Solidarität mit den Menschen, die besonders unter der Krise zu leiden haben“, gehen 20 Prozent des Erlöses an die ökonomische Wohnungsloseninitiative „Gast-Haus statt Bank“ an der Rheinischen Straße. Einen ersten Scheck über 2000 Euro erhielt Geschäftsführerin Katrin Lauterborn. ___STEADY_PAYWALL___

Die Edition ist auf 99 Exemplare limitiert. Foto: Sebastian Wien

Sebastian Wien freut sich nach den ersten Veröffentlichungen über das große Interesse an seinem symbolischen, stählernen Corona-Virus. „Nicht nur aus der deutschen Kunstszene gab es Interesse, auch Anfragen aus England und Amerika habe ich bereits bekommen“, sagte der Dortmunder Bildhauer, der in seinem Atelier an der Chemnitzer Straße an seinen vielseitigen Stahlplastiken arbeitet.

„Gast-Haus statt Bank“-Geschäftsführerin Katrin Lauterborn freute sich vor dem Hintergrund etwas nachlassender Spendenfreudigkeit über den symbolischen Scheck über 2000 Euro. „Die Corona-Krise trifft das Gast-Haus“, sagt Katrin Lauterborn. „Wir mussten die Hilfe auf ein Minimum runterfahren“, schildert sie die aktuelle Situation.

Vorbei sind seit den Corona-Verschärfungen die gemütlichen Frühstücke für Wohnungslose. „Jetzt werden sie täglich mit Lunchpaketen versorgt“. Geöffnet ist weiter die Arztpraxis. Seit Mitte April gibt es in Zusammenarbeit mit bodo e.V. und dem Wärmebus zusätzliche Duschangebote in der Leuthardstraße. Katrin Lauterborn mag sich derzeit nicht vorstellen, wenn die kalte Jahreszeit kommt und es bis dahin gegen den Corona-Virus keine helfenden Medikamente gibt. 

Wer eine Skulptur bestellen möchte meldet sich am besten telefonisch oder per Email bei. Künstler (Kontaktdaten im Anhang des Artikels) oder besucht seine Homepage. Der Preis pro Skulptur beträgt  1.200 Euro incl. MwSt.

 

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