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Internetauftritt von „Dortmunder Kinder in Not“ sorgt für unkomplizierte Soforthilfe im Kampf gegen Kinderarmut

Propst Andreas Coersmeier, Kreativagentur-Chef Christian Lüning und Alwin Buddenkotte von den Katholischen Sozialen Diensten schalteten die Internetseite gemeinsam frei. Foto: Sascha Fijneman

Seit elf Jahren gibt es den Hilfsfonds „Dortmunder Kinder in Not“, der für schnelle und unbürokratische Soforthilfe sorgt. Gegründet wurde er von den Katholischen Fachverbänden und der Katholischen Stadtkirche auf Anregung von Propst Andreas Coersmeier. Zwischen 30 und 40 Prozent der in Dortmund lebenden Kinder kommen aus einkommensschwachen Verhältnissen und sind von Armut betroffen. Um diesen noch schneller und unkomplizierter Hilfe zukommen zu lassen, gibt es nun eine Internetseite, über die Initiativen und Einrichtungen Mittel aus dem Fonds beantragen können, um akute Missstände zu beseitigen.

Unterstützung von Projekten oder Einzelpersonen möglich

Screenshot der neuen Website.

Außerdem bietet die noch im Aufbau befindliche Seite Informationen für potentielle SpenderInnen. Die Idee für einen Hilfsfonds kam Propst Andreas Coersmeier anlässlich eines Geburtstages. Da er wunschlos glücklich sei, bat er damals seine Freunde und Bekannten ihm keine Geschenke zu machen, sondern statt dessen Geld für den guten Zweck zu spenden.

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Das war die Geburtsstunde von „Dortmunder Kinder in Not“. Seither können Betreuungseinrichtungen und Projektträger über den Hilfsfonds „Dortmunder Kinder in Not“ Unterstützung beantragen, welche einzelnen oder Gruppen von Kindern in Dortmund in Form von Sachspenden zugutekommen.

So werden beispielsweise Kosten für notwendige Verpflegung, Bekleidung, Schulbedarf, ein Projekt zur gesunden Ernährung sowie für die Übermittagsbetreuung übernommen. Bei der Unterstützung handelt es sich um eine Einmalförderung, die pro Projekt oder Person im Jahr rund 300 Euro beträgt.

Die neue Seite zeigt, wie und wem geholfen werden kann. Alwin Buddenkotte erläutert das dabei geltende Prinzip: „Wir leisten überwiegend Einzelfallhilfe auf Antrag von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtungen, die mit den Kindern zu tun haben.“ Anträge stellen können beispielsweise die Leiterinnen oder Leiter von Kindertagesstätten, wenn ihnen eine akute Notlage bei den Kindern auffällt.

Fonds sorgt für soziale Teilhabe, den Zugang zu Bildung und fördert Gesundheit und Entwicklung

Regelmäßig engagiert sich der BVB für „Dortmunder Kinder in Not“. Hier Lukasz Piszczek bei einer Signierstunde.

So berichtet Alwin Buddenkotte von den Katholischen Sozialen Diensten von einem Fall, in dem ein Kind kein richtiges Bett bzw. eine Matratze besitzt, sondern auf mit Papierschnipseln gefüllten Müllbeuteln schlafen muss. „In solchen Fällen können wir sofort reagieren. Die behördliche Hilfe dauert oftmals einfach viel zu lange“, freut sich Buddenkotte.

Es geht also vielfach um die kleinen Dinge des alltäglichen Gebrauchs, die dafür sorgen die Kinder am sozialen Leben der Gesellschaft teilhaben zu lassen, einen Zugang zu Bildung zu schaffen, die Gesundheit und die Entwicklung der Kinder zu fördern. „In der Regel geschieht unsere Unterstützung als Reaktion auf Einzelschicksale“, erklärt Buddenkotte.

Durch diverse Beratungsangebote des Katholischen Sozialen Dienstes würden tiefe Einblicke in die persönlichen Situationen der Betroffenen gewährt. Um effizient helfen zu können, ist der Fonds natürlich auf Spenden angewiesen. Es würden regelmäßig sowohl kleine als auch große Beträge von Initiativen oder Firmen gespendet.

Internetpräsenz ist eine Spende der Kreativagentur C.LUENINGDESIGN

Zu erwähnen sei diesbezüglich das Engagement des BVB, der mit einer jährlichen Kalenderaktion den Fonds unterstützt und die Zuwendung der Marianne-Hoffmann-Stiftung. „Was bei uns reinkommt, geht auch zu 100 Prozent wieder raus“, so Buddenkotte. 

Die neue Internetseite ist quasi ebenfalls eine Spende. Die Olfener Kreativagentur C.LueningDesign wird die Seite auch in Zukunft verwalten. Für Christian Lüning war die Arbeit eine willkommene Abwechslung für sein Team und mit viel Spaß und Freude habe man die Seite für den guten Zweck erstellt.

Die Seite ist online, befindet sich aber noch im Aufbau und wird zeitnah durch weitere Inhalte ergänzt.

Weitere Informationen:

Mehr zum Thema bei nordstadtblogger.de:

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