
In Dortmund ist eine neue digitale Plattform gestartet, die Unternehmen und gemeinwohlorientierte Organisationen zusammenbringen soll. Auf EngagementDO können Organisationen Projekte und Unterstützungsbedarfe einstellen, Unternehmen können passende Angebote finden und Kontakt aufnehmen. Die Spanne reicht nach Angaben der Initiatoren von gemeinsamen Aktionen bis zu kostenloser fachlicher Beratung.
Von der Renovierung bis zur IT-Beratung
Gemeinwohlorientierte Organisationen können auf EngagementDO Projekte vorstellen, für die sie Unterstützung suchen, etwa Hilfe bei einer Veranstaltung, bei der Renovierung von Räumen, bei der Verschönerung von Außenbereichen oder bei einem Mitmachangebot. Unternehmen sehen dort die Gesuche und können gezielt Kontakt aufnehmen. Aus einzelnen Aktionen sollen so auch längerfristige Kooperationen entstehen.
Zudem können Unternehmen ihr Fachwissen kostenlos zur Verfügung stellen. Solche sogenannten Pro-Bono-Leistungen sollen gemeinwohlorientierten Organisationen zugutekommen, zum Beispiel in den Bereichen IT und Digitalisierung, Marketing und Kommunikation oder Organisationsentwicklung.
Die ersten konkreten Unterstützungsgesuche sind bereits eingestellt. So sucht beispielsweise die Diakonie helfende Hände, die bei der Umsetzung von Verschönerungsplänen mit anpacken. Damit beginnt die Plattform nach Angaben der Initiatoren, ihre Funktion als digitale Vermittlerin für gesellschaftliches Engagement in Dortmund mit Leben zu füllen. Wie viele Kooperationen tatsächlich zustande kommen, bleibt abzuwarten.
Jaschewski: „Aus Aktionen können langfristige Partnerschaften entstehen“
„Mit EngagementDO wird die Engagement-Förderung in Dortmund gezielt weiterentwickelt und ergänzt“, betont Karola Jaschewski.

„Es gibt viele Unternehmen, die sich für die Stadtgesellschaft engagieren wollen, und viele gemeinnützige Organisationen, die Unterstützung gut gebrauchen können“, so die Geschäftsführerin der FreiwilligenAgentur Dortmund.
„EngagementDO bringt beide zusammen. So können aus guten Ideen konkrete Hilfe, aus fachlichem Wissen neue Lösungen und aus einzelnen Aktionen langfristige Partnerschaften entstehen. Davon profitiert unsere ganze Stadt“, finde Jaschewski.
Prüfung vor der Freischaltung: Wer eingestellt wird und wer nicht
Die Plattform ist bei der FreiwilligenAgentur Dortmund angesiedelt. Sie prüft nach eigenen Angaben, bevor Organisationen ihre Bedarfe veröffentlichen und Unternehmen die Plattform nutzen können, die jeweiligen Profile und Einträge und schaltet sie danach frei.
Bei Organisationen wird dabei insbesondere darauf geachtet, welche Ziele sie verfolgen und ob sie gemeinnützig oder gemeinwohlorientiert sind. Auch Unternehmen werden vor der Freischaltung überprüft. So soll sichergestellt werden, dass die Plattform gemeinwohlorientierte Zusammenarbeit unterstützt und verlässliche Kontakte ermöglicht.
Die Nutzung ist kostenfrei, für das Einstellen von Angeboten und Bedarfen ist eine einmalige Registrierung nötig. Gefördert wurde die Plattform von der Wirtschaftsförderung und dem Sozialdezernat. Die Initiative geht von der FreiwilligenAgentur aus, umgesetzt wird sie gemeinsam mit dem Aktionsplan Soziale Stadt Dortmund und der Wirtschaftsförderung.
Von der Fachtagung 2023 zur ganzjährigen Plattform
Den Anstoß gab 2023 die Fachtagung „Soziales Engagement von Unternehmen und Stiftungen in den Aktionsräumen stärken“ der Kommission Soziale Stadt. Dort sei es ein wichtiges Anliegen gewesen, Unternehmen und gemeinwohlorientierte Organisationen besser zu vernetzen und konkrete Möglichkeiten für Engagement sichtbarer zu machen, heißt es von den Beteiligten.
Auch der Verein Tatendrang e. V. wirbt in Dortmund um Unternehmen für gesellschaftliches Engagement. Er hat den „Tatendrang-Tag“ ins Leben gerufen, einen Social Day, an dem sich Unternehmen für gemeinnützige Zwecke engagieren. Die FreiwilligenAgentur Dortmund ist Gründungsmitglied des Vereins und organisiert den Aktionstag mit.

Auch die Bahnhofsmission am Hauptbahnhof bekam Unterstützung beim „Dortmunder Tatendrang“.

Auf dem Foto von links: Anja Butschkau (AWO-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete), Freiwillige des Dortmunder Tatendrangs, Tim Hammerbacher (AWO-Geschäftsführer)



Die zweite Runde fand am 3. Juli 2026 statt. Während der Tatendrang-Tag das Engagement an einem festen Tag im Jahr bündelt, soll EngagementDO ganzjährig Möglichkeiten bieten, Projekte und Partner zu finden.
Auch nach dem Start soll EngagementDO weiterentwickelt werden. Wer bei der Nutzung Fragen, Auffälligkeiten oder Verbesserungsvorschläge hat, kann sich an die FreiwilligenAgentur Dortmund wenden. Die Rückmeldungen sollen helfen, die Plattform stärker an den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer auszurichten.
Mehr Informationen:
- Die Plattform ist unter engagementdo.de erreichbar.
- E-Mail unternehmensengagement@dortmund.de
- Kontakt zur FreiwilligenAgentur Dortmund e. V. unter https://www.freiwilligenagenturdortmund.de

