
Seit März dieses Jahres gibt es eine neue direkte, tägliche Flugverbindung zwischen Dortmund und London. Nachdem Ryanair sich letztes Jahr dazu entschlossen hatte, den Dortmunder Flughafen nicht mehr anzufliegen, brach die beliebte Reiseverbindung weg. Nun fliegt Wizz Air direkt, fünfmal die Woche nach London-Luton – eine wichtige Verbindung fauch ür die Wirtschaftspolitik Dortmunds.
Delegation unter Leitung von Alexander Kalouti
Mit einer 20-köpfigen Delegation aus Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Kultur, reiste der Oberbürgermeister, vergangene Woche nach London. Zur Delegation gehörten unter anderem die IHK, Wilo, das Technologiezentrum, das Theater und die Wirtschaftsförderung Dortmund.

Begrüßt wurde die Delegation unter OB Alexander Kalouti in der deutschen Botschafter in London. Kalouti berichtet erfreut, das es einen guten Draht zu dem stellvertretenden Bürgermeister von London, Howard Dawber gab. „Wir konnten uns beide über das Studium am Kings College London austauschen, das hat den Einstieg in Gespräche deutlich erleichtert“, so der Oberbürgermeister.
Im Zentrum der Reise stand der Ausbau wirtschaftlicher, technologischer und kultureller Kooperationen, mit der Dortmund seine internationale Sichtbarkeit stärken will. Kalouti betont, dass dafür ein wichtiger Baustein die direkte Flugverbindung zwischen Dortmund und London sei, die den Austausch erleichtern soll.
Der Wandel Dortmunds wird international neu beworben
Ein zentrales Anliegen der Dortmunder Delegation war es, das veraltete Bild von Dortmund im Ausland zu korrigieren. Denn häufig wird die Stadt noch immer mit Kohle und Stahl assoziiert, betont Kalouti. „Es ist wichtig den Menschen zu zeigen, dass sich Dortmund in den vergangenen 40 Jahren grundlegend transformiert wurde; wir sind eigentlich eine vollkommen neue Stadt.“

Diese Transformation sichtbar zu machen, sei entscheidend, um internationale Partner zu gewinnen, erläutert der Oberbürgermeister.
„Dortmunder Unternehmen beim Eintritt in ausländische Märkte zu unterstützen ist entscheidend. Gleichzeitig müssen wir versuchen, Unternehmen aus London nach Dortmund zu holen. Denn Dortmund ist ein attraktiver Standort, besonders durch das Technologiezentrum sowie die vergleichsweise günstigen Standortkosten“, so der OB.
„Ich habe in London ein Interview mit BBC World führen können, in welchem ich die Entwicklung Dortmunds und die strategischen Ziele der Stadt erläutern konnte“, so Kalouti. Diese internationale Berichterstattung sieht der Oberbürgermeister als wichtigen Baustein um das neue Bild Dortmunds als attraktiven Wirtschaftsstandort zu stärken.
Netzwerken zwischen Deutschen und Britischen Unternehmen
Ein wichtiger Teil der Reise, war ebenfalls der Wirtschaftsstammtisch des German Business Hub London, unter dem Motto „Dortmund lädt ein“. Rund 100 Vertreter:innen der deutsch-britischen Wirtschaft nahmen teil, um Kontakte zu knüpfen und Ideen auszutauschen.

Zu den Partnern zählten unter anderem der British Chamber of Commerce in Germany sowie Borussia Dortmund. Dessen Geschäftsführer Carsten Cramer, war eigens angereist, um für den Wirtschaftsstandort Dortmund zu werben. Der German Business Hub London, dient deutschen Unternehmen, besonders jungen Start-ups, als Unterstützung für den Einstieg in den britischen Markt.
Ein weiterer Termin stellte die Start-Up Pitching-Session, die von London & Partners, der Londoner Agentur für Wirtschaftsförderung und Tourismus, organisiert wurde. Bei ihr trafen deutsche und britische Start-ups aufeinander, um sich zu vernetzen.
Die Gespräche zeigten, ein großes Interesse an Kooperationen, erklärt der Oberbürgermeister. „Besonders im Bereich Künstliche Intelligenz, gab es großes Interesse an zusammen Arbeit.“ Die Delegation besuchte dafür mehrere Unternehmen und Forschungseinrichtungen, darunter InstaDeep und das Londoner Büro von adesso.
Weitere Auslandsreisen für diese Jahr geplant
Die Reise nach London ist Teil einer Reihe geplanter internationaler Aktivitäten. Bereits im Juni ist eine weitere Reise in die Ukraine vorgesehen, die auch als politisches Statement dienen soll.

Im Fokus liegt der Ausbau von Kontakten in den Bereichen Industrie, vor allem in der Drohnentechnologie und Künstliche Intelligenz liegt die Ukraine weit vorne, so Kalouti.
Im November ist eine Reise nach Israel geplant, bei der wirtschaftliche und technologische Kooperationen im Mittelpunkt stehen sollen. Gleichzeitig soll die besondere Verbundenheit mit dem Staat Israel hevorgehoben werden.
Positive Bilanz und Ausblick auf die Zukunft
Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz der Reise. Laut Kalouti haben die Gespräche gezeigt, dass großes Interesse an Dortmund als Wirtschafts- und Technologiestandort bestehe. Nun geht es darum, aus den geknüpften Kontakten konkrete Projekte und langfristige Partnerschaften zu entwickeln und die internationale Präsenz der Stadt weiter auszubauen.
Anm.d.Red.: Haben Sie bis zum Ende gelesen? Nur zur Info: Die Nordstadtblogger arbeiten ehrenamtlich. Wir machen das gern, aber wir freuen uns auch über Unterstützung!

