Amphibienwanderung startet in Dortmund: Umweltamt ruft zu vorsichtigem Fahren auf

Molche, Frösche und Kröten auf dem Weg zu ihren Laichplätzen

Toter Frosch auf Straße
Die Frühjahrswanderung der Amphibien beginnt besonders Autofahrende sollen Rücksicht nehmen. Foto: Biologische Station Kreis Unna / Dortmund

Mit den milderen Temperaturen am Wochenende startet in Dortmund wieder die Wanderzeit der Amphibien. Kröten, Frösche und Molche machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Besonders nachts sind sie aktiv, wodurch Straßen für sie zu gefährlichen Hindernissen werden. Das Umweltamt bittet alle Verkehrsteilnehmer:innen, aufmerksam zu fahren und auf die Tiere zu achten. Je nach Wetterlage dauert die Wanderung bis Mitte oder Ende April.

Straßen besonders gefährlich – Barotrauma kann tödlich sein

Beim Überqueren von Straßen sind Amphibien besonders gefährdet. Die Tiere sterben nicht nur, wenn sie überfahren werden, sondern auch, wenn Autos zu schnell an ihnen vorbeifahren. Bereits ab 30 km/h können sie das sogenannte Barotrauma erleiden, das tödlich ist. Das bedeutet, dass sie an durch den Luftsog verursachten inneren Verletzungen sterben.

Krötenpaar
Verschiedene Maßnahmen werden ergriffen um die Tiere auf dem Weg zu ihren Laichgewässern zu schützen. Foto: Stadt Dortmund / Christoph Veen

Das Umweltamt und die Biologische Station Kreis Unna / Dortmund rufen daher alle Autofahrer:innen dazu auf, vorsichtig zu fahren und auf Tiere auf der Fahrbahn zu achten.

Um die Tiere zu schützen, werden jedes Jahr an einigen Straßen mit hohem Amphibienaufkommen mobile Warnschilder aufgestellt. Hier sollten Autos und Fahrräder langsam fahren, nach Möglichkeit sollten diese Straßen nachts oder bei Dämmerung sogar gemieden werden.

Zäune und Freiwillige sichern Amphibien auf Wanderung

Zusätzlich werden Schutz-Zäune aufgestellt, um die Amphibien daran zu hindern, über die Straße zu laufen. Die Tiere fallen in extra zu diesem Zweck eingegrabene Eimer und werden von Freiwilligen über die Straße getragen.

Zaun an der Straße
Amphibien Schutz-Zaun an der Kirchhörder Str. Foto: Stadt Dortmund / Anke Korte

Gleichzeitig nutzen die Helfer:innen diese Gelegenheit für eine Bestandsaufnahme der Arten und der Menge der gefundenen Amphibien um die Entwicklung der Population zu beobachten und gegebenenfalls weitere Schutzmaßnahmen zu planen.

Wichtig ist deshalb: Wenn Passant:innen zufällig so einen Zaun entdecken, sollten sie die Tiere nicht selbständig über die Straße bringen – auch wenn diese Hilfe gut gemeint ist.

Mehr Informationen:

Unterstütze uns auf Steady

Reaktion schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert