
Wenn die Temperaturen klettern, werden Steinwüsten zur Qual. In der Dortmunder Innenstadt sorgt der Paradiesgarten vor der Reinoldikirche bis Ende September für Erfrischung und Abwechslung im Stadtsommer. Der Popup-Garten ist im sechsten Jahr in Folge vom Dortmunder Grünflächenamt aufgebaut worden. Diesmal richtet er sich mit dem Motto „DO!Play – Hier spielt das Leben“ besonders an Kleinkinder und ihre Eltern.
Schatten spendet auch die Reinoldikirche
Mit einem Rutschturm, Sandkasten und einer Matschstation kann sich der Nachwuchs nach einem Tag in der Stadt den wirklich wichtigen Dingen des Lebens widmen. Für die Eltern und andere Stadtbesucher gibt es zwischen Sonnenhut, Prachtkerze und Salbei schattige Orte, um die Füße zu entlasten. Zwischen den Beeten stehen Bänke und Liegen, und Sonnensegel spenden zusätzlich Schatten.

Pfarrerin Heike Proske, Superintendentin im Evangelischen Kirchenkreis Dortmund, sagte bei der Eröffnung des Paradiesgartens: „Hier spielt das Leben! Das Thema des diesjährigen Paradiesgartens passt perfekt für diesen Platz vor Reinoldi und für jeden Platz in der Reinoldikirche.
Auch die dicken Kirchenmauern laden barrierefrei ein – wortwörtlich und im übertragenen Sinn. Reichen die Schattenplätze unter den Sonnensegeln nicht, bietet der Reinoldiraum kühle Plätze.“
Azubis sorgen für das Paradies am Reinoldiplatz

„Mein Dank geht daher an die Auszubildenden, die den Paradiesgarten unter erfahrener Anleitung und mit viel Engagement gebaut und bepflanzt haben“, sagt Arnulf Rybicki, Baudezernent der Stadt Dortmund.
Für den Evangelischen Kirchentag 2019 wurde erstmals ein rund 320 Quadratmeter großer, temporärer Garten vor der Reinoldikirche errichtet. Er diente als Ort der Erholung und der Begegnung – und als Inspiration für Hobbygärtner.


Reaktionen
Petra Sauter
Mein Kommentar zu den zahlreichen defekten Wasserspielgeräten am Wasserspielplatz im Revierpark Wischlingen hat sich zeitlich mit diesem Artikel überschnitten – und ich fühle mich darin bestätigt.
Das Grünflächenamt der Stadt Dortmund errichtet öffentlichkeitswirksam an zentraler Stelle einen temporären Mini-Pop-up-Garten. Doch was sind 320 m² für rund 600.000 Dortmunderinnen und Dortmunder?
Viel entscheidender: Was hat diese Aktion gekostet? 100.000 Euro? Mehr? Konkrete Angaben sucht man im Artikel vergeblich – vermutlich nicht ohne Grund.
Gleichzeitig lässt man den Wasserspielplatz im Revierpark Wischlingen sichtbar verkommen. Mehr als die Hälfte der Wasserspielgeräte ist defekt – und das teilweise bereits seit dem letzten Jahr.
Meine klare Forderung an die Stadt Dortmund:
Weniger Aktionismus, mehr Maßnahmen mit echter Wirkung.
Die Ausrede, es fehle an Geld oder Personal für die Reparatur der Wasserspielgeräte, wirkt vor diesem Hintergrund unglaubwürdig und ist nicht akzeptabel.
Daher meine konkrete Frage an die Verantwortlichen:
Wann wird der Wasserspielplatz im Revierpark Wischlingen wieder zu 100 % funktionsfähig sein?
Coole Kirchen – erfrischende Oasen mitten in der Dortmunder City (PM)
Wenn die Temperaturen in der Stadt steigen, gibt es nur wenige Orte, die wirklich kühl und angenehm sind: Kirchen sind solche Orte. Die evangelischen Dortmunder Stadtkirchen Sankt Petri und St. Reinoldi in der Innenstadt machen mit Ihrer Aktion „Kirchen als erfrischende Orte“ in der Fußgängerzone am Osten- und Westenhellweg darauf aufmerksam.
In den jahrhundertealten meterdicken Mauern herrscht ein angenehmes Raumklima und erfrischende Kühle kommt den Besucherinnen und Besuchern beim Betreten entgegen. Ausruhen, sitzen, für einen Moment die Ruhe und die erfrischende Kühle genießen, vielleicht noch eine Kerze anzünden, das ist in den Stadtkirchen möglich.
Das Besondere ist, dass alle Menschen herzlich willkommen sind, egal welcher Religion, Konfession, ob sie an Gott glauben oder nicht. Die evangelischen Stadtkirchen sind konsumfreie, kühle Ort mitten in Dortmund.
Und in beiden Kirchen in Sankt Petri und in St. Reinoldi gibt es manchmal zudem noch schöne Musik oder spirituelle Impulse. In diesem Sommer in Sankt Petri jeden Freitag von 13-14 Uhr die Musik am Mittag oder auch jeden Freitag in St. Reinoldi um 17.45 Uhr Licht und Stille mit anschließendem Abendgebet und persönlicher Segnung.
Die Kirchen sind geöffnet: Sankt Petri von Di-Fr von 11-17 Uhr und samstags von 10-16 Uhr, Sankt Reinoldi Di-Fr von 10-18 Uhr, samstags und sonntags von 10-14 Uhr. Nähere Informationen auch unter: http://www.sankt-petri-do.de oder http://www.sanktreinoldi.de