
Der Krankenstand in Dortmund bleibt weiterhin auf hohem Niveau. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsbericht der AOK NordWest. Mit 7,2 Prozent liegt der Wert unverändert zum Vorjahr. Atemwegserkrankungen sind weiterhin die häufigste Ursache für Krankschreibungen. Auffällig sind zudem Unterschiede zwischen den Branchen sowie die hohe Bedeutung von Langzeiterkrankungen.
Krankenstand stabil – Erkältungen und Atemwegsinfekte dominieren weiter
Der Krankenstand bei den rund 72.000 AOK-versicherten Arbeitnehmenden in Dortmund lag im Jahr 2025 bei 7,2 Prozent. Im Jahr zuvor lag der Wert ebenfalls bei 7,2 Prozent. Im Schnitt waren Beschäftigte 26,2 Kalendertage krankgeschrieben.
Langzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen machten 34 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage aus. „Atemwegserkrankungen machten mehr als ein Viertel aller Krankheitsfälle aus und waren mit Abstand wieder der häufigste Grund für eine Krankschreibung“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.
Der Anteil der Arbeitsunfähigkeitsfälle aufgrund von Atemwegserkrankungen an allen AU-Fällen lag 2025 mit 26,8 Prozent mit weitem Abstand weiterhin an erster Stelle. Danach folgten Muskel- und Skeletterkrankungen (16 Prozent), Verdauungserkrankungen (6,3 Prozent) und psychische Erkrankungenmit einem Anteil von 4,6 Prozent an allen AU-Fällen.
Branchen zeigen deutliche Unterschiede beim Krankenstand
Im Branchenvergleich zeigt sich in Dortmund im Jahr 2025 ein deutliches Gefälle beim Krankenstand. Den höchsten Wert verzeichnete die öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung mit 8,6 Prozent bei den AOK-Mitgliedern. Am niedrigsten lag der Krankenstand in der Land- und Forstwirtschaft mit 2,1 Prozent.

Insgesamt lag der Krankenstand in Dortmund bei 7,2 Prozent und damit leicht über dem Durchschnitt von Westfalen-Lippe mit 7,1 Prozent. Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall betrug 9,6 Kalendertage. Damit bleiben Beschäftigte im Schnitt gut eineinhalb Wochen arbeitsunfähig.
AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock verweist zudem auf die veränderten Anforderungen in der Arbeitswelt. Diese sei in den vergangenen Jahren unter anderem durch Digitalisierung, demografischen Wandel, Fachkräftemangel, Arbeitsverdichtung und Homeoffice geprägt worden. „Hier kann betriebliche Gesundheitsförderung Ansätze bieten, um die Widerstandsfähigkeit und psychische Belastbarkeit der Belegschaft von Betrieben zu stärken. Eine gute Unternehmenskultur und Führung sind zentrale Stellschrauben, um Mitarbeitende gesund zu erhalten und langfristig an die Unternehmen zu binden“, so Kock.

