
Rund 2.000 Beschäftigte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) haben in Dortmund den Druck im laufenden Tarifkonflikt erhöht. Bei einer zentralen Streikkundgebung kamen sie im Rahmen eines landesweiten Aktionstags zusammen. Unmittelbar vor der dritten Verhandlungsrunde fordern sie ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber.
ver.di fordert verhandlungsfähiges Angebot und verweist auf hohe Belastung
Von den Streikmaßnahmen sind in Nordrhein-Westfalen insbesondere Kindertagesstätten betroffen, aber auch Einrichtungen des Offenen Ganztags, der Pflege- und Seniorenarbeit, der Behindertenhilfe, der Jugend- und Familienhilfe, der sozialen Beratung sowie Bereiche aus Verwaltung und Service.

„Die heutige Beteiligung in Dortmund ist ein starkes Signal der Beschäftigten. Sie erwarten endlich ein verhandlungsfähiges Angebot. Die Belastung in den Einrichtungen ist hoch – und die Geduld der Kolleginnen und Kollegen ist zunehmend erschöpft. Morgen liegt es an den Arbeitgebern, Bewegung zu zeigen“, erklärt Susanne Hille, Verhandlungsführerin der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Nordrhein-Westfalen.
Die Tarifverhandlungen werden am Dienstag, 4. März, ab 11 Uhr in Düsseldorf in dritter Runde fortgesetzt. Bereits im Vorfeld ruft ver.di die Beschäftigten der AWO Düsseldorf und Mettmann zu einem Streik auf. Die Auftaktaktion beginnt um 9.15 Uhr am Graf-Adolf-Platz. Ab 10 Uhr ist eine Kundgebung vor dem ver.di-Landesbezirk Nordrhein-Westfalen geplant, wo die Verhandlungspartner zusammenkommen. Mitglieder der Verhandlungskommission sowie streikende Beschäftigte stehen dort für O-Töne zur Verfügung.
500 Euro mehr Lohn sowie mehr freie Tage und bessere Regelungen für Nachwuchs gefordert
Gefordert werden 500 Euro mehr für alle Beschäftigten sowie 300 Euro mehr für Auszubildende. Darüber hinaus verlangt ver.di Verbesserungen für Nachwuchskräfte, darunter einen zusätzlichen Urlaubstag für Auszubildende, die Anpassung von Zulagen und Zeitzuschlägen, eine höhere Jahressonderzahlung sowie die tarifliche Einbindung dual Studierender und studienintegrierter Praktika. Zudem erwartet die Gewerkschaft drei zusätzliche freie Tage für ver.di-Mitglieder in der AWO Nordrhein-Westfalen.

Die AWO ist mit rund 35.000 tarifgebundenen Beschäftigten einer der größten Träger sozialer Dienstleistungen in Nordrhein-Westfalen. Die Tarifrunde betrifft zahlreiche Bereiche der sozialen Daseinsvorsorge, darunter Kindertagesstätten, den Offenen Ganztag, Pflege und Seniorenarbeit, Behindertenhilfe, Jugend- und Familienhilfe sowie soziale Beratung.
Auch Mitarbeitende in Verwaltung, Service und Ausbildung sind betroffen. Mögliche Warnstreiks können daher Einrichtungen in weiten Teilen des Landes und zentrale Angebote für Kinder, Familien, ältere Menschen und Menschen mit Unterstützungsbedarf beeinträchtigen.
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Reaktionen
AWO-Tarifrunde NRW: Dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis – Fortsetzung am 30./31. März (PM ver.di NRW)
Die dritte Verhandlungsrunde in der Tarifauseinandersetzung zwischen ver.di NRW und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist am heutigen Mittwoch ohne Ergebnis beendet worden. Die Tarifverhandlungen werden am 30. und 31. März in vierter Runde fortgesetzt.
„Wir haben endlich begonnen, ernsthaft zu verhandeln – das ist gut. Von einer Lösung sind wir allerdings noch weit entfernt“, erklärt Susanne Hille, Verhandlungsführerin von ver.di NRW. Die Tarifkommission von ver.di NRW wird am 5. März über das weitere Vorgehen beraten.
Dritter Verhandlungstag ohne Einigung: NRW-Arbeitgeber bieten Entgeltsteigerung um 5,2 Prozent in drei Stufen (PM AWO WW)
Dortmund/Düsseldorf. Die NRW-Arbeitgeber sind gestern mit einem konkreten Angebot in die dritte Tarifrunde mit Verdi gegangen. Nach einem langen Verhandlungstag gingen die Parteien ohne Einigung auseinander. „Beide Seiten haben den Willen zu konstruktiven Verhandlungen gezeigt,“ so Verhandlungsführer Gero Kettler. „Aber die Vorstellungen der Gewerkschaft und die finanziellen Möglichkeiten der Arbeitgeber liegen noch weit auseinander.“
Ende März wird weiterverhandelt und die AWO hofft, dass die Gewerkschaft Kompromissbereitschaft zeigt. „In unsicheren Zeiten, in denen wir um die Finanzierung unserer Angebote und Dienstleistungen kämpfen müssen, brauchen wir konstruktive Auseinandersetzungen und eine bezahlbare Tarifeinigung.“
Noch während der Verhandlungen zeigten die Arbeitgeber Kompromissbereitschaft und passten ihr Angebot an. Demnach bieten die Arbeitgeber nunmehr eine in drei Stufen gestaffelte Steigerung der Löhne und Gehälter der Beschäftigten um insgesamt 5,2 Prozent an. Die erste Erhöhung erfolgt ab dem 1. Mai 2026 um 2,8 Prozent, mindestens jedoch um 110 Euro monatlich. Ab dem 1. Januar 2027 steigen die Löhne und Gehälter wieder um weitere 1,2 Prozent. Am 1. Juli 2027 wird in der dritten Stufe erneut um 1,2 Prozent erhöht. Zusätzlich erhalten alle Beschäftigten im April 2026 eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro.
Ein besonderes Augenmerk haben die Arbeitgeber in ihrem Angebot auf Auszubildende gelegt: Die Ausbildungsvergütungen sollen ab 1. April 2026 und ab 1. Juli 2027 jeweils um einen Festbetrag in Höhe von 75 Euro steigen. Ferner sollen Auszubildene einen zusätzlichen Urlaubstag erhalten. Zudem bieten die Arbeitgeber an, die Jahressonderzahlung von 60 auf 80 Prozent zu erhöhen und die Zuschläge anzuheben.
Die Verhandlungen gehen ab dem 30. März in die nächste Runde.
AWO-Tarifrunde spitzt sich zu: Landesweiter Streiktag vor entscheidender Verhandlungsrunde (PM)
Im Tarifkonflikt bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Nordrhein-Westfalen erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) erneut den Druck auf die Arbeitgeber. Für Dienstag, den 24. März 2026, ruft ver.di landesweit Beschäftigte aus allen Bereichen der AWO zu Warnstreiks auf.
An dem Streiktag beteiligen sich Beschäftigte aus Kindertagesstätten und dem Offenen Ganztag (OGS), der Pflege- und Seniorenarbeit, der Teilhabe- und Inklusionsdienste, der Jugend- und Familienhilfe, der sozialen Beratung sowie aus Verwaltung und Service. In den Regionen kommen die Streikenden zu zentralen Kundgebungen und Demonstrationen in Köln, Bochum und Herford zusammen.
Mit dem landesweiten Streiktag setzt ver.di ein deutliches Zeichen vor der vierten Verhandlungsrunde in der laufenden Tarifauseinandersetzung. Die Beschäftigten machen damit noch einmal klar, dass sie eine spürbare Entgelterhöhung erwarten.
„In 20 Jahren hat es bei der AWO keine vierte Verhandlungsrunde gegeben. Das zeigt, wie wichtig den Beschäftigten eine gerechte Entgelterhöhung ist – insbesondere mit festen Beträgen für alle. Deshalb erhöhen wir jetzt noch einmal den Druck auf die Arbeitgeber und setzen landesweit ein klares Zeichen für faire Löhne in sozialen Berufen“, erklärt Susanne Hille, Verhandlungsführerin von ver.di NRW.
Die bisherigen Verhandlungen waren ohne Ergebnis geblieben. Ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber liegt weiterhin nicht vor. ver.di fordert unter anderem eine Entgelterhöhung mit festen Beträgen, um insbesondere Beschäftigte in unteren und mittleren Einkommensgruppen spürbar zu entlasten.
Die vierte Verhandlungsrunde ist für den 30. und 31. März angesetzt.
Hintergrund:
Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist mit rund 35.000 tarifgebundenen Beschäftigten einer der größten Träger sozialer Dienstleistungen in Nordrhein-Westfalen. Die Tarifrunde betrifft Beschäftigte in zahlreichen Bereichen der sozialen Daseinsvorsorge, darunter Kindertagesstätten und Offener Ganztag, Pflege und Seniorenarbeit, Behindertenhilfe, Jugend- und Familienhilfe, soziale Beratung sowie Mitarbeitende in Verwaltung, Service und Ausbildung. Mögliche Warnstreiks können daher Einrichtungen in weiten Teilen des Landes und zentrale Angebote für Kinder, Familien, ältere Menschen und Menschen mit Unterstützungsbedarf betreffen.
Tarifkonflikt bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Nordrhein-Westfalen erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft erneut den Druck in Dortmund (PM)
Im Tarifkonflikt bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Nordrhein-Westfalen erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft erneut den Druck auf die Arbeitgeber. Auch die Einrichtungen der AWO in Dortmund sind betroffen.
Für Dienstag, den 24. März 2026, ruft ver.di landesweit Beschäftigte aus allen Bereichen der AWO zu Warnstreiks auf. In Dortmund betrifft dieses neben dem Seniorenzentren, die Einrichtungen der WAD in Dortmund, Dobeq in Dortmund, den Unterbezirk Dortmund mit Kitas und Beratungsstellen.
„Es ist für Beschäftigte, die mit Menschen arbeiten, kein einfacher Schritt, sich für sich selbst einzusetzen und streiken zu gehen“, weiß Björn Jadzinski, der bei ver.di für die Altenpflege zuständig ist, nur allzu gut. Aber mit dem Verhalten der Arbeitgeber ist ein Nerv bei vielen Beschäftigten in diesen Bereichen getroffen. „Wir erfahren viel Zuspruch, zum einen durch neue Kolleginnen und Kollegen, die sich uns anschließen, und das nicht nur von der AWO, und zum anderen auch in Gesprächen mit Angehörigen“, so der Gewerkschafter von ver.di. „Wir sorgen zusammen mit dem Pflichtgefühl der Beschäftigten immer dafür, dass es zumindest in der stationären Pflege einen Notdienst angeboten wird.“
In der Region kommen die Streikenden zu zentralen Kundgebungen und Demonstrationen in Köln, Bochum und Herford zusammen. Streikbusse fahren ab Lünen-Brambauer und Kamen alle anderen kommen mit der Bahn.
Mit dem landesweiten Streiktag setzt ver.di ein deutliches Zeichen vor der vierten Verhandlungsrunde in der laufenden Tarifauseinandersetzung. Die Beschäftigten machen damit noch einmal klar, dass sie eine spürbare Entgelterhöhung erwarten.
„In 20 Jahren hat es bei der AWO keine vierte Verhandlungsrunde gegeben. Das zeigt, wie wichtig den Beschäftigten eine gerechte Entgelterhöhung ist – insbesondere mit festen Beträgen für alle. Deshalb erhöhen wir jetzt noch einmal den Druck auf die Arbeitgeber und setzen landesweit ein klares Zeichen für faire Löhne in sozialen Berufen“, erklärt Susanne Hille, Verhandlungsführerin von ver.di NRW.
Die bisherigen Verhandlungen waren ohne Ergebnis geblieben. Ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber liegt weiterhin nicht vor. ver.di fordert unter anderem eine Entgelterhöhung mit festen Beträgen, um insbesondere Beschäftigte in unteren und mittleren Einkommensgruppen spürbar zu entlasten.
Die vierte Verhandlungsrunde ist für den 30. und 31. März angesetzt.
Hintergrund:
Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist mit rund 35.000 tarifgebundenen Beschäftigten einer der größten Träger sozialer Dienstleistungen in Nordrhein-Westfalen. Die Tarifrunde betrifft Beschäftigte in zahlreichen Bereichen der sozialen Daseinsvorsorge, darunter Kindertagesstätten und Offener Ganztag, Pflege und Seniorenarbeit, Behindertenhilfe, Jugend- und Familienhilfe, soziale Beratung sowie Mitarbeitende in Verwaltung, Service und Ausbildung. Mögliche Warnstreiks können daher Einrichtungen in weiten Teilen des Landes und zentrale Angebote für Kinder, Familien, ältere Menschen und Menschen mit Unterstützungsbedarf betreffen.
2.500 AWO-Beschäftigte im Streik: Druck auf Arbeitgeber wächst – klare Forderung nach mehr Geld (PM)
Mit landesweiten Streiks und Kundgebungen haben heute rund 2.500 Beschäftigte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Nordrhein-Westfalen den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöht. In Bochum, Herford und Köln gingen Streikende auf die Straße, um ihren Forderungen in der laufenden Tarifrunde Nachdruck zu verleihen. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach einer spürbaren Entgelterhöhung in Form eines festen Betrags für alle Beschäftigten.
„Die hohe Beteiligung zeigt: Die Geduld der Beschäftigten ist am Ende. Viele arbeiten täglich am Limit und wissen trotzdem nicht, wie sie ihre steigenden Lebenshaltungskosten bezahlen sollen. Deshalb braucht es jetzt eine deutliche Entgelterhöhung – und zwar als festen Betrag, der gerade die unteren Einkommen wirksam entlastet“, erklärt Susanne Hille, Verhandlungsführerin von ver.di NRW.
Gefordert werden 500 Euro mehr für alle Beschäftigten sowie 300 Euro mehr für Auszubildende. Darüber hinaus verlangt ver.di unter anderem einen zusätzlichen Urlaubstag für Auszubildende, die Anpassung von Zulagen und Zeitzuschlägen, die Erhöhung der Jahressonderzahlung sowie die Tarifierung dual Studierender und studienintegrierter Praktika. Zudem erwartet die Gewerkschaft drei zusätzliche freie Tage für ver.di-Mitglieder in der AWO NRW.
Wie groß der Handlungsdruck ist, zeigt auch eine ver.di-interne Befragung unter rund 1.400 Beschäftigten der AWO: Ein Großteil arbeitet in Teilzeit – häufig nicht freiwillig – und viele kommen mit ihrem Einkommen kaum aus. Rund jede*r Zehnte gibt an, zusätzlich aufstocken zu müssen.
„Wer soziale Arbeit leistet, darf nicht selbst in finanzielle Unsicherheit geraten. Wenn Arbeitgeber hier weiter auf Zeit spielen, wird der Druck weiter steigen“, so Hille weiter.
Die Verhandlungen werden in vierter Runde am 30. und 31. März 2026 in Düsseldorf fortgesetzt.
Hintergrund:Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist mit rund 35.000 tarifgebundenen Beschäftigten einer der größten Träger sozialer Dienstleistungen in Nordrhein-Westfalen. Die Tarifrunde betrifft Beschäftigte in zahlreichen Bereichen der sozialen Daseinsvorsorge, darunter Kindertagesstätten und Offener Ganztag, Pflege und Seniorenarbeit,
Teilhabe- und Inklusionsdienste, Jugend- und Familienhilfe, soziale Beratung sowie Mitarbeitende in Verwaltung, Service und Ausbildung. Mögliche Warnstreiks können daher Einrichtungen in weiten Teilen des Landes und zentrale Angebote für Kinder, Familien, ältere Menschen und Menschen mit Unterstützungsbedarf betreffen.
AWO-Tarifrunde NRW: Vorbehaltliche Einigung in der vierten Verhandlungsrunde (PM ver.di NRW)
Die vierte Verhandlungsrunde in der Tarifauseinandersetzung zwischen ver.di NRW und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) führte am heutigen Dienstag Nachmittag (31. März 2026) zu einer Tarifeinigung. Die Tarifeinigung besteht vorbehaltlich der Zustimmung durch die Tarifkommission. Die Erklärungsfrist ist der 18. Mai 2026.
„Es ist uns gelungen die unteren Entgeltgruppen überdurchschnittlich anzuheben. Die Forderung des Festbetrags von 500 EUR bot eine Chance dafür.“ erklärte Susanne Hille, Verhandlungsführerin von ver.di NRW.
Tarifergebnis in der AWO-Tarifrunde NRW: Einigung bringt spürbare Verbesserungen nach harten Verhandlungen (PM)
In der Tarifauseinandersetzung zwischen ver.di NRW und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) konnte am Dienstag, den 31. März 2026 nach langen Verhandlungen eine Einigung erzielt werden, bei einer Erklärungsfrist bis zum 18. Mai 2026. Für die rund 35.000 tarifgebundenen Beschäftigten bei einem der größten Träger sozialer Dienstleistungen erzielte ver.di in der vierten Verhandlungsrunde ein deutliches Lohnplus. „Es ist uns gelungen, die unteren Entgeltgruppen überdurchschnittlich anzuheben.“ betonte Susanne Hille, Verhandlungsführerin von ver.di NRW.
Das Ergebnis sieht ein Lohnplus von insgesamt mind. 5,88 % bei einer Laufzeit von 22 Monaten in zwei Erhöhungsschritten vor. Außerdem wurde sich über jeweils einen extra freien Tag für ver.di-Mitglieder in den Jahren 2026 und 2027 geeinigt. Das Ergebnis steht vorbehaltlich einer endgültigen Zustimmung der Tarifkommission. Sie hat die Annahme heute empfohlen, befragt aber bis zum 30.4. die ver.di Mitglieder der AWO NRW.
Die Einigung schlüsselt sich folgendermaßen auf:Erster Schritt:
Für den Monat April 2026 erhalten alle Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro.
Ab dem 1. Mai 2026 werden die Entgelte um 3 % erhöht, mindestens jedoch um 110 Euro.
Für die Kolleginnen und Kollegen der Entgeltgruppe 1 gelten ab dem 1. April 2026 die Tabellenwerte des TVöD.
Für die Entgeltgruppen (EG) 2, 3 und 4 sowie die P5 und S2 wurde ein Sockelbetrag von 25 EUR vereinbart. Damit erhalten die Kolleginnen und Kollegen ab dem 1. Mai 2026 insgesamt 135 EUR mehr.
Zweiter Schritt:
Ab dem 1. März 2027 steigen die Entgelte für alle Beschäftigten um weitere 2,8 %.
Für die Entgeltgruppen 2, 3 und 4 sowie die P5 und S2 gibt es ab dem 1. Juni 2027 zusätzlich 25 Euro mehr.
Für Nachwuchskräfte umfasst die Einigung eine Einmalzahlung für April 2026 in Höhe von 150 Euro.
Außerdem gibt es eine Lohnsteigerung von insgesamt 150 Euro in zwei Schritten. Ergänzend werden Zulagen und die Jahressonderzahlung an die allgemeinen Regelungen für die Beschäftigten angeglichen.
„Es ging darum, die unteren Entgeltgruppen besser zu stellen. Dank der Arbeitskampfbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen ist uns das gelungen. Das ist ein Beweis für die Wirksamkeit von Solidarität. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist eine Laufzeit von 22 Monaten besonders wichtig. Wir werden im nächsten Jahr also wieder verhandeln“, so Susanne Hille. Die Beschäftigten der AWO arbeiten in zahlreichen Bereichen der sozialen Daseinsvorsorge, darunter Kindertagesstätten und Offener Ganztag, Pflege und Seniorenarbeit, Inklusions- und Teilhabedienst, Jugend- und Familienhilfe, soziale Beratung sowie Mitarbeitende in Verwaltung, Service und Ausbildung.
„Die Beschäftigten der AWO tragen unsere öffentliche Daseinsvorsorge. Die finanzielle Entlastung der unteren Entgeltgruppen stellt einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Versorgung dar.” erklärte Hille.