Leidenschaft und Leid in der Kunst: Gottesdienst widmet sich dem Ballett „Frida“

„Ballett trifft Kirche“ am 22. März 2026 kostenlos in der Reinoldikirche

Tanz im Chorrraum
Ein Gottesdienst zum Ballett „Frida“ bringt Tanz in die Dortmunder Reinoldikirche. Foto: Stephan Schuetze

Das Projekt „Ballett trifft Kirche“ bringt am 22. März 2026, um 11.30 Uhr Tanz und Gottesdienst in der Reinoldikirche zusammen. Im Mittelpunkt steht das Ballett „Frida“ von Annabelle Lopez Ochoa, das in Dortmund seine Deutschlandpremiere gefeiert hat. Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Dortmund und des NRW Juniorballett zeigen Szenen im Chorraum der Kirche. Der Eintritt ist frei.

Tanz im Chorraum und Kanzelrede zum Ballett

Die Stadtkirche St. Reinoldi wird erneut zur Bühne für das Projekt „Ballett trifft Kirche“. Tänzer:innen des Ballett Dortmund und des NRW Juniorballett – unter der Leitung von Ballettintendant Dr. Jaš Otrin – präsentieren Szenen aus dem Ballett „Frida“.

Die Choreografie stammt von Annabelle Lopez Ochoa, die seit dieser Spielzeit Artist in Residence beim Ballett Dortmund ist. Ihre Inszenierung „Frida“ mit Musik von Peter Salem feierte in Dortmund die Deutschlandpremiere und begeisterte bereits bei der Premiere das Publikum.

Der Geschäftsführende Direktor des Theater Dortmund hält dazu die Kanzelrede. Die Liturgie übernimmt Pfarrerin Susanne Karmeier von St. Reinoldi. Für die musikalische Gestaltung an der Orgel ist Reinoldikantor Christian Drengk verantwortlich. Gemeinsam greifen sie Themen auf, die das Ballett aufwirft.

Eine Künstlerin zwischen Schmerz und Leidenschaft

Im Mittelpunkt steht die mexikanische Malerin Frida Kahlo und ihr bewegtes Leben: Rebellisch, widerständig, unbeugsam, kompromisslos, beharrlich, provokant. Von ihr stammt der Satz: „Es ist langweilig, so zu sein wie andere“.

Tanz im Chorrraum
Im Zentrum der Veranstaltung steht das Ballett von Annabelle Lopez Ochoa über die mexikanische Malerin Frida Kahlo. Foto: Stephan Schuetze

Frida Kahlo erlebte bereits in jungen Jahren schwere Schicksalsschläge. Mit 18 Jahren wurde bei einem Verkehrsunfall ihr Rückgrat durchbohrt, von dessen Folgen sie sich zeitlebens nicht erholte. Auch persönliche Verluste und zerbrochene Beziehungen prägten ihr Leben.

In Anlehnung an die Worte „Ecce homo“ – „Siehe, der Mensch“ – ließe sich manches ihrer Selbstporträts mit „Ecce femina“ überschreiben. In ihren Bildern brachte sie ihre Schicksalsschläge, ihr Fühlen, Ringen und Kämpfen und ihre Lust am Leben zum Ausdruck.

Passion und Resilienz im Gottesdienst

Die Choreografin Annabelle Lopez Ochoa zeichnet in ihrer Hommage aus Farben, Klängen und Tanz prägende Momente im Leben der Künstlerin nach. Einige dieser Szenen werden am 22. März in den Chorraum von St. Reinoldi übertragen.

Im Gottesdienst geht es um Fragen von Passion und Leidenschaft: Schafft Leiden Leidenschaft? Oder folgt leidenschaftlichem Leben Leid? Was stärkt, macht „resilient“, hält lebendig und hilft weiter? Mit dem getanzten Schmerz, der betanzten Leidenschaft und der unbändigen Kreativität von Frida Kahlo treten Tanz und Kirche in einen Dialog.

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