
Auf der Münsterstraße in der Dortmunder Nordstadt ist es zu einem tödlichen Gewaltverbrechen gekommen. In der Nacht zum Donnerstag (22. Januar 2026) meldeten mehrere Zeugen gegen Mitternacht Schüsse. Einsatzkräfte fanden kurz darauf einen leblosen Mann auf der Straße. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen starb der 40-jährige Dortmunder später in einem Krankenhaus.
Die Polizei Dortmund hat eine Mordkommission eingerichtet
Nach bisherigen Erkenntnissen hielt sich der Mann vor einem Kiosk auf Höhe der Hausnummer 166 auf. Dort näherten sich ihm zwei bislang unbekannte Täter. Einer von ihnen gab mehrere Schüsse auf den 40-Jährigen ab.
Anschließend flüchteten die Täter gemeinsam auf einem E-Scooter vom Tatort. Die Ermittlungen dauern an, der oder die Täter sind weiterhin flüchtig.
Die Polizei Dortmund richtete eine Mordkommission ein. Für die Dauer der umfangreichen Spurensicherung wurde der Bereich der Münsterstraße weiträumig abgesperrt. Die Maßnahmen dauerten bis in den frühen Donnerstagmorgen an.


Reaktionen
Organisierte Kriminalität frühzeitig erkennen und entschlossen bekämpfen – Landtagsabgeordneter Baran befragt Landesregierung nach Vorfällen in Dortmund zu Strukturen der organisierten Kriminalität in NRW (PM)
In den Wochen vor Silvester kam es in Dortmund zu mehreren Schießereien, die alarmieren müssen. Am 22. Dezember wurden Schüsse auf ein Fahrzeug in der Wittichstraße abgegeben, am 26. Dezember wurde ein 27-jähriger Mann vor einem Kiosk an der Evinger Straße beschossen. Diese Ereignisse in Dortmund zeigen, wie dringend geboten entschlossenes Handeln gegen organisierte Kriminalität in Nordrhein-Westfalen ist.
„Ich bin der Dortmunder Polizei sehr dankbar, dass sie auf diese Bedrohung sofort und entschlossen reagiert hat. In guten Gesprächen und enger Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden setzen wir alles daran, unsere Stadt zu schützen”, erklärt Volkan Baran, Dortmunder SPD-Landtagsabgeordneter. „Wir überlassen Dortmund keinen Möchtegern-Gangs. Unsere Stadt gehört den Menschen, die hier leben, arbeiten und ihre Zukunft aufbauen wollen und die möchten wir wirkungsvoll schützen.”
Wenn Berichte über organisierte kriminelle Gruppierungen, die durch Schutzgelderpressung, Bedrohungen und Gewalt auffallen, laut werden, dürfen die Ermittlungen sich aber nicht nur auf einzelne Städte oder Bundesländer konzentrieren, sondern müssen auch Hinweisen auf länderübergreifende Strukturen folgen.
Mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung wollen Volkan Baran und Christina Kampmann, innenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, nun Klarheit darüber gewinnen,
welche Erkenntnisse den Sicherheitsbehörden in NRW vorliegen, wo konkrete Probleme bestehen, wie sich diese äußern und welche Maßnahmen bereits ergriffen wurden.
Ziel der Kleinen Anfrage ist es ein Lagebild zu gewinnen und eventuelle Handlungsbedarfe sichtbar zu machen, denn frühzeitig zu handeln und zu verhindern, dass sich solche Strukturen verfestigen, ist im Bereich der organisierten Kriminalität besonders wichtig.
„Gewerbetreibende müssen darauf vertrauen können, dass der Staat sie schützt und organisierte Kriminalität konsequent verfolgt wird. Dafür brauchen wir ein realistisches Lagebild, funktionierende Zusammenarbeit der Behörden und den politischen Willen, Probleme offen zu benennen und entschlossen anzupacken. Meine Kollegin und ich sind gespannt auf die Antwort der Landesregierung”, so Baran abschließend.