Gleisarbeiten sorgen für größere Einschränkungen auf den Linien U41, U45/U46, U47 und U49

Mehrere Schienenersatzverkehre vom 18. bis zum 27. Januar im Einsatz

U Bahn fährt am Bahnhof ein.
Gleis- und Weichenarbeiten führen zu Einschränkungen auf mehreren Stadtbahnlinien, darunter auch die U 41. Foto: DSW21 /Jörg Schimmel

Mit umfangreichen Gleis- und Weichenarbeiten modernisiert DSW21 die Stadtbahn-Infrastruktur in der Dortmunder Innenstadt. Rund 1,6 Millionen Euro investiert das Verkehrsunternehmen dafür. Die in zwei Abschnitte unterteilte Maßnahme dauert vom 18. bis zum 27. Januar 2026. In dieser Zeit kommt es zu teils erheblichen Einschränkungen auf den Stadtbahnlinien U41, U45/U46, U47 und U49. Mehrere Schienenersatzverkehre (SEV) mit Bussen werden eingesetzt.

Gleisbau in zwei aufeinander folgenden Bauphasen geplant

Konkret führt DSW21 während der ersten Phase vom 18. bis 23. Januar Gleisarbeiten zwischen Kampstraße und Dortmund Hbf durch. Deswegen wird der reguläre Stadtbahn-Betrieb zwischen den Haltestellen „Stadtgarten“ und „Hafen“ beziehungsweise „Lortzingstraße“ unterbrochen. Betroffen sind die Linien U41, U45/U46, U47 und U49.

Die zweite Bauphase schließt sich vom 24. bis zum 27. Januar an. Dann stehen Weichenarbeiten zwischen der Leopoldstraße und der Münsterstraße an.Die Einschränkungen sind dann überschaubarer: Der Stadtbahnverkehr ruht in diesem Zeitraum zwischen „Dortmund Hbf“ und „Lortzingstraße“. Dies betrifft die Linien U41, U45/U46 und U49. DSW21 bietet in beiden Bauphasen SEV mit Bussen an und bittet um Verständnis für die notwendigen Einschränkungen.

Ursprünglich war die Gleisbaumaßnahme für vergangenen Oktober eingeplant. Da sich jedoch vorherige Gleisarbeiten auf der U42 im Bereich „Schulte Rödding“ wegen aufwändiger Bombensondierungen deutlich verzögert hatten, plante DSW21 kurzfristig um: Das Nahverkehrsunternehmen wollte seinen Fahrgästen nicht zwei größere Einschränkungen in stark frequentierten Stadtbahn-Abschnitten gleichzeitig zumuten.

Ersatzverkehre und Linienänderungen vom 18. bis zum 23. Januar

Der Stadtbahnbetrieb wird zwischen den Haltestellen „Stadtgarten“ und „Hafen“ beziehungsweise „Lortzingstraße“ unterbrochen. Dies hat folgende Auswirkungen auf die einzelnen Linien: Die U41 fährt nur in den beiden Streckenabschnitten „Clarenberg“ – „Stadtgarten“ sowie „Lortzingstraße“ – „Brambauer Verkehrshof“. Im erst genannten Abschnitt werden ganztägig im 15-Minuten-Takt Züge mit einer höheren Kapazität eingesetzt.

Grafik zum Schienenersatzverkehr
Eine Übersicht zum SEV vom 18. Januar bis zum 23. Januar Grafik: DSW 21

Die Linie U45 verkehrt nicht. Die U46 fährt nur im Streckenabschnitt „Westfalenhallen“ und „Brunnenstraße“.Die Stadtbahnlinie U47 fährt im Streckenabschnitt „Westerfilde“ – „Hafen“ und „Märkische Straße“ –„Aplerbeck“. Wichtig dabei: An der Haltestelle „Märkische Straße“ muss in Fahrtrichtung City der Umstieg in die U41 und die Mitfahrt bis „DO-Stadthaus“ zum Schienenersatzverkehr erfolgen. Das Gleiche gilt entsprechend in entgegengesetzter Fahrtrichtung.

Die Linie U49 fährt nur zwischen „Hacheney“ und „Stadtgarten“ ganztägig im 15-Minuten-Takt mit einer höheren Kapazität. Die Haltestellen „Dortmund Hbf Süd“, „Leopoldstraße“, „Münsterstraße“ und „Schützenstraße“ werden vorübergehend nur von den Bussen des Schienenersatzverkehrs angefahren. Die SEV-Haltestelle „Dortmund Hbf Süd“ ist dabei auch als Ersatzhaltestelle für „Kampstraße“ zu verstehen.

DSW21 setzt zwei, teilweise überlappende Schienenersatzverkehre ein: nämlich den SEV U41 (DO-Stadthaus – Fredenbaum) und den SEV U47 (DO-Stadthaus – Hafen«. Diese sind zu den Hauptverkehrszeiten im 10-Minuten-Takt, ansonsten im 15-Minuten-Takt unterwegs. Für den Umstieg empfiehlt DSW21, nach Möglichkeit die jeweiligen Endhaltestellen des Schienenersatzverkehrs zu nutzen. Die Fahrgäste sollten für die Fahrt mit dem Schienenersatzverkehr mehr Reisezeit als üblich einplanen.

Stadtbahn- und Schienenersatzverkehr vom 24. bis zum 27. Januar

In der zweiten Bauphase wird der Stadtbahnbetrieb zwischen den Haltestellen „Leopoldstraße“ und „Lortzingstraße“ unterbrochen. Dies bedeutet folgende Einschränkungen: Die Linie U41 fährt nur zwischen „Brambauer Verkehrshof“ und „Lortzingstraße“ sowie zwischen „Hafen“ und „Clarenberg“. In diesem letztgenannten Streckenabschnitt fährt die U41 teilweise auf den Gleisen der U47. Erneut kein Fahrbetrieb der Stadtbahnlinie U45.

Grafik zum Schienenersatzverkehr
Eine Übersicht zum SEV vom 24. Januar bis zum 27. Januar Grafik: DSW 21

Die U46 fährt nur zwischen „Brunnenstraße“ und „Westfalenhallen“. Die Linie U47 fährt wieder regulär. Die U49 fährt nur zwischen „Hacheney“ und „Markgrafenstraße“ im 20-Minuten-Takt. Dort kann ein Umstieg in die U41 oder U47 zur Weiterfahrt in die City erfolgen.

DSW21 setzt einen Schienenersatzverkehr zwischen „Dortmund Hbf/Ausgang Nord“ und „Fredenbaum“ ein. Dieser ist zu den Hauptverkehrszeiten im 10-Minuten-Takt, ansonsten im 15-Minuten-Takt unterwegs. Fahrgäste sollten grundsätzlich mehr Reisezeit einplanen und nach Möglichkeit an den Endhaltestellen umsteigen.

Die Baumaßnahme umfasst mehreren Teilprojekten

Die Gleisarbeiten lassen sich in drei Projekte unterteilen: Zunächst erneuert DSW21 rund 500 Meter Gleis zwischen den Haltstellen „Kampstraße“ und „Dortmund Hbf“. Unmittelbar hinter der letztgenannten Haltestelle werden außerdem eine Weiche sowie ein Weichen-Herzstück neu installiert.

In der Abstellanlage der Haltestelle „Leopoldstraße“ selbst erneuert das Nahverkehrsunternehmen ein komplettes Gleiskreuz. Die Arbeiten in den Tunneln sind besonders aufwändig. Allein die Einrichtung der Baustelle kann bis zu zehn Stunden dauern.

Um für ausreichend Frischluft zu sorgen und Staub abzuleiten, kommen mehrere Ventilatoren unterschiedlicher Größe zum Einsatz. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich insgesamt auf 1,6 Millionen Euro. Das Gleisbau-Projekt wird vom Land NRW über das Programm „Kommunale Schiene“ gefördert.

Barrierefreiheit, Individualverkehr und Anwohner:innen

Für den barrierefreien Ein- und Ausstieg empfiehlt DSW21, möglichst die Endhaltestellen der Schienenersatzverkehre zu nutzen. Für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, insbesondere für Nutzer:innen von elektrischen Rollstühlen, steht auf Anfrage ein Spezialfahrzeug zur Verfügung. Unterstützung kann direkt beim Personal angefragt werden.

Blick auf arbeiten an den Bahngleisen
Gleisarbeiten der DSW21 in der Haltestelle Kampstraße Foto: DSW21 /Jörg Schimmel

Während der Maßnahmen sin in den Bereichen des Busverkehr, Nachtexpresse und Individualverkehr grundsätzlich keine größeren Einschränkungen zu erwarten. Lediglich im Bereich Lortzingstraße wird es zu kleineren Beeinträchtigungen des Individualverkehrs kommen.

Um die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste möglichst gering zu halten und die Maßnahme zügig abzuschließen, wird auch nachts gearbeitet. Diese Arbeiten sind behördlich entsprechend genehmigt. Die Anwohner:innen werden rechtzeitig schriftlich über die Bauarbeiten und damit verbundene Einschränkungen informiert.

Intensive Fahrgastinformation und Service vor Ort

Um die Fahrgäste bestmöglich zu informieren, betreibt DSW21 einen hohen Informationsaufwand. An den Haltestellen wurden zahlreiche Aufsteller, Aufkleber und Beschilderungen angebracht, die auf die auf den SEV hinweisen.

In der ersten Woche sind täglich etwa 26 zusätzliche Servicekräfte im Einsatz, um etwaige Fragen der Fahrgäste zu beantworten und sie bei der Orientierung zu unterstützen. Die Auszubildenden von DSW21 werden außerdem eine Fahrgast-Befragung zu den eingesetzten Informationsmaßnahmen durchführen.

Weitere Informationen stellt DSW21 online unter bus-und-bahn.de/kampstrasse sowie in der DSW21-App bereit.

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