
Es hat sich wieder einiges an Kurzmeldungen und Nachrichten zu den unterschiedlichsten Themen angesammelt, die nicht immer den Weg in den Blog finden. Wir wollen aber auch nicht, dass diese unerwähnt bleiben und untergehen. Daher haben wir uns überlegt, in unregelmäßigen Abständen Beiträge wie diese zu veröffentlichen – unter unserer Rubrik: „NAMEN UND NOTIZEN!“ Um eine bessere Übersicht zu gewährleisten, werden wir die Pressemitteilungen, die unter diese Rubrik fallen, in Zukunft weiter filtern.
In dieser Ausgabe finden Sie zahlreiche Berichte zu kulturellen Veranstaltungen wie Ausstellungen, Konzerten, Preisverleihungen und vieles mehr.
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Rudi Völler spricht im Legenden-Podcast „Wie war das damals?“ des Deutsches Fußballmuseum über prägende Momente seiner Karriere und seine Zeit beim DFB. Im Gespräch mit Pit Gottschalk und Christian Pfennig erzählt er unter anderem, warum er Frank Rijkaard nach dessen Spuckattacke bei der WM 1990 nie böse war, weshalb er 1987 zur AS Rom statt zum AC Mailand oder FC Barcelona wechselte und wie er später Thomas Häßler nach Rom holte. Zudem berichtet Völler von Begegnungen mit Diego Maradona in Neapel, einem Polizeiverhör während seiner Zeit in Marseille sowie vom Abstiegsendspiel mit Bayer Leverkusen gegen Kaiserslautern, das für ihn so wertvoll wie ein Meistertitel gewesen sei. Weitere Themen sind seine Verpflichtung von Christoph Daum als Trainer in Leverkusen, die Rolle bei der Verpflichtung von Florian Wirtz für den 1. FC Köln sowie die Hintergründe seiner Zeit als DFB-Teamchef und Direktor. Auch die Weißbier-Waldi-Episode auf Island und die Entscheidung für Julian Nagelsmann als Bundestrainer kommen zur Sprache. Außerdem erklärt Völler, warum er trotz mehrerer Angebote nie zu Eintracht Frankfurt wechselte. Der Podcast ist auf gängigen Plattformen abrufbar. Nächster Gast am 28. Mai ist Hermann Gerland.

Auf dem Dach des Konzerthaus Dortmund summen seit Mitte April drei Bienenvölker, die dort noch in diesem Jahr erstmals Honig produzieren sollen. Die „Konzerthaus-Bienen“ sind Teil einer 2021 gestarteten Initiative für mehr ökologische Nachhaltigkeit. Nach der Installation einer Photovoltaik-Anlage ist das Bienenprojekt bereits das zweite Vorhaben auf dem Dach des Gebäudes. Ziel ist es, einen Beitrag zur Biodiversität zu leisten. Unterstützt wurde das Projekt von Hela Mikkin, Vorsitzende des Kreisimkervereins Ruhrgebiet und Mitglied im Freundeskreis des Konzerthauses, die den Kontakt zum Dortmunder Imker Henricus Stute herstellte. Er betreut die Bienenvölker professionell – von der Aufstellung der Bienenstöcke über Pflege und Schwarmkontrolle bis hin zur Honigernte und Abfüllung. Drei seiner insgesamt zehn Bienenvölker wurden auf das Dach des Konzerthauses gebracht. Laut Stute finden die Bienen im Umkreis ausreichend Nahrung, unter anderem durch Kastanienbäume und Linden. Ein Bienenvolk umfasst im Sommer bis zu 50.000 Tiere. Für Besucher:innen bestehe in der Regel keine Gefahr, solange die Bienenstöcke nicht gestört werden. Pro Bienenstock rechnet der Imker mit 30 bis 40 Kilogramm Honig. Der erste Honig könnte bereits Ende Mai geerntet werden. Der abgefüllte Konzerthaus-Honig soll zunächst an Künstler:innen verschenkt und möglicherweise auch zum 25-jährigen Jubiläum des Konzerthauses im kommenden Jahr verteilt oder über das Restaurant Stravinski verkauft werden. Noch steht jedoch im Vordergrund, wie sich die Bienen am neuen Standort entwickeln.

Ralf Schmitz hat erstmals in der Westfalenhalle gespielt und dafür vom Team der Halle einen Sold-Out-Award erhalten. Rund 6.000 Zuschauer:innen verfolgten das ausverkaufte Gastspiel, nachdem der Comedian zuvor bereits achtmal in kleineren Hallen nebenan aufgetreten war. Die Show in Dortmund bildete den Abschluss seiner Tournee „Schmitzfindigkeiten“. Darin nahm Ralf Schmitz sein Publikum mit auf eine humorvolle Reise durch menschliche Eigenheiten und wollte zeigen, dass das Leben mehr Spaß mache, wenn nicht alles zu ernst genommen werde. Mit zahlreichen Gags, körperlichem Einsatz, überraschenden Pointen, skurrilen Sketchen sowie Tanz- und Musikeinlagen sorgte der Comedian für Begeisterung im Publikum. Bereits angekündigt ist sein nächster Auftritt in der Westfalenhalle mit dem neuen Programm „Schmitzmän“ am 4. Dezember 2027.

Das Naturmuseum Dortmund hat die umfangreiche Sandsammlung von Hans-Ulrich Lissi aus Waltrop erhalten. Die Sammlung wird nun in einer neuen Sondervitrine präsentiert und gibt Besucher:innen einen Überblick über verschiedene Sandarten aus aller Welt. Zwischen 1972 und 2000 sammelte Lissi rund 380 Sandproben aus 93 Ländern, von denen ein Großteil nun im Museum zu sehen ist. Die Ausstellung zeigt unter anderem Unterschiede in Farbe und Herkunft der Sande und macht deutlich, dass bestimmte Sandarten nur an bestimmten Orten vorkommen. Zudem verweist die Präsentation auf die Bedeutung von Sand als wichtige Ressource, die unter anderem für Brillengläser oder Beton genutzt wird. Die Vitrine ist Teil der Dauerausstellung und kann kostenlos besucht werden. Unterstützt wird die Präsentation von den Freunden und Förderer:innen des Naturmuseums Dortmund e.V..
Auf dem Foto: Die neue Sandvitrine zeigt Proben aus vielen Ländern – gespendet von Hans-Ulrich Lissi (links), mit dabei Muriel Montag und Jan Ilger vom Naturmusem.

Im Dortmunder Stadtteil Eichlinghofen informiert eine neue Infotafel über die Geschichte des Bergbaus und die Anfänge der Bergarbeiterbewegung vor Ort. Die Idee dazu hatte Christoph Ebner, der auf die Bedeutung der beiden Zechen hinweist, auf denen Ende des 19. Jahrhunderts bis zu 400 Bergleute arbeiteten. Gemeinsam mit Dietmar Bergmann von der örtlichen Arbeiterwohlfahrt wurde das Projekt vorangetrieben. Die Tafel erinnert auch an die Entwicklung der Bergarbeiterbewegung und an Persönlichkeiten wie Heinrich Hansmann, Fritz Husemann, Wilhelm Hansmann und Erna David. Für Recherche und Texte war der Museumspädagoge Rüdiger Wulf verantwortlich, während der Förderverein bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier und das Stadtarchiv Dortmund Bildmaterial beisteuerten. Unterstützung bei organisatorischen Fragen leisteten unter anderem Silvya Ixkes-Henkemeier und Michael Twardon. Nachdem ein Standort an der H-Bahn-Haltestelle nicht genehmigt wurde, konnte schließlich eine ungenutzte Tafel an der Stockumer Straße verwendet werden. Eigentümer Till Hein aus Dallas stimmte der Nutzung zu. Die Finanzierung übernahm die Sparkasse Hombruch, produziert wurde die Tafel von der Werbefirma Holzer-PrintConcept. Bürgermeister Norbert Schilff stellte die Infotafel rechtzeitig zum 1. Mai der Öffentlichkeit vor und bezeichnete sie als wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur. Ein QR-Code führt zu weiteren Informationen auf einer Internetseite der Dortmunder AWO.

Die 39. Ausgabe der MAYDAY hat am 30. April mit 20.000 Besucher:innen in den ausverkauften Westfalenhallen stattgefunden und gilt laut Veranstalter:innen als stärkste Ausgabe seit der Corona-Pandemie. Unter dem Motto „Iconic“ traten über 30 internationale Artists auf vier Floors auf und präsentierten ein breites musikalisches Spektrum von Techno und Hardtechno bis Hardcore, Hardstyle und Uptempo. Zu den auftretenden Künstler:innen gehörten unter anderem Klangkuenstler, Lilly Palmer, I Hate Models, Klaudia Gawlas, Paul Elstak, Felix Kröcher und Schrotthagen. Premiere feierte der neue Floor „Techno Legends x Acid Wars“, auf dem unter anderem Speedy J, UMEK, Marco Bailey, Miss Djax und Oliver Lieb auftraten. Ein besonderes Highlight war die Inszenierung „Friends of MAYDAY“, bei der Besucher:innen die Bühne übernahmen und Porträts der Community auf großen LED-Würfeln gezeigt wurden. Oliver Vordemvenne von I-Motion bezeichnete die Veranstaltung als die besucherstärkste und beste MAYDAY seit Corona und hob das friedliche Miteinander sowie die verbindende Kraft der elektronischen Musikkultur hervor.

Jürgen Peterek aus Dortmund hat beim internationalen Speaker Slam in Mastershausen in Rheinland-Pfalz einen Erfolg erzielt und den Speaker Slam Award in Gold erhalten. An dem Wettbewerb nahmen rund 150 Redner:innen aus 18 Nationen teil, womit eine neue Bestmarke erreicht wurde. Beim Speaker Slam präsentieren die Teilnehmenden innerhalb von vier Minuten ihre Themen vor Publikum und Jury. Nach Ablauf der Zeit wird das Mikrofon automatisch abgeschaltet. Das von Hermann Scherer gegründete Event fand bereits in Städten wie New York, Wien, München, Hamburg, Dubai und Wiesbaden statt. Jürgen Peterek sprach als Kardiologe und Präventivmediziner über Gesundheit und Prävention und setzte sich mit seiner emotionalen Botschaft durch. Der Mediziner, der seit vielen Jahren im Prävent Centrum in Wellinghofen tätig ist, bezeichnete insbesondere die Herausforderung, das Thema interessant und begeisternd zu vermitteln, als zentral. Zudem hob er den Austausch mit Teilnehmenden aus verschiedenen Branchen und Nationen hervor und freute sich nach der Veranstaltung auf die Rückkehr zu seinen Patient:innen und seinem Team.
Auf dem Foto: Hermann Scherer (v.l.) übergibt den Slam Award in Gold höchstpersönlich an Jürgen Peterek.

Alex Stoldt kehrt mit einem weiteren Zusatztermin in die Region zurück. Nachdem sowohl sein Auftritt im Januar 2026 als auch der Zusatztermin am 22. Mai 2026 im Fritz-Henßler-Haus bereits seit Monaten ausverkauft sind, tritt der Comedian am 27. November 2026 zusätzlich in der Weststadthalle Essen auf. Das Programm „QUASI NICHTS“ beschäftigt sich mit den großen und kleinen Absurditäten des Lebens, zwischenmenschlichen Missverständnissen und alltäglichen Situationen. Alex Stoldt setzt dabei auf trockenen Humor und beobachtende Stand-up-Comedy. Der Auftritt am 22. Mai 2026 in Dortmund beginnt um 20 Uhr und ist ausverkauft. Tickets für den Zusatztermin in Essen sind im Vorverkauf erhältlich.

In der Zeit vom 22. Mai 2026 bis zum 23. Oktober 2026 findet im Gebäude
des Sozialgerichts Dortmund, Ruhrallee 1-3, 44139 Dortmund die Kunstausstellung „Ruhrgebiet – fotografisch/malerisch“ statt. Im Rahmen dieser Ausstellung werden Günter und Heidrun Mottyll eine Auswahl ihrer Werke präsentieren. Die Eröffnungsfeier beginnt am 22. Mai 2026 um 11.30 Uhr.

Die Wanderpässe für Teil 3 der „63%-Wanderung“ sind ab sofort in der Dortmunder Tourist-Information erhältlich. Die rund 16 Kilometer lange Gemeinschaftswanderung findet am 23. Mai 2026 statt und führt vom Dortmunder Nordosten in den Süden. Die ersten 200 Abholenden erhalten ein Wander-Giveaway zur Auswahl, bestehend aus T-Shirt, Handtuch oder Trinkflasche. Der Start ist um 10 Uhr an der Fichte-Grundschule in Neuasseln. Die Route verbindet Natur, urbane Räume und Industriekultur und führt unter anderem über den Dortmunder Hauptfriedhof, entlang der Emscher sowie zum PHOENIX See und PHOENIX-West mit seinem Hochofen. Eine längere Pause ist am Phoenixplatz vorgesehen, bevor es über den Emscher-Weg zum Stadion Rote Erde geht, wo die Wanderung gegen 14:30 Uhr mit Imbiss und Getränken endet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, spontane Teilnahmen sind möglich, und die Wanderung findet bei jedem Wetter statt. Am Startpunkt steht ein Wassermobil von DEW21 zum Auffüllen von Trinkflaschen bereit. Begleitet wird die Wanderung von den Outdoor-Bloggerinnen „bevandert“, die Eindrücke in sozialen Medien teilen. Die Aktion ist Teil der „63%-Wanderung“, die auf der früheren „49%-Wanderung“ basiert und den gestiegenen Grünflächenanteil Dortmunds von 63 Prozent widerspiegelt, der insbesondere durch die Umwidmung von Industrieflächen entstanden ist.

Im Rahmen der Internationale Gartenausstellung 2027 entsteht in Dortmund eine lokale Wildkräuter-Teemischung, die den Geschmack der Stadt widerspiegeln soll. Dafür lädt die IGA am 30. Mai zu einem kostenlosen Tee-Workshop im Welthaus Dortmund e.V. ein. Besucher:innen können dort Kräuter verkosten, die in Dortmunder Stadtteilen wachsen, und gemeinsam eine Teemischung entwickeln. Grundlage des Projekts sind sogenannte „Grün-Recherchen“, bei denen Schulklassen die Pflanzenvielfalt in ihren Nachbarschaften untersucht und geeignete Kräuter identifiziert haben. Die Aktion gehört zur Kampagne „1 Quadratmeter IGA“ unter dem Motto „Zusammenwachsen“. Ziel des Workshops ist es, die Potenziale urbaner Grünflächen sichtbar zu machen und eine Teemischung zu schaffen, die für die Vielfalt Dortmunds steht. Der fertige Tee soll später in der Pop-Up-IGA Dortmund ausgeschenkt werden, die von Juli bis Ende 2026 in der Innenstadt Station macht. Dort informiert eine interaktive Ausstellung über die Entstehung der Mischung. Ergänzend entsteht aus den Kräutern die Samenmischung „1 Quadratmeter IGA“, mit der eigene kleine Grünflächen angelegt werden können. Thomas Reichling vom Dortmunder Amt für Stadterneuerung sieht darin eine Möglichkeit, die Menschen an der IGA 2027 und der Entwicklung des Ruhrgebiets zur grünen Industrieregion zu beteiligen. Informationen und Anmeldung gibt es über die Veranstaltungsseite der IGA 2027.

Die Artothek der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund zeigt noch bis zum 30. Juni die Ausstellung „Strukturen im Wandel“ der Künstlerin Susanne Bons. Präsentiert werden abstrakte Mischtechniken, die sich mit Vergänglichkeit, Wandel und der Ästhetik des Verfalls beschäftigen. Im Mittelpunkt stehen informelle Malereien mit Bitumen und Collagen, die Veränderungen durch Zeit, Spuren von Verfall sowie die Schönheit des Unvollkommenen darstellen. Die Künstlerin Susanne Bons richtet ihren Blick dabei auf sogenannte „Lost Places“ wie verlassene Gebäude, Abrissflächen und Orte der Industriekultur. Diese Motive hält sie fotografisch fest und verarbeitet sie anschließend in ihrer Malerei zu vielschichtigen Werken zwischen Abstraktion und Erinnerung. Ihr künstlerischer Ansatz beschreibt das Streben nach dem Immateriellen in den Dingen, während das Sichtbare lediglich als Anregung dient. Die Ausstellung ist in der Artothek zu sehen, die rund 1.300 Werke zeitgenössischer Künstler:innen umfasst, die auch ausgeliehen werden können. Zudem sind Arbeiten aus den Wechselausstellungen käuflich erhältlich.

Das 7. Philharmonische Konzert der Dortmunder Philharmoniker verbindet romantische Klangwelten, moderne Virtuosität und klassische Sinfonik. Auf dem Programm stehen Auszüge aus der „Sommernachtstraum“-Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy, das virtuose Trompeten-Konzertstück „ad absurdum“ von Jörg Widmann sowie die 4. Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Die musikalische Leitung übernimmt Patrick Lange, als Solist ist der international renommierte Trompeter Sergei Nakariakov zu hören. Mendelssohns „Sommernachtstraum“-Musik stammt aus dem Jahr 1826 und umfasst unter anderem das atmosphärische Notturno sowie den berühmten Hochzeitsmarsch, die eine märchenhafte Klangwelt zwischen Elfenreich und romantischer Stimmung entfalten. Widmanns „ad absurdum“ fordert mit extrem virtuoser Spieltechnik und permanenter Atmung höchste Konzentration und steigert sich bis zum Einsatz einer Drehorgel, wodurch die Virtuosität ins Absurde geführt wird. Beethovens 4. Sinfonie entstand 1806 in einer glücklichen Lebensphase des Komponisten und zeichnet sich durch eine heitere, energiegeladene Grundstimmung aus, wobei nur die Einleitung des ersten Satzes düster beginnt, bevor die Musik in sonnige Leichtigkeit übergeht. Das Konzert findet am 19. und 20. Mai 2026 jeweils um 19.30 Uhr im Konzerthaus Dortmund statt. Tickets sind im Vorverkauf erhältlich.

Am Schauspiel Dortmund ist der sinnlich-rhythmische Monolog „Nachrichten an meinen Sohn“ nach dem Roman von Alejandro Zambra in der Regie von Leonard Dick zu sehen. Im Mittelpunkt steht das Vaterwerden und die Zeit der ersten hundert Tage mit einem Neugeborenen, in denen Zärtlichkeit und Überforderung, Nähe und Schwermut eng miteinander verbunden sind. Der Alltag ist dabei von intensiven Momenten ebenso geprägt wie von Erschöpfung, während Nähe und Distanz sowie Routine und Überforderung gleichzeitig bestehen. Der Text verbindet diese Erfahrungen mit Erinnerungen an das eigene Aufwachsen und die Beziehung zum Vater des Autors, wobei Erinnerung als veränderlich und fragil beschrieben wird und sich aus Wahrnehmung, Emotion und Erzählung zusammensetzt. Die Inszenierung versteht Sprache, Rhythmus und Stille als kompositorische Elemente eines Monologs, in dem Ekkehard Freye seinen ersten Soloabend am Schauspiel Dortmund spielt. Die künstlerische Umsetzung basiert auf einem Text des chilenischen Autors Alejandro Zambra und wird durch Musik von Andrej Agranovski sowie dramaturgische Betreuung durch Sabrina Toyen ergänzt. Eine Vorstellung findet am 19. Juni 2026 um 20.00 Uhr im Studio des Schauspiel Dortmund statt, eine weitere folgt im Juli.

Im Dortmunder U fand das erste internationale Kurzfilmfestival der Partnerstädte statt, bei dem Filmschaffende aus Leeds, Xi’an und Dortmund insgesamt neun Kurzfilme präsentierten. Die Beiträge zeigten unterschiedliche Perspektiven auf Alltag, Kultur und gesellschaftliches Zusammenleben und reichten von ruhigen Beobachtungen bis zu experimentellen Erzählformen. Das Publikum konnte die Filme nicht nur ansehen, sondern sich auch darüber austauschen und an einem Voting teilnehmen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Britt Lorenzen. Vier Filme wurden mit einem „Audience Award“ ausgezeichnet: den ersten Platz erhielt „Our Neighbour’s Ass“ von Max Goldberg aus Leeds, den zweiten Platz „I Am Glitching“ von Salma Para aus Dortmund, den dritten Platz teilten sich „Terminal“ von Sunny Bahia sowie „Nichtschwimmer“ von Sascha Reimann, beide aus Dortmund. Das Festival wurde vom Büro für internationale Beziehungen der Stadt Dortmund organisiert und durch das Förderprogramm „Neue Stärke“ der Wirtschaftsförderung Dortmund unterstützt. Eine Fortsetzung im kommenden Jahr ist geplant.

Beim KLANGVOKAL Musikfestival ist Jean-Philippe Rameaus Oper „Les Boréades“ in einer internationalen Koproduktion zu erleben. Das Werk des bedeutenden französischen Barockkomponisten aus dem Jahr 1763 gilt als seine letzte Oper und wurde zu seiner Zeit nicht uraufgeführt, bevor es 1982 erstmals szenisch aufgeführt und als Wiederentdeckung bekannt wurde. Im Mittelpunkt steht die Königin Alphise, die sich gegen dynastische Zwänge stellt und damit für individuelle Freiheit und Selbstbestimmung steht. Die Musik verbindet elegante und dramatische Elemente mit schimmernden Streichern, markanten Bläsern, Arien, Chören und Tänzen zu einer abwechslungsreichen Klangwelt. Die musikalische Leitung sowie die Partie des Abaris übernimmt der Tenor und Dirigent Reinoud Van Mechelen gemeinsam mit dem Ensemble a nocte temporis und dem Choeur de Chambre de Namur. Weitere Mitwirkende sind unter anderem Gwendoline Blondeel, Tomáš Král, Lisandro Abadie, Philippe Estèphe und Lore Binon. Die Aufführung findet am 22. Mai 2026 um 19.30 Uhr im Orchesterzentrum NRW statt.

Mehr als 80 Fahrzeuge nahmen bei sonnigem Frühlingswetter an der ADAC / DMC Reinoldus Veteranen- & Youngtimer-Ausfahrt 2026 teil. Start und Ziel der Veranstaltung lagen auf dem Gelände der Tridelta Dortmund GmbH in Aplerbeck. Die Route führte durch die Soester Börde und das ländliche Westfalen mit Feldern, Dörfern und kurvenreichen Landstraßen. Viele Teilnehmer:innen zeigten sich begeistert von der Strecke und der ruhigen Atmosphäre der Region. Entlang der Route sorgten mehrere Wertungspunkte für sportliche Herausforderungen, bei denen die Fahrer:innen vorgegebene Streckenabschnitte in einer bestimmten Zeit absolvieren mussten. Dabei waren Fahrgefühl, Konzentration und Erfahrung mit den Fahrzeugen gefragt. Eine etwa einstündige Pause in Welver-Borgeln bot Gelegenheit zum Austausch und zur gemeinsamen Betrachtung der Fahrzeuge. Der Dortmunder Motorsport-Club e. V. im ADAC bezeichnete die Veranstaltung erneut als festen Bestandteil der westfälischen Oldtimer-Szene und dankte Teilnehmer:innen, Unterstützer:innen und Helfer:innen für ihren Beitrag zum Gelingen der Ausfahrt.

Das NRW Juniorballett zeigt mit „Radio and Juliet“ eine Neuinterpretation von William Shakespeares Liebestragödie in der Choreografie von Edward Clug. Die Produktion verbindet die Musik der Band Radiohead mit modernem Tanz und schafft einen atmosphärisch dichten, emotionalen Ballettabend. Im Zentrum steht Julias Geschichte nach dem Tod Romeos, wobei sie sich auf eine introspektive Reise begibt, die als poetische Auseinandersetzung mit unerfüllter Liebe dargestellt wird. Die Musik von Radiohead begleitet diese Entwicklung mit einer Mischung aus sinnlichen, träumerischen sowie kraftvollen und düsteren Klängen. Die Inszenierung setzt auf eine minimalistische Ästhetik mit schlichtem Bühnen- und Kostümbild, wodurch der Fokus auf Tanz, Bewegung und choreografischer Dynamik liegt. Das Stück thematisiert dabei auch Verlust, Weitergehen und die Suche nach neuen Bedeutungen. Das NRW Juniorballett bringt das Werk mit zwölf jungen Profitänzer:innen auf die Bühne und verbindet Shakespeares Vorlage mit der musikalischen Atmosphäre von Radiohead zu einer emotionalen Einheit. Die Premiere findet am Samstag, 30. Mai 26, um 19.30 Uhr im Opernhaus Dortmund statt. Eine weitere Vorstellungen gibt es am Dienstag, 30. Juni 26, um 19.30 Uhr.

Der Shanty-Chor begeistert seit vielen Jahren mit kraftvollen Stimmen und einem Repertoire aus traditionellen Shanties, modernen Seemannsliedern und eigenen Interpretationen von Klassikern. Am 25. Mai ist er von 15 bis 17 Uhr beim Musiksommer im Fredenbaumpark zu Gast. In der Konzertmuschel erwartet das Publikum ein Programm aus rauem Männergesang, maritimer Melancholie und rhythmischen Shanties, das eine musikalische Reise über die Weltmeere und in vergangene Zeiten bietet. Die Lieder handeln von Seewind, langen Überfahrten, Heimweh und dem Leben in Hafenkneipen. Der Auftritt ist ein fester Bestandteil des Musiksommers im Fredenbaumpark und erfreut sich großer Beliebtheit. Der Eintritt ist frei, das Konzert findet jedoch nur bei trockenem Wetter statt. Die Stadt Dortmund und der Freundeskreis Fredenbaumpark e.V. laden dazu ein, den Pfingstmontag im Grünen mit Seemannsgeist und harmonischem Männergesang zu verbringen.

Die neue Titanenwurz im Botanischer Garten Rombergpark hat nach einer Online-Abstimmung den Namen „Titania“ erhalten. Bei der Abstimmung setzte sich der weibliche Vorname knapp gegen die Alternativen „Gisbert“, angelehnt an Gisbert von Romberg, und „Fredo“, einer Wortschöpfung aus Freiburg und Dortmund, durch. Die Vorschläge stammten aus einer Vielzahl von Ideen, die Dortmunder:innen zuvor über soziale Medien eingereicht hatten. Mit einer Taufe wurde die Namensgebung offiziell abgeschlossen. Der Name „Titania“ erinnert an die Elfenkönigin aus Shakespeares „Sommernachtstraum“ und spielt zugleich auf die Titanenwurz an, die weder männliche noch weibliche Blüten hat, sondern beide Geschlechter in einem Blütenstand vereint. Die Pflanze „Titania“ stammt aus dem Botanischen Garten Freiburg und ist seit Anfang Mai im Tropenhaus in Dortmund zu sehen. Sie wurde nach Dortmund gebracht, nachdem eine frühere Pflanze namens „David“ gestohlen worden war. Aus der Knolle hat sich inzwischen ein etwa zwei Meter hohes Blatt entwickelt. Titanenwurzen blühen nur alle paar Jahre kurzzeitig und verströmen dabei einen intensiven Aasgeruch, der viele Besucher:innen anzieht.

Die Dortmunder Theaterproduktion Show Werk rund um Madeleine Meermann und Marc Neumeister begeistert mit abwechslungsreichen Bühnenabenden zwischen Komödie, Musik und Kultstücken. Im Mittelpunkt steht Unterhaltung mit Herz, Nähe zum Publikum und direkter Theatererfahrung ohne Distanz oder Leinwand. Bereits im Januar war die Revue „Heinz Erhardt – Gedichte, Lieder, Schelmereien!“ in Dortmund zu sehen, und auch in den kommenden Monaten sowie im nächsten Jahr bringt das Ensemble weitere Produktionen auf die Bühne. Dazu gehört unter anderem die Inszenierung der Kultserie „Ein Herz und eine Seele“, die in der Evangelischen Pauluskirche in Dortmund aufgeführt wird und den typischen Ruhrgebiets-Humor sowie bissige Gesellschaftssatire zeigt. Ebenfalls im Spielplan steht die Komödie „Aufguss“, die mit Tempo und Missverständnissen für Lacher sorgt und unter anderem am 18. September 2026 in Dortmund gespielt wird. Darüber hinaus präsentiert Show Werk das musikalische Programm „Heinz Erhardt und Freunde“, das mit Gedichten, Musik und Nostalgie an den Entertainer erinnert. Weitere Stücke wie die Solokomödie „König Ödipus“ von Bodo Wartke ergänzen das Programm. Das Ensemble legt Wert darauf, dass das Publikum Teil des Abends wird und die Aufführungen als unmittelbares Erlebnis erfährt. Als Dortmunder Unternehmen möchte Show Werk die lokale Kulturszene stärken, klassische Werke zugänglich machen und Kultur lebendig halten.
