
Am 19. Februar 2026 jährt sich der rechtsterroristische Anschlag in Hanau mit neun migrantischen Opfern zum sechsten Mal. Die Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF) und der Planerladen laden zur Kundgebung und zum Gedenken anlässlich des Anschlags um 18 Uhr am Platz der Deutschen Einheit in Dortmund ein. Unter dem Motto „Kein Vergeben, kein Vergessen” möchten die Veranstalter:innen gemeinsam an die neun ermordeten migrantischen Bürger:innen erinnern. Außerdem fordern sie Gerechtigkeit für die Opfer und lückenlose Aufklärung über die Geschehnisse am 19. Februar 2020.
Der Tathergang des Anschlags im Februar 2020
Am späten Abend des 19. Februar suchte Tobias R. gezielt migrantische Mitmenschen auf und erschoss an mehreren Tatorten in Hanau neun Menschen. Der Täter drang dafür hintereinander in verschiedene Bars und Kioske ein und tötete einen Mann, der versuchte, ihn mit seinem Auto aufzuhalten. Sechs weitere Menschen wurden bei der auf den Zeitraum zwischen 21.55 Uhr und 22.01 Uhr datierten Tat verletzt – teils schwer. ___STEADY_PAYWALL___

Anschließend kehrte Tobias R. in sein Elternhaus zurück. Dort tötete er seine Mutter und sich selbst. Erst Anfang Januar 2026 ist ein weiteres Opfer, Ibrahim Akkuş, aufgrund schwerer Nachfolgen des Anschlags gestorben.
Die Hinterbliebenen der Opfer organisierten sich mit der „Initiative 19. Februar”, und konnten immer wieder mit Anklagen Druck auf die Vermittlungen ausüben.
Hinterbliebene und Engagierte kämpfen gegen das Vergessen
Weiterhin kämpfen Initiativen, Vereine und Engagierte gegen das Vergessen, für juristische Aufklärung und mehr Aufmerksamkeit für rechte Gewalt. Besonders in Zeiten des deutschland- sowie europaweiten Rechtsrucks ist und bleibt es wichtig Verantwortung zu übernehmen und eine Erinnerungskultur aufrechtzuerhalten. Denn Hanau war kein Einzelfall.
Die Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF) ist ein 1980 gegründeter Dachverband von Migrantenorganisationen in Deutschland (sowie weiteren europäischen Ländern), der sich für die soziale, kulturelle und politische Teilhabe von Menschen mit vorrangig türkischen und kurdischen Wurzeln einsetzt. Sie engagiert sich gegen Rassismus, Krieg und Sozialabbau und fördert die internationale Solidarität.
Weitere Infos:
- Die Gedenkveranstaltung findet am 19. Februar 2026 um 18 Uhr am Platz der Deutschen Einheit in Dortmund statt.
- Der Platz der Deutschen Einheit ist direkt beim Südausgang des Hauptbahnhofs.
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