
„Engagement anerkennen – Gemeinsam für eine starke Demokratie“: Das ist aktuell und wichtig, so kamen etwa 130 Gäste zur Preisverleihung der Freiwilligenagentur Dortmund im Dortmunder Rathaus zusammen, um herausragende ehrenamtliche Projekte der politischen Bildung in unserer Stadt zu würdigen.
Demokratie braucht euch wieder laut
Möglich ist die Preisverleihung auch, weil die Sparkasse Dortmund großzügige Preisgelder ausgelobt hat. In den drei Kategorien „Stärkung demokratischer Prozesse im Quartier“, Demokratieförderung in der Jugendarbeit“ und „Politische Bildung in der Stadtgesellschaft“ gibt es je 1000 € für die Sieger und je 300 € für die Zweitplatzierten, eine großartige Anerkennung für das Ehrenamt.

Für Thomas Ohm vom Vorstand der Freiwilligenagentur sind es die Engagierten, die den Unterschied in einer Stadt machen. Respekt, Toleranz und Vielfalt werden von ihnen gelebt, sie sind ein Vorbild für andere.
„Es sind die Menschen, die die Demokratie mit Leben füllen. Bürger:innen, die nicht weg-, sondern hinsehen. die nicht schweigen, sondern ihre Stimme erheben. Die Demokratie braucht euch wieder laut, ist hier sein Credo und Apell.“
Oberbürgermeister Alexander Kalouti: „Ihr prägt diese Stadt!“

Eine besondere Ehre erhalten die Organisationen durch den ersten Bürger der Stadt. Oberbürgermeister Alexander Kalouti findet sehr persönliche und kaum politische Worte in seinem Grußwort.
„Ihr prägt diese Stadt, durch euer Engagement ändert ihr diese Stadt, ihr sorgt dafür, dass sie besser wird, dass niemand zurückbleibt“, so Kalouti.
Preise in der Kategorie „Stärkung demokratischer Prozesse im Quartier“

Lars Hane von der Sparkasse Dortmund sagt in seiner Laudatio, dass „wir heute hier ein Projekt ehren, an dem Teilhabe nicht nur ein Wort ist, sondern gelebte Realität“.
„Dieser Verein zeigt, was Demokratie im Alltag bedeutet: Gleichberechtigung, Solidarität, Mitgestaltung. Hier wird gelebt, was viele nur predigen.“

Ein Kampfsportverein, in dem Inklusion kein Extra ist, sie ist Prinzip im Verein. Hier trainieren Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam. Und so geht der erste Preis in dieser Kategorie an „Sparring4u e.V.“.
Zweiter Preisträger ist das Demokratiecafé Dortmund. Es lädt monatlich zu offenen Gesprächsrunden ein über Themen wie Rechtsruck, Wahlen und wie man Demokratie aktiv gestalten kann.
Preise in der Kategorie „Demokratische Bildung in der Jugendarbeit“

Train of Hope e.V. wird mit dem ersten Preis in der Kategorie „Demokratische Bildung in der Jugendarbeit“ ausgezeichnet. Demokratie lebt von Mitwirkung.
In dem Projekt „JuMa“ werden junge Menschen in ihrer politischen Teilhabe gestärkt. Für die es nicht immer selbstverständlich ist, sich in der Öffentlichkeit laut über Politik zu äußern. Mut machen, sich einzubringen, mitzureden und Vielfalt zu leben sind die Ziele des Projektes. Die Laudatio hält Prof. Dr. Emra Ilgün.

Zweiter Preisträger ist der Verein Schülerpaten e.V.. Sie fördern durch Eins-zu-Eins-Patenschaften Bildung, Integration und Zusammenhalt.
Die Ehrenamtlichen unterstützen Schüler:innen aus Einwandererfamilien direkt vor Ort mit Herz, Zeit und Engagement.
Auch die Nichtplatzierten bekommen Anerkennung

Alle teilnehmenden Organisationen bekommen für ihr Engagement ein Trikot der aktuellen BVB Mannschaft und eine Urkunde.
Für Karola Jaschewski, Geschäftsführerin der Freiwilligenagentur ist es wichtig, dass nicht nur die Siegerprojekte im Rampenlicht stehen, sondern die Vielfalt und Kreativität des Dortmunder Engagements gezeigt werden.
Preise in der Kategorie Politische Bildung in der Stadtgesellschaft
Gast-Haus e.V. ist erster Preisträger in dieser Kategorie. Maike Vollmer von der BVB-Stiftung „Leuchte auf“ beginnt ihre Laudatio mit einem Zitat von Franz Jacobi, einem der Gründerväter des BVB: „Wir halten zusammen, was auch immer geschieht. Keiner schmort im eigenen Saft, sondern kümmert sich um seinen Nachbarn.“

Für sie ist das eine Haltung, ein Wert und etwas provokant fragt sie: „Was ist mit den Menschen, die obdachlos sind, können sie unsere Nachbarn sein?“ Und findet die Antwort mit „Das Gast-Haus e.V. zeigt, dass Nachbarschaft nicht an eine Adresse gebunden ist, sondern an die Bereitschaft, einander zu sehen und füreinander da zu sein.“
Unter dem Stichwort Armut verstehen – Demokratie leben sensibilisiert das Gast-Haus junge Menschen durch Vorträge, Workshops und Praxisprojekte für die Folgen von Armut. Ein wesentliches Ziel ist es zu zeigen, dass echte Demokratie alle einschließt.

Zweiter Preisträger in dieser Kategorie ist Grenzenlose Wärme, oder Refugee Relief Work e.V.. Sie sammeln, sortieren und verteilen Hilfsmittel an lokale und internationale Organisationen, um Menschen in Notsituationen zu unterstützen.
Ein gelungener Abend mit viel Wertschätzung für das Engagement in dieser Stadt. Für die musikalische Begleitung an diesem Abend sorgte die Band „all the things we are“.
Anm.d.Red.: Haben Sie bis zum Ende gelesen? Nur zur Info: Die Nordstadtblogger arbeiten ehrenamtlich. Wir machen das gern, aber wir freuen uns auch über Unterstützung!





