Es hat sich wieder einiges an Kurzmeldungen und Nachrichten zu den unterschiedlichsten Themen angesammelt, die nicht immer den Weg in den Blog finden. Wir wollen aber auch nicht, dass diese unerwähnt bleiben und untergehen. Daher haben wir uns überlegt, in unregelmäßigen Abständen Beiträge wie diese zu veröffentlichen – unter unserer Rubrik: „NAMEN UND NOTIZEN!“ Um eine bessere Übersicht zu gewährleisten, werden wir die Pressemitteilungen, die unter diese Rubrik fallen, in Zukunft weiter filtern. Diesmal beinhaltet sie Beiträge aus dem politischen Bereich.
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Die Stadt Dortmund hat erstmals internationale Wissenschaftler:innen, die neu an Dortmunder Hochschulen und Forschungsinstituten tätig sind, zu einem Empfang unter dem Titel „Meet the Mayor!“ begrüßt. Bürgermeisterin Ute Mais hieß rund 100 Forschende aus über 25 Ländern, darunter Südafrika, Sri Lanka, Ukraine, USA und Brasilien, persönlich im Rathaus willkommen. Sie arbeiten an der TU Dortmund, der FH Dortmund, dem Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie, dem Leibniz-Institut für analytische Wissenschaften ISAS e.V. sowie dem Leibniz-Institut für Arbeitsforschung IfADo. Vor dem Empfang erhielten die Teilnehmenden englischsprachige Führungen hinter die Kulissen der Stadt und des Dortmunder Theaters. Unter dem Motto „Dortmund for Beginners“ vermittelten Wissenschaftsreferentin Angela Märtin und Sabrina Heix von der Welcome Agency der Wirtschaftsförderung Einblicke in Geschichte, Wirtschaft und Kultur Dortmunds. Die Gäste zeigten sich beeindruckt von der Wertschätzung und dem besonderen Willkommensformat; eine Teilnehmerin betonte, sie sei in keiner anderen Stadt so herzlich empfangen worden. Die Veranstaltung ist Teil des Dortmunder Masterplans Wissenschaft 2.0 und soll die enge Verbindung zwischen Stadt und Wissenschaft weiter stärken.
Eine Gruppe von 25 Jugendlichen der Jugendhilfe St. Elisabeth besuchte den Landtag von Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Nach einer einstündigen Teilnahme an einer Plenardebatte nutzten die Jugendlichen die Gelegenheit, mit der Dortmunder SPD-Landtagsabgeordneten Anja Butschkau ins Gespräch zu kommen.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Bedeutung politischer Arbeit, parlamentarische Abläufe und die Rolle junger Menschen in der Demokratie. „Es war eine sehr interessierte Gruppe, die viele spannende Fragen gestellt hat. Solche Begegnungen zeigen, wie wichtig politische Bildung und Beteiligung sind“, so Butschkau.
Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Eving hat sich in ihrer konstituierenden Sitzung neu aufgestellt. Zum Vorsitzenden wurde Martin Schmitz gewählt, der auch den SPD-Ortsverein Eving leitet. Stellvertretende Vorsitzende ist Denise Pelzer, Schriftführer Berk Eraslan. Ergänzt wird die Fraktion durch Bezirksbürgermeister Oliver Stens, Doris Giebel, die seit 2014 Mitglied der Bezirksvertretung ist, und Neumitglied Roland Fröhling. Schmitz dankte für das Vertrauen und betonte den gemeinsamen Gestaltungswillen, Eving weiterhin aktiv und sozial zu entwickeln. Trotz eines Sitzverlusts und des Wegfalls des SPD-Oberbürgermeisters in Dortmund wolle man neue Wege finden, politische Ziele zu erreichen. Erstes Ziel ist eine erneute Mehrheit für Oliver Stens als Bezirksbürgermeister, wofür Gespräche mit allen Fraktionen außer der als rechtsextrem eingestuften AfD geführt werden. In den kommenden fünf Jahren will die SPD-Fraktion Schwerpunkte in der Stadtbezirksentwicklung setzen: die Beseitigung von Schmuddelecken und Angsträumen, den Umbau des Marktplatzes Eving, die Wiedereröffnung des Einkaufszentrums Minister Stein, die Sanierung der Brechtener Grundschule, den Bau einer neuen Gesamtschule und den Endausbau des Neubaugebiets Brechtener Heide. Zudem soll das ehrenamtliche Engagement im Stadtbezirk weiter gefördert werden. Verabschiedet wurden die langjährigen Mitglieder Peter Wieseler und Gabi Hammacher, die seit 2018 den Fraktionsvorsitz innehatte und maßgeblich zur Geschlossenheit der Fraktion beitrug. Mit der neuen Spitze blickt die SPD Eving optimistisch auf die kommende Wahlperiode und will die erfolgreiche Arbeit fortsetzen.
Nach der Kommunalwahl in NRW hat sich für den Stadtbezirk Hombruch eine neue politische Mehrheit gebildet. SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke haben sich auf eine Kooperation verständigt, um eine zukunftsfähige und klimafeste Entwicklung des Bezirks in den Bereichen Verkehr, Wohnen und Freiraumschutz voranzubringen. Ziel ist es außerdem, die demokratischen Strukturen durch stärkere Beteiligung von Bürger:innen und das Jugendforum zu fördern. Nach 16 Jahren soll wieder ein SPD-Bezirksbürgermeister gewählt werden. Vorgesehen ist, dass der bisherige stellvertretende Bezirksbürgermeister Volker Schultebraucks in der konstituierenden Sitzung das Amt übernimmt. Seine Stellvertreterin soll Katja Wilken von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden, die insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Jugendforum intensivieren und schulpolitische Themen betreuen soll. Die Kooperation strebt in der neuen Legislaturperiode abgestimmte Entscheidungen an und hat sich bereits auf erste Schwerpunkte geeinigt: die Steigerung der Attraktivität der Fußgängerzone und des Marktplatzes, unter anderem durch eine Verlängerung der Fußgängerzone, die Stärkung der Stadtteilbücherei, den Ausbau des Fahrradverkehrs, die Verbesserung des Straßenzustands und der Verkehrssicherheit durch Maßnahmen wie Tempo 30 sowie die Weiterentwicklung des ehemaligen Telekom-Geländes in Kirchhörde. Bestehende Freiräume sollen erhalten bleiben. SPD und GRÜNE betonten, dass sie auf eine weiterhin gute und faire Zusammenarbeit mit der CDU-Fraktion bauen.
Das Bild zeigt von links nach rechts stehend Katja Wilken (Bündnis 90/Die Grünen) und Volker Schultebraucks (SPD), sitzend Michael Twardon (SPD), Susanne Lohse (Bündnis 90/Die Grünen) und Christiane Tenbensel. (Die Linke).
Die AWO Integrationsagentur Dortmund lud gemeinsam mit den Quartiersdemokraten und der Koordinierungsstelle Vielfalt, Toleranz und Demokratie zu einem Poetry-Slam-Abend ins Kulturhaus Taranta Babu ein, der unter dem Motto „Spoken Words for a living democracy“ stand. Unter der Moderation von Jana Goller präsentierten vier Poet:innen politische und persönliche Texte gegen Sprachlosigkeit und für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Stef, Künstler griechischer Herkunft aus Köln, thematisierte in seinem Beitrag Fragen nach nationaler Identität und Zugehörigkeit und rief dazu auf, laut und sichtbar gegen den Rechtsruck einzutreten. Jouhaina Lahchaichi aus Essen schilderte in ihrer Lyrik Alltagsrassismus und Diskriminierungserfahrungen und zeigte, wie Poesie ihr hilft, mit unausgesprochenen Gedanken umzugehen. Yasmine Colucci aus Mülheim an der Ruhr konfrontierte das Publikum mit wütenden Fragen zum Umgang mit Kolonialismus und Rassismus und forderte, gesellschaftliche Diskussionen nicht nur nach Gewalttaten zu führen. Antonia Josefa schließlich präsentierte mit „Die kleine Demokratia“ einen politischen Text über die Spannungsfelder von Macht, Kapitalismus und sozialer Ungleichheit und mahnte, allen Menschen Gehör zu verschaffen. Der Abend vereinte poetische Schärfe, emotionale Tiefe und eindringliche Botschaften über Teilhabe, Gleichberechtigung und Demokratie und hinterließ bei den Gästen einen bewegenden und inspirierenden Eindruck.
Die Auslandsgesellschaft.de bleibt für weitere vier Jahre Standort des Europe Direct Zentrums (ED). Die Europäische Kommission hat die entsprechende Förderung zugesagt. Darüber freuen sich Joris Duffner, Leiter des Europe Direct Zentrums, Geschäftsführer Marc Frese und Präsident Klaus Wegener. Das Zentrum besteht seit 2013 und ist eines von 50 in Deutschland, davon acht in Nordrhein-Westfalen; europaweit gibt es über 400. Die Anlaufstellen befassen sich mit der Frage, welche Auswirkungen die Europäische Union für Bürger:innen vor Ort hat. Sie dienen als Schnittstelle zwischen Zivilgesellschaft und EU und ermöglichen einen direkten Zugang zu Informationen über EU-Projekte. Ziel ist es, den Dialog zwischen der EU und den Bürger:innen zu stärken und das europäische Engagement zu fördern. Besonders gefragt sind die kostenlosen EU-Workshops für Schul- und Jugendgruppen. Im Workshop „EUre Zukunft“ lernen Teilnehmende die Funktionsweise der EU kennen und erfahren, wie sie selbst an der Gestaltung Europas mitwirken können. Eine EU-Stadtrallye zeigt, wieviel Europa in Dortmund steckt. Im Planspiel „Fakt oder Fake“ diskutieren Jugendliche über Fake News und Hassrede im Internet sowie über Gegenmaßnahmen auf EU-Ebene. Das Planspiel „SOS Europa“ simuliert eine Sitzung des Europäischen Rates zur gemeinsamen Flüchtlingspolitik.
Im Rahmen einer Fachreise besichtigten Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Sabine Poschmann die Klimaschutzsiedlung Ewige Teufe der Spar- und Bauverein eG Dortmund. Das als KlimaQuartier.NRW ausgezeichnete Projekt gilt als Modell für eine nachhaltige Quartiersentwicklung, die ökologische Verantwortung und soziale Teilhabe verbindet. Zwischen 2022 und 2024 entstanden in Dortmund-Renninghausen fünf energieeffiziente Wohnhäuser mit insgesamt 37 Wohnungen, davon 24 frei finanzierte und 13 öffentlich geförderte Einheiten. Ein spezielles Gebäude wurde als barrierefreies Apartmenthaus errichtet, um Menschen mit Beeinträchtigungen ein weitgehend selbstständiges Leben zu ermöglichen. Das Quartier erfüllt den Effizienzhausstandard 40 Plus (KfW 40+) und demonstriert die Vereinbarkeit von klimagerechtem Bauen und Inklusion. Die Fachreise, organisiert vom Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (VdW RW), umfasste neben dem Besuch der Spar- und Bauverein eG auch Besichtigungen weiterer Beispielquartiere von Vivawest und Vonovia, die verschiedene Konzepte nachhaltiger Quartiersentwicklung vorstellten.
Das Bid zeigt von links: Christina Ebrecht (VdW RW), Oliver Niermann (VdW RW), Samuel Serifi (Geschäftsführer, DOGEWO21), Alexander Rychter (Verbandsdirektor, VdW RW), Sabine Poschmann (Staatssekretärin), Boris Deuter (Vorsitzender, Arbeitsgemeinschaft Dortmunder Wohnungs-unternehmen), Dr. Christian Jaeger (Vorstandsvorsitzender, Spar- und Bauverein eG), Karsten Statz (Spar- und Bauverein eG).
Die Dortmunder Landtagsabgeordnete Anja Butschkau (SPD) war wieder in ihrem gesamten Wahlkreis unterwegs – dieses Mal auf Bücherschranktour durch Hombruch, Hörde und Lütgendortmund.
An den Bücherschränken kam sie mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch und tauschte sich über die Bedeutung des Lesens aus. „Bücherschränke sind mehr als nur ein Ort zum Bücherholen und -bringen. Sie schaffen Begegnung, fördern Bildung und bringen Menschen miteinander ins Gespräch“, so Butschkau.
Die Abgeordnete dankte allen Ehrenamtlichen und Initiativen, die sich um Pflege und Ausstattung der Bücherschränke kümmern: „Ohne dieses Engagement wäre das nicht möglich.“
Ziel der Aktion war es, das Lesen im Alltag sichtbarer zu machen und den kulturellen Austausch im Quartier zu stärken.
Die neue gemeinsame Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN & Volt hat im Rahmen ihrer konstituierenden Klausur ihren Fraktionsvorstand gewählt. Katrin Lögering und Dr. Christoph Neumann wurden einstimmig als Sprecher:innen bestätigt, ebenso Britta Gövert und Benjamin Beckmann als Mitglieder des Sprecher:innenrats. Damit startet ein eingespieltes Team unter neuen politischen Bedingungen in die Wahlperiode: Erstmals steht ein CDU-Oberbürgermeister an der Spitze der Stadt, und erstmals bilden GRÜNE und Volt die drittstärkste Fraktion im Rat. Lögering betonte den Anspruch, Klimaneutralität, soziale Stadtentwicklung, Bildung und Verkehrswende voranzutreiben und die ökologische wie soziale Handschrift der Fraktion sichtbar zu machen. Neumann hob hervor, dass sich mit den neuen Mehrheitsverhältnissen auch die politische Kultur verändern könne, die Fraktion diese Prozesse kritisch und konstruktiv begleiten und für nachhaltige, soziale und demokratische Politik einstehen werde. Die Fraktion umfasst künftig 18 Mitglieder und 41 Bezirksvertreter:innen, darunter viele neue Gesichter. Für das Amt der Bürgermeisterin wird Britta Gövert vorgeschlagen. GRÜNE & Volt wollen sich für eine sozial gerechte, proeuropäische, ökologische und offene Stadtpolitik einsetzen und die Herausforderungen der kommenden Jahre aktiv gestalten. Der Sprecher:innenrat betonte die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, unterschiedliche Positionen auszuhalten und für ein klimaneutrales, gerechtes und lebenswertes Dortmund einzutreten.
Das Bild zeigt obere Reihe von links nach rechts: Britta Gövert, Benjamin Beckmann, untere Reihe von links nach rechts: Christoph Neumann, Katrin Lögering.
Die nordrhein-westfälische Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Ina Brandes, besuchte die Sprachschule mit Plapagei des KLC e.V. in der Dortmunder Nordstadt. Die Einrichtung bietet zwanzig Kindern ohne Kita-Platz eine alltagsintegrierte Sprachförderung. Während des Besuchs erhielt die Ministerin Einblicke in den pädagogischen Alltag und nahm an einer lebhaften Unterrichtseinheit teil, in der gesungen, gelesen und gelacht wurde. Die Stunde wurde von Projektleiterin Georgia Born, Schulkoordinatorin Emma Weste und Ergänzungskraft Ayca Cakir gestaltet. Im anschließenden Gespräch mit der stellvertretenden Geschäftsführerin Senajla Ikic sowie den Vorstandsmitgliedern Lasse Fischer-Riepe, Karsten Mrochen und Christopher Beel wurden Themen wie Finanzierung, Bürokratie, Förderlogik, der Mangel an Kita- und Schulplätzen und die bessere Erreichbarkeit von Kindern durch Bildungssysteme erörtert. Die Sprachschule wurde am 18. März 2024 vom gemeinnützigen Bildungsverein KLC e.V. gegründet und basiert auf einem gemeinsam mit der Universität Paderborn entwickelten Curriculum. Ziel ist es, Kindern ohne institutionelle Betreuung sprachliche und soziale Teilhabe zu ermöglichen. Finanziert wird das Projekt über Mittel des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, die jedoch nur einen Teil der tatsächlichen Kosten abdecken. Der Besuch machte deutlich, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Politik und Praxis ist. Der KLC e.V. betonte, dass Projekte wie die Sprachschule mit Plapagei einen wertvollen Beitrag zur frühen Bildung leisten und langfristige Unterstützung benötigen.
Der Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Dortmund hat seinen jährlichen Aktionstag „8 gegen 88“ unter das Motto „Wer sieht unseren Schmerz? Die Betroffenenperspektive auf 35 Jahre rechtsextreme Gewalt“ gestellt. Im Mittelpunkt standen Angehörige der Opfer der NSU-Morde und des rechtsextremen Anschlags von Hanau 2020. Dekanin Prof. Dr. Katja Nowacki betonte zur Eröffnung, dass Soziale Arbeit dort eingreife, wo Menschen Unterstützung benötigten, und dass es wichtig sei, Unrecht sichtbar zu machen. Besonders bewegend waren die Beiträge von Emiş Gürbüz, die beim Anschlag in Hanau ihren Sohn verlor, und von Gamze Kubaşık, deren Vater Mehmet Kubaşık 2006 in Dortmund vom NSU ermordet wurde. Beide berichteten von der Stigmatisierung und dem mangelnden Respekt durch Behörden, die Opfer und Angehörige teils kriminalisierten, statt sie zu schützen. Prof. Dr. Dierk Borstel, der den Aktionstag zum 15. Mal begleitete, und Prof. Dr. Emra Ilgün-Birhimeoğlu diskutierten die Kontinuität rechtsextremer Gewalt seit den frühen 1990er-Jahren und kritisierten das wiederholte Versagen politischer und gesellschaftlicher Akteure bei der Anerkennung rechter Motive. Borstel erinnerte an Beispiele wie den Anschlag von Solingen 1993 und das späte Eingeständnis der politischen Dimension des Attentats im Münchner Olympiapark 2016. Beide Professor:innen unterstrichen die Bedeutung der Opferperspektive: Betroffene und Angehörige leisteten mit ihrem Engagement entscheidende Beiträge zu Aufklärung, Erinnerung und Prävention.
Das Bild zeigt: Prof. Dr. Emra Ilgün-Birhimeoğlu (r.) im Gespräch mit Emiş Gürbüz (M.) und Melanie Wurst von der Initiative 19. Februar Hanau.
Eine Besuchergruppe des Pastoralverbunds „Am Revierpark“ war zu Gast im nordrhein-westfälischen Landtag und nutzte die Gelegenheit, mit dem Dortmunder SPD-Landtagsabgeordneten Ralf Stoltze ins Gespräch zu kommen. Nach einer Einführung in die Arbeitsweise des Landtags und dem Besuch einer Plenardebatte stand eine angeregte Diskussion mit dem Abgeordneten auf dem Programm. Dabei ging es um aktuelle politische und gesellschaftliche Themen, vom Umgang mit nichtdemokratischen Parteien über Fragen der Altersdiskriminierung bis hin zu grundsätzlichen Herausforderungen für die Demokratie.
Ralf Stoltze berichtete zudem über seinen persönlichen Werdegang, seinen Einstieg in die Politik und seine Arbeit als Landtagsabgeordneter für den Dortmunder Westen. „Der direkte Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern ist mir wichtig. Gerade Gespräche mit engagierten Gruppen wie dem Pastoralverbund zeigen, wie groß das Interesse an politischen Prozessen und gesellschaftlicher Verantwortung ist“, betonte Stoltze.
Die Auslandsgesellschaft, die Westfälische Kaufmannsgilde und die Fachhochschule Dortmund richteten gemeinsam eine Veranstaltung zum Thema „Presse- und Meinungsfreiheit in den USA“ aus. Rund 150 Gäste verfolgten in den Räumen der FH Dortmund den Vortrag von Dr. Christoph von Marschall, Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion des Tagesspiegel. Der Historiker und Journalist berichtete über seine Arbeit in Washington D.C. und analysierte die politischen Entwicklungen in den USA nach dem zweiten Wahlsieg von Präsident Donald Trump. Er machte deutlich, dass die Pressefreiheit und die Demokratie in den USA zunehmend bedroht seien, unter anderem durch den Einsatz der Nationalgarde, Behinderungen journalistischer Arbeit und den schwindenden Respekt des Präsidenten gegenüber der Justiz. Von Marschall betonte zudem, dass Europa sich über die Machtverhältnisse zu den USA keine Illusionen machen dürfe, da frühere Stabilitätsfaktoren wie militärischer Schutz durch die USA und günstige Energie aus Russland weggefallen seien. Für Deutschland forderte er eine „mentale Zeitenwende“ und mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen. Abschließend zeigte er sich optimistisch, dass Deutschland Krisen bewältigen könne, wenn die Gesellschaft zusammenhalte. Der vielfach ausgezeichnete Autor und Journalist, bekannt durch Werke wie „Was ist mit den Amis los?“ und seine Obama-Biografie, stellte damit erneut seine Expertise als Kenner der US-Politik unter Beweis. Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Austausch über geopolitische Themen und aktuelle Auswirkungen der US-Politik auf Europa.
Kurz nach seinem Amtsantritt hat Oberbürgermeister Alexander Kalouti ein deutliches Zeichen gesetzt: Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung haben für ihn höchste Priorität. Deshalb begleitete er einen Schwerpunkteinsatz des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) in der Dortmunder Innenstadt. Gemeinsam mit Rechts- und Ordnungsdezernent Norbert Dahmen informierte er sich vor Ort über die Arbeit der Einsatzkräfte und suchte das Gespräch mit Passant:innen, um sich ein eigenes Bild von den Herausforderungen zu machen. Der mehrtägige Sondereinsatz des KOD soll Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum stärken und das Sicherheitsempfinden der Bürger:innen verbessern. Anlass sind Beschwerden und festgestellte Ordnungsstörungen, insbesondere durch aggressives Betteln, offenen Drogenkonsum und unerlaubtes Lagern im öffentlichen Raum. Daher zeigt der KOD verstärkt Präsenz: Bis zu 45 Mitarbeitende sind täglich in zwei Schichten unterwegs – teils in Uniform, teils in zivil. Oberbürgermeister Kalouti betonte, die Menschen sollten spüren, dass die Stadt Verantwortung übernehme. Präsenz, Zusammenarbeit und konsequentes Handeln seien dafür entscheidend. Er dankte den Mitarbeitenden des KOD für ihr Engagement und lobte ihren professionellen und verantwortungsvollen Einsatz, der wesentlich zur Lebensqualität in Dortmund beitrage.
Die UN ist 80 geworden. Was hat sie heute noch zu sagen, oder ist sie ein reiner Papiertiger? Diese Fragen ging in seinem Vortrag Dr. Christoph Heusgen nach, der wie kaum jemand anders Experte auf dem Gebiet ist. Er gilt als einer der besten Kenner internationaler Politik gilt. Im Bürgersaal des Dortmunder Rathauses referierte er vor circa 180 Zuhörerinnen und Zuhörer. Er sprach auch von seiner Zusammenarbeit u. a. mit der Altkanzlerin Angela Merkel Klaus Kinkel, Hans Dietrich Genscher und Josep Borell. Von 2017 – 2020 war Christoph Heusgen Vertreter der Bundesrepublik bei der UN, bis 2025 hat er die Münchner Sicherheitskonferenz geleitet.
Der Ortsverband Innenstadt-West von Bündnis 90/Die Grünen Dortmund hat am 9. November 2025, zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht Stolpersteine geputzt.
Die Stolpersteine sind ein Kunstprojekt des Künstlers Gunter Demnig, das an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert und den Opfern ihre Namen, ihre Geschichten und einen Platz in der Mitte der Gesellschaft zurückgeben soll. Mit der Putzaktion haben die Dortmunder Grünen die Messingoberfläche der Stolpersteine wieder zum Glänzen gebracht und gleichzeitig ein Zeichen gesetzt.
Stadtrat Christian Uhr, Personal- und Organisationsdezernent der Stadt Dortmund, ist in Leipzig zum Vorsitzenden des Personal- und Organisationsausschusses des Deutschen Städtetags gewählt worden. Er betonte, dass die kommenden Jahre entscheidend seien, um Städte als attraktive Arbeitgeber zu stärken, den Fachkräftemangel zu bewältigen und Verwaltungen modern, digital und bürgernah zu gestalten. Diese Aufgaben wolle der Ausschuss mit großem Engagement gemeinsam angehen. Der Deutsche Städtetag ist der kommunale Spitzenverband der kreisfreien Städte in Deutschland und vertritt die Interessen von rund 3.400 Städten mit etwa 54 Millionen Einwohner:innen. Der Fachausschuss für Personal- und Organisation befasst sich mit allen personellen und organisatorischen Fragen, die Städte betreffen. Er bereitet Beschlüsse vor, entwickelt Positionen und berät die Mitgliedsstädte in Themenfeldern wie Personalmanagement, Organisationsentwicklung sowie rechtlichen und verfassungsrechtlichen Grundlagen der kommunalen Selbstverwaltung.
Mit einer überraschenden Wendung begann für die SPD im Stadtbezirk Mengede die Konstituierung der Bezirksvertretung im Amtshaus Mengede. Die SPD bleibt mit sechs Mitgliedern die stärkste Fraktion, angeführt von Fraktionssprecherin Sylvia Dettke. Zur Fraktion gehören außerdem Anja Hubert, Claus-Michael Grehl, die neu gewählten Mario Faderewski und Torsten Heymann sowie Bruno Wisbar, der als Kandidat für das Amt des Bezirksbürgermeisters antrat. Entgegen vorheriger Absprachen entschieden sich Bündnis 90/Die Grünen und die CDU am Tag der Wahl für eine gemeinsame Kooperation, wodurch Axel Kunstmann, Vertreter der Fraktion mit dem schwächsten Wahlergebnis, erneut zum Bezirksbürgermeister gewählt wurde. Sylvia Dettke kritisierte den Bruch des bisherigen Vertrauens und sprach von einer schwierigen Ausgangslage für die künftige Zusammenarbeit. SPD-Stadtbezirksvorsitzende Sandra Spitzner erklärte, das Wahlergebnis sei ein Auftrag gewesen, ein Bündnis für Mengede mit Kräften zu bilden, die sich klar gegen Rechts und die AfD positionieren. Dass dies nicht gelungen sei, könne die SPD nicht nachvollziehen. Sie äußerte Zweifel an der Stabilität des neuen Bündnisses und blickte auf die mögliche Neuwahl in zweieinhalb Jahren. Bruno Wisbar, erneut zum ersten stellvertretenden Bürgermeister gewählt, betonte, sein Amt mit voller Gewissenhaftigkeit auszuüben und sich in den kommenden fünf Jahren weiterhin engagiert für die Menschen im Stadtbezirk einzusetzen.
Der Scharnhorster Bezirksbürgermeister Werner Gollnick hat nun vier besonders engagierte Einwohner des Stadtbezirks mit der Scharnhorst-Medaille ausgezeichnet. Im Rahmen eines Empfangs im Begegnungszentrum Scharnhorst wurde den vier Preisträgern im Beisein ihrer Freunde und Angehörigen die exklusive Medaille aus Meissner Porzellan überreicht. Wie bereits im letzten Jahr konnten sich die Geehrten auch diesmal über ein Preisgeld in Höhe von 175,50 € freuen. Der Betrag erinnert an das Geburtsjahr Gerhard Johann David von Scharnhorsts, dem Namensgeber des Stadtteils (*12.11.1755- 28.06.1813).
Der Ehrenamtspreis wurde in diesem Jahr bereits zum zwanzigsten Mal verliehen. Die Lenkungsrunde des Stadtbezirksmarketings Dortmund- Scharnhorst – die zugleich als Jury fungiert – ruft einmal im Jahr dazu auf, Einwohner*innen Scharnhorsts für die Ehrung vorzuschlagen. Herr Gollnick bedankte sich ganz herzlich bei den vier Herren für ihren langjährigen Einsatz für den Stadtbezirk. Er betonte die Wichtigkeit des Ehrenamts, und dass er sich erhofft, dass sich andere Menschen ein Beispiel an diesem herausragenden Engagement nehmen.
Das Bild zeigt v. l. n. r.: Klaus Ahrenhöfer, Werner Gollnick, Herbert Niehage, Walter Kühn, Bodo Mattew, Marcus Eßer, Jürgen Focke.
Der Verein Klimabildung e.V. hat im Rahmen des Lokalprogramms der Public Climate School die neu entwickelten Klimadialog-Boxen an Schulen und Bildungseinrichtungen versendet. Bereits 50 Boxen wurden bundesweit ausgeliefert, die restlichen 25 der ersten Auflage sind größtenteils vergeben. Ziel des Projekts „Klimadialog-Box: Gemeinsam übers Klima sprechen“ ist es, Menschen auf einfache und niedrigschwellige Weise in den Dialog über Klimagerechtigkeit, Nachhaltigkeit, gesellschaftlichen Wandel und Demokratie zu bringen. Die Box enthält praxiserprobte Methoden und Aktionsformate, die den Austausch in Schulen, Museen, Bibliotheken und weiteren Bildungseinrichtungen fördern. Laut Mirjam von Klimabildung e.V. mangele es in der Klimadiskussion weniger an Wissen als an Mut, Raum und Vertrauen, um offen über Emotionen und Perspektiven zu sprechen. Die Box setzt hier an und thematisiert psychische Belastungen, Gefühle von Ohnmacht und Überforderung, um Verständigung, Perspektivwechsel und Empathie zu fördern. Entwickelt wurde sie in Kooperation mit der Forschungsinitiative Research4Change, deren Erkenntnisse über gesellschaftliche Muster der Veränderungsverzögerung in die Gestaltung einflossen. Ziel ist es, lokalen Akteur:innen eigenständige, partizipative Bildungsarbeit zu Klimagerechtigkeit zu ermöglichen und Kompetenzen wie Empathie, Konfliktlösung und Mitgestaltung zu stärken. Zur Einführung lädt Klimabildung e.V. am 17. November 2025 zu einem Online-Workshop ein, bei dem Teilnehmende die Methoden der Box kennenlernen und eigene Bildungsaktionen entwickeln können.
Beim diesjährigen Girls’ Day der SPD-Fraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen erhielten junge Frauen Einblicke in die Landespolitik. Auf Einladung der Dortmunder Landtagsabgeordneten Anja Butschkau und Volkan Baran nahmen auch Daniela Heisterkamp, Lilly Kieninger und Melek Mirza aus Dortmund teil. Gemeinsam mit 25 weiteren Teilnehmerinnen aus ganz NRW lernten sie, wie parlamentarische Arbeit funktioniert, wie der Alltag von Abgeordneten aussieht und welche Wege Frauen in die Politik führen können. Besonders der direkte Austausch mit den Abgeordneten Anja Butschkau, Lisa Kapteinat, Christin Siebel und Elisabeth Müller-Witt, die von ihren Erfahrungen als Frauen in der Politik berichteten, stieß auf großes Interesse. Anja Butschkau, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, lobte das Engagement der Dortmunder Teilnehmerinnen: Daniela, Lilly und Melek hätten mit großem Interesse und klugen Fragen teilgenommen. Solche jungen Frauen machten Mut, denn Politik brauche ihre Perspektiven und Stimmen, um Zukunft zu gestalten. Der Girls’ Day fand anlässlich des Weltmädchentags statt und soll Mädchen motivieren, sich für Politik, Gesellschaft und demokratische Mitgestaltung zu begeistern.
Das Bild zeigt v.l.nr.: Anja Butschkau, Melek Mirza, Daniela Heisterkamp, Lilly Kieninger.
Anlässlich des „Tags der Freien Schulen in NRW“ besuchte die SPD-Landtagsabgeordnete Anja Butschkau das CJD-Christophorusschule Berufskolleg und gestaltete eine Unterrichtsstunde für IFK- und AVJ (Ausbildungsvorbereitungsjahr)-Klassen.
Unter dem Motto „Schenken Sie uns eine (Schul-)Stunde Ihrer Zeit“ sprach sie mit rund 30 Schülerinnen und Schülern über die Aufgaben von Landtagsabgeordneten, politische Prozesse in NRW und Dortmund sowie über Ursachen für das Erstarken nichtdemokratischer Parteien.
Die engagierte Diskussion zeigte das große Interesse der Jugendlichen an demokratischen Strukturen und gesellschaftlicher Teilhabe. Butschkau betonte: „Politische Bildung ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie, besonders für junge Menschen, die ihre Zukunft aktiv gestalten wollen.“
Dortmund/Düsseldorf – Drei Tage lang hat die 17-jährige Sarah Langer aus Dortmund als Vertreterin der Dortmunder CDU-Landtagsabgeordneten Ina Brandes am 15. Jugendlandtag des Landtags Nordrhein-Westfalen teilgenommen. Gemeinsam mit rund 200 jungen Menschen im Alter von 16 bis 20 Jahren arbeitete sie zu konkreten politischen Themen – etwa der Einrichtung eines dauerhaften Jugendparlaments, dem Vorschlag eines kostenfreien Deutschlandtickets für junge Menschen sowie Fragen rund um Jugendgewalt in Nordrhein-Westfalen. In Anhörungen mit Expertinnen und Experten erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertiefende Informationen, erarbeiteten in ihren Fraktionen eigene Positionen und diskutierten diese anschließend in den Ausschüssen.
Sarah Langer wirkte an der Rede ihrer Fraktion zum Antrag für ein dauerhaftes Jugendparlament mit, der im Plenum mehrheitlich beschlossen wurde. Der Antrag zum Deutschlandticket fand hingegen keine Mehrheit. In einer Aktuellen Stunde befassten sich die Jugendlichen zudem mit dem Thema „Zunehmende Gewaltkriminalität unter Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen“. Die Beschlüsse des Jugendlandtags werden nun dem Hauptausschuss des Landtags zur weiteren Beratung übermittelt.
Ina Brandes MdL zeigt sich erfreut über das große Engagement ihrer Dortmunder Vertreterin:
„Es ist großartig zu sehen, mit welchem Interesse und welcher Ernsthaftigkeit Sarah Langer die parlamentarische Arbeit begleitet hat. Der Jugendlandtag bietet jungen Menschen die Chance, politische Abläufe unmittelbar zu erleben und Verantwortung zu übernehmen. Dieses Engagement verdient große Anerkennung.“
Auch Sarah Langer selbst zieht ein positives Fazit ihrer Teilnahme:
„Der Jugendlandtag in Düsseldorf war eine super Erfahrung. Ich fand es total spannend, eigene Ideen einzubringen und zu sehen, wie viel man gemeinsam bewegen kann. Die Stimmung war richtig motivierend und es hat Spaß gemacht, so viele engagierte junge Leute kennenzulernen. Ich nehme auf jeden Fall viele tolle Eindrücke mit!“
Seit 2008 haben mehr als 2.700 Jugendliche am Jugendlandtag teilgenommen und so einen unmittelbaren Einblick in demokratische Prozesse gewonnen.
Die SPD Dortmund hat auf ihrer jüngsten Beiratssitzung die acht Kandidat*innen für die Positionen der sachkundigen Bürger*innen im Rat der Stadt Dortmund gewählt. Der SPD-Ortsverein Eving freut sich besonders, dass sich gleich zwei Kandidat*innen aus dem Stadtbezirk Eving durchsetzen konnten.
Denise Pelzer wird eine der beiden SPD-Vertreterinnen im neu geschaffenen Gleichstellungsausschuss. Die 42-jährige Sozialarbeiterin, berufstätige Mutter zweier Söhne und Mitglied der Bezirksvertretung Eving, bringt sowohl umfangreiche berufliche Expertise als auch persönliche Erfahrung in gleichstellungspolitischen Fragen mit.
Carsten Giebel kandidiert als sachkundiger Bürger für den Ausschuss für Personal, Organisation und Digitalisierung. Der 56-jährige Diplom-Informatiker verfügt über langjährige Erfahrung in der Verwaltungsdigitalisierung und war bis zur letzten Kommunalwahl bereits ordentliches Mitglied des Rates und dort im selben Ausschuss tätig.
„Mit Denise Pelzer und Carsten Giebel stellen wir zwei weitere starke Stimmen für den Stadtbezirk Eving im Rat der Stadt“, betont der Vorsitzende der SPD Eving, Martin Schmitz. „Die Wahl durch die Delegierten zeigt, dass die SPD Eving personell hervorragend aufgestellt ist und unsere politische Arbeit auch über die Grenzen des Stadtbezirks hinaus große Anerkennung findet.“
Bildzeile: Die Evinger SPD-Delegation freut sich über die Nominierung von Denise Pelzer (vorne rechts) und Carsten Giebel (vorne links).
Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist nicht tolerierbar. Ab dem 25. November kommen in Dortmund 180.000 Brötchentüten in den Umlauf. Sie sind leuchtend orange. Und jede einzelne ist ein deutliches Signal: „Gewalt kommt uns nicht in die Tüte“ ist die aufgedruckte Botschaft.
An der Aktion beteiligen sich zahlreiche Dortmunder Bäckereien und die Buchhandlung Thalia. „Gewalt gegen Frauen ist leider auch in Dortmund eine bittere Realität. Das können wir nicht tolerieren und auch nicht totschweigen. Diese Kampagne soll das Bewusstsein schärfen und Betroffene ermutigen, Hilfe zu suchen“, sagt Maresa Feldmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dortmund.
Der 25. November als Starttermin ist bewusst gewählt: Es ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Die Brötchentüten mit der wichtigen Botschaft werden bis zum 10. Dezember verteilt und knüpfen damit an die weltweiten „Orange Days“ an. Die Farbe Orange ist das Symbol gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Mit den leuchtenden Brötchentüten in Dortmunder Haushalten fordern die Aktionspartnerinnen zu Nulltoleranz gegenüber Gewalt an Frauen auf und weisen Betroffene gleichzeitig auf Hilfsangebote hin.
Gewalt gegen Frauen gibt es in allen Gesellschaftsschichten
Getragen wird die Aktion von einem breiten Bündnis engagierter Dortmunder Akteure: den drei Soroptimist Clubs Dortmund, Dortmund Hellweg und RuhrRegion, der Fachhochschule und der TU Dortmund, dem Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund sowie den Zonta Clubs Dortmund und Dortmund Phoenix sowie Sponsoren.
Gemeinsam verfolgen sie ein klares Ziel: Sie wollen Gewalt gegen Frauen bewusst machen und Menschen in Dortmund dafür sensibilisieren, genauer hinzusehen und Unterstützung anzubieten. Denn auch in Dortmund kommt es noch immer zu Gewalt gegen Frauen. Es gibt sie in allen Gesellschaftsschichten, es gibt sie in jedem Alter und in allen wirtschaftlichen und sozialen Konstellationen.
Die Brötchentüten sind deshalb immer noch nötig. Auf ihrer Rückseite steht in acht Sprachen: „Nein zu Gewalt an Mädchen und Frauen.“ Abgedruckt sind auch die Notfallnummern der Frauenberatungsstelle und des bundesweiten Hilfetelefons. So wird das Thema auf sensible Weise direkt auf den Frühstückstisch in die Haushalte gebracht.
Vom 13. bis 15. November fand der diesjährige Jugendlandtag Nordrhein-Westfalen statt. Drei Tage lang übernahmen Jugendliche aus allen Teilen von NRW die Sitze der Abgeordneten im Düsseldorfer Landtag. Sie debattierten, formulierten politische Positionen und erfuhren hautnah, wie parlamentarische Demokratie funktioniert.
Die Plätze der Dortmunder SPD-Landtagsabgeordneten Volkan Baran, Anja Butschkau, Nadja Lüders und Ralf Stoltze wurden dieses Jahr von der 16-jährigen Schülerin Eylül Aktas und den 18- und 20-jährigen Studierenden Fabian Schaub und Neele Gumprich übernommen.
Ein zentraler thematischer Schwerpunkt war die Frage nach dauerhafter politischer Beteiligung junger Menschen. Die Teilnehmer*innen beschlossen mehrheitlich die Einrichtung eines fest etablierten Jugendparlaments in NRW. Dieser Beschluss wird nun zur weiteren Beratung an den Hauptausschuss des Landtags übermittelt. In einer Aktuellen Stunde debattierten die 16- bis 20-jährigen jungen Abgeordneten zudem über „Zunehmende Gewaltkriminalität unter Jugendlichen in NRW – Herausforderungen und Handlungsbedarf“.
Neele Gumprich, die von ihren jungen Kolleg*innen zur SPD-Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde, zog ein durchweg positives Fazit: „Der Jugendlandtag war für mich eine wundervolle Erfahrung mit tollen Gesprächen. Das Beste waren die vielen neuen Eindrücke und die netten Menschen, die ich kennenlernen durfte. Am meisten wird mir unser Zusammenhalt in der Fraktion, besonders gegen Rechts, in Erinnerung bleiben.“
Fabian Schaub betonte vor allem den demokratiepolitischen Wert der Veranstaltung:
„Der Jugendlandtag war für mich eine echt wertvolle Erfahrung voller positiver Eindrücke. Das Beste am Jugendlandtag waren die Ausschuss- und Fraktionssitzungen, die einem die parlamentarische Arbeit noch viel nähergebracht haben. Am meisten wird mir in Erinnerung bleiben, dass das Leben in einer Demokratie ein krasses Privileg und keine Selbstverständlichkeit ist.“
Der Jugendlandtag bietet jungen Menschen jedes Jahr die Möglichkeit, eigene politische Themen einzubringen und echte parlamentarische Abläufe zu erleben – vom Ausschuss über Anhörungen bis zum Plenum. Dabei lernen sie nicht nur Strukturen und Verfahren kennen, sondern auch die Bedeutung eines respektvollen politischen Miteinanders.
Bildunterschrift: „v.l. Neele Gumprich, Fabian Schaub und Eylül Aktas“
„Gebt den Rechtsextremen keinen Raum!“, lautete das Motto der Mahnwache vor dem Dortmunder Rathaus, zu dem die OMAs gegen Rechts DORTMUND aufgerufen hatten. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger folgten dem Aufruf der engagierten OMAs anlässlich der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrates. Mit einem Brief an die Mitglieder der demokratischen Ratsfraktionen riefen sie die Mandatsträger dazu auf, verantwortungsvoll um die besten Lösungen für die Stadt zu ringen und keine Mehrheiten mit der AfD zu suchen, weil die AfD bislang in allen Parlamenten gezeigt habe, dass sie zwar demokratisch gewählt werde, aber die Demokratie zerstören wolle. Viele Ratsmitglieder kamen vor Beginn ihrer Fraktionssitzungen zu den OMAs, die mahnend vor dem Rathaus standen.
„Wir waren überrascht und natürlich begeistert von so viel Lob und Zuspruch“, so Brigitte Christiansen, die Vorsitzende der Dortmund OMAs. „Wir OMAs stehen für ein zivilisiertes Miteinander und gegen Hass und Spaltung. Wir werden unser Rathaus und die Arbeit der Gewählten mit kritischem Blick verfolgen“, appellierte sie an die Ratsmitglieder, mit Blick auf den Spruch der Bezirksregierung Arnsberg, eine unangreifbare Lösung zu finden. Darum geht es in der nächsten Ratssitzung am 27.11.2025. Erneut laden die Dortmunder OMAs an diesem Tag zur Mahnwache vor dem Dortmunder Rathaus.
Die Werkstatt Solidarität, ein Träger der Jugendhilfe aus Bövinghausen besuchte den Landtag in Düsseldorf. Im Rahmen des Besuchsprogramms lernten die Besucherinnen und Besucher die Arbeit des Parlaments und der Abgeordneten kennen. Zu Beginn ihres Besuchs traf die Gruppe die Dortmunder Landtagsabgeordnete Anja Butschkau (SPD), die darüber berichtete, wie sie in die Politik gekommen ist und wofür sie sich im Landtag einsetzt. Mit der Gruppe tauschte sie sich über die Herausforderungen junger Menschen aus, in Dortmund eine Ausbildungsstelle und eine bezahlbare Wohnung zu finden.
Eine hochrangige Delegation aus Landes-, Bundes- und Kommunalpolitik hat am Samstag (15.11.) das Klinikum Dortmund besucht, um sich ein Bild von aktuellen Herausforderungen und Zukunftsprojekten des größten kommunalen Krankenhauses in Westfalen zu machen.
Zu den Teilnehmenden des Kommunalpolitischen Rundgangs gehörten unter anderem Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Jens Peick, Dortmunder Bundestagsabgeordneter, sowie der neue Oberbürgermeister Alexander Kalouti.
Die Teilnehmenden informierten sich vor Ort über zentrale Themen der Krankenhausentwicklung, darunter bauliche Herausforderungen und anstehende Modernisierungsvorhaben auf dem Klinikgelände. Stationen des Rundgangs waren unter anderem die Notaufnahme, verschiedene Pflege- und Funktionsbereiche sowie Bereiche der Kinderklinik.
Das Klinikum nutzte die Gelegenheit, um aktuelle Bedarfe aufzuzeigen und Einblicke in laufende sowie geplante Investitionsmaßnahmen zu geben. Am Rundgang nahmen zudem zahlreiche kommunalpolitische Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Dortmund teil.
Klimaneutralität, soziale Teilhabe und modernes Wohnen: Im Dortmunder Stadtteil Menglinghausen setzt das Wohnungsunternehmen Vonovia auf ein Zusammenspiel dieser Faktoren zur nachhaltigen Stadtentwicklung in einem zukunftsweisenden Modellquartier. Im Rahmen einer Tour des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (VdW) informierte sich die Parlamentarische Staatssekretärin und Bundestagsabgeordnete Sabine Poschmann vor Ort über das Projekt. Begleitet wurde sie von VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter sowie seitens Vonovia von CRO Arnd Fittkau, Geschäftsführer West Mario Stamerra sowie Regionalbereichsleiter Ralf Peterhülseweh.
Modellquartier mit Vorbildcharakter
Seit 2017 betreut Vonovia in Menglinghausen rund 500 Wohnungen und entwickelt das Quartier kontinuierlich weiter. Ziel ist eine ganzheitliche Quartiersentwicklung, die Klimaschutz, soziale Teilhabe und modernes Wohnen miteinander verbindet. „Menglinghausen zeigt beispielhaft, wie Klimaneutralität und Lebensqualität im Quartier zusammen funktionieren“, betont Arnd Fittkau. „Wir investieren hier in eine nachhaltige Zukunft für unsere Mieterinnen und Mieter und für das Klima.“
Konkrete Maßnahmen für Klimaschutz
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der energetischen Modernisierung des Bestands. „Mit Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen reduzieren wir den Energieverbrauch deutlich und machen die Gebäude langfristig fit für die Klimaziele“, unterstreicht Mario Stamerra. „So entsteht in Menglinghausen ein nachhaltiges und naturnahes Wohnumfeld, das zugleich modernen Wohnkomfort bietet.“ Staatssekretärin Sabine Poschmann stellt bei ihrem Besuch klar: „Klimaneutralität beginnt im Quartier. Wenn Wohnungsunternehmen, Städte und Partner wie hier an einem Strang ziehen, kann der Wandel gelingen.“
Nachbarschaft stärken und Teilhabe sichern
Neben der energetischen Modernisierung setzt Vonovia in Menglinghausen auf soziale Angebote. So fördern zum Beispiel ein neuer Spielplatz und ein öffentlicher Bücherschrank das Miteinander im Quartier. Ein Netzwerk von Partnern wie der AWO und dem StadtSportBund Dortmund sorgt zusätzlich für Freizeit- und Gemeinschaftsangebote für alle Generationen.
Bildunterschrift: Besuch im Quartier Menglinghausen (v.l.n.r.): Vonovia Geschäftsführer West Mario Stamerra, Oliver Niermann vom VdW Rheinland Westfalen, Vonovia CRO Arnd Fittkau, Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Poschmann, VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter und Vonovia Regionalbereichsleiter Ralf Peterhülseweh.
Bei einem Festakt ist der neue Präsident des Sozialgerichts Dortmund, Bernd Gregarek, in sein Amt eingeführt worden. Gleichzeitig wurde sein Vorgänger Peter F. Brückner verabschiedet. Der Präsident des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen, Jens Blüggel, sprach von Wandel und Beständigkeit, da beide Juristen eng mit Dortmund verbunden seien. Auch Justizminister Benjamin Limbach hob ihre Wurzeln im Ruhrgebiet und ihre Bedeutung für eine starke, zukunftsorientierte Sozialgerichtsbarkeit hervor.
Stadtrat Norbert Dahmen betonte den Wert einer funktionierenden Sozialgerichtsbarkeit. Richterratsvorsitzender Thomas Lachner würdigte Brückners Engagement und Tatkraft. Brückner dankte allen Wegbegleitenden: „Danke, dass ich der Präsident des Sozialgerichts Dortmund sein durfte. Es war mir eine große Ehre.“
In seiner Antrittsrede hob Gregarek die Bedeutung des Schutzes des demokratischen Rechtsstaats hervor. Musikalisch begleitet wurde der Festakt von Joseph Chang vom Mallinckrodt-Gymnasium; der Abend endete mit Currywurst.
v.l..: Präsident des Landessozialgerichts Dr. Blüggel, Präsident des Sozialgerichts a. D. Brückner, Präsident des Sozialgerichts Gregarek, Minister der Justiz NRW Dr. Limbach
Am Sonntag den 16.11.2025 hat die Gemeinschaft der Brechtener und Holthauser Vereine und Organisationen, anläßlich des Volkstrauertages alle Bürgerinnen und Bürger zu einer Gedenkfeier am Ehrenmal vor und in der evangelischen Kirche Brechten eingeladen.
Unter dem Zitat von Richard v. Wizsäcker „DAS GEHEIMNIS DER VERSÖHNUNG IST DIE ERINNERUNG“ gedachten Gemeindereferentin Claudia Schmidt (kath. Kirche Brechten) und Tim Frommeyer (Polizeipräsident Gelsenkirchen) den Opfern von Kriegen und Gewaltherrschaft. Gleichzeitig wiesen beide darauf hin, dass der Volkstrauertag nicht nur ein Gedenktag, sondern auch ein Aufruf zur Förderung von Frieden und internationalem Verständnis ist. Zwei Themen die aktuell wichtiger sind als jemas zuvor. Die evangelische Kirche und das Ehrenmal boten einen würdigen Rahmen für die feierliche Veranstaltung. Die Gedenkfeier stärkte das Bewusstsein für ein friedliches Miteinander und die Bedeutung von Versöhnung auf lokaler und globaler Ebene. Musikalisch wurde die Gedenkfeier durch den Posaunenchor der ev. Gemeinde unterstützt.
Nach der Gedenkfeier wurde am Ehrenmal ein Kranz zum Gedenken niedergelegt.
Das Foto (Quelle: Martin Schmitz) vor der Kranzniederlegung zeigt v. l. n. r.:
Oliver Stens, Peter Thill, Claudia Schmidt, Tim Frommeyer, André Buchloh und Alexander Buchholz
Die beiden BSW-Ratsmitglieder Ulrike Behrendt und Thomas Zweier.
Am 13. November 2025 trat der neu gewählte Rat in Dortmund zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Damit begann offiziell die aktuelle Legislaturperiode und für die Ratsgruppe BSW eine neue Etappe kommunalpolitischer Arbeit.
Ulrike Behrendt und Thomas Zweier nahmen für das BSW an der Sitzung teil. Sie vertreten die Ratsgruppe BSW im Rat mit klarer sozialpolitischer Haltung. Schon in dieser ersten Sitzung zeigte die Ratsgruppe BSW ihre Bereitschaft zu Verantwortung und einer konstruktiven Mitarbeit an der Zukunft der Ruhrmetropole.
Ein bedeutender Moment war der Tagesordnungspunkt „Wahl der Mitglieder der Ausschüsse“. In geheimer Abstimmung wurde Thomas Zweier als stimmberechtigtes Mitglied in den Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen gewählt.
Ulrike Behrendt wird als beratendes Mitglied in den Schulausschuss gehen
Das BSW bringt mit diesen Vertretungen seine Schwerpunkte soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Vernunft, Frieden und Meinungsfreiheit in die Ausschussarbeit ein — zum Wohl aller Menschen in Dortmund.
Auf ein neues Kapitel, auf Offenheit und soziale Verantwortung!
Dortmund. Antisemitismus, antimuslimischer Rassismus und die Sehnsucht nach Verständigung: Die neue Theater-Performance „beyond the lines“ von Susanne Hocke und Jürgen Larys vom artENSEMBLE THEATER stellt Fragen, die schmerzen, doch gerade jetzt dringend gestellt werden müssen.
Am 8. November wurde das Stück in der Deutschen Auslandsgesellschaft Dortmund uraufgeführt. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche rote Linien gezogen werden zwischen Religionen, Kulturen und politischen Lagern, versucht das Stück, Brücken zu schlagen. Es fragt, ob ein gemeinsamer Raum jenseits von Krieg, Gewalt, Streit und Ausgrenzung denkbar ist. Der Text basiert auf intensiver Feldforschung. Hierfür haben die beiden Schauspieler Gespräche mit jüdischen, muslimischen und christlichen Gemeinden, mit Wissenschaftlern, Aktivisten und von Rassismus und Diskriminierung betroffenen Menschen geführt. Entstanden ist daraus eine vielstimmige Collage aus Erzählungen, historischen Dokumenten, aktuellen Nachrichten und poetischen Passagen.
Referenzpunkte des Stückes sind die rechtsextremen Anschläge auf die Synagoge in Halle (2019), auf Menschen mit Migrationshintergrund in Hanau (2020) und der aktuelle Krieg in Israel und Palästina. Die Performance beleuchtet, wie eng Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus miteinander verflochten sind und wie alte Wunden seit dem Angriff der Hamas im Oktober 2023 in neuen Formen aufbrechen.
„Grün war die Linie“, heißt es an einer Stelle, in Anspielung auf die Waffenstillstandslinie von 1949 zwischen Israel und Palästina. Doch „beyond the lines“ bleibt nicht bei der politischen Landkarte stehen. Das Stück fragt, wie solche Linien in Köpfen und Herzen fortbestehen und was nötig wäre, um sie zu überschreiten.
Mit diesem neuen Stück führen Susanne Hocke und Jürgen Larys ihre Arbeit an einer Trilogie fort, die sich mit Religion, Identität und Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft auseinandersetzt. 2019 verantworteten sie das Theaterprojekt „Weißt du, wer ich bin?“, das den Dialog zwischen Judentum, Christentum und Islam in den Mittelpunkt stellte und 2019 mit dem ersten Platz des Integrationspreises der Stadt Dortmund ausgezeichnet wurde. 2022 folgte der zweite Teil „Die Suche“, in dem Fragen nach Sinn, Orientierung und Zugehörigkeit aufgegriffen wurden. „Beyond the lines“ bildet nun den dritten Teil dieser Reihe und erweitert die Perspektive. Das Stück richtet den Blick auf gesellschaftliche Spannungen, Diskriminierung und die fragile Möglichkeit von Verständigung in Zeiten wachsender Polarisierung.
Im Nachgespräch erzählten Hocke und Larys in einem offenen Gespräch dem Publikum die Entstehungsgeschichte ihres Projekts. Sie seien nach Halle und Hanau gereist und hätten dort mit Überlebenden, Angehörigen und Engagierten gesprochen. Diese Begegnungen hätten sie „emotional sehr lange begleitet“ und deutlich gemacht, wie tief die Wunden sind, die rassistische und antisemitische Gewalt in den betroffenen Gemeinschaften hinterlässt. Besonders bewegend sei für sie gewesen, wie wenig die Mehrheitsgesellschaft den antimuslimischen Rassismus überhaupt wahrnimmt, obwohl er, wie Untersuchungen zeigen, die am weitesten verbreitete Form von Rassismus in Deutschland sei.
Die Zuschauer erhielten ebenso die Möglichkeit, ihre Eindrücke zu teilen. Durch das Gespräch wurde das Theater zu einem öffentlichen Diskursraum, der sich ständig verändert und erweitert. Ein Abend, der Verständigung erprobte und zeigte, dass jenseits der Linien vielleicht doch ein Raum existiert, wenn wir bereit sind, ihn gemeinsam zu betreten.
„Beyond the lines“ ist eine Kooperation der Jüdischen Kultusgemeinde Groß-Dortmund, der Evangelischen Lydia-Gemeinde Dortmund, der Islamischen Akademie NRW, der Auslandsgesellschaft.de und des Multikulturellen Forums. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium des Innern.
„Beyond the lines“ wird in diesem Jahr noch in Frankfurt und Berlin aufgeführt. In 2026 wird das Stück sechsmal im Dietrich-Keuning-Haus (DKH) kostenlos speziell für Dortmunder Schulen gezeigt, die mit der Unterstützung der DSW 21 und der Dr. Buhmann Stiftung für interreligiöse Verständigung ermöglicht werden.
„Weil Hannelore jüdisch war…“ lautet die Ausstellung der freiwilligen Schüler-AG der Droste Hülshoff Realschule in Kirchlinde, die sich mit jüdischem Leben während der NS-Zeit befasst.
Die OMAs GEGEN RECHTS Dortmund e.V. waren bei ihrem Besuch beeindruckt von den Jugendlichen, die gemeinsam viele Fakten zusammengetragen und höchst anschaulich aufbereitet hatten.
Im lebendigen Austausch diskutierten die engagierten OMAs mit den gut informierten Schülerinnen und Schülern, mit welchen Strategien den rechtsextremen Tendenzen in der Gesellschaft wirkungsvoll entgegenzutreten ist. „ Es ist höchste Zeit, dass gerade viele Erwachsene aus der Geschichte lernen, damit sich die Schrecken der Naziherrschaft nicht wiederholen.“ Darin waren sich Alt und Jung einig.
Seit über 30 Jahren gibt es die freiwillige Arbeitsgemeinschaft an der Schule, in der die Schüler*innen an verschiedenen Stationen die Schrecken der Naziherrschaft anschaulich machen. Die Jugendlichen führen interessierte Gäste durch ihre Ausstellung im Luftschutzkeller und hatten auch schon mehrfach Gäste aus Israel und den USA.
Heute beschäftigen sich die Schüler*innen der 6.-10. Klasse mit Ausgrenzungen in unserer Gesellschaft und dem Thema Zivilcourage.
Gewalt gegen Frauen ist ein drängendes gesellschaftliches Problem. Auch in diesem Jahr macht BIG direkt gesund deutlich: Hinschauen, handeln und helfen ist wichtiger denn je. Zum inzwischen siebten Mal beteiligt sich die Krankenkasse am internationalen Aktionstag „Orange the World“, der in Dortmund traditionell von den ZONTA-Clubs begleitet wird.
„Hinschauen. Handeln. Helfen.“
Die BIG setzt in diesem Jahr auf starke optische Zeichen: Eine Leuchtwand im Foyer in der Dortmunder Unternehmenszentrale transportiert die Botschaft: „Hinschauen. Handeln. Helfen. Stoppt Gewalt an Frauen!“ Mitarbeitende erscheinen am Aktionstag, dem 25. November, in orangefarbener Kleidung, große orangene Ballons dienen als auffälliges Symbol für ein gemeinsames Foto. Die Farbe Orange steht international für eine Zukunft ohne Gewalt.
Betroffene ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen
„Gewalt an Frauen ist ein Thema, das uns alle betrifft – unabhängig von Branche, Herkunft oder persönlichem Hintergrund“, betont Personalvorstand Markus Bäumer. „Wir können als Krankenkasse die Ursachen nicht beheben, aber wir können Haltung zeigen. Wir wollen Betroffene ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, und wir möchten auch im beruflichen Umfeld für mehr Bewusstsein sorgen.“
Interne Angebote weiter ausgebaut
Im vergangenen Jahr bot die BIG erstmals einen Selbstbehauptungskurs für Mitarbeiterinnen an. Das positive Feedback und das Interesse weiterer Kolleginnen, aber auch Kollegen haben dazu geführt, dass das Angebot für alle Geschlechter fortgeführt wird. „Uns ist wichtig, unseren Mitarbeitenden Sicherheit und Unterstützung mitzugeben – im Arbeitsalltag und darüber hinaus“, so Markus Bäumer. Zudem bietet die BIG über ihr Portal BIGbalance Unternehmen, deren Mitarbeitenden und auch allen Versicherten Selbstbehauptungskurse an.
Hilfsangebote: Unterstützung ist rund um die Uhr erreichbar
Die BIG weist im Rahmen der Aktion besonders auf das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ hin. Unter der kostenlosen Nummer 116 016 stehen Fachberaterinnen und Fachberater Betroffenen, Angehörigen und Unterstützenden jederzeit zur Seite – anonym, vertraulich und in 18 Sprachen. Die Beratung erscheint nicht auf der Telefonrechnung.
Weitere Informationen finden sich online unter: www.hilfetelefon.de.