Soll Dortmund Gastgeber für die Olympischen und Paralympischen Spiele werden?

Dortmunder Ratsbürgerentscheid im April 2026

Westfalenstadion Signal Iduna Park - Außenansicht Luftbild Sonnenuntergang
Westfalenstadion Signal Iduna Park – hier könnten die Olympischen Fußballspiele stattfinden. Archivfoto: Alexander Völkel für die nordstadtblogger.de

2026 stehen keine Wahlen in Dortmund an? Falsch gedacht: Dortmund könnte Gastgeber der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 werden. Ob sich die Stadt an der gemeinsamen Bewerbung der Region Köln/Rhein-Ruhr beteiligen soll, bestimmen die Bürger:innen. Der Ratsbürgentscheid findet am 19.April 2026 statt.

In Dortmund sollen Fußball- und Handballspiele stattfinden

Die Stadt Dortmund sieht sich für eine mögliche Teilnahme gewappnet. Über 500 Sportvereine, der Signal Iduna Park als größtes Fußballstadion Deutschlands sowie die Westfalenhallen bieten eine Grundlage für internationale sportliche Wettbewerbe.

In den Westfalenhallen könnten auch Handballspiele stattfinden. Foto: Westfalenhallen/DeinSocialMediaGmbH

Vorgesehen ist, dass in Dortmund Fußball- und Handballspiele stattfinden. Die Stadt verfügt über große Erfahrung in der Ausrichtung bedeutender Veranstaltungen und über kurze Wege zwischen den Spielorten. ___STEADY_PAYWALL___

Eine erfolgreiche Teilnahme könnte sowohl für Dortmund als auch für die gesamte Region zahlreiche positive Effekte haben. Die Wirtschaft könnte gestärkt, innovative Projekte von Unternehmen, Start-ups und Hochschulen vorangebracht und bestehende Sportstätten nachhaltig genutzt werden.

Mit „Ja“ oder „Nein“ über Olympia-Teilnahme abstimmen

Auch gesellschaftlich wären Impulse möglich, so die Stadt Dortmund, etwa für Integration, Gleichberechtigung und die Förderung von Sport und Bewegung. Langfristig könnte Dortmund durch touristische, infrastrukturelle und wirtschaftliche Entwicklungen profitieren und international an Sichtbarkeit gewinnen.

Am 19. April 2026 soll abgestimmt werden. Foto. Jugendring Dortmund

Die Kosten für die Durchführung des Ratsbürgerentscheids liegen bei rund 1,2 Millionen Euro. Davon übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen 85 Prozent. Der verbleibende Eigenanteil der Stadt Dortmund in Höhe von rund 180.000 Euro wird aus dem bestehenden Haushalt gedeckt.

Alle Wahlberechtigten erhalten ihre Unterlagen vier Wochen vor dem Ratsbürgerentscheid per Post, eine Beantragung ist nicht nötig. Es werden keine Wahllokale geöffnet. Die Abstimmung kann mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden. Die ausgefüllten Abstimmzettel können bequem per Post zurückgeschickt werden.

Wahlberechtigt sind alle Dortmunderinnen und Dortmunder, die am Tag der Abstimmung mindestens 16 Jahre alt sind, die deutsche oder eine EU-Staatsangehörigkeit besitzen und seit mindestens 16 Tagen vor dem Abstimmungstermin in Dortmund wohnen. Die Wahlberechtigten müssen nicht an die Wahlurne: Die Abstimmung erfolgt ausschließlich per Briefwahl.


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