Neustart beim Fahrradverleih metropolradruhr: Ab Mittwoch Donkey Republic statt nextbike

Mehr Räder, mehr Komfort beim regionalen Fahrrad-Verleihsystem

Dortmund steigt auf - Metropolrad Ruhr
Dortmund steigt auf – und um. Zumindest bei Metropolrad Ruhr. Foto: Alexander Völkel für nordstadtblogger.de

Das regionale Fahrradverleihsystem metropolradruhr startet neu: Ab Mittwoch, 1. April 2026, übernimmt der dänische Anbieter Donkey Republic den Betrieb. Ziel ist es, das Angebot einfacher, komfortabler und flexibler zu gestalten und damit noch mehr Menschen für das Leihsystem zu gewinnen. Zum Start stehen zunächst 300 neue Fahrräder an besonders stark frequentierten Stationen bereit.

Deutlich mehr Räder und Stationen sollen Angebot im gesamten Stadtgebiet stärken

Dazu zählen unter anderem der Bahnhofsvorplatz am Hauptbahnhof, die Möllerbrücke, der Borsigplatz an der Oesterholzstraße, der Kaiserbrunnen sowie der Standort Hohe Straße/Saarlandstraße. Schrittweise werden auch die übrigen Stationen mit neuen Rädern ausgestattet.

Die kostenlose Ausleihe der Next-Bikes wird immer beliebter: 240 Beschäftigte nutzen das Angebot schon.
next bike hat schon einen Großteil seiner Räder in Dortmund wieder eingesammelt. Foto: Alexander Völkel für Nordstadtblogger.de

im Laufe des Jahres wird das Angebot deutlich ausgeweitet. Die Zahl der Fahrräder soll auf insgesamt 1.000 steigen und sich damit im Vergleich zum bisherigen Bestand verdoppeln. Gleichzeitig wächst das Stationsnetz von derzeit 100 auf künftig 150 Standorte. Perspektivisch wird das Ausleihen und Abgeben von Fahrrädern in allen Stadtbezirken möglich sein.

Der Ausbau erfolgt schrittweise, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Die Räder des bisherigen Betreibers nextbike aus Leipzig werden bis Dienstag, 31. März, nach und nach aus dem System genommen. Ab Mittwoch, 1. April, stehen dann ausschließlich die neuen Fahrräder von Donkey Republic zur Verfügung.

Digitale Ausleihe per App: So funktioniert das neue System

Für die Nutzung benötigen Kundinnen und Kunden lediglich die App von Donkey Republic sowie eine einmalige Registrierung. Anschließend können sie ein Fahrrad in der Nähe auswählen, per Smartphone entsperren und direkt losfahren. Die grundlegende Nutzung bleibt damit vertraut, wird jedoch digital weiter vereinfacht.

Neu ist vor allem die Rückgabe: Das Fahrrad wird nach der Fahrt nicht mehr manuell abgeschlossen, sondern direkt über die App verriegelt. Dieses System ist bereits von E-Scooter-Angeboten bekannt und soll die Handhabung zusätzlich erleichtern.

Auch die Tarifstruktur wird angepasst. Im Basistarif kostet die Nutzung einen Euro pro Stunde. Darüber hinaus gibt es einen Monatstarif für 7,50 Euro sowie einen Jahrestarif für 60 Euro. Beide beinhalten jeweils 60 Freiminuten pro Tag.

Mehr Komfort, bessere Verfügbarkeit und flexiblere Nutzung für die Kund:innen

Ein Mann auf einem Fahrrad
Am 1. April 2026 übernimmt der dänische Anbieter Donkey Republic.

Mit dem Betreiberwechsel gehen zahlreiche Verbesserungen einher. Die höhere Zahl an Fahrrädern und Stationen sorgt für eine bessere Verfügbarkeit im Alltag. Gleichzeitig setzt das System stärker auf digitale Prozesse, die die Nutzung vereinfachen.

Darüber hinaus wird der Service ausgebaut, und die flexibleren Tarife ermöglichen eine individuellere Nutzung – sowohl für Gelegenheitsfahrten als auch für regelmäßige Pendlerinnen und Pendler. Insgesamt soll das Angebot damit deutlich attraktiver werden.

Koordiniert und beauftragt wird metropolradruhr weiterhin vom Regionalverband Ruhr (RVR). Nach dem Auslaufen der Verträge mit nextbike hatte der RVR das System neu ausgeschrieben. Gemeinsam mit den beteiligten Kommunen soll so eine zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität in der Region weiterentwickelt werden.

Vom Pilotprojekt zum Erfolgsmodell: metropolradruhr blickt auf lange Entwicklung zurück

Seinen Anfang nahm das Fahrradverleihsystem im Jahr 2010 mit zunächst sechs Stationen in Dortmund sowie weiteren Standorten in neun Städten im Ruhrgebiet. Von Beginn an ist das Angebot eng mit dem öffentlichen Personennahverkehr verknüpft und ergänzt diesen als wichtiger Baustein nachhaltiger Mobilität.

In Dortmund entwickelte sich metropolradruhr besonders erfolgreich. Im zehnten Jahr seines Bestehens erreichte das System hier Ausleihrekorde. Mit mehr als 300.000 Ausleihen pro Jahr belegt die Stadt regelmäßig den Spitzenplatz unter den teilnehmenden Kommunen.

Weitere Informationen zum Angebot gibt es online unter dortmund.de/bikesharing.


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Reaktionen

  1. Donkey Republic übernimmt zum 1. April das metropolradruhr / Neuer Betreiber plant Verdopplung des Angebots (PM)

    Essen/Ruhrgebiet (idr). Neustart beim metropolradruhr: Ab heute (1. April) übernimmt der dänische Bike-Sharing-Spezialist Donkey Republic das Fahrradverleihsystem im Ruhrgebiet. Der neue Betreiber will das Angebot stark ausbauen. Bislang stehen die Leihräder in 13 Kommunen zur Verfügung, bis Ende September sollen zwölf weitere Städte – Moers, Neukirchen-Vluyn und die Städte im Kreis Recklinghausen – mitmachen. Dann verdoppelt sich das Angebot auf mehr als 1.000 Stationen mit rund 5.700 Rädern. Ab Sommer ergänzen Pedelecs und E-Lastenräder das Angebot in einigen Städten.

    Die Fahrräder des neuen Anbieters werden aus Produktionsgründen zunächst an den meistgenutzten Stationen verfügbar sein, bis Ende April auch an allen weiteren Bestandsstationen. Stefan Kuczera, Beigeordneter Regionale Planung und Entwicklung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) sagt zum Neustart: „Günstige Tarife, besserer Fahrkomfort durch moderne 8-Gang-Räder und eine unkomplizierte Ausleihe sorgen dafür, dass das metropolradruhr noch stärker als regionales Sharing-Angebot genutzt wird.“

    Für die Ausleihe benötigen Nutzerinnen und Nutzer die Donkey Republic-App. Danach verläuft fast alles wie gehabt: In der App ein Fahrrad in der Nähe finden, mit dem Smartphone entsperren und losradeln. Neu ist: Nach der Fahrt muss das metropolradruhr nur noch via App verschlossen werden. Im Standardtarif ist ein Euro pro Stunde fällig, während im Monatstarif für 7,50 Euro oder im Jahrestarif von 60 Euro jeweils 60 Freiminuten pro Tag inklusive sind.

    Das metropolradruhr hat sich seit Inbetriebnahme im Jahr 2010 als beliebtes Sharing-Angebot im Ruhrgebiet etabliert. Der RVR koordiniert in Abstimmung mit den beteiligten Kommunen (Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Hattingen, Herne, Lünen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Witten), Universitäten, Verkehrsunternehmen und dem Betreiber die strategische Weiterentwicklung.

    Infos: https://www.metropolradruhr.de

  2. Trina

    Bisher ist der Start mehr als holprig. Es gibt noch gar keine Leihräder in Dortmund. Eine Kooperation mit der DSW21 wie beim vorherigen Anbieter Nextbike gibt es auch (noch) nicht. Das macht das Leihen für viele teurer als vorher. Dafür müssen aber auch erst einmal Fahrräder bereit gestellt werden….

    • Bebbi

      Mal sehen, ob es irgendein Medium hinbekommt, zu recherchieren, was hier schief gelaufen ist bei der Ausschreibung. Verkehrsplaberisch ist es ein Desaster, wenn so Leihräder den Ruf bekommen, dass man seine „Alltagsmobilität“ besser nicht unter Einbeziehung von Leihrädern organisiert.

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