Die Kirchen senden einen Gruß zu Ramadan an die muslimischen Gemeinden in Dortmund

Auch für Christ:innen beginnt an Aschermittwoch die Fastenzeit

In der Zentralmoschee kamen während des Ramadan jeden Abend hunderte Gläubige zum Beten und Fastenbrechen.
In die Dortmunder Moscheen kommen während des Ramadan tausende Gläubige zum Beten und Fastenbrechen. Foto: Alexander Völkel für nordstadtblogger.de

Mit einem gemeinsamen Schreiben zum Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan haben die Evangelische und die Katholische Kirche in Dortmund ein Zeichen für Zusammenhalt und Dialog gesetzt. Sie wünschen den Gläubigen einen „gesegneten Ramadan“ und würdigen den Fastenmonat als „eine Zeit der Besinnung, der religiösen Vertiefung und der Solidarität“.

Interreligiöse Projekte als Zeichen der Begegnung und des Miteinanders

Zugleich weisen die Kirchen auf die schwierige gesellschaftliche Lage hin. Der Ramadan falle „in eine schwierige Zeit“, in der Konflikte und Krisen die Welt prägten und auch in Deutschland der Zusammenhalt unter Druck stehe.

Grußkarte für Muslime
Die Nordstadtblogger-Redaktion wünscht allen Menschen muslimischen Glaubens einen gesegneten Fastenmonat Ramadan. Muslim:innen weltweit fasten ab heute bis 19. März täglich von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang.

Angriffe auf Menschen mit Migrationsgeschichte und muslimische Gemeinschaften würden mit Sorge beobachtet. Umso wichtiger sei es, dass der Glaube Kraft gebe und Menschen an Hoffnung, Zusammenhalt und Dialog festhalten.

Gerade jetzt komme es darauf an, „Zeichen der Begegnung und des Miteinanders“ zu setzen, betonen die Kirchen. Dortmund zeige hier große Stärke: Interreligiöse Projekte wie der Dialogkreis der Abrahamsreligionen, Friedensgebete oder gemeinsame Workshops stünden für gelebte Verständigung.

Im christlich-muslimischen Dialogforum werde regelmäßig gemeinsam in Bibel und Koran gelesen, um einander näherzukommen und Gemeinschaft zu erleben.

„Erfüllte Momente des Glaubens und gute Begegnungen in der Gemeinschaft“

Die Kirchen danken den muslimischen Gemeinden ausdrücklich für die Einladungen zu Iftar-Abenden und die Gastfreundschaft. Diese gelebte Gemeinschaft sei „Vorbild für ein respektvolles und solidarisches Miteinander“. Der Ramadan biete eine besondere Gelegenheit, diese Werte sichtbar zu machen.

Unterzeichnet ist das Grußwort von Superintendentin Heike Proske, Propst Andreas Coersmeier sowie den beiden Islambeauftragten Pfarrer Friedrich Stiller (evangelisch) und Pastor Sebastian Zimmert (katholisch). Gemeinsam wünschen sie den muslimischen Gemeinden in Dortmund „erfüllte Momente des Glaubens und viele gute Begegnungen in der Gemeinschaft“.

Sie schließen sich damit den Grüßen der fünf katholischen (Erz-)Bistümer und drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen an, die ebenfalls ein Grußwort an muslimische Gläubige richten.


Zum Beginn der Fastenzeit gab es
das Aschekreuz unter freiem Himmel

Eine lange Schlange bildete sich, als Pastor Stefan Tausch am Aschermittwoch das Aschekreuz unter freiem Himmel verteilte. Foto: Michael Bodin / Katholische Pressestelle Dortmund

Eine lange Schlage aus Passanten und Teilnehmenden der „Messe zur Marktzeit“ in der Propsteikirche bildete sich am Aschermittwoch auf dem Platz von Hiroshima. Pastor Stefan Tausch vom Katholischen Forum verteilte dort am Aschermittwoch das Aschekreuz unter freiem Himmel. Thale Schmitz vom Katholischen Forum hatte außerdem für jede und jeden eine Karte mit einem Satz aus dem Markusevangelium dabei.

Große Teilnahme an der „Messe zur Marktzeit“

„Es ist so weit: Jetzt beginnt Gottes neue Welt! Denkt neu und vertraut auf diese gute Nachricht! (Markus I,15)“, stand auf der Karte. Diese Botschaft hatte Pastor Stefan Tausch auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Gottesdienstes für die nun beginnende Fastenzeit mit auf den Weg gegeben.

Pastor Stefan Tausch verteilte auf dem Platz von Hiroschima das Aschekreuz unter freiem Himmel. Thale Schmitz (links) vom Katholischen Forum gab den Besucherinnen und Besuchern eine Karte mit einer Losung für die Fastenzeit. Foto: Michael Bodin / Katholische Pressestelle Dortmund

„Kehr um und glaub an das Evangelium“, sprach er außerdem zu den Menschen, während er ihnen das Kreuz aus Asche und Weihwasser auf die Stirn zeichnete.

Am Aschermittwoch gilt das mit Asche auf die Stirn gezeichnete Kreuz als Zeichen für Umkehr und Buße. Der Tag markiert den Beginn der 40 Tage dauernden christlichen Fastenzeit bis Ostern. Gläubige Menschen nutzen auf dem Weg zum Osterfest die Fastenzeit, zur Erneuerung und Umkehr durch Fasten, Beten und Gutes tun.

Unterstütze uns auf Steady

Reaktion schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert