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Ausstellung in „kunstbetrieb“: Dortmund aus Sicht der chilenischen Malerin Ana Maria Avilés Toro

Die chilenische Künstlerin Ana Maria Avilés Toro stellt bis zum 8. Dezember ihre Arbeiten im „Kunstbetrieb“ an der Gneisenaustraße 30 in der Nordstadt vor. Foto: Joachim vom Brocke

Von Joachim vom Brocke

Unter dem Namen „coloratura“ präsentiert die Chilenin Ana Maria Avilés Toro in der Galerie „kunstbetrieb“ von Sabine Spieckermann an der Gneisenaustraße 30 ihre erste Einzelausstellung in Dortmund. Eröffnung ist am Samstag, 10. November, um 18 Uhr. „Beim Tag der offenen Ateliers sind wir auf Ana Avilés Toro aufmerksam geworden“, sagt Galeristin Spieckermann. Die geknüpften Kontakte festigten sich und so entstand die Ausstellung.

„Der Liebe wegen“ ist Ana Maria Avilés Toro nach Dortmund gezogen

Fröhliches Motiv: ein Hinterhof mit neuen Balkonen im Kreuzviertel.

Seit 2007 lebt Ana Maria Avilés Toro, die 1981 in Santiago de Chile geboren wurde, in Dortmund.

„Der Liebe wegen“ kam sie ins 12 000 Kilometer entfernte Dortmund und fühlt sich dank vieler Freunde wohl in der Stadt und blieb, als sich ihre privaten Lebensumstände änderten.

In der chilenischen Hauptstadt hatte sie sich auf den Bereich des Fremdsprachenunterrichts spezialisiert. „Schon seit meiner Kindheit liebte ich das Zeichnen und die Malerei“, berichtet Ana Avilés Toro über ihre Anfänge.

Doch so richtig los ging es erst 2008, als sie schon in Dortmund lebte.

Viele Motive aus Dortmund festgehalten

In der Stadt machte sich die Künstlerin auf den Weg. Knipste mit dem Fotoapparat verschiedenste Motive in der Stadt. Ein Innenhof im Kreuzviertel faszinierte sie, der Hauptbahnhof, natürlich der Signal-Iduna Park.

Die Industriekultur gehörte ebenfalls dazu. Die Kokerei in Essen zum Beispiel, die Zeche Zollverein oder der Hochofen auf Phoenix-West hinterließen ebenso nachhaltige Eindrücke wie der Containerhafen. Bei einem Besuch im nördlichen Europa beeindruckte besonders ein Kramladen, der – mit einer alten Registrierkasse im Mittelpunkt – ringsum eine große Detailverliebtheit unter Beweis stellt.

Die Arbeiten sind inspiriert von Malern wie Turner oder Hopper

Alte Schaltanlage in der Zeche Zollern.

Farbintensiv sind die Bilder von Ana Maria Avilés Toro, inspiriert von Malern wie Turner oder Hopper. Doch die Dortmunder Künstlerin hat für sich eigene Farbwelten erschaffen, die sich über die realen Welten legen.

Sie liebt leuchtende Farben, wie zum Beispiel bei einer bunten Knopfcollage, einem Haufen Stoffballen oder beim Kurzwarenhändler irgendwo auf dem Wochenmarkt. „Sie verwandelt ruhige Interieurs in fröhlich-temperamentvolle Räumlichkeiten.

Gleichzeitig sind die Farbräume, die sie schafft, harmonisch. Die Farben klingen zusammen und bilden eine stimmige Tonfolge“, schreibt Anke Droste.

Auch einige Porträtzeichnungen zu sehen

In einem Nebenraum vom Kunstbetrieb sind neben den 18 farbenprächtigen Bildern viele Porträtzeichnungen, zum Teil mit Kohle gemalt, zu sehen. Dabei handelte es sich um ein früheres Projekt mit einer befreundeten Künstlerin. „Wir hatten uns vorgenommen, ein Jahr lang jeden Tag ein anderes Porträt zu malen“, erzählt Ana Maria Avilés Toro. Schließlich gibt es noch ein großformatiges Bild mit dem Titel „Mi Pacifico“. Sicherlich eine Erinnerung an ihre chilenische Heimat, um die der Pazifik rauscht und tost.

Mehr Informationen:

  • Die Ausstellung „coloratura“ wird am Samstag, 10. November, um 18 Uhr in der Galerie „der kunstbetrieb“, Gneisenaustraße 30, eröffnet. Zu sehen sind die Arbeiten bis zum 8. Dezember. Der Eintritt ist frei.
  • Öffnungszeiten: montags bis freitags von 11 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 13 Uhr sowie nach Vereinbarung.
  • Webseite der Künstlerin: https://avilestoro.de/

Eine Kokerei auf einem alten Zechengelände in Essen.

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